Der jüdische Herold
- Journal
- Der jüdische Herold
- Volume
- 14 (1938)
- Issue
- 1 (6.1.1938)
- Date
- 1938-01-06
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German, Hungarian
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/9569290-9569843-9569844--207-9569848- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Safed 1× ep/1046078
OCR text
4 Ein vor kurzem vom Militärgericht zum Tode durch den sträng verurteilter Araber ist am Sonntag, 3. Januar hingerichtet worden. Gegen die Zentral-Polizeistation in Jaffa warfen Terroristen zwei Bomben die jedoch nicht explodierten. Ein Araber wurde verhaftet. Die Polizeistation in Salcha bei Safed wurde am helltichten Tage von einer Araberbande beschossen. Die Poiizisten erwiderten das Feuer und verwundeten einen der Terroristen, die anderen entkamen. Auf der Eisenbahnsirecke Lydda-Jerusalem wurden in der Nähe von Deir-es* Sheikh auf einen Zug mehrere Schüsse abgegeben. Die Kugeln drangen in die Waggons ein, ohne jedoch jemanden zu treffen. Polizeihunde, die zur Verfolgung der Spuren der Mörder von Jechiei Efroni eingesetzt wurden, führten zu drei Häusern in dem arabischen Dorf Khirbet el Amur, in denen die Polizei Waffen und Munition fand. Die Hauseigentümer wurden verhaftet. Fast sämtliche Gewehre, die bei den Toten und Gefangenen der Araberbande, die in Nordpalästina mit Militärabteiiungen kämpfte, gefunden wurden, sind — wie die Untersuchung ergab, deutscher Herkunfi. NEW YORK. Ueber den Inhalt des Telegramms des Vorsitzenden der Internationalen Anti-Nazi- Liga, Adv. Samuel Untermyer, an den neuen rumänischen Ministerpräsidenten Octavian Goga ist noch mit- Zuteilen : Untermyer erklärte : Falis die angekündigten unmenschlichen antisemitischen Massnahmen in Rumänien in die Tat umgesetzt werden, wird der in den Vereinigten Staaten von Amerika durchgeführte Anti-Nazi-Boykott auch auf Rumänien ausgedehnt werden. Untermyer erklärte weiter, alle amerikanischen Anti-Nazi-Ligen und ihre Zweigorganisationen in England und in anderen Ländern hätten inre Bereitschaft kundgetan, sich einer Boykottbewegung gegen Rumänien anzuschliessen, falls die angekündigte antisemitische Gesetzgebung wirklich in Kraft treten sollte. Ein neues Sudengesetz in Deutschland in Kraft getreten. Prag Die reichsdeutschen Zeitungen brachten am Dienstag, 3 Januar, die amtliehe Mitteilung, wonach mit dem genannten Tage eine neue Verfügung in Kraft tritt, der gemäss jüdische Aerzte nicht mehr berechtigt sind, Kranke, die bei den privaten Krankenkassen, den sogenannten Ersafzkassen, eingeschrieben sind, zu behandeln. Von dieser Massnahme werden auch jene jüdischen Aerzte bet-!׳offen, die während des Krieges in der Armee gedient haben. Die sogenanten T — Schilder, die neben den Aerzteschildern angebracht waren, um die betreffenden jüdischen Aerzte, die am Kriege teilgenommen haben, als Tarif-Aerzte zu kennzeichnen, sind abzuliefern. Jüdischen Aerzten ist ferner verboten, an Institutionen für staatliche und kommunale Wohlfahrt tätig ZU »ein. »Der Jüdische Herold«. 4 D^ese Massnahme hat angesichts des grossen Umfanges der Sozialversicherung in Deulschland einschneidende Be• deutungen. Es bleiben den jüdischen Aerzten nur noch die Allgemeinen Ortskrankenkassen. Die Ersalzkassen umfassen einen grossen Teil der Angestellten, sowie Arbeiter in WerkmeisterSteilung u. ä. Man kann rechnen, dass ein Viertel bis ein Drittel der Durchschmtispraxis auf diese Kassen, wie Barmer Ersatz, Buchdrucker usw., e ttaiit. Die in Deutschland gebliebenen jüdischen Aerzte können mit wenigen Ausnahmen von der Privatpraxis nicht exislieren. Sie beschränkt sich im wesentlichen auf jüdische Patienten. Den Hauptanteii stellen die allgemeinen Ortskrankenkassen Nach allen Erfahrungen ist anzunehmen, dass die Entziehung der Praxis für Ersatzkassen und Wohlfahrt nur das Vorspiel zu der Entziehung auch der Ortskrankenkassen ist. Schon jetzt wird vom Personal der Kassen ein starker Druck auf die Versicherten au;geübt, jüdische Aerzte nicht aufzusuchen. KOSTENLOS ERHÄLTLICH VON DER NÄHRMI1TEL.FABRIK D8A.OETKER. BRONN♦ HS* V׳*'״-■’ v'V *•״ %;-.«ץ*;**״*׳- Für ein sehr hübsches; häuslich erzogenes Mädchen aus sehr guten jüdischen Hause, mit einer Existenz von Kc. 1500 monat_ üchem Einkommen, angemessener Mitgift u. Einrichtung, wird ein RELIGIÖSER JUNGER MANN von ca. 30 Jahren, Angestellter oder Reisen, der etc. gesucht. Ausführliche Zuschriften unter Chiffre ״Häusliches Glück“ an unsere Administration 2 Kd in Briefmarken ist bei zu legen. 3—3 * X - ■ - IRJVNZBJä^Hl 4 ך־ \ fogak tenyleg ig egeszsegesek? Vizsgalja csak meg fogainak hätsö feiet is! Rendesen ott tapad räjuk a veszedelmes fogko es vegzi rombolö munkäjät. Kalodont a fogakat nemesak feherre, hanem fogkömentesse is teszi. Ez Csehszloväkia egyetlen fogpepje, melyben a szämtalanszor kipröbält Bräunlich dr. feie, fogko eilen valö Sulforicin-Oleat van. FO6K0 EILEN י» 9999999999995