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Der jüdische Herold · 1937-11-04 · 41 (4.11.1937) · p. Seite 5

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Journal
Der jüdische Herold
Volume
13 (1937)
Issue
41 (4.11.1937)
Date
1937-11-04
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German, Hungarian
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5 »Der Jüdische Herold« 5 Der 5 Kiskw Fast- und Gedenktag der Gemeinde Posen. Im Posener G^meindebuch steht folgende Begebenheit verzeichnet : Ein furchtbares Ereigniss dass sich hier fünf Tage im Monat Kisiew im Jahre 5448 erreignete. Wir wollen hier die Wunder erwähnen die uns der Allmächtige gelobt sei Er in seiner Barmherzigkeit und grosser Genade erwiesen hat. Da sich mehrere hundert Scholaren (Studenten) versammelten und sich auch eine Menge aus den Pöbel des Volkes mehrere tausend zusammenrotteten mit dem Wissendes Stadtfürsten um über das jüdische Gut und Leben ח’י herzufallen. Es entstand ein heftiger Kampf. Lager gegen Lager zwischen den Juden und den Feinden. Und der Allmächtige im Seinem Erbarmen gab uns Kraft den Kampf zu bestehen drei Tage und drei Nächte. So vielmal sie in unsere Gasse kamen mit gerückten Waffen, überwältigten die Juden und verfolgten sie bis zum Platz den es brach ihnen der Mut. Es war förmlich ein Wunder wie in den Tagen Achaschweroschs. Nachdem der Sturm sich gelegt hatte, versammelten sich die Vorsteher, die Häupter des Lehrhauses an ihrer Spitze der Aw Besdin Rabbi Jeschajo segal (Verfasser des Schelo) und setzten einen allgemeinen Fasttag fest für die kommenden Geschlechter. Jahr für Jahr am. fünften Tag dieses Monates da das Wunder hauptsächlich an diesem Tag geschah. DIE JUEDISCHE OPFER IN JERU- SALEM VOM FREITAG Jerusalem. Wie die Ita mitgeteilt hat, wurden am Freitag in Jerusalem durch arabische Teroristen ein Jude getötet und eine Reihe anderer verwundet. Bei dem Toten handelt es sich um den 32jährigen in Palästina gehörenen Alan Alkazitz, der auf dem Rückwege von der Klagemauer, wo er seine Andacht verrichtet hatte, erschossen wurde. Die ihn begleitenden Juden, der 23jährige Schlomo Rosenzweig und der 25jährige Gutman Rabinovitz, wurden verletzt, der erste sehr schwer, der zweite weniger erheblich. Der Ueberfali geschah an der gleichen Stelle, an der am 8. September Rabbi Elieser Gerstein tödlich verletzt wurde. Beim Nab־ lus-Tor in Jerusalem, genau gegenüber den Regierungsämtern, wurden auf einen Lastwagen, der jüdische Arbeiter von der Ar־ beit zurückbrachte sechs Schüsse abgege־ ben. Der 25jährige Menachern: Benrubi wurde verletzt, sein Zustand ist befriedigend. Bei Lydda wurde auf ein Polizeiauto geschossen, der aiabische Polizist Schaufik Abdul Hadi wurde verletzt. Ueber Lydda wurde der Ausnahmezustand verhängt, zwei Häuser wurden zur Vergeltung mit Dynamit gesprengt. Eine grössere Militärabtei־ lung wurde nach Nablus entsandt, um die gebirgige Umgebung der Stadt nach den dort zusammengezogenen arabischen Banden abzusuchen. Die Palästinaregierung hat angeordnet, dass für Arbeiten auf den Flughäfen und bei Militärbauten arabische Arbeiter nicht herangezogen worden : die Ar beitszeit der bereits beschäftigten Araber soli auf wenige Stunden herabgesetzt werdem Der Attentatsversuch auf den Jaffaer Oberrichter Ralph B. Bodilly hat sich wie folgt abgespielt: Das Auto des R’chters wurde auf de! Fahrt nach Tel Aviv von einem Auto überholt, in dem vier Araber sassen. Einer zeigte auf Bodilly und rief: ״Hier ist er!“ Der britische Polizist, der den Richter begleitete, legte auf die Araber an, die flüchteten. FÜR SCHÖNES STRENGFROMMES MÄDCHEN 26 Jahre alt mit 25—30.000 Kc wird strengreligiöser Mann gesucht Kaufmann, Cultusbeamter oder Reisender, Anträge unter טצא טוב an Red. d. Bl. 2 Kc Briefmarken sind beizulegen. Benötige für mein Spetzerei Handl. ein FRÄULEIN die die Geschäftsbücher führt u. auch im Geschäfte tätig sein wird für den 15 Nov. KAROL HOLZER Piestany. Herausgeber und verantwortlicher Redakteur LEOPOLD GOLDSTEIN GEDRUCKT bei Leopold Goldstein DUNAJSKÄ ST RE DA. Postschekkonto Nummer 56.255 in Prag - 192 - als Erinnerung an die ursprüngliche Heimat hinzugefügt. Der neue Kaiser war in Rom erzogen worden. Als er im Alter von zehn Jahren beide Eltern verlor, wurde Trajanus, der ein Vetter seines Vaters war, mit der Vormundschaft des Knaben betraut. Dieser schickte ihn nach Athen, wo er fünf Jahre lang von den vorzüglichten Lehrern unterrichtet wurde. Er ward mit dem Geiste der Athener erfüllt und machte sich nicht nur ihre Sprache zu eigen, wetteiferte auch mit ihnen in allen ihren besonderen Fertigkeiten, im Singen, im Spielen, in der Mathematik, in der Heilkunft, in der Malerei und in der Bildhauerkunst. Sein Gadächtnis grenzte ans Wunderbare, sein Fleiß war unglaublich. Er fand an Vielerlei Geschmack und Interesse, liebte aber hierin die Veränderlichkeit. Er war scharf und beißend in seinen Ausfällen und rasch bereit, mit schlagenden Gründen, oder mit Schmäh- und Spottreden zu antworten. Seinem Geiste glich an Beweglichkeit sein Körper Neben den gewohnten Übungen in der Waffenkunst und Gymnastik, war er auch den Anstrengungen und d >r Aufregung der Jagd mit Leidenschaftlichkeit ergeben. Rom war seit dem Tode des unvergleichlichen Julius Cäsar nicht Zeugin solcher allumfassenden Geistesfähigkeit gewesen, und in der imponierenden Schönheit seiner Persönlichkeit und der Anmut seiner Manieren konnte Hadrian mit Apollo verglichen werden. Aber all diesen glänzenden Eigenschaften fehlte der feste Halt eines edlen, guten, Charakters; die Eingebungen seiner Laune waren das einzig Bestimmende für sein Tun, und im Laufe der Zeit wuchsen seine Fehler ins Maßlose. XXXLI. Wir haben bereits oben erzählt, daß ein naher Ver■ wandter des Kaiserhauses, Namens Äquila, nach griechischer Aussprache Akylos, nach aramäischer Aussprache Onkelos, bei Rabbi Elieser und bei Rabbi Josua Belehrung gesucht hatte, — 189 — und verbrannte Städte und Dörfer. Auch Jabneh wurde zerstört, und das Synhedrium mußte nach Uschah auswandern Beinahe wäre Rabbon Gamliel, der Fürst, ergriffen und zum Tode geführt worden, wenn ihn nicht ein vornehmer Römer mit Aufopferung des eigenen Lebens gerettet hätte. Die Scharen, welche Papus und Julianus um sich gesammelt hatten, wurden in die Flucht geschlagen; die beiden Anführer gerieten in Gefangenschaft. Der siegreiche Feldherr ließ sie vor sich führen. ״Ihr Aufrührer“, schrie er sie an, ״wie habt Ihr es wagen dürfen, Euch gegen Euren Kaiser zu empören?“ ״Wir konnten,“ antwortete Papus, ״die Grausamkeiten nicht mehr ertragen, die Du im Namen des Kaisers über uns verhängt hattest. Du wolltest uns zwingen, vor Bildern uns zu bücken und ihnen göttliche Ehre zu erweisen. Wir aber dienen nur dem einzigen, allmächtigen G-tt, dem Schöpfer des Himmels und der Erde!“ ״Wenn Euer G-tt so mächtig ist,“ antwortete hohnlachend der römische Feldherr, »warum rettet er Euch nicht aus meiner Hand?« »Wir sind Sünder,« antwortete Julianus, und haben den Tod verdient Wenn er nicht durch Dich uns würde, so hat O-tt noch viele andere Mittel und Wege, uns die verdiepfe Strafe zukommen zu lassen. Du aber bist nicht wert, daß Du ein Wunder mit Deinen Augen schauest.“ ״Ihr wahnbetörten Juden,“ entgegnete Quietus, »die Ihr noch im Angesichte des Todes mich zu verhöhnen wagt vernehmet meine Worte; Ihr müßt jetzt sterben; aber nicht allein Ihr, sondern all Eure Stammesgenossen. Ich werde jetzt Judäa durchziehen und Alles niedermachen lassen, was Eurem Stamm angehört; ich werde weder Männer noch Frauen, weder Kinder noch Greise verschonen. Und wenn ich eins römischer Kaiser sein werde, so will ich es zur Dr. Mf Lehman; »AKIBA* 4$,

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