Der jüdische Herold
- Journal
- Der jüdische Herold
- Volume
- 13 (1937)
- Issue
- 48 (23.12.1937)
- Date
- 1937-12-23
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German, Hungarian
- Belongs to
- journal issue
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5 5 Sie kennen nicht an Grippe erkranken, wenn Sie reclilzeilig (ieu Afpii-Erdnzbrnnutwein verwenden. Zum Munda . sspülen und Gurgeln : Einige Tropfen ins Wasserglas genügen. Alpa desinfiziert die Atmungs״ wege und erfrischt angenehm. Zu Massagen : Alpa-Massagen stärken den Körper und härten ihn ab. Sie machen den Organismus gegen Ansteckung und Verkühlung widerstandsfähiger. Fragen Sie Ihren Arzt! Achten Sie daher beim Einkäufe darauf, dass Sie wirklich Alpa bekommen. BUKAREST. Die Ueberprüfung der Einbürgerungen in Rumänien wird, wie der ITA-Vertreter aus zuväriässiger Quelle erfährt, vorwiegend unter den Juden in der Bukowina in beschleunigtem Tempo durchgeführt. In Czernowitz wurden 220 Juden aus dem Staatsbürgerregister ge־ strichen. An einem Tag allein wurde 21 Personen die Staatszugehörigkeit aberkannt. Geschäftsüb ernahme. w .-s./ +>*:l« *■ז Für einen jungen Mann בן תורה bietet sich Gelegenheit ein altbewährtes Geschäft in eines Stadt durch EINHEIRAT ZU ÜBERNEHMEN. Reflektanten, die auf Familie und Person sehen mit etwa Kapital wollen sich an die Adm. des Blattes unter ״A. B“ wenden. 2—3 »Der 'Jüdische Herold* 3י׳ , *'S * Perlen aus Talmud und Midrasch gesammelt Port Samuel Blum, Kosice. Der Gelehrte שמאי (Schamai) belehrte seine Schüler, in ihrer Worte nie von der strengsten und genauesten Wahrheit abzulenken und lehrte, dass auch eine leichte Wankung von der absoluten Wahrheit aus welchem Grunde immer, sei ein Vergehen. Der Gelehrte הלל (Hlllei) hingegen sanfter u. nachsichtiger behauptete, dass es Fälle geben kann wo der Mensch von der Strenge der absoluten Wahrheit abgehen kann ohne das man ihm deswegen beschuldigen könnte. In einer über diesen wichtigen Gegenstand gehaltenen Unterredung kam die Sprache auf die Lieder die man verfasst u. singt um eine Braut zu feiern und auf das Mass der Lobessprüche, die in solchen Liedern der Braut erteilt zu werden pflegten. Schamai, fest in seinem System auf Basis der absoluten Wahrheit, erklärte man dürfe, in solchen Liedern der Braut keine andere Vorzüge beilegen, als die sie wirklich besitze. Man schildere sie, wie sie ist “כלה כמו שהיא» u. nicht anders. Hillel, dagegen erklärte, es sei unpassend bei einer solchen freudigen Ge• legenheit, Fehler zu erwähnen die die Freude trüben könnten, oder ein ungünstiges Bild von der Braut entwerfen, dass es dieselbe beschäme. Man sage : dass sie, die Braut^schön und anmutig sei. r: ״ SfelleDEucft *fror,'sagte Hillel weiterein Freund 3 ׳vön^ Euch machte einen » nwwnfMfOT» I schlechten Kauf, und sich einer angenehmen Täuschung hingebend, freue er sich damit u. zeigt Euch mit Befriedigung den gekauften Gegenstand. Werdet ihr darüber lachen u. über sein neues Besitztum spotten? So, wenn der arme Bräutigam sich in seiner Wahl getäuscht hat, wozu ihm mit einer strengen Kritik sein Gemüth verdüstern? Die Verhandlung dauerte noch lange fort, aber der grösste Teil der Weisen einigte sich dahin, dass der Mensch sich immer derart verhallen soll, dass er allen zu gefallen sei. “״כתיבות וואז דיא יודישע רענירונג אפערט פערלאנגען ווירד אויף 0.000! טי־ייתים! זאלל קין איינציגטר טלית פאבריק אפטיירטן דא דיא ערשטט אפטרט פא »צמר" מירד מנשטימט בטשטטטיגט" דטן אללט מדמן דער גאנצגיר ווטלט וויסשען שדן; דאש דיא פייהסטען אמד שטנשטט טליתים ליעסערט אם ביליגסטען ריא גרעססטע טלית פאבריק .צ מ ר• אין קאימיצע TALESFABRIK ״CEMER“ GEBRÜDER Z S U P N I K, KOSICE דארט!טלרכט טרהטלטליך אללטר שאי־־טטן שפרים פאן אלף בית ביז א ש״ש תפילין" מזחית אמד אללטש מאש גטהטרט צי שפרים בראנזש צו דיא ביליגשטט טננרוי פרייזט. Verbreitet den Jüdischen Herold! — 220 - kein Unrecht ist, mich einem gewaltsamen Tode überliefert Sollte ich ben Sabbat entweiht oder einen Mord begangen haben, dass das Los der Hinrichtung mich trifft?« ״Rabbi,“ sagte Rabbi Schimeon, ״Du weisst, dass G-q mit seinen Frommen gar streng ins Gericht geht. Vielleicht kam eine religiöse Anfrage an Dich, während Du bei Tische sassest oder während Du schliefest, und Dein Diener schickte desswegen die Anfragenden zurück, so dass diese, des Fragens müde, nach der erschwerenden Seite hin entschieden Und dieses, wenn auch nur gering scheinende Vergehen büssest Du jetzt mit dem Tode, damit Du der ewigen Seligkeit in vollkommener Weise teilhaftig werdest.“ — Da trocknete Rabbi Jischmael seine Tränen, und er sein from- ' mer Genosse boten freudig ihre Häupter dem römischen Mordschwerte. Rabbi Akiba und Rabbi Jehuda ben Baba standen auf י freiem Felde und lehrten, und um sie waren Tausende ihrer Schüler vesammelt, als die schlimme Nachricht zu ihnen gelangte! Da zerrissen sie ihre Kleider und fingen an, laut zu weinen. Und Rabbi Akiba sprach: »Meine Brüder, meine Freunde, weinet, nicht um die Ermordeten, sondern wegen all des Schrecklichen, das uns Allen bevorsteht. Wenn wir Gutes zu erwarten hätten, so wären Schimeon und Jischmael nicht hinweggenommen worden. Sie wären am Leben geblieben, um das Gute zu geniessen. Aber trübe Zeiten stehen uns bevor, schreckliche Dinge sind im Anzuge, und desshalb sind jene Frommen hinweggenommen worden, damit sie all das herannahende Elend nicht erschauen. O, meine Brüder, lasset den Tod dieser Edlen uns zu Herzen nehmen! Wir wollen untersuchen unsere Wege und sie durchforschen und zurückkehren zum Ewigen, unserem G-tte damit nicht auf uns angewendet werde das Wort des Propheten: Der Gerechte geht uns verloren, und Niemand nimmt 9» zu Herzen. — O, meine Schüler, meine Söhne; Es ist — 217 — Teil haben an dieser ewigen Seligkeit!“ ״Ihr könnt’s, sprach Aquila, ״wenn Ihr Euch, gleich mir, dem Judentum anschließt. Kehrt zurück mit mir nach Uschah; ich will Euch in mein Haus aufnehmen und Euch jn der Lehre G-ttes unterrichten.“ Und sie kehrten mit ihm nach Uschah zurück, Aquila ward ihr Lehrer, und der Anführer und alle Soldaten ließen sich beschneiden und wurden fromme, eifrige Juden. Die Freunde Aquilas rieten ihm, zu entfliehen und sich verborgen zu halten, da voraussichtlich der Kaiser aufs Neue Befehl zu seiner Gefangennehmung geben würde. Aquila aber sprach: ״G-tt kann mich hier so gut wie anderswo schützen Liegt es in seinem heiligen Ratschluß, daß der Kaiser mich töten läßt, so werden die Häscher aus dem verborgensten Versteck mich hervorziehen. Will aber der allmächtige G-tt mich schützen, so bin ich in meinem Hause zu Uschah so sicher wie in einer Felsenkluft im unzugänglichen Gebirge.“ Als Hadrian erfuhr, daß die Gefangennehmung seines Neffen mißglückt und daß die mit seiner Gefangennahme betrauten Soldaten zum Judentume übergegangen waren, kannte seine Wut keine Grenzen. Er befahl aufs Neue, Häscher gegen Aquila auszusenden und denselben bei Todesstrafe zu verbieten, sich mit dem Gefangenen in ein Gespräch einzulassen. Tinius Rufus schärfte den Soldeten den Befehl des Kaisers ein und stellte einen seiner besten und vertrautesten Offiziere an die Spitze der Expedition, Auch sie kamen bei Nacht nach Uschah, umstelllten Aquilas Haus, drangen in dasselbe ein und befahlen dem aus dem Schlafe Geweckten, aufzustehen, sich anzukleiden und ihnen zu folgen. Aquila tat wie ihm geheißen war. Als er die Türschwelle seines Hauses überschritt, legteer die Hand an die Mesusah und küßte sie, Dr. M. Lehman; *AKIBA« 52