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Jüdisches Gemeindeblatt für die britische Zone · 1948-01-14 · 19 (14.1.1948) · p. Seite 3

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für die britische Zone
Volume
2 (1947/48)
Issue
19 (14.1.1948)
Date
1948-01-14
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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2. Jahrgang — Nr. 19 JÜDISCHES GEMEINDEBLATT FÜR DIE BRITISCHE ZONE 14. Januar 1948 — Seite 8 PALÄSTINA Mindestens 15 Personen wurden durch die Explosionen einer Bombe getötet, die von einer . „Haganah“-Einheit im Hotel Semiramis gelegt wurde. Das Semiramis-Hotel ist in dem rein arabischen Stadtteil Katamon von Jerusalem gelegen und beherbergte s Zt das arabische Hauptquartier von Jerusalem. Die halb-militärischen Organisationen „Futuwa“ und „Nejada“, sowie das - Arabische Boykott-Komitee Waren iri diesem Hotel untergebracht1 Es wird ( gemeldet, daß sich urjte: den Toten der spanische Vicekonsul, Senor Manuel Salazar, der Sekretär der Zeitung „El Wahda“- und sechs Personen der Familie Lbrenzo, den Eigentümern des Hotels, befinden. Es Wird angenommen, daß diese Atacke einen Wechsel in der Verteidigungsmethode der Haganah bedeutet. Eines der Kommentare seitens der Haganah" lautet: „Füiu Wochen lang haben die Araber von Krieg gesprochen — nun sollen' sie ihn haben“. Weitere 20 Personen wurden getötet und 98 verletzt, als das Hauptquartier des Arabischen National-Komitees. in Jaffa von zwei angeblichen Mitgliedern der „Sterh“-Gruppe in die Luft gesprengt Wurde. Der Bürgermeister von Jaffa, Haykai, soll sich unter den Toten befinden. (JTA.) * Nachdem Gien. Sir Alan Cunningham David Ben Gurion am 6. Januar au einer Unterredung gebeten hatte,, wird jetzt bekannt, daß Ben Gurion am 7. Januar in einem Panzerwagen in Jerusalem angekommen ist und mit Sir A. Cunningham einen lebhaften Meinungsaustausch. über Sicherheitsmaßnahmen in Palästina hatte. Obwohl der genaue Verlauf der Unterredung nicht bekannt.' ist;- erwähnt man die Möglichkeit einer allgemeinen Suche nach., Waffen in den jüdischen Niederlassungen und andere Maßnahmen als Folge der Explosion im Semiramis-Hotel in Jerusalem. (JTA.) , i ' * Irakische Truppen marschierten am 9. «Januar in Palästina ein. Eine Gruppe von etwa 300 Arabern überschritt von Syrien aus die palästinensische Grenze. Britische Truppen aus der Garnison Meoulla wurden in die ausge- - brocfienen Kämpfe verwickelt. Durch Einheiten der 6. Luftlandedivision verstärkt, warfen sie die Angreifer unter Einsatz von leichter Artillerie zurück. ' Die Palästinensische Regierung hat den britir sehen Gesandten in Damaskus gebeten, oei der Syrischen Regierung dringende Vorstellungen wegen dieser Angriffe zu erheben. (DENA.) * Im yerlauf , von Zusammenstößen zwischen Engländern, Juden und Arabern wurden' am .8 Januar 15 Personen, getötet (DENA.J den), S..S a m s o n (Kassel), Redakteur I. B.l umenfeld (Marburg), und M. Willner (Ofr fenbach) bestehend, in enger Zusammenarbeit^ mit 4em Staatskommissar für die Betreuung der Juden in Hessen, Dr.. Curt Epstei n,ist mit der Ausarbeitung der Satzungen des Lan- . desverbandes beauftragt.“ Mit der Entsendung eines Bemißungstelegramms an den Vaad Leumi (Jüdischen Gemeindebund) in Palästina, wurde die Tagung geschlossen. ■ ■ , 'Das Telegramm Kat folgenden Wortlaut: „Die am 7. Januar in Frankfurt/Main versammelten Vertreter der jüdischen Gemeinden in Hessen senden ihre herzlichsten. Grüße und Ausdrücke der Bewunderung dem kämp-' fänden Jiscbüv in Palästina. Wir sehen in der Entstehung des Jüdischen Staatesin Palästina die Verwirklichung eines uralten Traumes unseres Volkes und die Endiösung des jüdischen Problems in der Diaspora. Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Hessen.“ SCHWEDEN WPie, Palästinaregierung hat der Je4il?- Agencyauf einem unoffiziellen Wege .vorgeschlagen, daß die jüdischen Kibbuzzim im Negev-Gebiet® sich evakuieren solleh: da für diese Minderheit sehr schwer sei, eine so große Bodenfläche zu verteidigen. Die Jewish Agency hat genau wie die Chaluzim diesen Vorschlag einheitlich . abgelehnt. . * ■ Angesichts der Unruhen nimmt die Zahl der , Ausländer, die Palästina verlassen, in letzter Zeit ständig zu.- Alle Schiffe und Flugzeuge, die von Palästina abgehen; sind bis auf den letzten Platz besetzt. (NWDR.) Siddy Wronsky ist Anfang Dezember in Palästina gestorben. Ihr Name wird für immer mit der Entwicklung moderner europäischer Wohlfahrtspflege, insbesondere in Deutschland, verblenden bleiben. Sie war die Begründerin und Leiterin des „Archivs, für Wohlfahrtspflege“ und Mithqrausgeberin der „Deutschen Zeitschrift für Wohlfahrtspflege^. Sie besaß eine tiefe Kenntnis des jüdischen Lebens, und ihre Mitarbeit an den zentralen Hilfsorganisationen der deutschen Juden war besonders wertvoll. 1933 ging sie nach Palästina. Dort war sie bis in die letzten Jahre im Sozialdepartement des Waad Leumi tätig. Sie gründete die erste Wohlfahrtsschule des Landes, baute ein Sozialarchiv, und die große Sozialbibliothek ( des Landes auf. ^ENGLAND Am 14. Dezember 1947 starb der frühere britische Ministerpräsident Lord Bald win. Er lebte schon im Ruhestand als er kurz nach Beginn der Judenpogrome ijm November 1938 über den Rundfunk und in der Presse für die großzügigere Zulassung yon Juden nach Großbritannien energisch eintrat. Innerhalb weniger Wochen würde eine große Sammlung veranstaltet, die eine halbe Million Pfund einbrachte und in der Flüchtlingswelt Englands immer als der „Lord Baldwin-Fund“ bekannt bleiben wird. Viele jüdische Flüchtlinge aus Mitteleuropa, insbesondere aus. Deutschland, verdanken Lord Baldwins initiativreichem und aktivem Wirken ihr Leben; . DEUTSCHLAND Am 7. Januar fand im Jüdischen Gemeindehaus in'Frankfurt/M., die erste Tagung jüdischer Gemeinden Hessens statt. Nach, einer Diskussion über die Lage der Gemeinden, wurde einstimmig folgende Resolution angenommen: „Die in Frankfurt/Main versammelten Vertreter der 19 in Hessen bestehenden jüdische« Gemeinden schließen sich am heutigen Tage -zu einem Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Hessen zusammen. Das-gewählte Präsidium, aus Rechtsanwalt M. Kahn (Frankfurt), Dr. L. Frimm (Wiesba- Der Präsident des Zentralkomitees der befreiten-Juden der britischen Zone, Josef Rosensaft und der 1. Vorsitzende, Norbert Wollheim, ferner der Direktor des American Joint, Sam Dallob, sind, am 4., Januar zu wichtigen Beratungen mit dem Vorsitzenden der britischen Sektion des Jüdischen Weltkongresses nach London geflogen. Professor Dr. William Haber, , Dozent für Wirtschaftswissenschaften der . Universität Michigan, ist zum Berater für jüdische Angelegenheiten bei den amerikanischen Militärgouvemeureh für Deutschland und Oesterreich ernannt worden. Haber \vird Nachfolger von Judge Louis Levinthal, der in die USA zurückkehrt, um seine Obliegenheiten als Richter im ' Staat Pennsylvania ‘wieder zu übernehmen. Man nimmt an, daß Haber sein Amt am 15. Januar aritreten wird. (UP.) i 1 ' f Nach . einer Mitteilung der britischen Kontrollkommission 'wurde im Lager Belsen das achte Massengrab [entdeckt. Man nimmt an, daß sich etwa 2000 Leichen darin befinden. Insgesamt sollen et\Va 30 000 Juden im Lager Umgekommen sein. (DENA.) POLEN Das Konzentrationslager in Auschwitz 1 wurde von der polnischen Regierung zu einem Museum ausgestaltet (ADN.) ’ SCHWEIZ William Tuck* der Exekutivsekretär der Vörbereitüngskommission dei internationalen \ Flüchtlingsorganisation, richtete in Genf einen Appell äh alle Nationen, die Verschleppten Personen Europas wänrend des Jahres 1948 aufzunehmen. „Die meisten D.Ps. sind' junge uftd produktive Männer' und Frauen, ausgebildet in Berufen, die die Welt dringend benötigt. Laßt sie nicht zu lange auf eine Chance im Leben, auf Freiheit und Zufriedenheit warten“, sagte Tuck i« seiner Botschaft Eine statistische Uebersicht der Kommission .zeigth, daß . 87 Prozent der D.Ps. unter 45 Jahre alt sind und daß die größte Mehrheit fähig <st,' zu arbeiten und somit einen Vorteil für diejenige Nation darstellen, die sie aufnimmt (JTA.) i < Der Oberrabbiner der britischen Zone, Dr. Helfgott, weilte am 13 Dezember 1947 in „ Landskron und hielt dort ein sehr ausführ-, lichfes und inhaltsreiches Referat Er übergab außerdem Briefe von in Deutschland lebenden Juden. ■ ■' USA./ Der 'Generalsekretär der Vereinten Nationen, Trygve Lie, kündigte am - 8. Januar an, ■ daß die UN-Palästina-Verwaltungs-Kommission, den Weltsicherheitsrat in Kürze ersuchen werde, für die Bildung einer internationalen Polizei truppe für Palästina zu sorgen. Er dementierte Meldungen, . wonach er die Regierungen dei kleinen Staaten auf gefordert haben , soll, Truppen für internationale PolizeiKräfte zu stellen. (DENA.) ff ♦ ■ Die von der UNO-Voll Versammlung eingesetzte Palästina-Vefwaltungs-Kommission trat am 9. Januar zu ihrer ersteh Sitzung zusammen. Dr. Karo! Lisicky, der bereits Mitglied des Sonderausschusses für' Palästina war, wurde einstimmig zum Vorsitzenden der Kommission gewählt. Der bolivianische Abgeordnete, .Raul Diz de. Medina, wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden ernannt. Lisicky schlug vor, der Generalsekretär der UNO solle Vertreter Großbritanniens, des Arabischen Hohen Komitees und der Jewish Agency einladen, sich der Kommission zur Erteilung von Informationen und anderweitiger Unterstützung zur Verfügung zu stellen. (DENAi) •» .. Die Nationalkortferenz des amerikanischen Keren Kayemetlv hat einen ZehmJahresplan für den Ankauf und die Verbesserung; von Land in Palästina zu einem Aufwand von 220 Millionen Dollar angenommen. ''Der Plan, der in Zusammenarbeit mit landwirtschaftlichen und kolonisatorischen- Fachleuten ausgearbeifet, wurde, wurde von Dr. Abraham Granovsky, dem Vorsitzenden des jüdischen Nationalfonds, bekanntgegebea. Dr. Granovsky wies darauf hin, daß der Plan ein Minimum von 7)^ Acres Land für jede. Familie beansprucht. Nach der Teilung Palästinas werden nur 25 000 Acres i kültivierbares Land' in Palästina zur Verfügung stehen. Der sofortige» Ankauf von Land für die Anstellung von 10 000 Familien ist geplant. Die Geldsummen, die hierzu benötigt werden, sind zirka 100 Millionen Dollar für den Ankauf von Landgebieten, 15 Millionen Dollar für den Ankauf von Stadtgebieten und 5 Millionen Dollar für besondere Zwecke/ Für die Wiedergewinnung und allgemeine Bewirtschaftung des Landes werden zirka 100 Millionen Dollar benötigt, bevor das Land als produktiver Boden gebraucht werden kann. (JTA.) ., , - Rabbiner Dr. Leo Baeck. Präsident der Welt-, Vereinigung für fortschrittliches Judentum und früherer Präsident; de,r Zentralvertretung der Juden in Deutschland, wurde am 6. Januar im Weißen Haus in Washington empfangen. (JTA.) ’ / sAuf einer Natiopalkonferenz des Amerikanischen Jüdischen Komitees wurde eine Großaktion gegen den Antisemitismus beschlossen. Sechs Millionen Dollai wurden für diese Aktion genehmigt An der Konferenz, auf der das Programm dieser Aktion besprochen wurde, nahmen mehr als 500. jüdische> Delegierte teiL (JTA) ©in neues ATA in der alten Streudose cd$ ZUVQt*! Schutz und Hilfe für Nazi-Opfer Im „Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Nordrhein-Westfalen“ (Düsseldorf) vom 24. Dezember 1947 wurden veröffentlicht: das Gesetz über die Gewährung von Unfall- und Hinterbliebenenrenten an die Opfer der Näziunterdrückung vom 5! März 1947, die erste Durchführungsverordnung vom 9l. Oktober 1947 und die zweite Durchführungsverordnung vom gleichen Tage. Das „Jüdische Gemeindeblatt für'die britische Zone“ hat sich mit diesem wichtige^ Gesetz in seinen Ausgaben vom 5. April und 10. November 1947 beschäftigt. Das „Vorbereitende Komitee der Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (V V N)“ beschloß, zum 16 und 17. Januar eine Groß-Berliner Delegiertenkonferenz einzuberufen. Das Vorbereitende Komitee will auf der Tagung, die in den Räumen der Jüdischen Gemeinde in Charlottenburg, Joachimstaler Straße 13, stattfinden wird. Bericht erstatten; die Aufgabe der Berliner VVN soll diskutiert,, und der erste Hauptvorst md gewählt werden. Schon jetzt finden in alle« Bezirken Gründunggversammlungen statt. Die WN fordert alle Opfer des Faschismus auf, daran teilzunehmen. ' ■ ' '« Pas Zentral justizamt , für die britische Zone (Hamburg) hat mit Zustimmung der. Militärregierung und im Einvernehmen mit den Ländesjustizministem verfügt: „Auf Grund des § 2 der Verordnung über die Einführung der Reichshaushaltsordnung in der Justizverwaltung vom 20 März 1935 (Reichsgesetzbl. I, 5. 406) ermächtige ich die Amtsgerichte, im Falle der Verschollenheit, politisch, rassisch oder religiös Verfolgter (§ -7a der Verordnung zur Ergänzung dfes Gesetzes über die Verschollenheit, die Todeserklärung und die Feststellung der Todeszeit vom 16. Dezember 1946 — VO. Bl. BZ. 1947, S. 10 —) Gerichtsgebühren und Auslagen, die für. die Todeserklärung und. die Festsetzung' der Todeszeit (Beweisführung des Todes) sowie für das Verfahren des Nachlaßgerichts einschließlich der ,damit, zusammenhängenden Bparkuh- - düngen entstehen, ohne besonderen Antrag niederzuschlagen. . t Bereits entrichtete Gerichtsgebühren und Auslagen werden nicht erstattet Die Allgemeine« Verfügungen der Oberlandesgerichtspräsidenten über den Erlaß der. Gerichtsgebühren für die Erben politisch Verfolgter werden durch diese Allgemeine' Verfügung gegenstandslos.“; Die Alliierte Kommandantur hat 'am 18. Dezember befohlen, daß alle Urteile, die von deutschen Gerichten in der Zeit vom 30. Januar 1933 bis zum-9. .Mai 1945 gefällt worden sind,.rfutgehoben werden müssen, falls die Verurteilung aus politischen, r a s s i - sehen oder religiösen Gründen erfolgt ist .Ueber die Aufhebung beschließen die Berliner Amtsgerichte. Audi wer -lußerhalb Berlins wohnt, aber in Berlin verurteilt worden ist, kann einen Antrag bei einem Berliner Amtsgericht einreicheh. (DENA.) ■ Ausdiw.'fz^Proxeß Die vom Hohen Gerichte in Krakau ^um Tode verurteilten Hauptangeklagten sind:. Artur Liebenenschel,' Maximilian Gräbner, Hans Aumeier, Karl Heckei, Franz Krause, Johann Kramer, Erich Mißfeld, Hermann Kirchner, Heinrich Jesten, Wilhelm Gehring, Kurt Müller,' Ludwig Plagge, Otto Latsch, Fritz Buntrock, August Bogusch, Paul Götze, Paul Schture, Josef Hellmer, Herbert Ludwig,- Hans -Schuhmadier, Johann Breitwieser, Marie Mandl und Therese Brandl. Zu lebenslänglichem Gefängnis wurden verurteilt: HanS Koch, Karl Seufert, Antoft Lachner, Det- . lev Nebbe, Adolf Medewind und Helene Danz. In seiner Urteilsbegründung befaßte sich der Vorsitzende des Gerichts mit der Rolle, 41s die SS bei der Durchführung des Programms der Ausrottung vpn -Juden und Slawen spielte. In Auschwitz, dem größten KZ Europas, sei die größte Anzahl der Opfer derf Vergasungen auf die Juden entfallen. j(DPP.) Errichtung einer Spezialkammer. Als Spezialkammer zur Aburteilung von Ven* 'brechen gegen die Menschlichkeit nach d£m Kontrollratsgesetz Nr. 10 wird, beim Landgericht in Moabit die Zehnte Gjjoße Strafkammer, gebildet, die unter dem Vorsitz von Landge-, ridatsdirektor Kuhn Anfang 1948 mit. den Ver* handlurgen beginnen wird Siesu 'virird für sämtliche Verfahren wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit im Gebiete des Kammergerichts" Berlin zuständig sein,, soweit sich kein alliertes Militärgericht - die Behandlung 1 des Falles - vorbehält. <DPD.) RUL TURLE B E Am 21. Dezember trug sich Geheimrat Pro*, fessor Alfred P h i 1 i p p s o n in das „Golden#1 Buch“ der Stadt Bonn ein. Bd! der nach dieser Ehrung stättgefundenen Feier, an der di# Spitzen der Stadtverwaltung sowie eine Anzahl Professoren der Universität teilnahmen, würdigte der Oberbürgermeister der Stadt Bonn, E. S p o e 1 g e n, die Verdienste Philipp- Sons um seine Vaterstadt. Professor Dr. Troll hob hervor, daß Geheimrat Philippsois als Begründer der modernen geographischen Wissenschaften in der ganzen Welt anerkannt und geehrt wird. - Deutsche Schriftsteller, di© während des H i t lerregimes durch Beschlagnahmen, Verböte ihrer Werke, durch Ausbürgerung .öder andere Maßnahmen geschädigt, oder der. ren Urheberrechte unmit1 eibar oder mittelbar verletzt worden sind werden gebeten, darüber . genaue Angaben mit Belegen und einem kurzen Lebenslauf an Drf. Georg Frantk, Präsident des Rheinisch-Westfälischen Schriftstellerverbandes e.. V„ Bad Godesberg, Äugustastraße 20, einzusenden. # . Nach langer Pause hat Lion F e u e h t w a n - g e r wieder ein Bühnenstück geschrieben. Eg behandelt die Hexen Verfolgungen in . Massachusetts im 17. Jahrhundert und trägt den Ti-, tel „Sam Witch Hunt“. Der in den Vereinigten Staaten lebende, 1900 in Dessau geborene jüdische Komponist Kurt W ei 11, , der die Musik zur „Dreigroschen- Oper“ schrieb, hat seine neue Oper »Der Feuerbrand“ beendet. (DENA.) / Das Gesuch der ersten Frau des verstorbenen Regisseurs Max Re i nh a r d t, Else Heims, seine Witwe, Helene Tbiraig, nicht mehr als Verwalterin seines Nachlasses - anzuerkennen, wurde von dem Oberen Gericht in Los Angeles abgelehnt. (AP.) BANKHAUS RUDOLF LOHR Postscheckko nto: HANNOVER |H«9 ] KommandH- Oosellsehaft ©•erfl.traB. 27, «.Effl. HAIVHMOV££R Draht: Ltthrbank, Hannover Erledigung sämtlicher bankmässlgen Geschäfte Ruf: 217A5/A0, ZHUTt POSTFACH 153 .Reichsbankgito: 27/47

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