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Der jüdische Herold · 1937-09-30 · 36 (30.9.1937) · p. Seite 3

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Journal
Der jüdische Herold
Volume
13 (1937)
Issue
36 (30.9.1937)
Date
1937-09-30
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German, Hungarian
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»Der Jüdische Herold« 3 Schomre Schabbos-Seklion : Ernö Stern. Die Schlussrede hielt der wiedergewählte Vorsitzender Isidor Löwinger, indem er für das Vertrauen, das ihm durch seine Wiederwahl Geschenkt wurde, dankte und die Mitglieder der Gruppe zur intensiver Agudistischer Tätigkeit aufforderte. Die Versammlung, die während ihres ganzen Verlaufes ein schönes und ernstes Gepräge trug, wird sicherlich, alle Teilnehmern ein erneuter Ansporn zur stärkeren Teilnahme an der Tätigkeit der Aguda sein. ts. Palästina Bericht. Von Wilhelm Alexander. JERUSALEM. Der ״Jüdische Herold“ brachte die Nachricht, dass Schabbos am Freitag abend ein Jude, als er von der Westmauer nach Kabolass Schabbos nachhause ging von einem Araber ange״ schossen und verleizt wurde. Nach der sofort vollzogenen Operation an den Verwundeten schien es, als wenn eine Besserung im Zustande des Mannes eingetreten wäre. Leider war es eine Täuschung. Raw Elieser Hakohen Garsten starb zufolge der Verletzung am zweiten Tag Rosch haschono vormittags 11 Uhr nach schwerem qualvollem Leiden. In diesem Jahre das erste Opfer des arabischen Terrors und welches schwere, teuere Opfer 1 Ein Jude, dem ähnlich auch im heiligen Jeruscholajim nicht viel zu treffen sind. Das Absterben des Raw Elieser Hakohen hat in Kreisen der Judenheit grosse Bestürzung hervorgerufen. Die Zeitungen wissen über ihn folgendes zu berichten : R‘ Awrohom war 45 Jahre alt, ein ״auserwählter“ Talmid des Chofez-Chajim s. Z. 1. Als solcher kam er vor 1 2|ג Jahre nach Jeruscholajim. Am Abend des zweiten Tages רה“ש versammelte sich eine grosse Menge in der Umgebung des Spitales ״Hadassa“ um den Verblichenen das letzte Oeleiie zu geben. Distriktscommissar Kissilow und der Grandrabbiner R. Jakob Meier sandten ihre persönliche Vertreter zum Leichenbegängnis. Unter denen, die Hespedim hielten waren, Dr. I. Herzog Oberrabbiner Palästinas, Raw Tikuzinsky, Raw 1. G. Horowicz, R‘ Benzion Jadler und andere. In Vertretung der Kneses Jisroel Gemeinde sprach Herr Ch. Salamon. Einer der Redner der die Grösse des Verblichenen als Bentore und frommer Jude hervorhob gedachte der Bemerkung des R. Chofecz- Chajim s. Z. 1. in Bezug des grossen נפטר dass wenn 10 Männer seines gleichen wären, dann möchte die ״Erlösung“ ltornmen. אלו הי׳ 10 אנשים כמוהו וכו׳ אז היתה באה הגאולה. Von seiner Lebensweise schreiben die Zeitungen : Er pflegte noch im Leben des חפץ היים als sein Talmid von שבת zu שבת zu fasten. Er schlief nie im Bett, sondern an seinen ״Ständer“ an welchen er stehend lernteangelehnt. Seit 3 Monate besuchte er allabendlich in den Stunden 9-10 die Koszel Hamarowi, wo er mit Chasside Braslaw נסתר lernte. Im den Nachrufen wurde Er als בקי בכל התורה וצדיק נשגב gekenzeichnet. Seine 3 Brüder sind Rabbiner in Polen, in Litauen einer Schiürvoriräger in Antwerpen. In seinen letztem Jahren hat der Verblichene im זכרון משה Besz-Ha״ midroseb mit den russischen Rabbiner ש''ם ירושלמי vorgetragen .השם ־נקום דפו, זי“ע 3e;uschelajim feiert Rosch־haschono l Die traurige Ereignisse der letzten Tage hielten die Judenheit Jerusalems nicht zurück vorn Besuche bei der Koszel Hamarowi. In grossen Mengen ging das jüdische Volk zur heiligen Mauer, so wie in den früheren Jahren, um vor dem letzten Überrest des Heiiiglums vor der unverwüstlichen Mauer ihr Herz auszuschütten vor den Allmächtigen in diesen heiligen Tagen. Am Sonntag Erev Rasch-haschono vor Eintritt des Abends sah man grosse Gruppen alter und junger Juden auf dem neuen asfaltirten Wege hinter den Gebäude des deutschen Platzes (mit Umgehung der arabischen Gassen) zur Westmauer wandern. Es war eine grosse Demonstration für die Koszel Hamarowi in Verbindung mit dem Volk Jisroel. Oberrabbiner Dr. I. E. Herzog schlite betete am Rosch-Haschono in der ‘חורבת ר יהודא החסיד in der Altstadt. Auf dem Wege dorthin, begleitete ihm eine bewaffnete Militärescorte. Der Distiricktcommissär sandte Beglückwünschungsschreiben anlässlich des Jahreswechsels an Waad HaLumi, Ober- Rabbinate und anderen Institutionen. Am Ausgange des zweiten Festtagas hat man grosse Mengen der Gäste zur Station des ״Eged“ marschieren gesehen, um die Fahrt nachhause zurück anzutreten, die hieher kommen um das Roschhaschono Fest hier in Jeruschelöjim zu feiern. Auch Tel-Awiw feierte würdig das Neujahresfest. Um 5.30 stellte der Omnibusverkehr ein. Gäthz Tel-Awiw betete. Die vielen Bethäuser, Minjonim in den verschiedenen Sälen, Theater konnten die Betenden nicht fassen. Der Taschlich-gang zum Meeresufer war imposant und erbebend. NACHRICHTEN KALENDER. פרשת בראשית מבוד׳ה הפט' כה אמר ברכי נפשי שבת Lichtzünden (in Dun. Streda) 5.05 Schabbos-Ausgang 6.20 OOJOOMljl פרשת נח הפט׳ רני עקרה ועני' פוערה שבת Lichtzünden (in Du ב. Streda) 4-55 Schabbos-Ausgang 6.10 AMTSJUBILÄUM. Ein Amtsjubiläum, wie es nur äusserst selten vorkommt, beging hier in den vergangenen Tagen in aller Stille מוהר' כשה וויינער ני׳. Genannter, von Beruf Kaufmann, versieht seit Jahrzehnten, selbstlos, rein aus ideeller Liebe zur hei 1 igen Sache den עבודת הקודש eines בעל״ת am heiligen ר״ה und יו״ב. Ur,unter brachen und heuer zum vierzigsten Male hat er im hiesigen grossen Tempel am ר״ה das Schachris- und am ירב das Kol Nidre u. Schachrisgebet zur Erbaulichkeit der Zutiörer ehrenamtlich vorgetragen. Herr Weiner ist mit besondere Begabung ausgestattet, Er ist nicht nur ein vorzüglicher Baal töfiloh, ist ein ebensolcher weit und breit bekannter בעל קורא, wie sie heutzutage nur selten zu finden :Und und erfreut sich eines guten Rufes in der Ausübung seiner Tätigkeit als מוהל Er hat bereits über yierhundertmal die- 3 sen Akt vollzogen, soviel Kinder mach, is böoris g wesen. Möge es Ihm m'ch tauge gegönnt sein diese heilige Aemter zu bekleiden. אא״ב) אכי׳ד) Trauersitzung der flgudas Jisroel Iran* deszentralen. Ir! Anwesenheit d:s gesamten Landesvorstandes der Landes- und Jugend- Organisation der Agudas Jisroel wurde am 16. September in den Räumlichkeiten der Zentrale eine eindrucksvolle Trauersitzu! g nach den verstorbenen Befreier-Präsident T. G. Masaryk abgebalten. In sehr bewegter Stimmung ergriff Sr. Ehrw. Herr. Oberrabbiner M. 1. Eckstein-Sered als Vorsitzender namens des Landesorganisation das Wort zur Trauerrede. Redner würdigte in sehr treffenden Wollen und Zitaten aus Thora und Talmud die hohe Persönlichkeit des hingegangenen Aitptäsidenten, den Befreier des cLchosiowakischen Volkes. Er würdigte diesen grossen Hum misten, Wahrheitssucher und Freund der Gerechtigkeit und Menschlichkeit mit konkreten Hinweisen auf seine L:bensg׳:schichte und gedachte schliesslich der grossen Verdienste, der sich Masaryk dem Judentum und seiner Lehre gegenüber erworben hat. Und dies auch nur aus dun einzigen Moiiv, durch das er sein ganzes wertvolles und bewegtes Leben lsiten liess, dem unentwegten Eintreten für Recht und Gerechtigkeit. Das gesamte Judentum und ganz besonders das religiöse, für dessen Bedürfnisse und Forderungen er stets grösstes Verständnis und Erfüllung entgegenbrachte, wird das Andenken dieses grossen Mannes stets in Ehre bewahren. So schloss Sereder Raw seine inhaltsvolle eindringliche Rede. Hierauf sprach seitens der Jugendorganisation Herr MUC. A. Porges der die Grösse des Verblicheueu auf dem Gebiets der Jugender- Ziehung würdigte wo ihm das Psaimwort, das er anlässlich seiner 75. Geburstagsfeiej■ im Kreise der Jugend mit trähnenden Augen zitierte, als Leitfaden diente: ״limnos jumenu ken hojda, wenowi iewaw choch־ mu“, den Tagen des Lebens Zahlenweri und Wert des Gezänitzuweiden zu geben Nachdem u. a. wichtigen Beschlüssen nach dieser Richtung hin auch der Beschluss angenommen wurde, Beileidstelegramme an die Familiie Masaryks und an den Staatspiäsidenten Dr. BericS abzuschicken schloss Vorsitzender die Trauersitzung. T. 6. masaryk: wir leben noch pon der Hnlike und pom Judentum. Prag. Der beiünmte Cecinsche Schriftsteller Karel Capek zitiert in seinen Gesprächen mit T. G. Masaryk die folgende Aeusserung Masaryks: ״Wen wir schon von der Antike und vom Jude ntum reden: sehen Sie, wie diese zwei kleinen Nationen, die Griechen upd die- Juüen, Einfluss auf die ganze kul urelie Menschheit hatten und haben. Die Griechen haben uns die Kunst, die Pnilosophie, die Wissenschaft, die Politik gegeben. Die Juden die Theologie und die Religion, Vor ihnen hat es Aegypter und Babylonier gegeben, aber iure Kultur ist von der Antike übernommen und verarbeitet worden. Wir leben noch von der Antike und vom Judentum, das ga:ze Europa; wir wissen es kaum, aber die Antike ist übeiall drin.“ GAST HAUSKÖCHIN streng religiös und tüchtig gesucht. Offerte mit Referenzen u. G׳. ha!tsansprüche an G. Weiss Brünn, KoliSte 77,

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