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Der jüdische Herold · 1937-10-07 · 37 (7.10.1937) · p. Seite 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Herold
Volume
13 (1937)
Issue
37 (7.10.1937)
Date
1937-10-07
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German, Hungarian
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5 *Der Jüdische Herold« 5 (—) BEKOMMEN SIE GANZ UNER- WARTET DAS WORT ״ALPA“ zu hören, so denken Sie völlig unbeabsichtigt an Kraft, Schönheit, Jugendfrische und Ge־ sundheit. Woran mag das liegen? liebereinfach : die gesundheitsfördernde Wirkung des Alpa-Franzbranntweins hatte dies zustände gebracht. — Alpa־Zahncr6me ist nun auf dem Markte erschienen. Auch sie will und wird der Gesundheit, Schönheit und Hygiene dienen. — Alpa-Zahncreme entfernt fäulnisserregende Speiserste und beugt somit dem Entstehen von Zahnstein vor. Sie ist von hochwertiger Beschaffen• heit, ausgiebig, schäumt gut, enthält besondere aromatische Zusätze und bewirkt einen frischen wohlriechenden Atem. Sie stärkt das Zahnfleisch, festigt somit die Zähne. Lassen Sie es, bitte auf einen Versuch ankommen! Nach Gebrauch wer* den Sie sich zu der Ansicht bekennen : Alpa erfüllt - was der Name Alpa verbürgt. Keine Zahncreme der Welt könnte jemals einen Arzt ersetzen. Zahnstein entfert der Arzt — fäulniserregende Speisereste die Alpa-Zahcreme. JUGENDVERSAMMLUNGEN IN TR- NAVA. Die Agudas Jisroel Jugendgruppe hierorts veranstalitete am Schemini Azeres Vormittag eine überaus gut besuchte Voll- Versammlung die hervorheblich dem Programm der Winterschiurim gewidmet war. Die Debatte stand in hohen Niveu und voll ernst. Sonntag den 3 Okt. wurde die Jahresgeneralversammlung abgehalten. Nach Jahresbericht durch Präses Berthold Halle und darauffolgende Debatte war die Neuwahl die folgend endigte: Präses Berthold Halle, Vizepräses Josef Bernfeld und David Weingarten, Kassier Eugen Abeiesz, Keren Hajischuv Ignatz Koth, Kontrollor Alexander Koth, Bibliothikar Abi Schick, Pirche B Gruppe Leopold Abeiesz, C Gruppe Oszkar Schönfeld, Errecz Jisroel Komitfeeleitung Desider Abeiesz und Arpad Bernfeld, Bibliothek״ stellvertr. Mor Rabb. Die Sitzung die einen schönen Verlauf hatte widmete einen schönen Grundbetrag zur Kesziwasz Szefer Thora. Der Schorn re Thora Verein halt : auch ihre Versammlungen gehabt Am Szimchas Thora war die usuelle Ver- Sammlung an welcher die hierorfige orth. Jugend auch die angesehenen und viele Bale Batirn mit Sr. Ehrw. Herrn Oberrai « biner an der Spitze teilgenommen haben. Sr. Ehr. Herr Oberrabbiner hatte eine s<• hr eindrucksvolle Rede an die Jugend gerichtet, besonders geisselte er die verschiedene neuzeitige moderne Strömungen die die jüdische Jugend nur vergiften. Redner appelierte an die Jugend sich nur den orth. Jugendorganisationen anzuschiiessen. Besonders die werktätige Jugend welche tagsüber ihre Existenz nachgehend, abend aber den Schiür der Schomre Thora Vereines aufsuchen rnögen. Es sprach noch Herr Israel-Abelesz ein guter Gönner der orth. Jugend. Die Veranstaltung war eine Manifestation der orth, Jugend. Sonntag den 3 Okt. war auch die ordentliche Generalversammlung des Vereines wo Vorsitzender Desider Abeiesz in seiner Einleitung von den grossen Verlust der hierländische Bevölkerung überhaupt des Staatsgründers Präsidenten Befreier T. G. Masaryk gedachte. Die Neuwahl hatte folgenden Resultat: Präsidium: Desider Ab׳ k־sz, Josef Adler, Alexander Ko*h, Sigmund Katzburg, Alexander Berkovits und Herman Fürst. Ausschuss : EmerVh Grünfeld, Max Rosenak und Arthur Jelinek. T R N A V A. Es schein: dass die Jeschiwa kommenden Zman w eder grösser wird. Un'er d׳ r mustergültige Lvi'ung der Jeschiwa Menza der Herren Herman Weiss und Albert Halle, ist die Bilanz aktiv und sei dies auch künftighin zu hoffen. AmSchabrss Bereschissfeierte Josrf Brody der ältester Sohn unseren hochgeachteten Balbuth und Schass Chtwra Gabe Philip Brody seine Barmizwa. Der talentvolle Jun_ ge hatte unter grosser Teilnahme an dem Feste in einer einstündiger Charifus und Magiduth Dcrascha alle Anwesenden erfreut. Sr. Ehrw. Herr Oberrabbiner beglückwünschte den Gefeirten Jungen wieauch die Eltern in einer eindrucksvoller Ansprache. TRNAVA. Sonntag nach Schabesz Teschüva hafte der hiesiger Poel Zedek Verein in Beisein der Gemeindemitglieder beider Gemeinden und Vertretung der Behörden eine Gedenktafel für die jü. dischen Gefallenen in Weltkrieg, gestellt GASTHAUSKÖCHIN streng religiös und tüchtig gesucht. Offerte mit Referenzen u. Gehaltsansprüche an 6. Weiss Brünn, KoliSte 77. Verbreitet den Jüdischen Herold. - 176 - auf den letzten Platz; es mochten wohl hunderttausend Menschen anwesend sein. Alle waren sie herbeigeströmt, um den großen Lehrer aus Palästina, dessen Ruf die Welt erfüllte, zu hören, und nur eine Besorgnis erfüllte die Menge, daß die Stimme das Mannes nicht ausreichen würde, den ungeheuren Raum zu beherrschen. Diese Besorgnis war unbegründet. Wie Donnerton durchhalten die Worte Rabbi Akihas den mächtigen Raum. »Meine Brüder, meine Freunde,« sprach er. »In alten Zeiten gab es eine große, reiche, mächtige Stadt, Niniweh hieß sie. Aber der Wohlstand, der Reichtum hatte die Leute von Niniweh leichsinnig und übermütig gemacht; sie beraubten einander, fälschten Kauf- und Leihbriefe und führten einen ausschweifenden, unsittlichen Lebenswandel. Da schickte G-tt seinen Propheten, den Jona, den Sohn des Amittai, um die leichtsinnigen und bösen Leute in Niniweh zu warnen. »Noch vierzig Tage, rief der Prophet, und Niniweh wird zerstört werden.“ ״Meine Freunde, meine Brüder! Auch ich bin zu Euch geschickt worden, um Euch zu ermahnen. Diese große und wohlhabende Gemeinde ist in ihrer großen Mehrheit abgewichen von den Wegen G-ttes. Vergessen sind die Sabbate, vergessen sind die Feiertage. Dagegen feiert Ihr die Feste der Heiden mit und freuet Euch an den Festtagen der fal• sehen Götter. Ist das nicht schon eine Art Götzendienst, wenn Ihr Eure Häuser schmücket zur Ehre eines griechischen Götzen, wenn Ihr, Eure Söhne und Töchter, teilnehmet an den Festzügen, Euch in allerlei Verkleidung steckt und mit einstimmt in den Jubel, der zu Ehren der Götzen erschallt?“ ״Meine Brüder, meine Freunde! Einst haben unsere Voreltern als Sklaven in diesem Lande gedient — und G-tt hat sie herausgeführt mit starker Hand und ausgestrecktem Arm und hat uns zu seinem Volke erhoben. Er hat uns Eeführt an den Berg Sinai und hat zu uns gesprochen; Ich - 173 - doch sicherlich die Lehren des Plato und des Aristoteles und weisst, dass des Menschen höchstes Ziel die Erkenntnis ist. Wozu also jene Formen und Gebräuehe, welche die Erkenntnis nicht fördern?“ ״Nicht Plato hat die Warheit geschaut, nicht Aristoteles hat sie zu erfassen vermocht. Die Wahrheit ist uns am Sinai offenbart vom Schöpfer des Weltalls. Nicht kann die Erkenntnis des Menschen höchstes Lebensziel sein, da G-tt selber ihr Schranken gesetzt hat, wie es heißt: Denn nicht kann mich erschauen der Mensch, so lange er lebt. Das Lebensziel des Menschen besteht in der Erfüllung der g-ttlichen Gebote und in der Vermeidung der Übertretung dessen, was Er uns verboten hat, wie es heißt; Der Endzweck, in welehern alles inbegriffen ist; Füichte G«tt und halte seine Gebote, denn das ist der Inbegriff der ganzen Menschheit.“ ״Deine Anschauungen weichen gar sehr von den meinigen ab.“ ״In Bezug auf das, was ich gesagt habe, kann und darf es keine Meinungsverschiedenheiten geben." «Und Ihr selbst, Ihr Weisen Israels, weichet doch so mannigfach von einander in Euren Lehrmeinungen ab!“ ״Darüber, daß die Gesetze G־ttes für alle Israeliten verbindlich sind, gibst es keine Meinungsverschiedenheit. Nur in Bezug auf die Ausführung einzelner Gebote existieren auseinandergehende Lehrmeinungen, über die jedoch nach den von der Thora selbst festgestellten Regeln entschieden wird.“ ״Ich bin auf diesem Felde Dir nicht gewachsen und kann mit Dir nicht disputieren. Sage mir lieber, was Du von mir verlangst.“ ״Ich verlange von Dir, daß Du die ganze Gemeinde in die Synagoge berufest und mir gestattest, zu ihr zu sprechen.“ ״Synagoge? Was ist das?“ Dr. M* Uehmaa; *AKIBA* 41.

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