Der jüdische Herold
- Journal
- Der jüdische Herold
- Volume
- 13 (1937)
- Issue
- 41 (4.11.1937)
- Date
- 1937-11-04
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German, Hungarian
- Belongs to
- journal issue
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3 Kdlaa. Vergangenen Dienstag den 26. Okt. fand hier die Hochzeit des Herrn Kantor I. Sachs aus Beregsas mit der Tochter des hiesigen sei. Schojch ts Herrn Herstik ז*ל. Frl. Cipora Herstik. Der Hochzeitsfeier welche einen echt jüdischen und imposanten Charakter trug, wchnte ein zahlreiches Publibum bei u. a. sah v man die Herren Oberrabb. J. Abeies Tek. Sarluhy, Rcibb. S. Strasser Bratislava, durch welchen auch der Trauungsakt vollzogen wurde, so wie die Vertreter der Pressbur־ ger Jeschiwa die Herren S. B. Schreiber (Sohn des Ehw. Pressburger Oberrabbiners) Herr Jeschiwa Sekretär Kantor L Fettmann. Der Reigen der Tischreden, eröffnete der Ehrw. Oberrabbiners Tek. Sarluhy in einer schönen mit tiefsinnigen Thoraworten gewürfzten Rede, worauf Herr Rabbiner Simon Strasser Bratislava tief durchdach• ter Magidusworte sprach, hernach hatten die anderen anwesende Rabbiner in bered־ te Weise das Wort ergriffen. Die Redner schilderten die besondere Vorzüge des Chosens, der sich auch an der Pressbur־ ger Jeschiwo durch fieissiges Lernen gedingenes Wissen angeeignet hat. WARBURGS TESTAMENT. New York Das von Februar 1935 datierte Testament Felix M. Warburgs ist von dem Testaments־ Verwahrer Sol. M. Stroock zur Eröffnung eingereicht woiden. Das grösste Legat, das Warburg für eine öffentliche Einrichtung bestimmt hat. beträgt 50.000 Dollar. Diesen Betrag soll der Verband der jüdischer Wohlfahrtsgeselschaften in New York erhalten. Ausserdem sind neun weitere Institutionen mit insgesamt 57.000 Dollar bedacht. In dem einleitenden Absatz des Testaments schreibt der Erblasser: Ich habe das Glück gehabt, lange genug zu leben, um zu sehen, dass diese Institutionen (die nicht testamentarisch bedacht wurden) sich, entwickelt haben und ihre Pläne mehr oder minder verwirklichen konnten. Hierzu gibt der Testametsverwahrer bekannt, dass Warburg in den letzten 15 Jahren etwa 13 Millionen Dollar über 200 Institutionen und Gesellschaften in den verschiedenen Ländem zugeführt hat. Die Witwe erhält den Grundbesitz, die Gegenstände seines persönlichen Gebrauchs und seine graphische Sammlung. Für jedes Kind sind 250.000, für jedes der acht Enkelkinder 100.000 Dollar bestimmt. Der Schwigersohn ^Walter Rothschild erhält 50.000 Dollar, Testaments- Vollstrecker sind die Witwe und die beiden Söhne Frederic und Paul. Andere Mitgliederder Familie Warbu g erhalten 150.000 Dollar. Die Beam'en des Bankhau. ses Kuhn, Löb & Co. bekommen je nach der Länge der Dienstzeit Beträge bis zu 2000 Dollar. BARCELONA. Die aschkenasische und sephardische Gemeinde in Barcelona, die zusammen über 400 Angehörige zählen, haben sich zusammengeschlossen. Der neugewählte Vorstand hat einen jüdischen Kalender für das Jahr 5698 in spanischer und hehräischer Sprache herausgegeben. Es ist dies seit der Vertreibung der Juden aus Spanien also seit un־ gefähr 450 Jahren, das erste Mal, dass in Spanien ein jüdischer Kalender erscheint. Lissabon. Zu Chanukka wird in Oporto die von Sir Elie Kadoorie gestiftete Synagoge der dortigen zum Judentum zurückgekehrten Marannen-Gemeinde eingeweint Die Synagoge ist vollständig aus Granit im gotischen Stil erbaut. »Der Jüdische Herold« PRAG. Das im Jahre 1904 von Dr. Arthur Ruppin in Berlin begründete und nach dessen Übersiedlung nach Palästina vieie Jahre von Dr. Bruno Blau gleitete ״Bureau für Slalistik der Juden“ welches seine Tätigkeit vorübergehend eingestellt hatte, ist jetzt in Prag wieder eröffnet worden. Es wird wie früher von Dr. Blau geleitet und hat bereits mit der Sichtung und Bearbeitung des umfangreichen amtlichen statistischen Materials begonnen, das sich in den leizten Jahren angeliäuft hat. Das Bureau erteilt Interessenten Auskünfte über alle einschlägigen Fragen. Gleichzeitig wird eine grössere Arbeit über die ״Juden in der öechoslovakei“ in Angriff genommen, in der alles erreichbare statistische Material in der von früher her bekannten und bewährten Weise zu einer Darstellung der Bevölke־ rungs-, sowie der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Verhältnisse der Juden der Republik vereinigt wird. Eine Arbeit über die ״Juden in Polen“ wird folgen. Das ״Bureau für Statistik der Juden“ befindet sich in Prag l, Dlouha 41. Allen Anfragen ist md Rücksicht auf die dem Bureau zur Zeit nur sehr beschränkt zur Verfügung stehenden Mittel Rückporto oder ein internationaler Antwortschein beizufügen. Wie das ״Bureau für Statistik der Juden“ bekannt gibt, ist die Zahl der jüdischen Geburten in der Cechosiovakei im Jahre 1935 gegenüber dem Vorjahr um 4,8 Prozenten gesunken; im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 1928,30 ergibt sich sogar eine Abnahme der Geburlenziffer um 15,3 Prozent. PIESTYAN. Am Donnerstag כ״ג השק fand in Piestany Hotel Linde die Trauung der Frl. Jolly Weinreb, Tochter der Frau Fanny Weinreb ‘תחי Gutspächterin in Male Ostratice, Rabbinatbezirk Zsämbokret, in deren Haus und Hof der שכת קודש pünktlich und rigoros geheiligt und geweiht wird, mit Herrn R. Streicher Ökonom in Levoca im Beisein vornehmer Gäste statt. Den Trauungsakt vollzogen in üblicher Weise die ehrenwürdige Herrn Oberrabbiner Benjamin Reich Zsämbokret und Josef Ungar Piestany im Vereine mit Herrn H. Schick Trnava» eines Onkels der Brautmutter. Bei der darauffolgenden סעודת מצוה die die Restauration Wäldler beigestellt hatte, richtete Herr Oberrabbiner Benjamin Reich n. j. eine gediegene und inhaltsreiche Ansprache am die Neurermählten die allgemein beifällig aufge lommen wurde. SCHWERE HAGEL-SCHADEN IN PALAESTINA Jerusalem. Vor einigen Tagen ist in der Umgebung von Tel Aviv ein schweres Unwetter mit*Hagelschlag niedergegangen. Aus Petach Tikva wird berich« tet, dass in den Orangen-Pflanzungen der dortigen Gegend schwerer Schaden angerichtet worden ist. In vielen Pflanzungen wurden zehn bis fünfzehn Prozent, in einseinen sogar fünfundzwanzig Prozent der Ernte vernichtet. Manche Packhäuser warden vollkommen zerstört. D r ganze Umfang des Schadens wird erst in etwa einer Woche festgestellt werden können, da zu befürchten ist. dass auch ein Teil der an den Bäumen verbliebenen Früchte so beschädigt worden ist, dass er vernichtet werden mus.־, um ein Einnisten schädlicher Insekten zu verhüten. In der Stadt selbst wurden etwa 500 Fenster durch Sturm und Hagel zerbrochen, 3 Wann sollen wir uns die Zähne putz-n ז Nach ärztlicher Anempfehlung nach jeder Mahlzeit, zumindest aber am morgen und Abend. Am wichtigsten ist das Zähneputzen am Abend, weil sich über Nacht zwischen den Zähnen Speisereste zersetzen können und Zahnfäule verur־ Sachen. Deshalb empfiehlt sich besonders, Alpa-Zahncreme zu verwenden, weil dieselbe Speisereste entfernt und dadurch deren Gärungsvorgänge verhindert. Zur täglichen Gesundheitspflege gehört aber auch das Gurgeln mit verdünntem Alpa-Franzbranntwein. Bei Ermüdung, rheumatischen und’neuralgischen Schmerzen bewähren sich leichte Alpa- Massagen. TEL AW1W. Das öechos’owakische Pressbüro meldet: ln Tel Awiw wird eine neue grosse Schuhfabrik eröffnet, die von deutschen Einwanderern errichtet wurde. Die Fabrik ist mit den modernsten Maschinen ausgestattet, die sehr sparsam für die Erzeugung sind. Sie wird die Waren um 20 Prozent billiger als die übrigen Fabriken in Palästina hersteilen können. WIEDER ZWEI JUEDISCHE TO- DESOPFER DER UNRUHEN. Jerusalem. Im Laufe des Montag und Dienstag ereignetten sich in mehreren Teilen Palästinas wiederum mehrere schwere Terrokrate, denen auch jüdische Menschenleben zum Opfer fielen. In der Jerusalemer Altstadt wurden in der Nähe des jüdischen Viertels auf zwei jüdische Polizisten, die sich auf ihrem Dienstweg befanden, aus dem Hinterhalt mehrere Schüsse abgegeben. Der eine von ihnen war auf der Stelle tot, der andere erlitt schwere VerIetzungen.־Den Tätern gelang es zu entkommen, nachdem sie vorher noch den beiden Polizisten die Gewehre entwendet hatten. Auf der Strasse Jericho Jerusalem in der Nähe des Gasthauses ״Zum barmherzigen Samariter“ wurde ein Lastautomobil der Palestine Potasch Company aus dem Hinterhalt beschossen. Durch die Schüsse wurde der jüdische Chauffeur des Autos getötet, der den Wagen begleitende Polizist wurde schwer verletzt. Auf die Fahnstation Lydda wurde von arabischen Terroristen ein Ueberfall unternommen. Auf der Strasse Nablus-Tulkarem wurde ein Militär-Auto beschossen. Arabische Terroristen errichteten auf der Strasse Jerusalem-Hebron Barrikaden. Auf die Polizeistationen von Ramleh und Lydda wurden Feuerüberfälle verübt. וראן דיא יודישע רעגירונג אפערט פערלאגגען ווירד אויף 0.000! טל־ייתים! זאלל pp איינציגפר טלית פאבריק אסערירען דא דיא ערשטט אפפרט סאן •צמר* ווירד בעשטימט בפשטפטיגט, רען אללע יודען דער גאגצער וועלט ורסס פן שדן׳ דאס דא פיילסטפן אמד שענסטע טלית ים ליעפערט אם ביליגסטען דיא גרעססטע טלית סאבריק .צ מ ר* אין קו^שיצע CEMER“״ TALESFABRIK GEBRÜDER Z S U P N I K, KOSICE דארס זפלגסט ערהפלטליך אללפר סארטפן ספרים סאן אלף בית ביז א ש״ס תפילין, מוחית אמד אללפס וואס געהערט צו ססריס נראנזש צו דיא ניליגמנוט «מרף סרח«.