Jüdisches Gemeindeblatt für die britische Zone
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt für die britische Zone
- Volume
- 2 (1947/48)
- Issue
- 21 (19.2.1948)
- Date
- 1948-02-19
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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gelte 2 ~ 19. Februar 1948 JÜDISCHES GEMEINDEBLATf FÜR DIE BRITISCHE ZONE 2. Jahrgang — Nr. 21 HALPH GIORDANOi u Dies geschah im Februar 1948, an einem Nachmittag auf der Hamburger Straßenbahnlinie 18 zwischen Dammtor und dem Hauptbahnhof: irgendjemand auf dem Hinterperron des Triebwagens, auf dem ich stand, hatte während der Unterhaltung mit seinem Gegenüber die Worte „Oder-Neiße-Linie“ fallen lassen, mit einem Fluch hinterher, ziemlich ‘laut, betont laut, so daß jeder es hören konnte. Die anderen Gespräche verstummten plötzlich, als hätte ein unhör bares Kommando diese Stummheit befohlen. ■ Und dann brach es los. sondern will aus ihr auch gar nichts lernen, Ja, ist darüber hinaus moralisch so unzurechnungsfähig, daß-es die politischen und moralischen Lehren zu ziehen nicht imstande ist! Und dies sind» in großen Konturen die historj- Bürger umgebrachl, darunter allein SK Mil- Tatsachen, die das heutige Verhältnis honen Juden.“ ' des polnischen Volkes zim deutschen Volke ■ / '' . bestimmt höben. Am J. 9 1939 überfällt das Darauf Schweigen,, ein fu.chtbäres Schweigen, mächtige, hochgerüstete Deutschland.— unter Ein Schweigen, das so laut sagte: hier ist Brechung jeglichen Völker- und Kriegsrechtes, nichts mehr zu retten. Und noch, ehe mir jöunter Mißachtung des deutsch-polnischen Verband entgegnete, wußte sch, was er sagen träges und des Kellogpaktes — das rnilitäwürde.x Er war kein junger mehr, der dann risch schwache, von Inneren ‘ rfazifreundlicnen sprach, für sie alle sprach es war ein Mann Elementen bis Ln die Regierung ausgehöhlte zwischen 46 und 50. Jahren ein Mann, der das Poleni. Die ersten Fliegerbomben des zweiten große Menschenschlachten innerhalb '’eindr Weltkrieges auf eine offene Stadt sausten am Generation zweimal bewußt: mitgomacht haben müßte. Et* sagte: „Dreieinhalb Millionen Juden urrigebrächt? “Und wenn schon? Was fch hatte noch nie eine ähnliche Gelegenheit tun sie denn jetzt mit uns? Die jetzige Ost gehabt,: zu.studieren, wie sichgleichgültige, gelangweilte oder ruhige Gesichter so schnell so ohne Uebergang, so ohne Pause in haßvolle, September 1939 auf Warschau. Der deutsche Uebeffall dauerte 18 Tage Es folgten fünfeinhalb Jahre deutsche Besetzung. „ „ deutsche Besetzung . wütende und empörte verwandeln können. Wie Menschen, die' eben noh ruhig dagestanden und leise, gesprochen hatten, in einen Orkan von Beschimpfungen und Schmähungen ausbrachen, der für mich beispiellos war. Was sie sagten, offenbarte einen Abgrund, der so jäh auf gähnte, daß auch der, der den Gels-, steszustand' in Deutschland anho 1948 genau kennf. sich fes.thalten mußte, um nicht in ihn hinabzuslürzen — „Diesmal gäbe es kein Pardon, diesmal kommen alle an die Reihe!“ grenze Deutschlands ist unmöglich. Ich habe Als die Hitlerheere fm vollen Rückzug waren, nur noch‘eine Hoffnung: Krieg — der Westen wurde in Jalta von R.'osevelt Churchill und gegen den. Osten. Nur so haben wir die ChaniS talin die neue Westgrenze Polens auf die -u—•• ^Oder-Neiße-Linie festgelegt Rußland v erhielt ce, unsere Gebiete zurückzu^robern.“ Und wieder war es ruhig. Ich schwieg, weil ich feststellen wollte, welche Resonanz seine' .Worte bei den Uebrigen hervorgebnacht hätten. Sie schwiegen, weil sie nichts mehr binzuzufügejn brauchten, weil einer von ihnen das gesagt hatte, was sie alle sagen wollten: nicht schade unri die gemordeten Millionen Polen, schon gar nicht schade um die, gemordeten Millionen Juden, wir haben nichts zu bereuen, nichts wiedergutzumachen, , wir hoffen - auf das war .die, Quintessenz, die ich aus" diesem einen neuen Krieg, auf neues Morden Diesmal Wust von Haß und Wutsci reien zog. Und gebiauchen wir keine Erfahrungen sammeln, seine Gebiete, die ihm Polen unter Ausnutzung der Revolutionswirren nach 1917 genommen hatte, zurück. - Nach den furchtbaren Erfahrungen beschloß Polen,, keine Deutschen mehr in seinem Lande zu dulden, nachdem es gesehen hatte, wozu Deutschland „iMnderheitenprobleme“ (die Immer dann zum „Problemen“ werden können, wann Deutschland es so will!) ausgenutzt hat und in Zukunft wieder ausnut .en könnte. Wirwissen: es ist hoffnungslos, im allgemeinen mit Deutschen über ihre Verbrechen zu rade diese .Quintessenz war so über alle Madiesmal wissen wir, wie «eicht es ist, mit ganz diskutieren, besonders aber über ihre Verbre- - Öen aufschlußreich: sagte Sie doch mit. -ihrem wenigen MUJWiAm Man«»h<>n eher» am nolnisnhen Volle Entweder leuerner aufschlußreich: sagte siev doch mit ihrem „Diesmal kommen alle dran!“ nicht mehr und nicht weniger, als daß die Deutschen also genau wissen, daß „letztes Mal“ nicht alle; sondern nur ein paar Millionen Polen „drangekommen“ .waren, und daß Deutsche beim nächsten Mal diesen Fehler nicht wieder machen würden, denn dieses „kein Pardon“ heißt ganz simpel: völlige Au$ro*tung! Wohlgemerkt: auf diesem Hinterperron stanwenigen Handlangern Millionen * Menschen industriell zu schlachten, wenn ein ganzes Volk das Verbrechen widerstandslos duldet. Und dies geschah am Abend desselben Tages während einer Kundgebung einer großen deutschen Partei: „Wir wollen unsere Gebiete im Osten wieder haben. Wir sind dabei niemandem zu moralischen Gesten verpflichtet, wir fordern nur unser Recht. Das ‘ fleißige, treue, ehrliche und, gutmütige deutsche Volk den nicht etwa Nazimi. ister, Gauleiter oder wird auf diese Gebiete östlich der Oder-Nei sonstige Aktivisten, sondern gewöhnliche purchschnittsdeülsche, wie sie uns überall und immer begegnen. Als die „Empörung“ etwas abgeklungen war, warf ich einen einzigen Satz in den brodelnden Kessel: „Deutschland hat 'während der Besetzung Polens einige Millionen polnischer eben am polnischen Volk. - Entweder leugnen sie diese Verbrechen einfach ab oder — was schlimmer ist — heißen mehr oder weniger offen die deutsche Blutpraxis an der polnischen Bevölkerung wegen der „Inferiorität des polnischen Menschen“ (!) für gerechtfertigt. Und nun wollen wir uns, aus gutem Grund* mit den deutschen Kalkulationen bezüglich dieses, deutsch-polnischen Komplexes auf eine Ebene begeben. Die Deutschen behaupten, die Polen würden" „Gleiches mit Gleichem“ vergelten (damit geben sie — o Wunder! — ihre Verbrechen zu — das paßt ihnen „dann, und ße-Linie nie verzichten, auch um den Preis des internationalen Friedens nicht!“ Das war , . „ - , . * , - deutlich genug, der'Beifall dementsprechend wann m lhr KonzePt Sü hintergründig und Hier hatte das wahre Deutschland gesprochen berechnend ist diese Methodik nur deshalb, — ohne Maske, ohne Zensur! weil die Deutschen in Wahrheit ja von der _ ., <•• . . * 1 ' ” „Inferiorität des polnischen MehsehenH über- Beide Beispiele beweisen: Deutschland hat zeugt und infolgedessen der Meinung sind, es nicht.nur nichts aus der Vergangenheit gelernt, sei den Polen unter der deutschen Besetzung Wiedergut macbuitf — gemeine Verfügung Nr. 10 vorbereitet wurde, eine Ehrenpflicht cUs deutschen Volkes Dieses Rückerstauungsgesetz sollte dann aber (Fortsetmnö von Seit« n aucKden Erfordernissen de: Gerechtigkeit enit r Setzung %on beite I) sprechen und darf unter keinen. Umständen danke des Rechtes und des Rechtsfriedens Opfer schlechter stellen als sie nach bür- Sind Menschheitsgüter, deren Verletzung. uhr ' gerliehefo Gesetz bereits gestellt sind, Es ist ______ __ _ absehbare Folgen mit sich tragen. Als im Nozu bedauern, daß zu einem Zeitpunkt, in dem es sich hier um eine Grausamkeit am Rechtsvember 1938 in Deutschland eine Pugromvon einer wirtschaftlichen Einigung, jedenfalls System vom Standpunkt der Rechtsgleichheit welle einsetzte, da , splitterten nicht nur die amerikanischen und britischen Zone» so I und Rechtseinheit handel* Die Verfolgten dür- Schauföfßter einiger tausend Geschäfte, söhviel gesprodieh wird, in einer Periode, in der IO: erwarten, daß diese Gesichtspunkte BedernüdeF-auiPppäische Frieden und das- ^ür die* Bizöne einheitliche' Aemter geschaffen rüdtsichtigung finden werden, nicht deswer füge des deutschen Reiches. Wenn jetzt, nach werden, gerade bei der Behandlung, der Opfer gen, weil es ihren Interessen entspricht, sondern Zusammenbruch des nätiohalsozialistides, Nationalsozialismus eine unterschiedliche dern weil das Allgemeininteresse eine schnel- Regelüng getröffep werden soll Wiedergutma *h ühgsrecht ist bürgerlichem Recht, und durch die, Schaffung verschiedenartiger Gesetzesbestimmungen für die amerikanische und britische Zone gelangt man zu einer Art, - interzonalem Privatrecht in der Bizone. Die Folge hiervon ist. daß Firmen, die ihren Häuptsitz in der a nerikaniseben Zone und ihre Filialen in der britischen Zone haben oder umgekehrt, Teile ihres U nterpehmens nach verschiedenem Wiedergutmachungsrecht behandelt sehen Werden. Dieses Ergebnis ist unh»*tbar für eine Wirtschaftseinheit, abgesehen davon, daß sehen Dritten Reiches, eine Wiedergutmachung än den Opfern nicht stattfindet» so bedeutet das nichts anderes als die Sanktionierung eines Massenraubmoröes durch die neue Rechtsordnung. Für die Zukunft wird klargestellt, daß Verniehtimgsfeldzüge gegen Minderheiten eine lohnende, realistische Politik sind. Die Toten kehren nicht zurück, und die Wiedelherstellung des Rechtes erscheint zu teuer oder zu unbequem ln dem Zusammenhang kann erinnert werden an die Worte des großen britischen Denkers Burke» der einmal gesagt ha£: A great Empire und little minds . „ V go ill together — ein großes Weltreich Arrs 10. Februar wurde in Anwesenheit von 60 daß solche Aufgaben entsprechend unserer Klemgeistlichkeit hassen ,nidii zueinander! geladenen'-Gästen durch - den Vorsitzenden des Lehre zum besonderen Aufgäbenkreis unserer ,w ■ 1 T »Ke«»/!«!« a. ~: j r» »u_!. _ * »s... _ ■ . i t _ _s_■ _ vh * le und möglichst einheitliche Regelung der Wiedergutmachung «erfordert Die Menschen in Deutschland und außeihalb Deutschlands werden müde, ihren Bück fortdauernd in die Vergangenheit zu richten .Eine gerechte Wiedergutmachung ist aber unabdingbare Voraussetzung für eia Weiter bauen in eine gesunde Zukunft,' . \ o « o2L Eine großzügige Wiedergutmachung ist nicht nur Erfoi dernis der Gerechtigkeit, sondern auch einer weitsichtigen' PutiLk. Millionen von Menschen, die gegen dis Dritte Reich, gekämpft haben, haben dies getan , in dem öiaubeh an das ideal der Gerechtigkeit. Dieses Ziel stellte das geistige Bindeglied dar HelfgoLt das Zeitheh des, jüdischen kauses Landesverbandes der jüdischen Gemeinden von Nurdrhein-Westfalen, Julius D r ei f.o ß, das jüdische Altersheim seiner Bestimmung übergeben. Um 14 Uhr wurde die Feier durch ein Geigensolo des Öerrn Hüttner, Krefeld eröffnet. Mit einem Lobtsprucli nagelte Oberrabbiner Df. zwischen den A liierten und den Opfern-des Nationalsozialismus. Wenn für die Alliierten die Wiedergutmachung emc Notwendigkeit bedeutet, weil sie Grundlage der europäischen Friedensordnung isfcr Jür die sie eingetreten sind, so bedeutet Wiedergutmachung für das deutsche Volk die einzige und letzte Möglichkeit, unter Beweis zu sulien, daß es ihm ernst ist mit der Verurteilung def nationalsozialistischen Vernichtungspolitik. Es widerspricht der Würde des deutschen Volkes, wie auch der Würde der Peparationsgläubiger* Sich bereichern zu wollen an dem Hab und Gut der umgekömmenen Opfer des Faschismus oder _ dem spärlichen Rest ihre Ansprüche vorenthalten zu wollen'. Der WiedergutmaChungsausschuß in all“ seinen Formen ist bereits Kunsecjuen der bestehenden Rechtsordnung. Es gibt daher nur die Alternative, das bestehende Recht durch die Gerichte anwendeh zu lässt', oder im Sinne der Rechtseinheit zu eine* Wiedergutmachungsgesetzgebung. zu kommen. Wiedergutmachung besteht in Rückerstattung des geraubten Gutes und Entschädigung für zugefügtes Unrecht. Iri der britischen Zone steht eine derartige Gesetzgebung noch immer aus. ' Es ist allerdings damit zu redrnen. daß m Kürze auch für die britische Zone ein . Rückerstaitüngsgesetz erlassen wird das durch die Alidie ,Jesuse“, an den Eingang des Heimes. Ober Kan toi- Kr a u s .segnete mit einem kürzen Gesang und Dr. Helfgctt mit einem Gebet und Lobspruch das Haus Von nun an werden wieder unsere Aiten in Frieden und Rübe dort ihren Lebensabend vei bringen können. Unter den anwesenden Gästen bemerkte man Noi bert W o 11 h e i m. den V izepräsidenten des Zentralkomitees für die befreiten Juden in der britischen Zdiie, Berl Läufer, den Generalsekretär des ZenUalkonutee&, Cail Katz, Vorsitzender der jüdischen Gemeinde Bremen, Rharon von der VVN Düsseldorf, Ministerial.» Dr. Fr«, n kei als Vertreter des .Suzialministers Dr. Amelunxen, Gemeiiider-v’«5.>nt der jüdischen Gömeinde Köln, Moritz G old sSeämi dt und viele andere hchkeiten des öffentlichen und kulturellen Persönlichkeiten . des öffentUaien» und kulturellen jüdischen Lebens. ' Alle über bi achten sie Glückwünsche und gaben ihrer Freude und Huffnung Ausdruck, daß nach so vielen Jahren des Leidens und der Entbehrungen unsere „Alten hier eine Stätte finden werden, an der sie ohne Kummer und 'Sorgen in Frieden leben können. Oberrabbiner Dr. Helfgott deutete in einer kurzen Rede den Sinn und die Aufgaben dieses Hauses, in der er zum Ausdrude brachte, Religion gehören. Er sowie alle anderen Redner sprachen ihren besonderen Dank an die Sozialdezeraentin Meta D r e j fuß aus» die %üt unermüdlicher “ ..Willenskraft all“ die schwierigen Aufgaben meisterte, die zum Gelingen dieses herrlichen Wotüfahrtswerkes führten.' 1 Ein Gang durch das Haus entzückte alle TsU“ nehmer. Es war staunenswert, mit welcher Liebe und Sorgfalt die Zimmer, Klub- und Leseräume hergerichtet, wurden. Es ist dort für jeden Komfort gesorgt und dürfte niemand etwas entbehren. Die waldreiche Umgebung gibt dem Heim das nötige Gepräga Nach Abschluß der Feier fuhren alle Teilnehmer nach Düsseldorf, “wo sie Gäste des Landesvei bandes waren. Eine anschließende Diskussion sollte zur Klärung a W bestehenden Fragen beitragen. . Bis spät ln die Nacht hinein waren alle Teilnehmer vereinigt, G. Karsch Auch heule müssen wir unsere Leser wegen des verspielen Erscheinens, dieser .Ausgabe um Enlschuldigung bilfea 'v* Verlag*. . ' Jödlsdies Qemeindeblaü ganz recht geschehen. vNm geben sie das in diesem Zusammenhang, wo es an ihre eigene Haut geht, nicht zu). Was würde „Gleiches. mit Gleichem“4., nur für Deutschland bedeüten, wenn diese These eben keine Lüge, sondern Wahrheit wäre? Nach den letzten Statistiken hat “Polen 6 285 000 Menschen durch die Nazimörder ‘verloren. Das würde —. (ungerechnet im Verhältnis auf das deutsche Volk — bedeuten daß von den!2 Millionen Deutschen, die von, Polen ausgewieseh würden, nicht ein einziger lebendig über die Qder-Neiße-Linie gelangt wäre. Die deutsche „Gegenrechnung“ geht nicht auf! Daneben gibt es eine große Zahl von Deutschen, die zwar, nicht behaupten, daß Polen „Gleiches , mit Gleichem“ vergolten, wohl aber auch „Unrecht“ begangen hätte. Diese Ansicht nimmt diese Kategorie als Motiv, um .inv den Chor der antipolnischen Kakophonie einzüstimmen. Was sind die moralischen Fakten, die durch di£ politischen gegeben sind? — 1. Phase* Deutschland überfällt Polen. 2. Phase: Polen^ wird befreit und reagiert, vop dem Gedanken: seiner Sicherheit Deutschland gegenüber als oberstem Grundsatz der polnischen Politik ge«: leitet. , ' - V >'■ - -:! Das Reaktionsrecht der Polen auf die unge-. bäuerlichen deutschen Verbrechen werfen die Deutschen, die den' Grund zu einer solchen Reaktion überhaupt erst gegeben haben, den Polen als „Unrecht14 und „Verbrechen“ vor,' ohne ihre eigne amoralische Haltung auch nur um einen Gradstrich geändert zu haben!. Die Deutschen würden — das ist die logische Fol-, ein neues ATA in der olteri Streudose uzssar als je zuvor! wetGesttai im osn pjs.su weeneN ge in die 3. Phase einstei-Sen, wenn Mittel und Gelegenheit dazu hätten, d. &,aü;f das polnische Reaktiohsrecht. militärisch reä* gierem " „ ' Der Initiator Deutschland billigt sich - selbst also ein Reaktions„recht“ zu, das es den Pulen, die ein echtes Recht dar Reaktion haben* untersagen will! ' In der Praxis würde diese Haltung bedeuten: erneuter deutscher Ueberfall auf Polen, weit Polen nach seiner Befreiung die Deutschen nicht Wie rohes Eier behandelt hat. Dieser Mentalität weitester — nicht .aller — deutscher Kreise sieht sich’ das Polen, von heute gegenüber. Und diese verbrecherische deutsche Haltung, die bis in die höchsten deüt-; sehen Regierungsstellen ihren triumphalen Einzug gehalten hat. bestimmt die polnische Haltung zum deutschen Volk. Wenn überhaupt, dann verhandelt Polen übe etwaige Abänderungen der jetzigen Grenze hur mit einem demokratischen Deutschland nicht mit diesem? in dem älter Antisemitismus, alter Polenhaß» alter Rassenwahn und -dunkel lebt, in d^ert» Kriegsverbrecher frei umnerlaufen und der Haß gegen andere Völker voi läufig nur ideologisch Orgien feiert ... , Das Schaurigste aber, ist diese unterirdisch . glimmende' deutsche Hoffnung, die Zwistigkeiten der Großen für expansionistische deutsche Raubpläne auszunütz«n. •’ Und gerade hier fällt v den Juden eine der größten Aufgaben zu^ mitzuhelfen, die.Gegensätze zu mildem. ^Jene Au^abe, die David Ben Gurion, der Führer der Zionisten anläßlich der Schaffung des Staates Judäa in die Wortezüsämmenfaßt©: ^.Das jüdische Volk wird die Anstrengungen der beiden Großmächte Amerika und der Sowjet-Union, sowie der vielen anderen Staaten dankbar im Gedächtnis bewahren, die an dieser Entscheidung mitgewirkt haben. Die Zusammenarbeit der Vereinigten Staaten und der Sowjetunion an der Lösung des Palästina- Problems stärkt die Zuversicht all derer, die gleich!dem jüdischen Volke an die Möglichkeit einer ständigen Zusammenai beit zwischen Ost und West im Interesse des kommenden dau- •rernden Weltfriedens glauben.“ Laßt unsere Hoffnungen, unsere Wünsche* unsere Pläne und all unsere Arbeit von diesem Gedanken beseelt sein. Wir helfen damit der ganzen Menschheit und wir helfen damit auch yns und unseren Kindern Und wir helfen, das Bösb zu entmachten! Grai»AdoIf»Slf, fiÄ Raf 248 und 14360 SCHUH HAU ‘ Das Fachgesdhäli fQi gute Schuhe Düsseidort Scftadovsfraße 7Q-85 / FemsDreches 2 2093 Friedr«ck%«r Düsseldorf Fernruf 16034 tausem 6eDrauDiiSQ8Benstgnfle aller flri