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Jüdisches Gemeindeblatt für die britische Zone · 1948-02-29 · 22 (29.2.1948) · p. Seite 2

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für die britische Zone
Volume
2 (1947/48)
Issue
22 (29.2.1948)
Date
1948-02-29
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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'Sette'3- ~~?S, FeteuEx; 104S j'.ü.'D't8lpilfB't'TG’I äfftItf&tfMWjtitT fUr die'britische bohr' Israel E o k s c b . der Bürgermeister von Tel-Aviv, der aui Wunsri des , „Jüdischen National- Fonds" nach New York reiste, um über Pläne für Landankäufe und Bodenktettvieruni* zu berichten,' gibt im folgenden eine Schilderung des Alltagslebens in' Palästina und ider . .Probleme, denen1 sieb die jüdischen Gemeinden dort gegenübersehen. Die Redaktion Wenn' auchviel * über Bombenanschläge, in Flammen’ aufgeliende Geschäfte . und Wohnhäüserj über Araber, die Juden, ürlcl Juden, die Araber töten, berichtet wird, ist es in Wirtdichkeit in Palästina verhältnismäßig ruhig uiid der heue jüdische Staat bereitet sich auf seine Unabhängigkeit vor,' die er am 1. Oktober 1048 erhalten soll. In telrÄviv ' geht' jeder seinen Geschäften werden, wenn -Großbritannien In den Landfoezirken ist es , ^gelegentlich tu Plünderungen gekommen. Bei der Untersuchung der in diesen Kämpfen gefallenen Araber haben wir immer wieder festgestellt, daß eS sich niqht tim Ortsansässige handelt. nach.. Häuser werden gebaut, Lebensmittel kommen aus den. , landwirtschaftlichen Siedlungen. herein, die Orangenernte wird verladen und napjjjt Europa versandt, Schiffe laufen''fahrplanmäßig ein und aus., - Bei den^Kämpfen handelt *»s sich haüptsäch-. lieh'um Angriffe von Scharfschützen von ' Fenster zu Fenster oder um Ueberfälle an der Straße nach. Jerusalem, v; Eis gibt: kein „Niemandsland“, Die- Kampfe spielen sich1 hauptsächlich an der Grenze zwi-r ■sehen dem arabischen Jaffa und dem jüdischen ' Tel-Aviv ab, die in' einer ZickriSaek-Liaie dinüh beide Städte läuft, so . daß oft ein Haus zur, Hälfte in Jaffa und zur anderen Hälftein Tel-Aviv Mögt', 200 jüdische Familien aus. Jaffa wurden evakuiert. Der zweite Unruheherd liegt an der Straße hädh'-Jerusalem, die teilweise durch die Außenbezirke von. Jaffa führt. Um Jaffa zu umgehen, bauen die Juden jetzt feine moderne Fahrstraße von TeteAviv' nach Jerusalem, die in zwäi-Monaten fertig sein soll. . Ein, : großangelegter Angriff auf Tel-Aviv könnte viel Schaden anriditen, da die Hpuptverwaltungsiellen fast, aller Handels- und Industrievereinigungen, sowie der Arbeiter-, . Idnd wirte- „und Fabrikantenverbände ihren Sitz in Tel-Aviv haben. 70 Prozent der jüdischen Industriebetriebe liegem in und um Tel-Aviv. Zum Schutze der Stadt wurde am 15- Dezember 1947 eine bewaffnete jüdische Polizeitruppe an -den Städtgrenzen stationiert Die Hauptstraße von Jerusalem die über Jaffa, nach Tel-Aviv führt, wird von beiden Parteien benutzt , und Von britischen Truppen kontrolliert. Sie kann von dar Arabern im Falle eines Angriffs nicht (als Zufahrtstraße nach Tel*-'Aviv benutzt werden, da sie für Truppenbewegungen zu schmal ist i - Noch vor fünfzehn Jahren mußten unsere1 gesamten. Einfuhrgüter an den Landungsbrüekenaußerhalb" Jaffas gelöscht werden, heute haben wir unseren eigenen Hafen--in Tel-Aviv. Ein großer Teil der jüdischen' Verteidigungs-Organisation Hagänah , befindet sich außerhalb Tel-Avivs und ist zum Schutz der 300 verstreuten landwirtschaftlichen Siedlungen im Gebiet-vom GäliHakeihgesetzt Ich, glaube nicht, daß wir um die Entsendung von Truppen,/der Vereinten Nationen bitten seine Tnfppen am 1.5.-Mai- 1948 zurückzieht r J,ch, wfeiß, cs würde „Jahre dauern, bis die Großmächte sich darüber einig werden, wer weiche Truppen nach Palästina schickt,'und darum müssen wir eine Möglichkeit; finden, der Haganah, die von den Briten noch. immer als eine Untergrund- Organisation angesehen und deren Waffen her schiagnahrnt werden, eine rechtliche Grundlage zu"'geben... ' Die UN-Komntiteion, ' die eile Uebergabe nach der Niederlegung des britischen Mandat^ am 15. Mai 1948 beaufsichtigen wird, hätte sofort nach Annahme des Teilungssystems in Palästina eintreffgn müssen, Sie müßte sofort Grenzen festset&feh Und die Haganah als offizielle Organisation - anerkennen. Bisher konnten wiruns lediglich an die Bcsolutionen der •UN halten, man kann einen neuen Staat fnicht auf Itesolutianen gründen und die Grenzen nicht am; „grünen Tisch“ fesflegem., Sie müssten an Ort und'Steile bestimmt werden. . Von den..Mitgliedern'' ' der Haganah sind 35p. Mann als ständige und 400 Mann als Keserve Polizei in Tel-Aviv Männer zwischen 18 und 30. Jahren sowie weibliche Freiwillige werden laufend ausgebildet .-Die- Vereidigte» Staaten, haben gegenwärtig ein Waffenausfuhrverbot . für alle Staaten, des mittleren Ostens, erlassen. Wir müssen jedoch.' versuchen, - Waffen /von den Großmächten zu kaufen. . Es wird sich bald herausstellen, ob die sechs arabischen - Länder die Feindseligkeiten diri gieren, ohne dabei offiziell in Erscheinung zu treten. Unsere Verteidigungskräfte sind stark genug,-einen Aufstand der in vPalästina: ansässigen Araber niederzuwerfen, ich bin jedoch Überzeugt,’ daß die A-rabef Palästinas, deren Führer ich kenne,' lieber in Frieden leben wollen. '; . u - . ,;. t;. Wir wissen,.daß wir von tensfeits der Grenzen' viele Intrigen zu erwarten haben, aber ’ wir werden niemals zulassen, daß Palästina ein zweites Griechenland wird und .'hoffen« daß das-Gebiet, unter die Treihänderschaft der Vereinten/Nationen'gestellt wird, wenn die Araber sich nicht mit einem unabhängigen arabischen . Staat einverstanden erklären, lensere Verteidigung - steht selbstverständlich an erster Stelle. Die zweite Frage ist -die LandfragekEsgibt ''sehr wenig äiäatseigeaes Land. Wir versuchen nun,, größere Ländlichen» die sich in deutschem Besitz befanden, zp kaufen. Erst' kürzlich, wurden, ehemalige deutsche Besitzungen in, Sarong 'erworben, und Tel-Aviv_ damit, um ein Drittel vergrößert». per größte' Teil des Landes; gehört, arabischen Großgrujidbesitzern, die es jedoclg., brach "liegen .lasse». Die Besitzansprüche sind meist zjömlieh urn- .kJan- Wir werden jedoch dafür bezahlen, wenn wir' es übemehrnen. Im Augenblick ist. das Land noch nichts werk es muß kultiviert und bebaut werden, aber auch. Tel-Aviv war vor 25 Jahren' eine sandige. Wüste, und ist heute eine wichtige Stadt geworden. (DBNA*INS.) eingesetzt. Alle jungen jrHiuHHiiiuiuHiniiuiHiHinilHiHHtnHniinHnnnfiiMnHninHHiimnnwiniiMiiniJHivHHiHtiiiiitiiHiiiiiiiiiHtiiirritiiifiiiTiitiiiiiiiitriiHmiHiimmimitwiHiimmKmiiHirtHinmiHHiiüMraiiHji a, ch. Jurisk " v - , , /; ' " , ' ' :- Der Verfasser, A. Ch. Juris, ist bekannt jls' einer der. bedeutendsten.Führer der jüdischen ‘ ' " “ -- i \ Die Redaktion. Arbeiterbewegung (Mapey) in Palästina. Statik und Dynamit von Grenzen Grenzen sind nicht. ständig eine statische Erscheinung in der politischen -Geographie' der Völker. Der letzte- Entscheid . wird oft von dem’ Ausgang...vonKrieg- und Friedehsschluß .bestimmt:. Aber-eine Sache ist klar: Länder haben Grenzen." . Die Grenze liegt’nicht ih der geographischen Länge und .Breite, welche sich oftändern können« , „verlängert' oder verkleinert wird; die« Grenze liegt also wenigen in Quantität wie iri der Qualität eines bestimmten Bodens. , Unsere politische- Macht von : einem „Volke' .•unterwegs“ ist vielleicht zu klein, . .um über Von Dr. S..Schapirä tm Jahre 1869 - wurde in Deutschland, die „Tempelgesellschaft“ gegründet, die« sich . als Ziel setzte, ihren religiösen Mitgliedern ein meines“ Leben einzuridhten, indem sie im heidie „geographischen. Grenzen“ unseres „Staates "tinterwe'gs"-' ent&chei'4®d' '..zu können.;- 'upd eigentlich über zum Teil -sphon „bestehenden 'Staat“ / .'.';* . "/• " - ' -/ - . Aber unser chaluzische Enthusiasmusi gestützt durch die Hilfe technischer Kräfte, wird und darf von in die Tiefe reichenden : Kräften nichts wissen. Man darf nicht vergessen, daß der größte Teil palästinensischen -Bodens .a-us Sümpfen, Sap'd und Steinen besteht. Wir habendie Sümpfe des ,',Emek“;ausgetrocknet und ihn inblühende - Felder' und Gärten verwandelt;, Wir zeigten, daß wir das Land an ‘der Küste des Meeres ontiang vber 'fruchten: tÄNdl. ^|e: Eb«ne^ -in .eine blühende Prövthz von Weinbergen und Pläntagen. yen:- ^äßdete-'ktemtem:' - /. v : ' Wir" b äbeh - - gebohrt -in -der' Wuftte des Ne~, gevs und WasserqueUen gefunden, . welche iti dar-Ziütitefi --ri* ■?um Teil . geschieht es schob «-» durch ein BÖhrensystem den Negevbewässern werden und so . den Negev dem .Emek gleidrmachen. - Die Zeit ist gekommen, in der man sich,, über Fels und Stern rihinwegsetzen kann: durch Schon in den' Jahren der Unruhen 193ü—59 war Sarona Arsenal und Schuiungsprt der arabischen Banditen. Von Sarona gingen auch nach Deutschland^ Sudeten und‘später' 'Polen, ___ __T. „ _ _ ligen Land landwirtschaftliche .Siedlungen spezielle, hiep geschulte tin.d. der biebräischen chaluzischen Gejst imd mit Hilfe der Teciinik. gründete, die den Siedlern ein ruhiges Iteben ' Sprache lmndigän .Jdissionäre“ '"dieser „Tem- ' : . ’ 1 sichern, ' ,pelgesellschaft“, unt Himmler und /Hitler bei Schlechter’Boden fA cta-war. Si hu,ritb) Nach versÄiedenen Versuchen in. Nazareth, der Ausrottmig-der Östj.’den•:wichtige Dienste . oder die fünf Htdpiagcü - Safed, die mißglückten, konnten die „Tempelzu leisten; Der.‘schändlich berühmte^Eichmann, „•' ü*ron gesellsdiaft“; eadlich ta- Hoife ein,. gSt. -der »1^„rech« Hand'^Ärs die jüdischen & ordnete Kolonie, aufbauen, die, von Erfolg' bn- Zentren, in Lodz, Warschau, usw. aufsuchte VOD oder hieim Kimmen_ rur q.cn -gleftet war*. Einige Jahre später würden’ auch und -die Liquidierung der Juden leitete,: war \dte gelungenen Kolonien in Jerusalem und ein. Kind .von Sarona. Während' des "Krieges, ali die Deutschen als Internierte nach Australien und Neuseeland deportiert wurden, 3bahea die Engländer Sä* rona besetzt Als ob diese Ortschaft fatalerweise eilte traurige BOUe in der, jüdisclten Geschichte von Palästina spielen sollte, wurde Sarona von den Engländern zu einer Festung Jaffa gegründet Trotz des sichtlichen -Erfolges der städtischen .Kolonien (Jerusalem, Haifa, Jaffa), schwebte teror den Mitgliedern der „Tempelgesellschaft“ ihr Hauptziel, d. h. landu/irfcschaftiiehe Arbeit und so entschlossen sich einzelne der .Taffer Kolonie, sich auf dem Lande, außerhalb, der Stadt 'anzusiedeln und gründeten im Jahre 1884 auf einem Gebiet von jüdischen Bodenerlos-Fond gesammelt werden. tß ist nidit genug, : wenn das jüdische , Agrarministerium, der Keren IKsjemeth, Bestimmungen und Hindernisse-überwinden, muß, die seitens des, bürokratischen Appar-ateä der Weißbuch-Administration imd der'.', primitiven . feudalen '.Agrafbe#igungen d.®s Landes ge- , macht werden. -Der Kauf von /Boden. ist auch ein Kapitel von unzähligeß Lßideh und hel- und put dem Gebiete , _ , . . _ . ,, dentümlicher Haltung .. . , ausgebaut und von da aus: gingen Befehle, tteditekatif1 «md'wir• keine Pedanten Wir dlß :landwJr^a^lcbe Siedlung , pia^e uiid Aktionen gegen das jüdische. Tel* kaufehieden Bodm und für \ jeden,' Preis. Es ' . . , .. .. Aviv. Beflektören von den lurmen Saröftas ,ef „Ho uiri/te'^ Mutter Wem Kinde: Die Spülung entwickelte sich zusehends und pflegten jede Nacht die Einwohner Tel-Avivs faßte immer mehr: neue, deutsche Siedler. Mit zu beunruhigen-Nachdem Tel-Aviv sich .sehr der Eeit wirkte./die Sehnsucht nach dem alten ausgeweitet bat« grenzen seine Peripherien an Vaterland ziemticb stark und erweckte in den Sarona. Einigemal wurde diese Festung von religiösen Siedlern immer stärkere patriotische der jüdischen - Untergrundbewegung überfal ist wie der Erlös, einer Mutter teurem Kinde: Alt oder jung, selten oder nichtschön;’ er ist unsere Mutter, unser, Kind. Kein Preis ist uns deshalb zu hoch. Dte beste Erde, der be§te Boden wird nidit «fühle.-. : Diese Gefühle bekamen eine - starke w trotz der starken Wache und des Stachel* -teieht verkauft. In der. Regel, ist .gleich nach ri4VAf4*tn« mlf. 'TTfitcsÄt* j * t.x- ' rforrt Kalif iimn T^rwi(=>n linfffühftllfft Radembear* Aufrüttung mit dem Besuch Kaiser Wilhelms ira Heiligen Lande imd au^h der musterhaften Kolonie - Sarona im "Jahre 1898. Von dieser Zeit an begann' sich die KoloaW — Dank der Aufmsi'ksämkeit des Mutterlandes noch stärker und schöner zu entwickeln. Neben dem religiösen Programm ergriff die Politik einen ziemlich ansehnlichen Platz in dm Gesellschaft Inzwischen wurde am /Bande der Stadt Jaffa zwischen Jaffa und Sarona — eine andere Siedlung gegründet; das jüdische Tel-Aviv. ' Das Verhältnis beider Siedlungen zueinander war vorerst friedlich. Jüdische Aerzte unjd jüdische Handwerker" arbeiteten-zuweilen auch in Sarona. Wenn auch Tel-Aviv zu einer modernen Großstadt.'mit allen .-ihren-Begleiterscheinungen auf gewachsen, ist,' so hat sieb- ,die, jetzt an der Peripherie von Tel-Aviv liegendedeutsche Kolonie Sarona sehr schön entwickelt« " 141' Wohn»' uhd Wirtschaftsgebäude zählt jetzt die Kolonie. ' Mit Anbruch der „neuen Aura“ in Deutschland im, Jahre 1933,erwachte .auch in Sprona der.neue Geist. Viele Emissionäre vom Dritten Beida besuchten oft Palästina und organisierten "die Deutschen im Lande, mit‘ Sarona als Gausite mit . einem „Gauleiter“. Die Jugend wurde . nach dem System von Deutschland orgatiiaiert7 und. marschierte mit Fahnen und Heii-Hitier-Bufen. Das Verhältnis zu den. Juden Jst selbstverständlich feindlich geworden. drahts. Noch im Frühjahr 1947_ brachte die Presse dic Naduieht, daß 'der jüd.: Weltkongreßpind "die Jüdische. Agentuur für Palästina vor' den Siegermächten mit der Forderung auftraten, .Sarona, den Juden alsteilweise,' kleine, man möchte sagen symbolische, Entschädigung für die yan den Fteutsehen den' Juden zugefügtep Schäden,, zu überlassfen.. Es wurde mit den Engländern ziemlich lange verhandelt, bis die Verhandlungen schließlich von Erfolg gekrönt wurden. ' - Am 15. Dezember 1947, im Zusammenhänge mit der Uehergabß der Bezirke T-el-Aviv, Pe» tach Tikwa, Ramat Gaa unter den ßHiutz der jüdischem Polizei und als Folge der Zurückziehung 'dfF britischem Polizeistreitkräfte von diesen röiia jüdischen Bcszirkea, Wurde auch gafona von den Engländern geräumt und der Stadtverw'altün.g von Tel-Aviv übergeben. Bdbon seit Mitternacht warteten unzählige Mertsclienraassen Tel-Avivs auBerhalb das Drahtzauns von Sarona^, iim den historischen Moment 4er Uebarnahme dieser berühmten Stätte d® Judgiihasses durch die Stadtältesten vcm Tel* AvfV-" - mit - dem Bür geripnaisfer -Kokach an der Spitea» nicht.'zu verpassen. ' . Gegenwärtig sind in Sarona dia jüdischen. Polizeikräfte, eihquartiert. -Nicht Deutsche, sondern Juden sitzen in Sarona und beschützen die Stadt. dem < Kauf von Boden ', ungeheure Bodenbearbeitung „-Hacharat Adama“ notwendig, der „Hacscharat 11‘adam“ (Vorber’eitiing des Menschen) folgt die „Hacscharat Aclpma“ (Vorbereitung dös Bodens): Ein© schpne Verwänd- Jung hat das Land durchgemaehL Das Land, ' von dem es hieß, daß dort „Milch’ und Honig“ fließen..- Der -Boden teilt sich in fünf Katego- -rjen: zunächst , haben wir den Boden des1 Hule-Gebietes, 'ein sandiger Streifen, längs der Seeufer von Refiach im Süden» bis Ako, im Nordm, Der salzige Boden .wieder, ist durdr-* gezogen von klorisdben Salten. Jede landwirtschaftliche'»Ausnützung -ist. UBinögliclu -Es kann nickt' einmal Gras; gedeihen. ■ Es ist das segeöäpnte Sprich ot4-Becken, das' ridb vom Salzmeer im Süden und Wgdi Meliach. im Nördep herilberzieht In diesem Teil wird der südliche Teil von Faoek-Befh. Schaan —* eingelassea, Die Adama Beiischa (verwahrloster Bojen) wild wuchern do Fflanzea tmd Brennnessel (Sabräot), stören jede Veiterbeihmg durch itvenscteliche Händen Die Adarpa Meroda ist wieder eine salzige Erdsorte,: -Ihre Oberschicht wird durch ' Wasserströme, besonders im 'Winter hitiwegge^üiti..dadurchwird der Boden in einem be^tnnmten Maß unfruchtbar gemacht, insbesondere , wärm «s sieh um einen Abhang handelt lind jetzt noch, die Adaina Kascha (harter Boden). Steinigen und felsigen Boden finden wir in großem Maße in den Berggegenden. Tikun Hatedaoia (Avsjb®ssert!.ng, Kultivierung des Bodens) Unsere Tradition und Geschichte .kennt viele Tikunim , (Verbesserungen des Körpers upd. der Seele). Man kennt l»r der Literatur der jüdischen mystischen Lehre' (Knbala) die Begriffe von Tfkuniom Welajla., von Tikun. Cha-- zoti '.Zu ihnen gesellt sich-nuh ein wichtiges Mitglied, der- „T-ikun Hakka“ ' (Verbessenmg des Bodens). ’.Es darf nicht vergessen, werden, daß der Böden, der uns in letzter Zeitverkauft wird, größten Teils, schlechter Boden ist,, welcher bis jetzt überhaupt nicht, öder bestenfalls sehr wenig bearbeitet war. Auch dieser Boden muß' befähigt.' werden, Bäurne oder Gfetreide, Gemüse, Gärten oder Plantagen hervörzubringen. 'Man bauß ihn ';.besrbeiten und von allen Krankheiten 1 und Uti-. zulänglichkeiten befreien.'. Das war eine he-, roische Arbeit des Keren Kajemeth, '■.. besoia-j dfers. kam dies in den Gebieten des Gebirges | zum- Ausdruck. , Es 'ist wohl kein-<"Wnnclßr."Ist: doch die . steinig felsige Gebirgserde die( schlimmste, die man . sich,.. vor-stellen kann.- Die negative'Synthese von- ..Quantität;. üM Qualität. ' •■::■■ ' | Die Eroberung des; Bodens wird hier* in Be-, freiung Verwändfelfc; jn Befreiung (|er Mutter Efde von ihrer tausendjährigen SteanlastJ Eine, ganze Skala von ,,Ef stürm,en“, der - Ste|n!“i erde. Zuerst kommt die ', „leichte .Kavallerie}' Sikui',,. das, bedeutet das.- Abräumen von Steinen, die zerstreut auf . der j Oberfläche des) Bodens liegen, Dieses wird von der jiidisch^ Jugend ausgeführt, die mit Geduld und. Lieb® -zu der Mutter.' Erde daranarbeitet,:, Jüänn - kömmt „Schwere A.ri.illerie“: „Isük“, das,|te.r-i äusreißen der Felsen -und Steine;'.die'-rieh"tief' im Schoß, der Erde, wie tiefes Wildfleistife, hiaeiiigerisssn haben, besser gesagt;.Wiidsteüti Hier puß schon die Technik zu Hilf e kommen. Dann erst beginnt die eigentliche Arbeite. 9,Hä» diruk“, gemeint ist dawut-.- das Auleinnndejf“ reihen voh Steiiten, besonders auf dem 'Abhang der Berge in - Form ■ ^on Terrassenttei'H pen, um -somit das Hinv/egspülen der Erd« oberschicM zu. verhindert!.. Zuletzt.-, noch die Arbeit des „Barte*: ,AÜe wuchernden' PfJahri zen und Sträucher müssen ganz entfernt linti samt ‘Wurzel vernichtet, werden.. ■ Ale c ha u i sch-o® Hills wter lt -; Die angeführten Arbeitszweige der: Boden«, kultivierüag sind kein leichtes Spiel, '•söndepa' bilden, einen erijsten, bitter schwerenriesigen Arbeitsprozeß, Als die.'- KuJtivierüngsarbeit /in der Gebirgsgegend-begann, Tür die Vörbe»j reitifnä ücr n'eiien Siedhangen: Chanitahji .Elon3| Mazmvn, Male - Chachasehäh, (i937ri-i93§),i wurde' die Arbeit nur mit Hilfe von- Arbeits»] tieren äurdxgeführt;; Die Felder Würdenent-*! steint, größere Felsblöcke chti'ch - Spfeng»=| material auf gerissen. Auf diese Weise; nahm di« Entetclmmg eines -Duna.rny-;2()rir3'p Ah“ b.eitstege - in Anspruclü - Später half; man - mit ieicKtcü-cn' tedmischen Mitteln, - rdögiiebieh, 3 Kubikmeter an 'einem .tag-prö :Mann zu'- enteteinenv 'l'ü-). Dühain/hSSj 6Ö Kubikmeter steinigen, Bodenä tief/ ford^te 20 Arbeitstage. ■ . .v ■ Durch das Spitengen, der Felsen'.wird diö Etit» teßinuhg der Feldeif^ ' Wesentlich erlei^steidS.. ,} Die eigentliche Aiheiisei-lelchf^rcmgkam' estei; durchden sogenannten , •raechänisier.tea. ,»,Gok Jänrü Ein großer Traktoi;4 dobi' 2. inlfsmiischte nen angehängt werden., Der - ,>Meakeri,< ,, -1.ünd der' „Alefalcs“. Def ,Meak-är/ist:ein./^ riäpgör A.ckerka.mrt! mit drei Bieäenzähnen,.jkit emeqs Gewicht, “von zirka S Tonnen.,, P^-' senzähnen schneidet er. sieb tief ,jndie Epte hinein (bis zu einer Tiefe von 50 :cin)9 l .,-uhd reißt jeden Fels/ und Stein, aus „der Erde^ dem er'auf dem Wege'begegnet . Der 3esfV dagegen ist ein Instrunadnt in .der Form eines, langen breiten' Messers,: das, vor.;den> Traktor angebracht ist und vop ihip: gestöße»' wird, es gräbt , sich in die Erde hinein. unter Steinen und Felsen, und durchdie Stoßkraft werden die Steine von cinenVOrt ann anderen .überführt. ’ .Mit .Hilfe dieses Doppelmaschine t Arbeitssystems - wird - ‘ der Befrei” ungskampf der Mutter Erde gegen die feti* send jährige Steintyrannei -geführf.;,; i'.// Im oberen Galiläa im'Osten wie im Westen, in -Judäa und in der Gegend, von EKjon und Mafle Hadaäniischa werdeii von diesen Maschinen- Wunder vollbracht la der Sprache ' - der Statistik heißt dieses Wunderwerk , von Entsteinung . der Erde in 'dem Bergzbnen . bis 1947: in |3 Siedlungen sind von der tausend jährfgen despotischen Steinlast 5423 Du» nam Boden' kraft 168748 Arbeitstagen von Menschen, 30987 Arbeitstagen von Tieren, 2117 Arbeitsshmden der Traktoren - entsteint worden. Nach diesem Eritsteinun^pröseß kömmt das letzte Wori. der rationalen: AgrL kuitur, dank der tnöde.rne-n Arbeitswerkzeuge. (Ln der Sprache' der Soziologie . nennt man es Antisteinwerk. ' Eine Stedhmg,. - -ln-, welcher früher unter'schweren Bedingungen kaum 65 Familien, lebten,- ernähren sich heute,//-- nach diesem durchgeführten Kultivierungsprozeß 378 Familien unter besten Lebensbedinguör gen. Das bedeutet.' eine sechsfache Ausdehnung der -Landgrenze, wenn auch in - der Tie** :fe, anstatt in der Breite oder Länge:.- Demo* •grafisch — wann auch nidit geographisch« hh Laufe der letzten 10 Jalute wurde so , -die steinige Erde des Gebirges /lind -des; Smaks „ (32329 Dupam) urbar gemacht. Die Arbeit vergrößerte Sich von Tag zu Tag- Das fuhrt zur Ausdehnung ' der Erdgrenze. Auf diese Weise -können der. schöpf erischen - Landwirte Schaft mindestens 'noch 4 Millionen Dunaati als „Zugabe“ verschafft werden- Das ermög» licht, dt® Bedürfnisse der arabischen F^ladien zu befriedigen, ihren überffüs sigen Z Boden den Juden für ihr Koloriisationswerk ' zu ver-( kaufen.’

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