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Der jüdische Herold · 1937-11-11 · 42 (11.11.1937) · p. Seite 6

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Journal
Der jüdische Herold
Volume
13 (1937)
Issue
42 (11.11.1937)
Date
1937-11-11
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German, Hungarian
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6 »Der Jüdische Herold« 6 Vom Schmitto-Komitee für die CSR. (III. Ausweis) In dem jüngsten Wochen sind beim Schmitto-Komitee folgende Beträge eingegangen : Batorovä Kesy Kö 395.- Bratislava, Hauerg. Tempel 99.־, Brno 250.- Cuz 145,- Cirö 92*50 DymeS 95.־ Demjata 80.- Kerecky (Nachtrag) 25.- KapuSany pri Preäove 108,- Kurima 279.- Lipiany 127.- Nädszeg 45.־ Nove Mesto n. V, 348.- Novö Zämky (Nachtrag) 138.- Neded 100.- Poprad 300.- Pered 123 - Piest any (Nachtrag) 54.- Pezinok 410.- Raöistorf 35 ־ Somotor 105.50 Sevlus 938.- Schlesinger- Nitra 100.־ Sala 427.- Trnava 1537.- Uhersky Brod 50.- Zdana 35.- Diverse 40.־ zusammen: Kö 6501.- bisher ausgewiesen: Kö 21.876.60 daher insgesamt: Kö 28,877.60 Mit dem dieswöchigem Ausweis sind die bisherigen Eingangänge von rund 150 Gemeinden unseres Landes ausgewiesen■ Es sind demnach noch eine ganze Reihe von grösseren und kleineren Gemeinden, wo die Aktion durchgeführt aber der Ertrag derselben noch nicht überwiesen wurden. Wir haben diese Gemeinden diese Woche wiederholt aufgefordert, mit der Ueberweisung im Intresse der Gesamtaktion nicht länger zu zögern, damit die Spenden ehestens ihrem eigentlichem Zwecke, der Stützung der schmitto-haltenden Arbeiter in Erez Jisroel, zugeführt werden können. Den Gemeinden, in denen die Aktionen eventuell noch nicht durchgeführt wurde, und dem Einzelnen, die sich an der Aktion noch nicht beteiligt haben, können wir nur mit den Worten des טוא דארעא דישראל שליט״א den die רבנים הגאונים הי“ ו unseres Landes gefolgt sind zurufen: ״Reicht Eure helfenden Hände den Hütern des Schmitto-Jahres 1 Gebet dem nicht statt, dass diese Heiliger des g-ttlichen Namens die Schande des Hungers erleiden sollen! Schliesst Euch diesen Geistenshelden an, beteiligt Euch mit ihnen an dieser grossen Mizwo! Lasset sie nicht allein im Kampfe für die geistige und materielle Existenz! Stützet ihre Hände, die sie während des Jahres 5698 heilig zu G-tt erheben! Gebet Eure Spenden mit freigebigem Gemüte und offener Hand und empfanget die Samler mit freundlichem Gesichte! Schliesslich bedenken Sie doch, dass gerade die gegenwärtige Situation in Erez Jisroel es dringlicher denn je erfordert, dass sich das gesamte religiöse Judentum der Diaspora hinter die jüdische Menschen in Erez Jisroel stellt, die dort ein Leben im Geiste der Thora und Mizwos zu leben bestrebt sind. Nur so kann die Position des gesamten religiösen Judentums in Erez Jisroel gestärkt und befestigt werden, das leider gegen den Strom der Areligiösität so schwer zu kämpfen hat. Es darf daher sowohl der Einzelne, wie die Gemeinschaft, die sich ihrer Pflicht bewusst sind, keine Gelegenheit vorbeigehen lassen und nach dieser Richtung hin ihr Möglichstes tun. Geldüberweisungen sind ausschliesslieh an : ״Böhmische Union-Bank, Filiale Bratislava, Postsparkassenkonto Nr. 29.435 für das Schmitto-Komitee“ zu richten. Sämtliche Beträge werden in den Zeitungen ausgewiesen und auch seperat bestätigt. Spendet reichlich für die Schmitt o«flk« tion und sorget dafür, dass die Spenden auch schleunigst abgeiührt werden! CHS ״SeHm1TT0“«K01n1Tee für die CSR. Bratislaua, Iläm. Republiky 37. STAMPIGLIEN SIEGELMARKEN, SCHABLONEN, DRUCKAPPARATE FÜR SCHAUFENSTER Billige Preise. PROMPTE LIEFERUNGl Josef W eiss W 79 n מ c» W *■* r» G§ £ נו Bratislaua Laurinska 16-Dielna Dunajska 86 IGNATZ LEUCHTER Restauration Topolüany MENÜ Kc. 10- Vorzügliche Küche Herausgeber und verantwortlicher Redakteur LEOPOLD OOLDSTEIN GEDRUCKT bei Leopold Goldstein DUNAJSKÄ STREDA. Postschekkonto Nummer 56.255 in Prag — 194 — nächste Verwandte Hadrians war, in Aussicht. Es war also nicht zu verwundern, daß der Präfekt von Syrien bereit war, einen großen Teil seiner Reichtümer dem geliebten Neffen zukommen zu lassen. ״Habe Dank, mein Oheim,“ antwortete Aquila, ״für Dein großmütiges Anerbieten. Aber nicht der Besitz reizt mich; mir bereitet vielmehr das Ringen nach Erwerb die wahrhafte Freude. Du, der klügste aller Menschen, kannst mir wohl einen guten Rat geben, in welcher Weise es mir möglich sein wird, erfolgreich einen schwungvollen Handel zu betreiben.“ *Meinen Rat,« antwortete Hadrian geschmeichelt, ״will ich Dir nicht vorenthalten. Wenn Dir eine Ware aufstößt> welche zwar an sich wertvoll, aber durch die Ungunst der Zeit vernachlässigt und von aller Welt unbeachtet ist, so kaufe sie. Du wirst sie billig haben können und brauchst, nur den Zeitpunkt abzuwarten, in welcher sie im Preise wieder steigen wird. So wirst Du glänzende Geschäfte machen.“ »Dein Rat ist vorzüglich,« antwortete Aquila, ״und ganz dem Manne angemessen, der in allen Wissenschaften und Künsten zu den Ersten seiner Zeit zählt, der in der Malerei einem Polyktet und in der Bildhauerkunst einem Euphronor gleichkommt, der in der Mathematik ein zweiter Euklid und in der Medizin ein anderer Hippokrates ist, den in der Philosophie Aristoteles und in der Rhetorik Demosthenes zu ihren besten Schülern zählen würden. Hadrian lächelte; da6 große Lob, das ihm sein Neffe zollte, erschien ihm durchaus nicht unverdient. Aquila begab sich nun, wie wir bereits oben erwähnt haben, nach Jabneh, wo er zuerst von Rabbi Elieser abgewiesen, von Rabbi Josua aber ermuntert und herangezogen wurde. Auch Rabbon Gamliel und Rabbi Akiba wurden ihm freundliche und liebevolle Lehrer. Aquila trat zum - 195 - Judentum über und vollzog an sich selbst die Beschnei düng Nunmehr studierte er Tag und Nacht und übersetzte die heilige Schrift in das Griechische. Auch Rabbi Elieser zog, als er den Ernst des jungen Proselyten sah, denselben an sich heran und teilte ihm von seinem reichen Wissen mit. Als Aquila die griechische Übersetzung der heiligen Schrift vollendet hatte, las er sie seinen Lehrern, Rabbi Elieser und Rabbi Josua, vor, und diese lobten sie ganz außerordentlich. Sie wendeten auf ihn den Bibelvers an : Du bist der schönste unter den Menschenkindern, Anmut ist ausgegossen auf Deine Lippen, Dich hat G-tt auf ewig gesegnet (Psalm 45, B. 3). Von dieser Bibelübersetzung des Aquila sind uns nur noch wenige Bruchstücke erhalten; diese befinden sich in der von Monfoucon herausgegebenen Hexapla des Origines. Auch Rabbi Asarjah de Rossi teilt uns in seinem Werke: ״Meor Enajim, Imre Binah“, K. 45, Einiges daraus mit. — Wir ersehen aus diesen Bruchstücken, daß sich Aquila befleißigt hatte, die heilige Schrift wortwörtlich zu übersetzen und jedes hebräische Wort durch ein entsprechendes griechisches wiederzugeben. Dieses Verfahren ist zwar sehr genau, verdunkelt aber vielfach den Sinn und tut dem Geiste der Sprache, in welcher die Übersetzung geschrieben, oftmals Gewalt an. Deßhalb entschloß sich Aquila, noch eine andere Übersetzung anzufertigen, und zwar in der Sprache, welche damals von den Juden allgemein gesprochen wurde. Jetzt befleißigte er sich, mehr den Sinn als den Wortlaut wiederzugeben und die traditionelle Auslegung seiner Lehrer Rabbi Elieser und Rabbi Josua dabei zu berücksichtigen. Das ist die unter dem Namen Targum Onkelos so berühmt und für uns Juden so bedeutend gewordene Übersetzung. Sie ist uns vollständig erhalten und wird von jedem gesetzestreuen Juden neben dem heiligen Urtexte allwöchentlich derart gelesen, daß die Lektüre des Pentateuch in jedem Jahre vollendet wird.

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