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Der jüdische Herold · 1937-10-21 · 39 (21.10.1937) · p. Seite 5

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Journal
Der jüdische Herold
Volume
13 (1937)
Issue
39 (21.10.1937)
Date
1937-10-21
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German, Hungarian
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5 *Der Jüdische Herold« 5 וואז דיא יודישע רענירונג אפערט פערלאנגען וו־רד אויף 000^ טי״ירדם! זחל־ ק, ן איינציגמר גילית פ4בריק 4פט־ירטן דא דא ערשטני אפטרט פאן .צ2ר‘ ווירד בטשגיימט בטשטטטיגט׳ דען אללע יידטז דטר גאנצטר וועלט ווישסען שק׳ דאס דיא פיעסטטן אובד שטנסטע טליתים ליעסערט אם ביליגסטען דיא גרעססטע טלית פאבריק •צ מ ר׳ אין קאיציצע TALESFABRIK ״CEMER“ GEBRÜDER Z S U P N I K, KOSICE דארט זטלבהט טרהטלטלץ־ אללטר סארטען ספרים פאן אלף בית ביז א ש״ס תפילין׳ מזהות אוגד אללטש וואס גטהטרט צו הפריס בראנזש לו דיא ביליגשטט טנגרוי פריהט. Kleideraktion der Hgudas Sisroel. Auch heuer müssen wir in allen Orten der Slowakei die allseits anerkennend aufgenommene Kleider Aktion durchführen. Der Winter hat bereits seine ״Fühler aus• gestreckt“ und wird auch schon bald seinen für die vielen notdürftig Bekleideten unliebsamen Einzug halten. Besonders unsere Brüder in dem Notstandgebiet PKR. haben mit ihren Familien mit Einbruch der Kälte furchtbar zu leiden. Es widerspräche dem so allseits gepriesenen jüdischen Mitgefühl, sollten wir nicht unser Weitmöglichstes tun, um diesen blutarmen jüdischen Menschen Milderung in ihrer doppelten Not zu verschaffen. Alles muss daher angewendet werden, um diesen so schwer Leidenden einige Hilfe leisten zu können. Es sollen daher in allen Gruppen einige Mitglieder direkt damit betraut werden, diese so wichtige Aktion ordentlich durchzufü treu. Diese hätten vor allem die Aufgabe die jüdische Öffentlichkeit von der Aktion Kenntnis zu geben und sodann bei den jüdischen Familien des Ortes die verschiedensten abgelegten — aber noch einigermassen gulerhaltenen — Kleidungs־ stücke (Kleider, Wäsche, Schuhe etc. etc.) zu sammeln und diese nach Abschluss der Aktion an die von uns bekanntzu־ gebenden Adressen abzusenden. Wir eisuchen die Gruppen in PKR. uns ihren Bedarf an Kleidern etc. anzugeben. Ebenso ersuchen wir die Gruppen, die solche Kleidungsstücke einsammeln werden, uns dies jetzt schon bekanntzugeben, damit wir wissen können, inwieweit wir den Anforderungen werden gerecht werden können. Delegiertentag der Hgudas 3isroei. Wie bereits kurz mitgeteilt, ist heuer bereits wieder der Delegiertentag unserer Jugendorganisation fällig Wir gedenken diesen am Sonntag, den 22. Tewes (26. Dez.) in Piesfany abzuhalten. Während bei den vorigen Delegierlenlagen unserer ostslowakischen und karpathorussischen Gruppen die Möglichkeit einer grösseren Beteiligung geboten haben, wollen wir diesmal den westslowakischen Gruppen diese Möglichkeit bieten und erwarten aber, dass sich auch die östlich gelegenen Gruppen durch Delegierte werden stattlich vertreten lassen, um den Delegiertentag zu einer wahren Arbeitkonferenz werden zu lassen, von der eine Neubelebung unserer ganzen Bewegung unseres Landes ausgehen soll. Wir möchten aber sowohl in bezug auf das Abhaltungs-datum und den Ort nicht endgültig entschieden haben, sondern stel. len diesen Vorschlag der Gruppen noch zur Diskussion. Wir ersuchen auch, uns mit Ihren konkreten Anträgen und Vorschlagen zum Delegiertentag schon jetzt aufzusuchen. BUDAPEST. Das Amtsblatt veröfentlicht die folgend vom Gesichtspunkt der Rezeption des jüdischen Glaubens aufsehenerregende Entscheidung des Handelsministers: Der Umstand, dass der Zeitpunkt irgend eines bewilligten Marktes mit dem Zeitpunkt der Feste der israelitischen Konfession zusammenfällt, kann kein Grund zur ausnahmsweisen Verlegung des Marktes sein. ״Egyenlöseg“ bemerkt, dass ungarische Judentum diese Entscheidung mit grosser Bestürzung zur Kenntnis nimmt, da die rezeptierte Glaubensgemeisnchaft ein Recht darauf habe, dass die Behörden ihre Feiertage ebenso respektiere, wie die anderer Konfessionen. Die orth. Gemeinde gibt bekannt dass Herr FRIED DAVID aus Kezmark hier eine streng orth. koschere AUSKOCHEREI eröffnet hat. TRENCIN, Farska ul. c 1 neben an die Mestska sporitelna. — 184 — ״Deine Besorgnisse sind unbegründet, Judaer,“ sprach er, ״dies Wölkchen wird uns nichts schaden. Wohl könnte ich den Kurs des Schiffes verändern und in einem nahe gelegenen Hafen landen; allein das würde die Reise unnötig verlängern. In spätestens zwölf Stunden sind wir geborgen im Haffen von Jaffa.“ , ״Tue, wie Du willst,“ sprach Rabbi Akiba, ״aber Deine Sorglosigkeit wird Dir ein nasses Grab bereiten.“ Nicht lange währte es, und der ganze Himmel umzog sich mit düsteren Wolken. Ein furchtbarer Sturm erhob sich, und das Schiff wurde von den sich türmenden Wellen wie ein Kinderspielzeug umhergeschleudert. Die Segel wurden zerrissen, die Maste geknickt, und die Ruderer gaben ihre unnütz gewordene Arbeit auf. «O G-tt,» sprach Rabbi Akiba, ״soll ich hier sterben, soll ich in den Wellen des Meeres den Tod finden, eine willkommene Beute den gehässigen Delphinen? Ereilt mich Dein Strafgericht, weil ich in Alexandria meine Pflicht nicht genügend getan, weil ich davongegangen bin, ohne es wiederholt versucht zu haben, die irrenden Brüder dort zur Be - sserung zu führen? Dein heiliger Wille, o G-tt, geschehe! Alles, was der Allbarmherzige tut, es ist zum Guten“ Das Schiffsvolk hatte unterdessen die Ladung ins Meer geworfen, um das Schiff zu erleichtern. Der Sturm trieb es vor sich her und entfernte es weit von dem angestrebten Ziel. Nach einigen Stunden kam eine fremde, unbekannte Küste in Sicht. Die Ruderer ergriffen wieder die Ruder und hol• ten kräftig aus, um das Land zu erreichen. Plötzlich gab es einen furchtbaren Krach; das Schiff war auf ein Korallenriff geraten und in der Mitte von einander geborsten. Die Wellen verschlangen das Schiffsvolk und die Passagiere. In der Heimat wurde die Rückkehr Rabbi Akibas vergeblich erwartet. Er hatte von Alexandria aus seiner Gattin geschrieben und ihr seine baldige Heimkehr angemeldet. — 181 — Wegen, damit sich G-tt Eurer erbarme und Euch vom Tode errette.“ — Als Rabbi Akiba geendet hatte, da erhub alles Volk seine Stimme und weinte. ״Bleibe bei uns, Du heiliger Mann,“ riefen Viele, ״und lehre uns den Weg, den wir wandeln sollen!“ Aber in den Augen der Vortsteher der Gemeinde war die Rede des Rabbi aus Palästina mißfällig; sie wollten ihre großen Reiclitümer genießen und dachten nicht im Entferntesten daran, die gewohnte Lebensweise aufzugeben. Sie hatten die schönsten Rosse und ihre Söhne gewannen die Preise bei allen Whttrenen; ihre Töchter waren die gefeiertsten Schönen in Alexandria und wurden von vornehmen Griechen und Römern eifrig umworben. Ihre Häuser waren die Sammelplätze der berühmtesten Künstler, Dichter und Philosophen. Sie waren von den herzerschütternden Worten des fremden Rabbi nicht ergriffen und lächelten über seine altväterliche Anschauungen, die nach ihrer Meinung von der griechischen Philosophie längst überwunden waren. Sie traten zu einer kurzen Beratung zusammen; dann näher te sich der Alabarch Theodor dem Rabbi und sprach; «Fremdling, in Alexandria ist kein günstiger Boden für Deine Lehren. Wir, die Vorsteher der Gemeinde, verlangen, dass Du unsere Stadt verlassest. Kehre nach Judäa zurück!- Weigerst Du Dich aber, Dich von hier zu entfernen, so werden wir Dich zu zwingen wissen.“ Rabbi Akiba wollte antworten; der Alabarch aber kehrte ihm den Rücken und verliess ihn stolzen Sehrittes. Rabbi Akiba aber sprach vor sich hin : ״Wen G-tt verderben will, den schlägt er mit Blindheit.“ Rabbi Akiba rüstete sich zur Heimfahrt; er begab sich in den Hafen von Alexandria, um einen Platz auf einem Schiffe zu mieten. Alexandria war die erste und vornehmste Dr. M. Lehman; »AKIBA« 43.

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