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Der jüdische Herold · 1937-12-02 · 45 (2.12.1937) · p. Seite 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Herold
Volume
13 (1937)
Issue
45 (2.12.1937)
Date
1937-12-02
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German, Hungarian
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6 »Der Jüdische Herold« 6 KOSICE. Wie wir seinerzeit berichteten, funktioniert hier der neugeschaffene Ritual-Verein und haben schon viele Gemeindemitgiieder Direktiven erhalten sich laut Vorschrift der Anordnungen des Rabbinates zu verhalten ansonsten ihre Zugehörigkeit zur orth. Gemeinde in Frage kommt. Der Wirkungskreis der Ritualkomission ist wieder ausgedehnt worden mit Vollmacht des Rabbinates. Demzufolge erwartet man eine radikale Besserung auf allen Gebieten des unverfälschten jüdischen Geistes. ‘מי יתן. כן יהי S. B. Weltkongress der Sephardischen 3u* den im ITlai 1938 in Hm-ferdam. Der zweite Kongress des Weltverbandes der sephardischen Gemeinden findet am 15, und 16. Mai 1938 in Amsterdam statt. Der am 26. Mai 1935 in London ge* gründet wurde, hat sich die geistige Renaissance der sephardischen Juden zum Ziel gesetzt. Auf der Tagesordnung des Kongresses steht u. a. die Gründung eines Rabbinerseminars für die sephardischen Juden der ganzen Welt. Restaurations- Ueber- Siedlung. Die bestrenommierte verlässlich orth. כשר RESTAURATION 2—3 Ehrmann Komarno übersiedelte : Komarno, Köztärsasägter 26. gegenüber dem Garnisonspital. Komfortable Säle für Hochzeiten. Vorzügliehe Küche Erstrangige Bedienung. Einheirat. Für ein vorzügliches Mädchen בת תלמיד חכם wird eine entsprechende PARTIE gesucht. Für einen Jeschiwo Zögling wird Gelegenheit geboten ein altbewährte, Geschäft in einer grossen Gemeinde zu übernehmen. Gef. ausführliche Anträge unter ,Fromm und inteligent“ befördert die Adm. d. Blattes. UNGARISCHE c e n 0 r UREDOH B E I Lf0P0LQ FOLD5T0n DUN. STREDA ERHÄLTLICH BROCH1ERT Kc 40- LEINWAND3AND Kc 50— PRACHTHALBLEDERBAND Kc 60— mmwwmin 1 m Jiananan DUN• STREDA, Am ersten Tag Chanuka um 6 Uhr Abend Veranstaltete die hiesige Pirche Agudas Jisroel einen Teeabend, wo Herr Salczer aus Pressburg auch teilgenommen hat. Nach Begrüssungsrede des Präses hielt Herr Salczer einen Referat, wo er bei die Zuhörer grossen Beilall hatte. Wir danken auf diesem Wege Herrn Salczer für seine liebenswürdige Anwesenheit. WIEN. Dr. Israel Taglicht wurde in einer feierlichen Sitzung d s Kultusvorstandes der Wiener Israelitischen Gemeinde definitiv zum Oberrabbiner von Wien ernannt. JERUSALEM. Auf der Strasse zwischen Akko und Safed ist ein jüdischer Autobus von einer Araberbande aus dem Hinterhalt beschossen worden. Der 15jährige Sohn des Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde Safed, Ascher Poghorzer, wurde schwer verletzt; der jüdische Hilfpolizist Arieh Tschesler erlitt Verletzungen an beiden Beinen, der jüdische Chauffer Simon Bolkenhol wurde leicht verletzt. Am Montag 29. November, verschwanden auf geheimnisvolle Weise ein britischer Polizeisergeant und zwei Polizisten. Einer kehrte am Mittwoch zurück und berichtete, dass die Patrouille bei Nazareth von Terroristen überfallen wurde, welche seine beiden Kameraden getötet haben. Der Name des britischen Polizisten, der beim Transport des von Arabern verwundeten jüdischen Arbeiters Herman Hafbel aus Kfar Hachoresch nach Afu-!eh von einer Araberbande aus dem Hinterhalt erschossen wurde, ist T. T. Pierce. Polizeihunde verfolgten die Spuren der Mörder von Pierce bis in ein arabisches Haus in Nazareth wo die Polizei zahlreiche Waffen und grössere Mengen Munition beschlagnahmte. lJ^.ו■^■nו^י ■«mur י w 1יןר rnirwii iiiwtrw n I« — 206 — trotz seines hohen Alters, noch in frischer Jugendkraft blühte. Rahel fühlte, daß der Zeitpunkt ihrer Auflösung herangekommen und nahm Abschied von dem geliebten Gatten ihm für all die Liebe dankend, die er ihr erwiesen. Sanft entschlummerte sie, beweint und betrauert von ihrem Manne, und ihren Kindern und von ganz Israel. Rabbi Akiba sprach an ihrem Grabe und wandte auf sie die Worte der heiligen Schrift an : ״Macht und Herrlichkeit war ihr Gewand, und sie schaute lächelnd dem letzten Tage entgegen; ״Ihren Mund öffnete sie mit Weisheit, und eine Lehre der Liebe war auf ihrer Zunge; ״Fürsorglich waltete sie für ihr Haus, und Brot der Trägheit aß sie nicht. ״Nun stehen auf ihre Söhne und preisen sie g ücklich, ihr Gatte, und rühmet sie : ״Viele Töchter haben Großes vollbracht, Du aber hast sie alle übertroffen. ״Lüge ist die Anmut und eitel die Schönheit, ein g-ttesürchtiges Weib, das mag sich rühmen. ״Gebet ihr von der Frucht ihrer Hände, und es mögen sie rühmen ihre Taten!—“ Noch war die Wunde, die der Tod der geliebten Gattin ihm geschlagen, nicht vernarbt, als neues Leid über Rabbi Akiba hereinbrach. Rabbi Schimeon, sein zweiter Sohn, der einer der größten Lehrer in Israel geworden war, erkrankte. Langsam verzehrte das Gift der Krankheit den Körper; aber der Geist blieb unberührt und unerschüttert. Rabbi Schimeon ben Rabbi Akiba hörte nicht auf zu lernen- und zu lehren bis zu seinem letzten Atemzuge. Als er gestorben war, kam ganz Israel, um Rabbi Akiba zu trösten ״Meine Freunde,“ sprach Rabbi Akiba zu ihnen, ״Ihr seid von allen Enden des heiligen Landes und der angrenzenden Provinzen herbeigeströmt, um mir Trost zu spenden - 207 — in meinem schweren Leid; der Ackersmann hat seinen Acker, der Handwerker seine Werkstätte, der Gelehrte sein Lehrhaus verlaßen, um dem teuren Verstorbenen und mit Ehre zu erweisen Wer bin ich, daß ich so viel Ehre verdiene? Wie viele Akiba ben Joseph gibt es auf der Gaße! Aber die große Ehre gilt nicht mir, sondern der Lehre unseres G-ttes, die zu vertreten und zu erklären ich so glücklich bin So kehret denn zum Frieden in Eure Heimat zurück!“ Es ist kaum zu beschreiben, wie sehr Rabbi Akiba get achtet, geehrt und geliebt wurde. Einst wurden einige seiner Schüler von Räubern angefallen, beraubt und geplündert. Als aber die Räuber erfuhren, daß die yon ihnen Beraubten Schüler des Rabbi Akiba seien, da sprachen sie : Fern sei es von uns, daß wir den Schülern jenes großen, heiligen Mannes Böses zufügen. — Sie erstatteten ihnen alles Geraubte zurück und gaben ihnen das Geleit, um sie bis zum Ziele ihrer Reise zu beschützen. Kaiser Hadrian hatte wiederum seinen Wohnsitz in Athen genommen, welche Stadt er vor allen anderen Städten am meisten liebte. Von hier aus schickte er einen Boten nach Judäa, um seinem Neffen Aquila zu befehlen, vor ihm zu erscheinen und ihm einen der großen Lehrer Israels zuzuführen. So machten sich denn Rabbi Josua und Aquila auf den Weg, um vor dem Beherrscher des großen Welt reiches zu erscheinen. Kaiser Hadrian war damals gerade mit naturwißenschaftliehen Studien beschäftigt. Als Aquila ihm den Rabbi Josua als den größten Lehrer Israels vorgestellt hatte, fragte der Kaiser : ״In welcher Wißenschaft bist Du bewandert?“ ״Unsere heilige G-tteslehre,“ antwortete Rabbi Josua, gibt uns Außchluß über Alles, was in der Welt wißenswert ist.“ ״Wie lange Zeit,“ fragte der Kaiser, »bedarf das Huhn

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