Der jüdische Herold
- Journal
- Der jüdische Herold
- Volume
- 13 (1937)
- Issue
- 47 (16.12.1937)
- Date
- 1937-12-16
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German, Hungarian
- Belongs to
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5 5 Die Historischen Werfe der Budaer Isr. Kultusgemeinde. Budapest. Der Distriktspräsident der Budaer Kullusgemeinde Dr. Armin Ooszionyi veröffejitiicld in dem Informationsblatt der Gemeinde einen Artikel über die Vergangenheit der Ju• denschaft von Buda. (Vor 1866 waren Pest, Oten und Altofen bekanntlich drei gesonderte Städte). Die erste Niederlas• sung von Juden in Buda erf Igle im 11. Jahrhundert. In den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde ein Grabstein des seinerzeitigen Judenfried• hofes ausgegraben, der die Jahreszahl 1278 trug. Historische Quellarbeiten be• stätigen, dass die im Lande lebenden Juden die Überlegenheit der Budaer Judengemeinde und ihren Einfluss am Hofe des Königs Matthias Corvinus anerkennten. Der Schwerpunkt des Judentums des Landes lag damals in Buda. König Malthias betraute den Präsidenten der Budaer Gemeinde mit der Vertretung der ungarländischen Juden. Er war der ״ungarische jüdische Präfekt“. Diese Budaer Präfektur blieb 63 Jahre lang bestehen. Als Matt• hias i J. 1458 in die Festung Buda ein• zieht, erfüllt er die Budaer Juden nach Sanktionierung ihrer Vorrechte. Als der König sich zur Krönung nach Stuhlweissenburg begibt, reitet ein Mitglied der berühmten Präfektenfamilie Mendel mit 16 Satelliten (Trossknechten) vor dem König einher. Als Matthias 1476 mit Beatrix im Hochzeitszug in Buda einzieht, wird er von der!jüdischen Abordnung festlich empfangen: der alte Gemeindepräsident sitzt mit gezücktem Säbel zu Pferde, vor ihm ein ßanderium״• bestehend aus 32 Berittenen, hinter ihm sein Sohn mit 24 Rittern in Purpurgewändern, hinter ihnen 200 Juden in Turbanen. Einer der unter einem Baldachin versammelten Alten hält eine mit Gold verzierte Thora in Händen. Eine SMnxeichnung von Bela Vizkeletys, die diesen denkwürdigen Empfang darstellt, befindet sich in der Historischen Porträtgalerie der Ungarischen Akademie der Wissenschaften. Eine Französin, die Augenzeugin des Hochzeitszuges Ulaszlös II. war, nennt den dabei fungierenden jüdischen PräL kten ״Priuce des Juits“, der Palatin Stefan Zäpoiya nennt ihn ״princeps“. Rheuma ן Nehmen Sie dem Aipa- Franzbranntwein. Durch Massagen mit dem Alpa erzielen Sie grosse Lind rung. Die Schmerzenden Körperstellen brauchen natürliche Erwärmung; diese wird Ihnen durch den err ichten besseren Blutkreislauf zuteil. Alpa gibt es nur in plombierten Originalflaschen! Achten Sie daher beim Einkäufe darauf, dass Sie wirklich Alpa bekommen I »Der Jüdische Herold« Die Lage der Juden in Russland. Wien. Der JTA-Verlreler hatte Gelegenheit, mit einem soeben aus Russland zurückgekehrten jüdischen Ingenieur zu sprechen der dort selbst zehn Jahre lang in der Schwerindustrie leitend tätig gewesen war und, wie fast alle Ausländer in der letzten Zeit, im Zusammenhang mit angeblich überhandnehmender Spionage* u. Sabotagetätigkeit ausländischer Emissäre entlassen wurde. Eine Judenfrage im eng. ren Sinne des Wortes, erklärte der Gewährsmann, gibt es in Russland nicht, da das Sowjetregime jedem Volke und jeder Rasse volle kulturelle Autonomie einräumt. Der Druck, der auf den Juden in Russland stets lasteie, ist zum grossen Teil gewichen, der Antisemitismus als soziale Erscheinung kaum mehr fühlbar. Da das gesamte Schulwerk versiaatlicht ist, besuchen die jüdisehen Kind* r zusammen mit den nichljüdischen die Volks-, Büiger- und Mittelschulen. Wahrscheinlich als Folge des Umstandes, dass der auf den Juden in wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Hinsicht lastende Druck aufgehört hat, greift eine >iarke Assimilationsbewegung um sich, die sich darin äussert, dass der Gebrauch des Jiddischen und Hebräischen allmählich verschwindet. Bis 1926 erschie* n׳ n noch hebräische Bücher. Seither ist dies nicht mehr der Fall, da in den Staats- Verlagen hebräische Bücher nicht gedruckt werden und private Veilage nicht zugelassen sind. Bei der Volkszählung i. J. 1936 wurde es den Juden freigestetit, die Rubrik ״Nationalität*5 mit ״Jewrej“ auszufüllen — Die Zionistenverfolgungen, die tatsächlich Vorkommen, sind darauf zurückzuführen dass der Zionismus als politisehe imperialistische Bewegung angesehen wird, die - ebenso wie jede andere po- Iitische Betätigung ausser der kommunistischen — verboten ist. Was die Wirtschaftliehe Struktur d^ r russischen Juden betriffl, so ist bezeichnend, dass diese grade im Kleinhandel und in der starken Schicht d r ״Spekulanten“ am wenigsten vertreten, hingegen zahlreich als Fabriksarbeiter und Fachleute tätig sind. Auch in führenden Industriestellungen findet man viele Juden. D!gegen verschwinden die Juden vollständig aus den leitenden poiitischen Stellungen. Im grossen und g in* zem kann gesagt werden, dass dem Judentum als nationaler Gruppe in Sowjetrussland keine Ei twicklungsmögiichkeit gegebei! ist. £ ׳ V*.v “ muf- •*;®•****»r« Trinken Sie doch er hilft rasch und dauernd Fine Packung Kc 22*50, ausreihend für ein Monat. Gratis Muster sendet HERVLA-DEPOT, Prag II., 853iI!17- STAMPIGLIEN SIEGELMARKEN, 5ל SCHABLONEN, DRUCKAPPARATE £ FÜR SCHAUFENSTER -w Billige Preise. PROMPTE LIEFERUNG! £ Josef Weiss J Bratislava Laurinska 16־Dielna Dunajska86 UNGARISCHE CE 0 ח fi UREDOH B E I leopolü ROLQsrein DUN. STREDA ERHÄLTLICH BROCHIERT KC 40— LEIN WAND SAND Kc 50— PRACHTHALBLEDERBAND Kc 60- Herausgeber und verantwortlicher Redakteur LEOPOLD OOLDSTEIN OEDRUCKT bei Leopold Qoldstein DUNAJSKÄ STREDA. Postschekkonto Nummer 56.255 in Prag HEROLD R e 5 Z f. Der JÜDISCHE . m 5 מ y fl r n y e l u ü — Legenda Reb Mendeleröl — Ha nöha nagyon räfeküsznek a leikemre ezek a mai neh£z idök s ilyenkor räunok mindenre : visszanözek a multba. Lapozgatok-lapozgatok az elmult idök fakö lapjaiban. Ezek a ״regi jö idök“ khs6 megnyugtatjäk, megsimogatjäk idegeimet. A minap is kedvem jött egy ilyen lapozgatäshoz, . . Visszavaräzsoltam ma« gam a gänyai esodarabbi häzäba. S׳>k szep gyermekkori t mlekem füzödik ehhez a häzhoz es reb Mattele esodarabbi csaiädjähoz. A Pöszächi ünnep utolsö napjänak elöcstejen, helyesebben: elöcjszakäjän