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Der jüdische Herold · 1937-12-23 · 48 (23.12.1937) · p. Seite 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Herold
Volume
13 (1937)
Issue
48 (23.12.1937)
Date
1937-12-23
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German, Hungarian
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4 »Der Jüdische Herold« 4 GUTE ALTE Q U ALI TAT IN NEUER PACKUNG $ 3מ מ i-i ■ J : > k üi HERR UND FRAU KALMAN KALLOS laden höfl. alle Bekannte und Verwandte zur;־^ מצוד־FEIER ihre Sohnes JOSEF, welche Samstag 25 ds., 1|2 4 Uhr nachmittags in Dun. Streda im Hause des Herrn GEZA FRANKL stattfinden wird. PRAG. Bei der Prüfung der Ge* schäftsbücher der jüdischen Geschäfte in Opladen (Deutschland) durch die Polizei stellte sich heraus, dass die Familie eines städtischen Angestellten aus einem jüdisehen Bekleidungshaus Waren auf Teil- Zahlung bezogen halte. Der Angestellte wurde von der Stadt fristlos entlassen Das Reicharbeitsamt hat diese Massrege* lung als ״notwendig“ bezeichnet. WARSCHAU. Senator Prof. Mosche Schorr und Abg. Rabbiner Rubinstein intervenierten im Innenministerium im Zusammenhang mit der nationaldemokratischen Boykottkampagne gegen jüdische Geschäfte in einer Reihe von polnischen Städten, insbesondere in Czt nstochau. Der Sprecher des Innenministeriums versicherte ihnen, dass die Behörden die entsprechenden Weisungen zur Aufrechterhaltung der Ordnung und Sicherung der Ruhe erteilt haben. An der Technischen Hochschule in Warschau ist es am Tage vor Beginn der Weihnachtsferien zu schweren antijüdischen Ausschreituntungen gekommen. Die jüdischen Hörer wurden überfallen und aus der Hochschule hinausgeprügelt. Eine ״Südische Pos!“ Im 18 Sahrhunn« der! in Prag. H, M. Mauthner berichtet im ״Prager Tagblatt“ von Sonntag, 19 Dezember, über ״Verschwundene Prager Postämter“ ״Wohl die merkwürdigste postalische Einrichtung, die das historische Prag besass" — erzählt Mauthner — »war die sogenannte ״Jüdische Post“, die in der längst verschwundenen Rothegasse des Prager Ghettos, in dem Hause des Nathan von Hönigsberg etabliert war und als jüdische Privatpost im 18. Jahrhundert über glänzende Auslandverbindungen verfügt haben soll. Ihre Geschichte liegt noch ganz im Dunkeln, aber nach einer brieflichen Mitteilung an den Verfasser dieser Zeilen soll Ludvig Kalmus in Wien kürzlieh auf wertvolles Aktenmaterial gestossen sein, das die mysteriöse Einrichtung der Prager ״Jüdischer Post“ aufzuhellen verspricht,״ BUDAPEST. Ministerpräsident Daranyi hielt am Sönhtag, 19. Dezember, in einer Calvinistenversammlung eine Rede, in der er u. a. sagte : ״Es ist heute sehr in Mode gekommen, auf Grund des mythos von Boden, Blut und Rasse gewisse Thesen aufzustellen. Diese mögen vielleicht bedeutet sein, aber wir sind der Meinung, dass, wenn es sich um Anbetung handelt, wir nur den Schöpfer anbeten wollen, nicht aber das Geschaffene.“ Der Minister- Präsident trat für konfessionelle Toleranz ein. Über die Hngelegenheit der Repräsen* fanfenwahl bei der orth. isr. Gemeinde ln Piestyan. Drei Mitglieder der Pistyaner orth. isr. Gemeinde und der Wahlkommission haben gegen die am 5. Dieses stattgehabte Repräsentantenwahl bei der Braiislavaer orth. Landeskanzlei einen Rekurs überreicht Die Landeskanzlei hat mit Zuschrift vom 9, Dieses und Zahl 3197- 937, — welche Landespräses Papenheim unterfertigte und auch die Unterschrift des Sekretärs Schwarz enthält — vorläufig in dem Sinne verfügt, dass das Wahlprotokoll binnen 13 Tagen der Landeskanzlei übersendet werde, wonach eine Uniersuchungskommission nach PieSiyan kommen wird um die Angaben der Peiitionierenden an Ort und Stelle zu überprüfen. Weiters verfügte die Landeskanzlei auf Grund des Paragraf 7) und der noch in Kraft befindlichen ung. Kultusministerver- Ordnung von 19. I, 1906, wie auch des Reskriptes der öechosiovaklschen Faktort n, Zahl 102284-1955, dass die aite Repräsentanz unter Leitung des Gemeindepräses Ignatz Fürst — aul Grund der Statuten und ihm rahmen d^s Budgets die Gemeindeagenden bis auf Weiteres zu führen hat. Generalstabes. Im letzten Kriegsfahr erhielt er wie Hindenburg den Titel Gei ״ ralfeldmarschall und leitete als solcher t Le Operationen im Osten wie im Westen. NOCH KEINE OFIZIELLEN ZI- FER m UEBER DIE RUMAEN1SCHE N WAHLEN. Bukarest. Am Mittwoch mittag lagen über das Resultat der am Montag in Rumänien durchgeführten Parlamentswahlen noch keine offiziellen Ziffern vor. Doch steht schon heute fest, dass Codreanus Partei Alles fürs Vaterland (Eiserne Garde) rund 17 Prozent der Stimmen und 62 Mandate und Cuzas Christlich Nationale rund 10 Prozent der Stimmen und 35 Kammersitze, zusammen rund 100 Mandate, fast ein Viertel aller Kammersitze, erobert haben. Es steht noch nicht fest, ob die Jüdische Reichspartei die zur Erlangung von Mandaten erforderliche Mindestzahl von zwei Prozent aller Stimmen auf sich vereinigt hat. Auf den Listen anderer Parteien wurden Juden nicht gewählt, ln dem Dorfe Corcesti in der Bukowina wurde der jüdische Schankin־ haber Josef Rudich von rechtsradikalen Wahlagitatoren erschossen, MYJAVA. Im Hause des Herrn Alex. Rosenzweig fand die Verlobung seiner Tochter Manci mit H. Miklös Wertheimer, statt. Bei diesem Anlasse hielten Gelegenheiisreden: Oberrabb. Broda Myjava. Ferner der Vafer der Braut und H. Daniel Grünwald, Bratislava. Die Schmitte-Aktion. (IV. Ausweis) BUDAPEST. Auch in diesem Jahre sind in den Strassen von Budapest von Bürgermeisteramt genehmigte Plakate afflchiert worden, in dennen die ״chrisllichen Brüder“ aufgefordert werden, ihre Weinachtseinkäufe ausschliesslich hei christlichen Kaufleuten und Gewerbetreibenden zu besorgen. Gleichzeitig werden duri h die Post Karten zugestellt, die die Aufschrifi ״Scheme dich, auch du kaufst beim Juden!“ tragen. PRAG. Deutsches Nachrichten-Büro meldet : Das Stettiner Schwurgericht hat in dem Prozesse gegen drei Jugendliche, welche einen Einbruch in das Geschäft eines jüdischen Händlers verübt und den Händler und dessen Ehefrau ermordet haben, folgendes Urieil gefällt: Der Möider wurde zum Tode, der zweite Jugendliche wegen schweren Raubes zu lebenslängliehern Zuchthaus und der dritte zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. General hudendorff ges orben. Wie aus München telegraphiert wird, ist dort am Montag, 20. Dezember morgens, General Ludendorff im Alter von 72 Jahren gestor. ben. Erich Ludendorff war einer der grossen militärischen Führer im Weltkriege- Bei Kriegsausbruch wurde er Oberquarliemeisfer der II. deutschen Armee und nahm an der Erstürmung Lüttichs teil, die von General Duesterberg, der väterlicher- und mütterlicherseits bekantlich von Juden abstammt, geleitet wurde und die der erste grosse .Sieg der deutschen Waffen im Krieg war. 1916 wurde Ludendorff erster Generalquartiermelster, später Chef des Beim hierländischen Schmitto-Komitee (Bratislava, Republik pl. 37.) sind in dem jüngsten Wochen weiters folgende Beträge eingegangen: Bedevfa Kc 122- Boäaca 100-, Bratislava ־. Grosse Synagoge 451-, Preisgasse-Tempel 1.109-, Turnergasse-Tempel 588-, Gundulicg.-Tempel 115-, Dvory n|Zit, 151-, FarkaSd 50-, FiTakovo 146-, Galanta II. 850-, Hrusov n|0 22-, Komarno 302«, Kapisova 61.50, Marienbad (Leitner-Betslube) 103-, Medzilaborce 238.60, Moldava 70-, Michalani 50-, Nadas 30-, Nitra (Nachlr.) 295-, Pie- §ivec 120-, Pereslany 144-, Revüca 102-, Str. Apsa 80-, Sobranec 40-, Sinovier 25-, Sudov 20-, Sala (ZAJ). 63-, Sahy 420-, Samorin 400-, $ök71«, Sträzske 40-, Turüa 210.50, Uherec 50-, Vel. Chrastaay 50-, Diverse 145-. zusammen Kc 6 834.60י bisher ausgewiesen: Kö 28.377.60, daher inssgesamt bisher eingelaufen: Kc 35.212.20 Wenn auch schon eine ansehnliche Summe, reicht sie doch noch bei weiten; nicht, die Anfofderungen in Erez Jisroel zu befriedigen. Es wird daher dringendst ersucht, die Aktion in dem Gemeinden auch noch fortzusetzen bis jede in Beträcht kommende Person durch dieselbe erfasst wurde. Die Gemeinden, die aber die שק“ ם ואתחנן gespendeten Beträge noch nicht an das Schmitto-Kommitee abgeführt haben, werden wiederholt auch auf diesem Wege dringendst aufgefordert, die UeberWeisung an sein Bank-konto (Union-Bank, P. S.- Nr. 29-435) ehestens vorzunehmen, damit das Geld seinem eigentlichen Zwecke je früher zugeführt werden kann. Briefkasten der Redaktion. Rabb. b. K. Ich bedaure sehr, es in deutscher Sprache nicht bringen zu können, Besten Gruss,

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