Jüdisches Gemeindeblatt für die britische Zone
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt für die britische Zone
- Volume
- 2 (1947/48)
- Issue
- 23/24 (24.3.1948)
- Date
- 1948-03-24
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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, F ■ . ■: : stenz der Jüdehheit auf dem' Spiel Stand, nur drei ' Fasttage, proklamiert würden.1 Upd da entstellt die große Frage: 'wie vereinbart sieb diese "Artvon Widerstand ‘ mit dem zum Ch.a-' nuka-Geschehen? Die Antwort liegt klar auf der;Handi fm Falle Chanuka befanden sieu die Juden auf ihrem .eigenen Boden: ihre n<«-. . iionale Potenz War eine -• starke teacT. so kon u » tan. sie auf jeglichen. Versuch,' sie an ihren Entwicklungen zu hipdem, " entsprechend 1 reagieren. Im andereh Falle befanden sich die Juden' im Persien, im Galuth; dies und nur dies, bedingtedie Eigenart _ ihres Widerstan- 'dek. ' - ■ - 1 1 . -1 ' Wie -.deutlich liegt die' Vergangenheit parallel zu der heutigen. Lage ' im, 'Judentum. In , Pulen gingen. .die Juden,,ohne entscheidenden' Widerstand. der größten /Vernichtung eütge?- gen. — Heute' schlägt ■ der nur 700000 Seelen .zählende Yischuw Erez-Lsräcl ,-mit größtem Erfolg jeden Angriff zurück, heute ' ist - die Zahlenmäßig kleine ' „Haganah“ eine' uinKelt, mit-der die arä bisdien Länder rechnen müs- Wenn wir, die überlebenden Opfer.-des Hit-, lerismus, in Deutschland . heute - das 3. Purim- Fest. nach der sogenannten Befreiung feiern, dann, wissen .Wir, daß.( die gegenwärtige Lage es nicht erlaubt, , dieses West. so ausgelassen zu begehen, wie es eigentlich seine Bestimmung' Ist. Umsomehr wollen wir aus dem Buche Esther die gehörigen Schlüsse ziehen: „Wir lernen, um. zu. wissen, wissen, um vore auszusehen, sehen voraus, uro zu handeln“. (Aüg. Kont). Voraussehen messen wir in dieser Welt der’ Unlögik. In, einer Welt voller Antisemitismus isF es klar, daß es unser Ge-1 bot ist, voräuszüsehen und. so jnr ' handeln,- daßimsere1 Eukonft nicht wieder auf ein „Wunder** angewiesen ist. Aus der Präceöenz unserer Geschichte undbesonders aus der jüngsten Vergangenheit haben wi$ 'gesehen, welche Folgen für uns diese ,Wunder“ in. der Zukunft haben können. Bruno Zolty vo N « Ä L P H Q IO K D A N O 1 1848 — 1948: hundert Jahre Menschheitsgeschichte'. . . --- - '• 1848."—, Jahr der liberalen Revolution in, Europa: Italiens, Ungarns, Polens, Frankreichs und Deutschlands Nationen ließen ihre Forderungen nach. Ffeiheit, Gleicnheiti Brüderlichkoit .-m die Fanäle der Französischen Revolution von 1789 .fhöi;en Und gaben und nähmen für-ihre Verwirklichung, Blut. r . ■ ' Die 48er Revolution in._ Deutschland war die , radikalste un.d zugleich — bezeichnenderweise — die theoretischste. Als den Ländern WesW .. europas die “Gedanken der Demokratie und des zentrhlregierten Nationalstaates längst konkrete Selbstverständlichkeitwären, kämpfte man in Deutschland immer noch', auf der idieo- '. logischen Stufe um. sie,U848 sollten in wenigen Tagen. versäumte Dezennien, nachgeholt . -werden., W ' ■ , ' - - Wirwerden Weiter unten sehen,;weshalb' dife Revolution in. Deutschland - scheiterte:- Auf jeden Fall: sie scheiterte und das „Deutsche Jahrhundert“ nahm seinen Anfang. Heute-ist es Abgeschlossen und an seinem Ende steht ein, zerstörtes Europa und eine hadernde Welt: . An.;; seinem Wege aber liegen die Leichen sechs - .Millionen ermordeter Juden — , das , größte- Opfer, -das deutsche Geschichte je gefordert ■ hat - : Aus der, Nachschau können wir heute'Klar festzustellen: wäre die Revolution von 1848 in Deutschland sieghaft verlaufen ..•^ niemals wären Steine für die Gaskammern von . Auschwitz und Buchenwald ’ gebrannt worden! 1 . C^erad§i.;W|>h,pesfrfl Gesichtspimkt aus'gewinnen j iaa RÜFplufionsjahr 1848 und - seihe Folgte?^ *. ädiieinüngep; für uns-garrz intensive Bedeutung, .'Wir müssen mdch einmal in'groben Ufiarissen>' -repetieren, was, „die. Ursachen. waren,' die zu . dieser. Revolution führten: , ' ' ,,3SW Vorgeschichte begann mit der Epocheder. hapeleenischen Herrschaft, über Deutschland. / Die. hürgerliphe Gesetzgebung wurde eingeführt lind, eine große Zahlvon kleineh reichsurimitfelbaren Fürsten,,, ^Grafen, Hermi tind Rittern wurden zu Gunsten der süddeutschen Mittel- Staatenenteignet. Im ganzen gesehen / waren es.bescheidene Reformen.- Gbschon die bürgerliche Revolution in Frank-; reich fast 25 Jahre her war, wirkte sie im jah- 1 re 1813 immer nöph sb stark nach, daß die Monarchen "von,-.Rußland,• Preußen und Oesterreich in. Käli§ch ein Bündnis zur Vertreibung . . Napoleons beschlossen. ■ Aber aus dem angeblichen .Völkerbefreiungskrieg von 1813 wurde ein. Fürstenbefreiungskrieg:, das reaktionäre vornapoieomsche Europa wurde unter, der Jte- ' gie Metternichs restauriert. - - ' Darmf, sind. wir Am engeren Ring der Revo-. l^tion in Deutschland angelangt. . Das deutsche Bürgertum. hatte in diesem Sta- . diura seiner Entwicklung die Aufgabe, die. po-. . .litisebe -Macht' zu erobern -und an die Stelle * der-absoluten Monarchie die demokratische Republik .; zu . setzen. Durch die rasche indu-. strielle Entwicklung ■ erstarkte das deutsche Bürgertum ökonomisch in imüÖrhergesehenem . ■ Maße. Der Druck des monarchistischen, feu- . . dalen und bürokratischen Regieruagssystenas wurde,: für die aufstrebende bürgerliche Schicht, 1 immer unerträglicher. . •... 1 : •* , v - Auf'dem Wiener Kongreß wurde Deutschland durch die s;BundeSakte“ in 39 Länder auf ge- ' "teilt. - ■- Die Zeit reiftd. weiter, Deutschland gärte. Die' Zeichen waren für. die damaligen Machthaber Wgit über dendeutschen Rahmen hinaus alarmierend.’ 1830 stürzte die. französische Groß-' boürgeoisie den Bourbonenk-önig Karl X. Die Pariser' Juli-Revolution hob den ".„Bürgerkönig“ Louis Philippe auf den Thron. - Die. Februarrevolution von 1848 in Frankreich gab den oppositionellen Strömungen ' in DeütschlAnd den Jetzten Anstoß. ' . Unter dem Druck der Ereignisse stellte der ■ König von Preußen eine periodische - Beruf ung. - 4es „Vereinigten Landtages“4 in;Aussicht.- Die, kleinbürgerliche Schicht stand seinen Konzessionen aber skeptisch gegenüber. In Berlin versammelte sie sich, vor den Toren der Stadt,. Zwischen den» 13. und dem 16. März 1848 kam es dabei zu blutigen Zusammenstößen .mitdem - Militär. , .- Am 15. März trifft in Berlin die Nachricht vom Ausbruch der Revolution in Wien vom •13. März ein.- Am 17., März verkündete ' der König von Preußen angesichts dieser Eraig- - nissödie Einführung . der Pressefreiheit upd. den Zusammentritt des „Vereinigten Landden Termin des Zusammentritts des „Vereinigten Landtages“.- v - -... ' In. den Mittegsstuaden des 18- Wirs strömt die Berliner Bevößteripg auf dem Schloßplätz zusammen, um die neuen königlichen Er^äs^ezur Kenntnis zu nehmen. Als sie der Aufforderung zur Räumung des Platzes nicht nachkam, eröffnete die Infanterie: das/Feuer. Es folgte ein jdreizeinistündiger. Barrikadenkampf.; Am Mdirge^ des 19.. März zogsieh das Militär geschlagen zurück. Öle. Revolution hätte das.Heft in der Hand.- ■■ , -• ,l-; Die ■ Franlcflirtef' Nationalversammlimg-- verspielteden Sieg.. Als im Juni 1348 '40 ÜPÜ’ riser Arbeiter1 einen, bewaffneten. Aufstand, unternahmen, ’ schwoll die Furcht des , deutschen Bürgerfums:, die. Revolution weiterzutreibeh,/ an., Die bürgerliche Revolution. zeigte ihren;■ entsetzten Initiatoren .an, --daß dör.'.graue Riese^ der : „^Vierte Stand“, den das Burger- ■ tuth mit seiner, industriellen Entwickbmg gezeugt hätte, ein ' politischer. Faktor geworden - war, dessen Forderungen-' weitergingen. als, die bürgerliehen- :. Das' Bündnis -des . Bürgertums mit der Monarchie und dem Feudalbesitz wuade. imitier enger. Am1 30. Mai 1849 erfolgte die Oktrcyißpung, des Dreiklassenwahlrechts uuim preußischen Landtag durch König Friedrich.- •IV..-•— die Gegenrevolution .hatte gesiegt, i Mit ihr hatten. “ was nicht mit im Programm der Liberalen fnbegriffegRwohl aber diß lör gische Folge ihrer eigenen Inkonseiqueiiz war — , di© ,'chäuy.inistischen und militaristischen Kräfte Deutschlands über .die demokratischen Lv;;, ■ -:A/. 1 A gesiegt- Mit der hochmütigen Abkapselung begänn Deutschland seinen Marsch in - den Abgründ. Die nationalistische Üeberheblichkeit wüciierte' üppig. Die Keime des Rassenwahns, dessen embiTonale Koaturön sich in der deutsciien Literatur und Publizistik, abzuzeidmen begannen,'wurden sorgfält Dar Pole wurde zum' „Schwein**, der Füglähder zum .Krämer“', der Tscheche zum „Dummerjan“ dör Russe zum „Vieh“ und der. Jude zum ' „Küsschuß“ degradiert! ■ In Wahrheit hatte jedodi die, siegreiche Gegen-, -revolution des Jahres 1843 den deuteeheri Ausschuß nach oben, getragen, Esbegann, die systeinatteche Verpreußuhg -Deutschlahds, Die Erziehung wurde barbärisiert, und die Geschichtelügen verfeinert. Was .den deutschen Demokraten 1848 nicht-gelungen war* nämlich die Schaffung, eines reijiiblikäntecheh Nationalstaates von : unten, gelang Bisroardc bis 1871 rait Hilfe von fünf Angriffskriegen von öbeii: ' 'in Versailles würde der. durch Blut uhd Eiseh züsamraengeklitfcer-te deutsche Emheitsstaat ausgerufen — unter - einor Kaiserkrone. , Die Ideäle von 1848 . rückten immer; weiter iiidie Feme. Bte- S<Kuld dag debtsoheh ■ Volkes nahfn konkretere Gestalt; aii. “Umso konkreter, als den in; Deutschland berrschenckm Kräften gelang* was denen, ip Frankreidr bei der Affäre Dreyfuß niüht gelang: die totäle NiederJialtun^ (fes Rechtsempfindens, den Sieg, der; Militärdiktatur und die , schrankenlose - Dislnüminierung -von Persönlichkeiten aus rassischen Motiven, Es ist die Unwahrheit, daßder Anttejemitisnuia in Deutschland erst mit dem IRtlerreglme aüfgekommen war. Die imperialistische 'deutsche - Idee einer nationalem oder rassenmäßigen: 'Sonderstellung des deutschen Volkes -wurde, im Letzten - di,ii-ch das SdieRern der Revolütiob. von 1848 ’ enhoglicht. um nicht . zu sagen: geboren, . imd sie, steigerte sich. von Kiilminatiönspunkt zu Kuhninationspunkt, bis sie im Orgasmus von gabibur^ Belschize,. TrebUhka und Maidaiiek ihre gräßlichste Erfüllung fand. vSiebzig; Jahfe nach Zerschlagung der 'bürgerlichen Revolution. raste' der Stiirm wieder durch Deutschland:, November 1918! Diesmal war eia versäumtes, Jahrhundert aufzuholen. cVqer immer noch güig es um .das gleiche Ziel; Am die deutsche- Republik.; .Und wieder scheitOi'te eine Revelutien in , Deutschland. Hinter den Kulissen’ der pseudo-; ' demokratischen- Weimarer' Republik -'werkten, die alten re-aktlonären. Machthaber des wAhelmhüsehen Kaiserreiches, schmiedeten v die unersättlichen .deuteeben Industriellen zusäm- . men 'jnit: der. .„Sphwa-rzon Reichswehr“ : netie Kriegspiäne,-'' protegfeite der übernommene kaiserliche Justizapparat die Feritemorder und warf die Demokraten in die Gefängnisse, erhielten Hitler und .Goebbels die Mmidnprfeelr .dev für ihre Propaganda, die jüdische Ras-e auszurptten, und stimmte die Mehrheit des Deutschen ,Reichstages für den Panzerkreuzer'-- bau. , - Emo siegreiche Revolution von 1918 hätte das unselige Erbe der verlorenen Revolution von. 1948 hqmdiert.. Das Ungeheuei* Faschismus begahn sich in Deutschland breit zu mädien.' Wieder baktai .dfe. riiauviriiij^schen-' tmd militaristischen Kräfte Deutschlands die, Oberhand behalten. Al$ sie . Ihre : Positiönen 'unter... dem Ansturm fortschrittlicher; Kräfte;. ersciiütpr.t sahem j hoben sie die Nüzi-Hydra Auf Iden Tlirqn.: •...- .Mit. diesem’ Zeitpunkt jbegann <he. physische. Verrichtung., der •'jüdischen RäsSe in.. Eufppa du >'ch Deutschland. Der Mord .an ilir. war keine Aorbestimmun.g und auch nicht allein'demveihrechefischen Willen deutscher Führer :-.zAzüaehreiben: er war'der furchtbarste:. druck dafür, daß ein .Volk durch' Jehrhanderte . hindurch die entscheidenden; Daten seiner Geschichte, die zum Forirehrltf' 'geführt hätten^ immer1 wieder verpaßt .hatte-. Für-,,; .Deutsch-' /lahd hießen"diese Daten:-15.17/125.;...1813/1.5, 1848/' '49 und 1918/19. /- .- - \.'V, ... *■' Das.Datum; 1945 ist night'in diese Reihe.zu setzen!: Dig Rede von: demdeutschen.:„Revolutionswillen“ gegen die Nazis iiö Ffat 1945-.ist eine Lüge! Wenn in DeütechTönd. ih' jenen},Tagen tatsächlich eine Mißstimmung gegen aßes Näflonals'ozi3li.ctische existierte, dann,nur des-, halb, weil der 'Nationalsozialismus Deutschland * nicht züm' Siege geführt,' sondern; ihm diese entsetzliche Katastrophe 'beschert .hätte;; Auch im Mai 1945 wäte das ".deutsche;Yolk' in -Seiner Mehrheit, mit' der Alternative seiner -Situation' r—• nämlich dem Sieg Hitler-:Idimmßbr-DetitSchland^ über dig Welt — begeistert einverstanden, gewesen- Revolutionär war höchstens die antifaschistische deutsche^ M-inoriiäL, Wäre d'er proklamierte deutsche „ReVolutiÖn^geist“ - vdrs 1345 «dit--gewesen*-.sa wäte-er ausj-mnraliächen Erkenntnissen von deutscher Schuld; und Verantevortung" geboren. W'prßeü-'' Diese Erkennt-' nisse Waren und sind aber nicht, vorhandein» ' Wärensie. vorhanden,, gewesen,- hätten' auch, kmurende Mägeni. an - ihrer;;'' Existenz -.- nMA: rütteln können.'- In Wahrheit hat es.in Deutech“ lahd' niemals weniger Revölt.ül'onsps'ydi.ose'!l'ge- ' geben als in den Ma;it.agen '-1945. ' ■;'; . Die Majorität des deutecheiy-Volkes: hatte weder aus der .gescheiterten Revolution von 1848, noch aus der von 1918,' hoch aus den ,zwöR .fahren Nazismus' Lehren ■ und.- -KöhsedAenzeA gezogen; : Ob das'deutsche Volk von stell ■ a.ps.. bereit Ader überhaupt-zu begreifen imstande ist, ■ was: feg •tun mAß, um die Lücke zh .schlteßfenj die es geistig und. 'politisch von den.• anderen Völkern npeh -frenjite muß' nach Aß^n-" 'Ei-teWAßgea .der Vergangenheitund besonders der .Gegenwart ernsthaft. in Zweifel gezogen werden. . . -'/ . SA.koiftmt bst daß: Deut&chländ' 1943. no<h ,'Vör den gleichen' Aufgabensteht,; die. es 1-848. nidit löste. r: A ■ ,-’A . ifsiüh In einem Aufsatz^den, der 'Berliner „Tagesspl^gel“ zur Diäküssion stellt, macht .Dr.-Garl Rad lau er, Berlin,--eih?P .ebenso. beinepk$p^ werten wie - probtematischfen .Vorschlag zur Wiedergutmach ungsfrage, den' -wir gerade,-weil er( manches Fiir: und Wider in sich bu'gtj unseren-Itesem nicht vorenthalten 'wollen.' ... -\ - . ' / Ein \wller Ausgleich, der Schäden, dea .dte Verfolgten des 'Naziregimes erlitten liaben, kjenri von depa L yerareaten Rfestdeutsridas:1d we>M. kaum .'geleistet Werden. 'A-ndererseite ist es nicht richtig, daß: döh Opfern des nätionalsozäa]istisc.hen Regirnes zügemutet wird,- heute große Steuerlasten zusätziieb zu tragen. Hier kann eme . gerechte Lösung durch, däs Instrument , der . Steuergutecheine' gefunden werden. Der Stefiergutscheln wurde . durch.', die „Notverordnung zur Belebung der Wirtschaft** vom: 4. September 1982 (RGBl. I, J6L 425) eingeführt. Im allgemfeihen hat er sich bewährt Zuh teilweisen Wiedergutmachung sollten -auch heute wieder' SteüfergAfscheiBe . ausgegfefeeii werden. Dfe einzelnen ‘ Stücke könnten über", 1600-, 5090 und lOÜOO. Mk. lautan. Sie ^Arden an der Bör-. ■ so zijiia Handri zugeiaBsen und sollten, auch ■ bei der Bank als Kreditunterläge dienen.- Alle 'Finapz- und Zpllkassen müßten die Scheibe in dbA nächsten fünf Jahren mit je einem Fünftel ihras Nennwertes .'in Zahlung -nehiAen, und zwar, könnten damit alle SteueM- und Zölleabgegoltea werden» Ausgeschlossen sein müßte lediglich, daß der Arbeitgeber; die zu Lasten seiner Ahbeitnghpier einbehältehe. Lohnsteuer iS- Steuexgutschelrjen zahlt; denn -bei dem Steuerabzug vom Arbeitslohn kann dicht zugpLisäea Werden,, daß ’ der Arbeitgeber.;mit- .eihesri etwa unter Pariaufgekaüften Steüergutschein den 'Steuerabzug vom; Arbeitelohn entrichtet, während gljeidizeiti g dem Ai-beitiieh- Ein a u!rIchtfaet Fr eün 'frLr'', Jan1 Maikr^.k-'M gestorben. Ein großer Manii, der Sohn eines noch größereh Vaters veriör den Glauben ah die Weih Jan Masary-k war Patriot^^ und Mensch, er war* Europäer und deshalb;- Freund der Men&ebeA- - ’ ,. \ '; ■ Dife Judenheit der' Welt hat einen ihrer größten Freunde;.ver- . loreh,.einen Mensehexiy.^dpr ‘Ahberüricsiöhtigt aller Schv.ierig- -keiten, ..die sich ihm fa den Weg gestellt haben, stets für eine Lösung der Juden frage eingetreten ist, ein. Diploniat, der. sieh mit seiner ganzen'Kraft für die .-ßchaiffung'des. Judenstäates eingesetzt’ba-t. .' / ' ß ‘ Ep gehörte zu den wenigen, die unser . Schicksal erkannt und verstanden haben./ " '• WAUberichteten seiner Zeit über einen Besuch einer; Delegation des Jüdischen Weltkongresses bei dem Außenminister der Tschechosiowakei, Jan Masaryk. Josef Roae n s af t, der dieser De-., legation angehörte, erzählte uns mit7 warmen jW°rteA von die-, sem, ihm zum .Erlebnis geyrnröenen. Besuch. SSlasarvk begrüßte die Juden inder jiddischen (spräche und reigte Verständnis für alle, Sorgen, dfe der Jü<Ksche "Weltkongreß hat. Er war eg, der das' Konzfintratiönslager/',I1iereisienstadt als 'Mahn$t$tte für ,alte'Zeiten in dem Zustand belassen hat, in dem es bei der Befreiung vorge-* funden wurde. Der Tod Jan Masaxyks wird eine Mahnung an die. Wejt sein. Ge^aü ,so/ wie die - tschechoislowakischen .Mfensclien. erbebten und ihren Tränen reeien lauf ließen, als sie vomdem Tods dieses Mannes hörten, so wurde diese Todesnachridit von allen, wahrhaften ' Me Aschen dieser Welt aufgenommen. Wenn einst die Geschichte .der 'großen; Demokraten und der frifedliebenden Menschen unserer .Epoche geschrieben wird, dann .wird 'der- Namfe Jpn Masaryks'rhifc ah' erster Stelle stehen. - - K, M, tner der volle - Steüerbsträg. einbehälten Wlr4.* ßä bleibt aber' drin. , lohnstettePPiß^ß^b-;A^' - bfeitnehiAei* überlass,en, bei’ dem kAstättpifäh. , Fin.ahz.amtselbst eihen Ahtfag ';riA:*ErÖffhh|ig;;; eines Kontos iiv beliebiger HÖho. k#edcs ÄA“ 1 redmüngauf die;; von ihm 'iü' ';entriditehde' Lohhsteüef 'zu stellen.. - Die Lohnsteüerstelle de? Finanzamts teilt "ia diesemyF^aie die;Röhe des,- bei ihr vermerkten- Gutiiabens" ah yoräü^fezahlter Lohnsteuer dem Arbeitgefoer ihit, der seinerseits mit der Lohn steufeteföfte die' Guthaben-auf djte" fällig^ '.Lbbns^usfbeteälge';'..dbi' SteuerpfliGhtigeh ‘verrechnet./ 'ß,';;;; . < »Die Steuergutsdieine;,1 sößten. :‘ap; aüsgestatfe^ sein,-daß der Haupttalph auf;dfen Gesamtbe- -tpäg jedes Stückes; alsö: beispipfsweise 1000 > Mk.,.lautet, und daß fünf TeÜabschmtte über je ein Fünftel des Gesamtbetrages (also bet 1000 .Mk. Gesamtbetrag je 200 Mk. Teilbetrag) dem ' beig^ügtLw€Sfäeö-.':''-‘üih den Steuergutscheinen von'- .vornherein' eineh.-'ttt?Sg»' liehst höhen Wert zu si<hern9 sollten’ ’sie^ pinem Agio versehen werden,, das 4 Prozent -jährlich - beträgt. Das AufgeM^ gilt abCT nur: für Aje, jeweils M feinem .Jahre' :ih; ZählAftg/'jpö--'. gebende Tranihe eines SteuergAtscheihs.'WenA also beispielsweise ein ßteufergutschfeul tiuep insgesamt J00O Mk. lautet, so wird die erste Tranche mit 208 Mk., die zweite Tranrite mit 216 Mk. und die fünfte-und letzte T/anche mit 240 Mk. von den Finanzkassen in. ZabJuiig genommen. Wird aber der erste Abschnitt nicht . fm - fersten Jahr der Gültigkeit, der Steuergutscheine bei, der Finahzkatee zwecks SteAeiraählung abgegeben, sondern .vielleicht erst, im - zweiten oder dritten Jahre,/ so. wird' diese; Tranche trotzdem nur mit 208 Mk: in ZalAung genbmmeaL- Dadurch wird' für. eine; gbopdnete Finanzgebarung insofern, gesorgt, als die Stetererverwultung* mit gleidimäßlgeri Eingähgen an Steuergutschfeinfen bei dem jährlichen , Steueraufkomfnfeh redmen kann. D..te Steufergutschrih; ne sind keine Kreditschuldverschreibutigen des; , Staates, sondern Gutscheine für Steuer Zahlungen. Da es gisch,um keine Krec itaufnahme hanr delt,c braucht auch in dte mkluttttgen- Etete keine Einlösungs-Summe dafür zur: V«arfügung; gestellt zu werden. Andererteitä können '.die Steuergutschrininhaber jederzeit ihren Anteil: realisieren. Man kann die Steuergutscheine in der Bilanz auf der Aktivseite unter Debitoren,■ eventuell aber auch, im Kinblifck auf Öure'ßS^»- genlind Lombardfähigkeih unter dem Poäten.; Wertpapiere .verbuchen. " . :V. I