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Der jüdische Herold · 1937-08-05 · 29 (5.8.1937) · p. Seite 4

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Journal
Der jüdische Herold
Volume
13 (1937)
Issue
29 (5.8.1937)
Date
1937-08-05
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German, Hungarian
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4 4 KOSICE. Die Uzhoroder orth. Zentralkanzlei hat für die nächsten Tage eine Rabbinerversamlung אספת הרבנים einberufen. Gegenstand der Verhandlungen sind folgende dringende unaufschiebbare Probleme die zu lösen wären. Betreffend der Demokratisierungen der jüd. Gemeinden, ferner in Schechile-Angelegenheiten. Auch die Jugenderziehung u die Ergänzung des Rabbinerkomitees wartet der Regelung. Auch die Gemeinden mit ihren verschiedenen Verwirrungen wünschen eine Abhilfe. Man hofft, dass nunmehr alles am besten geordnet werden wird. S. B. Ungarische Antisemiten verherrlichen iriord an 3uden. Vor einigen Tagen ist der junge jüdische Advokat Dr. Desider Abonyi in Kispest, in der Nähe von Budapest, als er zu seiner Hochzeit nach Debrecen fahren wollte, von einem stellenlosen Chauffeur durch einen Revolverschuss tödlich verletzt worden. Der Mörder erklärte vor dem Untersuchungsrichter, er habe ״nur die rechte Hand, mit der ihn Abonyi zugründe gerichtet habe, verletzen wollen.“ Der Mord, der ausserordentliches Aufsehen erregt hatte — Abonyi war auch Stad*repräsentant von Kispest — entfesselte eine masslose antisemifische Heizkampagne in der rechtsradikalen Presse, die so weit ging, dass sich vor dem Hause des ermordeten Rechtsanwaltes junge Leute zusammenrotteten und den Mörder hochleben Hessen. Die Stadtleitung gab ein Kommunique heraus, in welchem gesagt wird, dass in Kispest ״Harmonie“ herrsche und da^s lediglich die Zeitungen die Ereignisse aufgebauscht und übersteigert hätten. BUKAREST. Die rumänische Zigeuner haben sich der von Prof. Cuza und Octavian Goga geführten judenfeindlichen Nationalchristlichen Partei angeschlosen. Das Organ dieser Partei, die ״Tsara Noastra“ (Unser Vaterland), hat eine Beilage in der Zigeunersprache herausgegeben, in der d. r Beitritt der rumänischen Zigeuner bekant. gegeben wird. Es ist vermutlich das erste Mal in der Geschichte des Z itungswesens dass eine judenfeindliche Zeitung in Zigeunersprache erscheint. Da die Zahl der Zigeuner in Rumänien ausserordentlich gross ist, ist zu erwarten, dass sie der Partei bei ״Wahlaktionen“ gute Dienste leisten und den bei solche Gelegenheiten üblichen Terror gegen die Juden verstärken werden. Ein vor kurzem in Bukarest abgehaltener Zigeunerkongress hat von der Regierung Massnahmen gegen die jüdische Musiker verlangt, durch deren Konkurrenz die Arbeitslosigkeif unter den Zigeunern, den Vertretern der ״wahren Volksmusik“, wachse Die einflussreiche antisemitische Zeitung ״Porunca Vremi“ veröffentlicht in diesem Zusammenhang einen Leitartikel, in dem alle guten Rumänen aufgefordert werden, Unterhaltungsstälten zu boykottieren, in denen jazzbands spielen, und nur Zigeunermusik zu hören. WARSCHAU. Im polnischen Radio wurde am 28. Juli offiziell mitgeteilt, dass Polen im Prinzip dem Plan der Teilung Palästinas zustimmt; die polnische Delegation in Genf werde jedoch darauf bestehen, dass die Grenzen des geplanten jüdischen Staates erweitert werden, damit eine grössere jüdische Einwanderung ermöglicht wird. *Der Jüdische Herold« Im Oktober wird in Bratislava eröffnet das neue komfortable orthodoxe ELITE-HE IM. Ständiges, gemütliches, ruhiges gut jüdisches Familienheim für alleinstehende Personen u. Eheleute, die sich nach einem Obdach sehnen. Erstklassige Pflege, vorzügliche Normale u. speziale Diätküche. Ständige ärztliche Aufsicht. Vormerkungen schon jetzt. Nähere Auskunft erteilt : Frau Ixink, Bratislava, nam. Republiky 33 II. 22. Prag. Das ״Czernowitzer Morgenblatt“ meldet, dass es im Verlaufe der am 25. Juli in Radauti stattgefundenen Gemeindewählen zu schweren und blutigen Ausschreitungen gekommen ist, wobei auch mehrere Juden überfallen wurden. Unter den mehr oder weniger schwer Verletzten befinden sind: Rauchbach, Jonas Teitelbaum, Aron Kostiner, Mendel Kern, der Uhrmacher Cohn, Samuel Fleischmann, Jakob Gelber, Sindel Riegler, Israel Riczker, Nachman Kreisel, Abraham Herer u. a. Jiddische Unterschrift bei litauischen Gerichten zugelassen. Kaunas. Der Oberste Gerichtshof von Litauen hat eine Entscheidüng gefällt, in der anerkannt wird, dass Klageschriften auch jiddisch unterschrieben werden dürfen. Die oberstgerichtliche Ent- Scheidung hat in jüdischen Kreisen Befriedigung ausgelöst, da nach der bisherigen Gerichtsordnung jüdische Kläger, die der litauischen Sprache nicht mächtig waren gezwungen waren, gerichtlich beeidete Uebersetzer heranzuziehen, wodurch die Prozedur wesentlich verteuert wurde. Todesurteil gegen jüdischen 30urnalis״ len ln Franco«Spanien verschoben. Warschau. Die polnische Regierung wurde aus Burgos verständigt, dass der aus Polen stammende junge jüdische Journalist Bruno Sandberg von dem Truppen des Generals Franco gefangen genommen und zum Tode verurteilt wurde. Die Regierung erwirkte durch eine Intervention bei General Franco eine Aufschiebung der Hinrichtung. BUKAREST. Nach einer Meldung des ״Czernowitztr Morgenbiatt" ist es in Panciu während der dort stattgefundenen Gemeiride- und Bezirksratswahlen zu schweren antisemitischen Ausschreitungen gekommen. Eine G, uppe von mehreren Hundcrt Cuzisten zog durch die Strassen der Stadt, wobei jüdische Passanten angehaltcn und misshandelt wurden. Die Huligans drangen auch in jüdische Geschäfte ein und demolierten die Einrichtungen. Dreissig jüdische Läden und Piivatwohnungen wurden vollkommen zerstört. Die jüdische Bevölkerung von Panciu richtete an den Ministerpräsidenten ein Protesttelegramm, in w. ichem auf die Ereignisse hingewiesen wild. Der Ministei pi äsident hat den Auftrag erteilt, die Untersuchung unverzüglich einzuleiten und gegen die Schuldigen mit der ganzen Strenge des Gesetzes vorzugehen. KOSICE. In der bekannten Rosinenkoscher frage, werden jetzt Vorbereitungen getroffen u. zwar in Griechenland, um den Besorgnissen wegen Koscherheit gerecht zu werden. Wir werden nach der Erledi* gung über alles orientieren, S»B, בעה/׳י שיל׳ית חירות מן הגלות בשנת חמשת אלפים שש מאות ותשעים ושמונה הבע׳ ל אליכם אישים אקיא — בקול גדול ונורא — שמעו כי נגידים אדנרה — האזינו רוזנים אדירי התורה — מרנן ורבנן מורי הוראה — היושבים על מדין בכל ארעא — כי קרב קץ הפלאות, וממשמשים ובאים הישועות — יפסקו מישראל היגונות והצרות — ולעולמי עולמים אינם הוזרות, בשנת ה׳ אלפים שש מאות ותשעים ושמונה כל הרפקתאות ואנחות מישראל תכלינה כי ״בתפלה למשה איש אלהי,“ — אחר שקירות לבו על חבלי ישראל נוהים סייס שמחינו 1 כימות עניתנו שנות ראינו רעה חשבון מספד אותיות הללו עולה 2360 שנים אלו מוכרחים אנו לחשוב מחורבן בית ראשון, כי אז התחילו הארבע מלכיות לשליט כידוע בבל, מדי ופרם, יון ואדום. כשנפל זה קם זה. והא לך החשבון: מחורבן בית ראשון עד בנין בית שני 70 הבית השני עמד 420 הבית השני נתיב בעוהיר בשנת ג׳ אלפים תתפיי לבריאת דעולם נשארו עד אלף הרביעי 172 ואלף החמישי ושש מאות ותשעים ושמונה 1698 נמצא סך מנין השנים מחורבן בית ראשון עד השנה הבע״ל 2360 ויען שגאולת ישראל תלויה בתשובה כנודע מפי כל הנביאים, כרוז יצא מפי כל רבני ארץ ומפי השומעים הדבר הזה, ישטיעון בראש השנה ובעשרת ימי תשובה הבעיל — שונה ישראל עד ה' אלקיך — שובא אלי ואשובה אליכם 1 כי על כל פנים לטיחש מיהו בעי. שיהא רעו^ מן קדם ז$בונא די בשמי$, להשגיח על דברי רבינו משה ע״ה אבו וון דכל גניא־א לאמת אמיתן של החזון וחשבון חזה בשנה הנעיל להיות קץ וסוף ותכלית לגלות הזאת הארוכה והנוראה. ונעלה לציון ברנה ושמחת עולם על ראשינו בביאת משיח יוגואל צדקינו בשנה הנאה עלינו לט בה אמן וז^מן. המצפה לישועת ה" ולתשועת עטו ישח$ל הק' פנחס כהן טאללאש סלאווענסקא. אללע יודושען צייטונגען דער וועלט, ווערדען זעהר גענעטען דיעזען אויפזאטץ ווארט געטרייא אין לשון הקודש עווענטועלל אויך דאנעכען אינערזעטצט אויף דער ערסטען זייטע איהרעס בלאטטעס אנצו- דרוקקען בכתב אשורית. JERUSALEM. Die jüdische Presse begrüsst in ausführlichen Artikeln den Be- Schluss des Unterhauses, die Abstimmung über die Teilung Palästinas zu verschieben, als ein sehr hoffungsvolles Zeichen. ״Palestine Post“ stell in einem Leitartikel fest dass die Niederlage des ursprünglichen Regierungsantrages auf alle Schichten der Bevölkerung Palästinas einen günstigen Eindruck gemacht habe, die die so gewonnene Atempause als vielleicht letzte Möglichkeii für Juden und Araber die Einheit des Landes zu erhalten, begrüssen. ״Dawar״ ei klärt, der Kompromissbeschluss, den das Unterhaus angenommen habe, zeige, dass die Mehl heit der Abgeordneten sich der Aufgaben und Ziele des Mandates bewusst ist. Inzwischen, schreibt das Blatt, scheint die Palästinaregierung bereits eine Übergangspolitik in Angriff genommen zu haben; auf zahlreichen Gebieten sei die jüdisene Arbeit bereits eingeschränkt worden, dies könne eine wirtschaftliche und allgemeine Katastrophe für das Land zur Folge haben. Benöthige für mein Spezerei und Gemischtwaren Handlung einen Commis per 1 September. KAROL H OLZER P J e S fa n y,

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