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Der jüdische Herold · 1937-12-16 · 47 (16.12.1937) · p. Seite 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Herold
Volume
13 (1937)
Issue
47 (16.12.1937)
Date
1937-12-16
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German, Hungarian
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4 »Der*Jüdische Herold 4 .iaeikAr; DER SEIT <3EN ERAT!ONEN BEWÄHRTE ־*W•; piAMA: Wünschen Sie ihre Gesundheit t So benützen Sie Heruea Tee. Besonders die, die an Rheuma und Gelenkschmerzen leiden und die gerade um Winter oft unerträgliche Schmerzen haben. Dieser brasilianische Tee ist aromatisch und schmeckt wunderbar. Er beeinflusst das ganze Nervensystem und ist die beste Kur gegen Rheuma und Gelenkschmerzen. Versuchen Sie eine Tasse Hervea-Tee. Wir senden Ihnen gern gratis ein Muster. 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Viele der Jünglinge und Männer, die auf der Seite der spanischen Regierung für Freiheit und Frieden ihr Leben einsetzen, sind Juden, assimilierte, jüdisch-nationale und Proletarier aus den Ghettos des Ostens, Sie bilden keine eigene Brigade! obwohl ihre Zahl dazu gereicht hätte, sie kämpfen in den Bataillonen ihrer Heimat- oder Geburtsländer. Ein bedeutender Teil der amerikanischen Freiwilligen besteht aus Juden. Juden leisten als Ärzte und Krankenfleger Hervorragendes. Es ist in ganz Spanien bekannt, dass es besonders häufig Juden sind, die sich zu den waghalsigsten Patrouillengängen als Freiwillige melden, ihre Tapferkeit wurde erst kürzlich im Regierungsblatt «Mundo Obrero“ hervorgehoben. Die Masse der Juden in den internationalen Brigaden sind ״unbekannte Soldaten“. Es gibt heute viele Schneider aus Galizien, Schuster aus Litauen, Friseure aus der Slovakei oder Lettland, die den Titel eines Unterleutnants oder gar eines Kapitäns tragen. Einige Juden erklommen hohe Kommandostellen. Die internationalen Brigaden haben ungeheure Verluste erlitten, zahlreich sind die Juden unter den Opfern. Es fiel der politische ״Kommissar des Bataillons Franco-Beige, der Antwerpener Diamantensäger Piet Ackermann, es fiel sein Bruder Emiel, es fiel Abrascha Krasny aus Bialystok, der als Gast zur Arbeiter- Olympiade nach Barcelona gekommen war, sich zur Front meldete und wegen seiner Tapferkeit berühmt wurde. Pinczower schliesst: Die Heldentaten der inernationalen Brigaden sind schon vielbesungen worden. Sie vollbrachten das «Wunder von Madrid“. In dieser Elite- Truppe ragen die Juden hervor und beweisen, ebenso wie ihre kämpfenden Kameraden in Palästina, dass die jüdische Jugend von heute bereit .und fähig ist, mit Waffen in der Hand für Freiheit zu kämpfen. *' 'K. '£;• Ja,־ ■דw - H . A׳• — 214 — riechender Salbe. Dann bekleideten sie ihn mit köstlichen Gewändern und führten ihn dem Kaiser zu. Am anderen Tage trat Aquila vor den Kaiser, finsteren Blickes und trauerfüllten Antlitzes. «Ha,“ rief im Hadrian entgegen, ״Du kommst, um mir Vorwürfe zu machen, um mir zu sagen, daß nach den Vor- Schriften des Judentums meine Liebe zu dem Götterbilde, zu dem herlichen Antinous, in welchem die Götter die Schönheit verkörpert haben, sündhaft sei. Was kümmert mich Euer Judentum! Ich habe desselben. Ich selbst bin ein G-tt und göttliche Wonne durchströmt mich in der Liebe zu dem Jüngling, den die Götter eigens für mich gebildet haben. Gehe, und sage auch dem Alten, daß er gehe und nicht wieder vor mir erscheine.“ Gesenkten Hauptes ging Aquila davon; Trauer im Herzen, kehrten er und Rabbi Josua nach Judäa zurück. Von nun an wurde Hadrian ein Feind der Juden und des Judentums, wie die Weltgeschichte keinen schlimmeren kennt. Er ernannte den Tinius Rufus zum Statthalter von Judäa; er gab Befehl, den heiligen Tempelberg umzupflügen und auf ihm einen Götzentempel, einen Tempel des Jupiter Capitolinus, zu erbauen. Selbst der Name Jerusalem sollte verschwinden und die in Trümmer hegende Stadt mußte von, nun an, nach des Kaisers Geschlechtsnamen, Aelia Capitolina, heißen. Es war am neunten Tage des Monats Ab, als Tinius Rufus den Befehl des Kaisers ausführte. Verzweiflung erfaßte das ganze jüdische Volk. Von der höchsten Höhe seliger Erwartung waren sie in die tiefste Tiefe des Kummers und des Elends gestürzt. Die Bezweiflung war so groß, daß Viele daran dachten, sich selbst den Tod zu geben. Da erschien ihnen Rabbi Josua als ein Engel des Trostes. Ein Gleichnis war es, durch das er das versammelte Volk tröstete. ״Der Löwe, der König der Tiere,“ sprach er, ״hatte - 215 - einst einen Knochen verschlungen, der im Halse war stecken geblieben. Da kam der Kranich herbei, steckte seinen Kopf in den Rachen des Löwen und holte mit seinem langen Schnabel den Knochen hervor. Der Löwe war der Gefahr des Erstickens entgangen, und der Kranich forderte seine Belohnung. Da sprach der König der Tiere zu ihm : Du hast ungefährdet Deinen Kopf in den Rachen des Löwen gesteckt und ihn unversehrt wieder herausbekommen und verlangst noch eine Belohnung? Ist es Dir nicht genug, daß Du wohlbehalten dem Rachen des Löwen und seinen scharfen Zähnen entgangen bist? — Auch wir, meine Brüder* haben unsere Köpfe in den Rachen des Löwen stecken müßen. Was wäre aus uns, was aus der Religion unserer Väter geworden, wenn Hudrian sich zum Judentum bekannt hätte? Er hätte nach seiner Willkür geändert und gemodelt, bis vom Judentume nichts mehr übrig geblieben wäre. Danken wir G-tt, unserem ewigen Vater, unserem allmächtigen Be- Schützer, daß wir unversehrt dem Rachen des Löwen entgangen sind.“ Auch gegen seinen Schwestersohn Aquila wandete sich der Zorn des Kaisers. Er gab Befehl, ihn zu verhaften, und Soldaten wurden ausgesandt, die ihn ergreifen sollten. Die Häscher des Tinius Rufus umstellten bei Nacht das Haus des Aquila in Uschah, rißen ihn aus dem Bette und schlepten ihn mit sich fort. Als er so mit den römischen Soldaten in stiller dunkler Nacht dahin wanderte, sprach er zu ihnen: »Seht, meine Freunde, es ist Sitte in der Welt, daß der Geringere dem Vornehmen die Fakel oder die Laterne voranträgt m dunkler Nacht. Der Legionär leuchtet dem ma* gister equitum vor, dieser dem imperator legionis, dieser dem Präfekten der Provinz, dieser dem Prokonsul, und dieser rechnet es sich zur Ehre, vor dem Kaiser die Fakel zu tragen. Habt Ihr aber schon jemals gehört, daß der König sei•

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