Jüdisches Gemeindeblatt für die britische Zone
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt für die britische Zone
- Volume
- 2 (1947/48)
- Issue
- 11 (13.9.1947)
- Date
- 1947-09-13
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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Seite C Vi 13. September 1947 JÜDISCHES GEMEINDEBLATT FÜK DIE BRITISCHE ZONE Nr. 11 ~ 2 Jahrgang Das {Qdische Problem Dieser Tage hat ein jüdischer Kongreß in Bad Harzburg und in Belsen stattgefunden. Der Erinnerungsmarsch der „Uebriggebliebenen“ im ehemaligen Vernichtungslager Belsen ging über die im Staub verborgenen namenlosen Gräber von Männern und Freuen, von Greisen und Kindern. Nur wenige . Tausend sind es,, die den Rückfall deutscher Kultur in mittelalterliche Barbarei der Rasr senhetze überlebt haben. In der britischen Zone wird die Zahl der. übriggebliebenen Juden auf etwa-43000 geschätzt; dazu kommen etwa 8000 jüdische Flüchtlinge aus dem Osten; und ihre Sprecher auf dem Kongreß in Harzburg und Belsen weisen darauf hin,' daß nach der grauenhaften Aufopferung von 6 Millionen Menschen, die der Mordlust der Nazi-Verbrecher zum Opfer gefalle# sind, die Lage des - mitteleuropäischen Judentums in keiner Weise geklärt ist. ' - . .. ■ - \ . Es wäre verlogen, wollte man mit frommem Augenaufschlag erklären, in der deutschen Bevölkerung hätte man restlös die Unchristlichkeit und die ethische und praktische Berechtigungslosigkeit der Antisemiten eingesehen. Noch macht sich in manchen Kreisen verdächtig, wer Dichtimgeri von, Heinrich Heine liest. Noch ist vielerorts das Verständniiiiii!!iiiiiiiiiimi::::iiiMiiiimiiiiiiiiiimmiiiiiiiiiinmiiimii!iimiiiimiiniiiimminiinniiiMiiiii Im Gedenken an die Kämpfer Der Aufbau-Verlag, Berlin W 8, Französische Straße 32, gibt eine Sammlung der letzten Briefe von Kämpfern gegen das NÜziregime heraus, die hingerichtet oder von der Gestapo und der SS ermordet wurden. Der Verlag bittet, solche Briefe (möglichst im Original oder. Fotokopie) mit einem kurzen Lebensabriß einzpsenden. Auslagen werden zurückerstattet. KiAHiiimiiiiiiiimiimm::::miiiiini)iniii|iiiiiiiiiiiiiiiiiimiimmmnimiiiiiiimiiiiiiiiiirtiiiimii nis für die im Tillessen-Prozeß Wiede rauf getauchten Rathenau-Mörder größer als das für den Ermordeten, der zweifellos mehr für Deutschland getan hat, als manche „arische“ Patrioten, um noch einmal diesen verlogenen und haltlosen Ausdruck aus der Rumpelkammer nazistischer Begriffe zu gebrauchen, Es ist .bezeichnend,, wenn deutsche Juden in Frankreich um Aufnahme bitten (in der Berliner jüdischen Zeitschrift „Der Weg“), da sie ^angesichts der Haltung der deutschen Bevölkerung in Deutschland nicht bleiben könnten, Während Frankreich stets für Menschenrechte eingetreten sei. Man liebt es zur Zeit in Deutschland, auf antisemitische Tendenzen in anderen Ländern zu vefweisgj^jyhn Engländern könne man, so wird mit Genugtuung erzählt, mitunter züstim#ienc^ Aeußerunigen ‘ zu der “ antisemitischen Einstellung in Deutschland hören. Sicher gibt .es auch Engländer, die keine Sympathie für. ihre jüdischen Mitbürger aufbringen.. Zur . Liebe kann und soll man. keinen zwingen. Es kommt , aber darauf an, ob man sich über , seine persönlichen Neigungen und Abneigungen hinaus zur grundsätzlichen christlichen Nächstenliebe und Gerechtigkeit ' und . zu einer hurnahen Unparteilichkeit bekennt. Für eine hochkultivierte Nation ist das, eine Selbstverständlichkeit. Die soeben bekanntwerdende Maßregelung eines . englischen Beamten, der seine offizielle Stellung zu antisemitischen Aeußerungen mißbrauchte^ ist kennzeichnend für den Willen zut Unparteilichkeit im englischen Beamtentum.. , ‘ , Das deutsche Volk zumindest hat alle Veranlassung, den wenigen 'übriggebliebenen Angehörigen des Judentums zu bezeugen, daß es sich nicht mehr mit der ebenso törichten ■wie barbarischen' Rassenpolitik identifiziert, die Hitler als erfolgreichen Propagandatrickfür seine -politische Karriere benutzte. - Der Anteil der Juden am wirtschaftlichen und kulturellen -Aufbau Deutschlands ■— allein drei Viertel aller deutschen. Nobelpreisträger sind Juden — war groß; der Anteil der Nazis am wirtschaftlichen und kulturellen Untergang Deutschlands war noch größer. Daran sei stets erinnert. ' „ (Neues Tageblatt, Osnabrück) * * * Einem artierikanischen Pressevertreter gegenüber äußerte sich Professor Einstein; „Meine Staatsangehörigkeit ist noch nicht bestimmt. Bis zum Ende meines Lebens bleibe ich Amerikaner. Wenn es sich nach: meinem Tode herausstellt, daß meine Theorien richtig sind, dann sagen die Deutschen, ich war ein Deutscher, und‘die. Franzosen, ich wäre ein Welt-Bürger. Falls aber etwas in meinen Lehren nicht stimmen sollte, dann weiden die Franzosen sägen, ich waEDeutscher ' und die Deutschen: er ist doch ein Jude“. , WERNER ILLBERGs* muss sein Der ..Entnazifizierungsprozess zieht sich ein wenig in die Länge. Er hat seinen Sinn ein wehig verändert. Ursprünglich verstand man unter Denazifizierung die Reinigung den Wirtschaft und Verwaltung von schuldigen Elementen« Jetzt bedeutet dasselbe Wort- Reinigung des Verdächtigen und seine beglaubigte Qualifikation, wiederum auf seine Mitmenschen in mehr oder weniger offizieller Stellung losgelassen zu. werden. Es 'geht dabei streng gerecht zu. ' ■ Die Opfer des Naziterrors, besonders die Juden,, könnten'der Justiz sehr behilflich sein, ihre schwere Aufgabe schneller durchzuführen. So dachte auch Kurt Berger, ein deutscher Jude, der als Zensor in amerikanischer Uniform nach Deutschland kam. Er besuchte seine Heimatstadt Wölfenbüttel. Er stellte Nachforschungen nach seinen Eltern, an. Sie sind vergast worden. Er erfährt, daß einer der Quälgeister, die ihnen und ihren Kindern das Leben zur Hölle gemacht haben, noch frei in der Stadt herumläuft. Die F.S.'S. willigt ein, den Mann vorzuladen.vAuf Bergers Vorhaltungen, ..zuckt der Mann, sein Name ist Franz Helmke, einfach mit den Schultern. Wie die .meistert Deutschen leidet, er gegenwärtig än; teilweisem Gedächtnisschwund. Er kann sich nicht daran erinnern, einen Jungen Menschen naifienS Berger, den Bruder von Kürt, tagtäglich an der Bahn als Mitglied der HJ. geprügelt ^zu haben. Er weiß nichts,, davon, daß er den alten Vater einmal bewußtlos geschlagen hat. Er zuckt einfach die Achseln. In diesem Augenblick verlor Kurt Berger, der Vernehmung .beiwohnte, seine ' Nerven. Er schlug den Helmke ins Gesicht. Der verneh-. mende englische' Unteroffizier brach die Verhandlung ab, sandte Helmke aus dem Zimmer. Dann gab er Berger den Auftrag* den Mann nach Hause zu schicken. Als Helmke bei der Gelegenheit etwas Unverständliches erwiderte, verlor Berger seine Nerven zum zweiten Male, hob seine Hand. Helmke sprang -auf, fiel gegen die Tür,' und' lief fort.. In derselben Nacht noch wurde die Verhaftung . vorgenorhmen. Sie glauben, die , das „früheren“ Nazis? Nein '^pch, die des Juden Berger. Gerechtigkeit muß seih. Wir übergehen den Kampf'um die Zuständigkeit des einen oder änderen Gerichts. Genug, nach etwa einem halben Jahre wird der Jude Kurt Berger huf Verlangen der britischen Autoritäten-erneut nach Braunschweig transportiert, deutschen Behörden übergeben, ii)iiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiMiiuiiiiiiiiiiii!!iHiiiiiiiiiiiinuiiiiiiiMi|iiiMiiiiiiiiiiiiui!iiiiiiiiiHiMiiiiiiiiiiiiuiiHiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiii::::'iiiiiiiiüiiiiiiHiiii|uiiiifitiiihiiiiniimiiiiiiiimiiiiuii)mi!(iiim die ihn fesseln. Einige. Tage später steht., er vor einem englischen Militärgericht. Ein englischer Anwalt kann 'nicht beschafft werden, ein deutscher wurde trotz' Verlangens des Angeklagten nicht zügezogen. Zeugen können nicht erreicht werden, wenigstens keine'Entlastungszeugen. Der Deutsche ih amerikanischer Uniform kennt diev englische Verhandlungsweise nicht. Niemand kann ihn beraten. Der Kläger tritt -als Zeuge auf, wie britisches Gesetz es vorschreibt. Es erlaubt, daß der Angeklagte - ihn, ins Kreuzverhör nimmt.' Berger weiß davon nichts und macht"' deswegen keinen Gebrauch davon. Der Kläger hat einen zweiten Zeuge mitgebracht, feinen Weinhändler aus. Wölfenbüttel, Kurt Mast mit Namen, fix und fertig entnazifiziert, Stadtrat und Vorsitzender der CDU.' Er ist es, der dem Kläger den „väterlichen Rat“ erteilt' hat, Anklage zu. erstatten. Die Verhandlung; dauert unter diesen Umständen nur kurze Zeit. Dann folgt das Urteil: Zwei Monate Gefängnis.-Kurt Berger wird die amerikanische Uniform auszogen. Er sitzt in einem deutschen Gefängnis, mit deutschen. Rationen. Gerechtigkeit muß sein..; ", 'c ' .Franz, Helmke, der Deutsche, läuft immer hoch .frei herum. Wo kein Kläger ist, da ist auch kein Richter, . - Es soll nicht verschwiegen werden, daß Kurt Berger sich durch' seine Unbeherrschtheit formal ins Unrecht . gesetzt hat. Aber was das r Formelle anlangt, ist eine Verhandlung ohne die Möglichkeit der Zeugenladung und ohne Anwalt auch nicht gerade ein Vorbild. Auf jeden. Fall scheint der Beweis erbracht, daß die Justizschnell arbeiten kann — wenn sie will. Wir wundern uns nur, warum sie e.s nicht will oder kann, wenn es gegen die geht, die all das Übel begonnen haben. Franz Helmke igt immer noch auf freiem Fuße. Und mit ihm viele andere. Zwei Monate gehen schnell herum. Aber zwei Monate ^Gefängnis sind kein Vergnügen. Und die Strafe wird im Führungszeugnis vermerkt werden. Wenn Kurt Berger, der den Alliertfen geholfen hat, den Krieg gegen Hitler zu gewinnen, nach Amerika äuswandern will, wird dieser Vermerk im . Führungszeugnis ein großes Hindernis sein. Wir'bitten darum Juristen, die diesen Artikel lesen, etwaige Ratschläge zur Verbesserung dieser verzweifelten Lage eines jungen Menschen, der die Eltern durch die brutalen Mordmethoden Hitlers verloren hat, der Redaktion zur Weiterleitung zuzusenden. In England sind in diesen Wochen, kurz nacheinander, zwei Menschen gestorben,- die im jüdisch-kulturellen Leben des Vorkriegs- Deutschland . eine namhafte Holle »gespielt haben:-ein Wissenschaftler und ein Künstler.. Der Wissenschaftler ist Dr. Ludwig Feuchtwariger, Kulturhistoriker und Soziologe, einer alten jüdischen Familie Bayerns entstammend, Bruder von Lion Feuchtwanger. Jahrelang war er Lektor des' Münchener Verlages Dpnker & Hdmbiot gewesen, Forscher, Kritiker und Schriftsteller in einer Person, ein auf den mannigfachsten Gebieten bewan- Kultiircfezenat des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, , . , Stoffelfer Straße 11 ,. ■ . / teilt, mit:- Das Kulturdezernat plant im kommenden Winterhalbjahr die kulturelle Arbeit zii intensivieren und will durch gemeinsame Arbeit das gesellschaftliche und geistige Lehen fordern. Zu diesem Zweck planen wir -verschiedene Veranstaltungen.- Um ein zusammenhängendes gesellschaftliches Leben herzustellen, wollen wir ' auch die in Nordrhein und Westfalen lebenden Künstler heränziehen. Zunächst versuchen 'wir, den ~ jüdischen Menschen unsere Geschichte' näherzubringen und veranstalten in , der Folge einen Zyklus von Vortragsabenden üsw. Zu diesem Zweck werden wir, verschiedene Referenten und jüdische Persönlichkeiten veranlassen, - uns. behilflich zu Speziell. interessiert uns; jüdische Literatur und Musik. Auch wollen wir gelentlich eine Ausstellung schaffender jüdischer . Künstler veranstalten; Alle interessierten Künstler wollen-uns deshalb ihre Adresse bekänntgeben, ' damit wir mit ihnen in Verbindung treten können. V derter, gründlicher Fachkenner, dessen Sorgfalt, Niveau^ und'Stil viele seiner „Fakultät“ in den Schatten stellten. Seine fast universale Kenntnis umschloß Jüdisches irr weitem Maße. Das - jüdische Schrifttum und die jüdische Bildungsarbeit ih Deutschland zwischen den Weltkriegen erfuhren durch Ludwig Feuchtwänger einen starken'Impuls, und eine wertvolle Bereicherung. Seine vielseitige pädagogische Tätigkeit in England fand> nicht allein viel Anerkennung, sondern war auch in gewisser Weise für ihn eine Fortsetzung -früheren Schaffens. ' ,' Der andere ist Dr. Hans Büx bäum; Theatermann durch und durch, der einst in Duisburg und Frankfurt a. M. wirkte, vielen Juden insbesondere von seiner Tätigkeit als Lfei'ter der Hamburger jüdischen Kulturbuhdbühne bekannt, die ihn auch in enge Verbindung mit der von Berlin ausgehenden jüdischen. Kultürbundbewegung. brachte. Nach seiner AusWan«- derung im Jahfe 1938 fand er bald eine ihm gemäße Arbeit,, indem ihn die Londoner 'BBC. in seine deutsche Abteilung berief,. wo er jahrelang eine wichtige und verantwortungsvolle Funktion äusübte. .. —th.— Ein jüdischer Dichler ' , ZU SEINEM ZWEITEN. TODESTAG ' Als Franz Werfel vor zwei Jahren (am 27. August) in Beverly-Hills starb, weilte er erst ‘fünf .Jahre in Amerika, denn er verließ Europa irh Jahre 1940 als einer der letzten Emigranten, nachdem er nach Hitlers Machtantritt in seine Heimatstadt Prag zurückgekehrt war und hier gelebt hatte, bis Si^dfrankreich ihm neues Asyl bot, als die Tschechoslowakei besetzt Wurde. Werfels gesamtes »literarisches Schaffen war darauf gerichtet, die Menschen zu erschüttern, sie in ihrem Innersten äufzüwühlen, um sich so aufnahmebereit zu machen für seinen Ruf nach. der Brüderlichkeit. Der Kreis, den er um sich zu. sammeln wußte, war flicht allein durch die: bestehende Form seiner Prosa gefesselt, sondern vielleicht mehr noch durch seinen Willen, in die gleichgültigen ( Herzen das Mitgefühl zu pflanzen. „Warum mein Gott, gabst du mir picht tausend Hände zu helfen, tausend Herzen zu fühlen!“ Dipsen Schrei stieß pr bereits als junger Lyriker- -aus und eP Weht Unausgesprochen durch all seine , Werke, durch: seine'Novellen und Romane („Nicht .der Mörder, der Ermordfete ist. schuldig“, „Der Tod des Kleinbürgers“, „Abituriententag“, „Barbara oder die Frömmigkeit“, „Das Lied der Bernadette“) und seine Dramen, von denen „Jakobowsky und der Oberst“ jetzt wieder von deutschen Bühnen auf geführt würde. In seinem-großen, im Jahre 1920'geschriebenen Roman- „Verdi“ hat er eine Art innerer Selbstbiographie zu geben versucht, indem er seinen Romanhelden zwischen Norden und Süden, stellte, deren formenden *Elemepte in ihm, dem in Prag Geborenen, lebendig waren,; unrühevoll, drängend und stets nach Versöhnung süchend. ", („Hamburger Echo“,). Jüdische Arbeit in Neupolen In Breslau ist vor kurzem eine jüdische Kulturausstellung eröffnet-worden. .Die verschiedenen graphischen Darstellungen zeigen, daß es im Juni 1945 in Niederschlesien 4000 Juden gab, die dort in) Sfechs Gemeinden' organisiert waren. Am 1. November lebten 71809 Juden in Niederschjesien, die sieh auf 38 Städte und Dörfer verteilten. Das ist mehrals die Hälfte aller in Polen lebenden Juden. , Die jüdische , Kulturbewegung in Niederschlesien ist erstaunlich gewachsen; Sie umfaßt 19 Theaterklubs, Chöre, 2 Orchester, .19 Bibliotheken und Leseräume, 20 Kindergärten1 usw-. Die Gesamtzahl der jüdischen Studenten beträgt 2806; 104 jüdische, Lehrer sind in,22 jüdischen Schulen mit 106. Klassen tätig. Dane- : ben.besteht eine jüdische Volkshochschule, die dem jüdischen Komitee für den Kreis Wroclaw (Breslpu) angegliedert ist. Das genannte Komitee hat auch die erste niederschlesische Publikation in Jiddisch herausgegeben. Endlich _ ist unlängst ein ^jüdisches Theater, entstanden, das nach Breslau verlegt worden’ ist. Nach Niederschlesien ist Westi-Pommern, im besonderer! Stettin, ein bedeutendes Zentrum, jüdischen Lebens. Hier ist. es mit Unterstützung der zentralen und lokalen polnischen Regierungsbehörden gelungen, in kürzer Zeit ein reges jüdisches. Wirtschaftsleben ' aufzubauen. Neben zahlreichen privaten Unternehmungen sind verschiedene große Genossenschaften-ins Leben gerufen worden, fo u. a. die Fisfeherei-Genossenschaft N „Rybak Szcze-- cinski“ (der Stettiner Fischer), die außer einq-'rn großen Ficherei-Kutter eine Reihe von kleineren Bpoten unterhält und mit modernste 2T Fischefeigeräten ausgerüstet ist. („Aufbau“, New York.) niiimiiiimimnimiiiiiiiiniimiHiiiiimtiiiiii!iiMimiiimiiiiiiiiuiiH|tiimii::::immiiiHiiHinnm . NEUE BÜCHER Carl Zuckmayer: „Der Seelenbräu“ (Suhrkamp-Verlag, Berlin). ( Solomon Andhill Fineberg: „Overcoming Anti-Semitism“ (Verlag Harper, New York). Ueber die Bekämpfung des Antisemitismus; * der Autor ist Mitarbeiter’ des „American,; Jewish Committee“. . E. J. Dihgwall: „Raciäl Pride and Prejudice“. (Verlag-Watts.). Mit einem Kapitel über Antisemitismus. X Martip Buber: „Dialogisches Leben“, (Verlag Gregor Müller, Zürich). Enthält , die gesammelten ^philosophischen und pädagogischen ' Schriften Bübers, . -; Jacques Kayser: ,,L‘Affaire DEeyfus“ (Verlag Gallimard, Paris). Rudolf Semmler: „Goebbels — The Man next , to Hitler“. (Verlag Westhöuse).; Jean-Paul Sartre:, „Reflexions sur lä Questipn Juive“. (Verlag P. Morihim, Paris); Ueber | den-Antisemitismus. Jeanette Wölff: „Sadismus oder Wahnsinn“., (Verlag Emst Bretfeld, Greiz). Erlebnisse einer Jüdin in deutschen Konzentrationslagern. - F. A. Kramer: „Vor den Ruinen Deutschlands —Ein Aufruf zur Selbstbesinnung“., (Historisch-Politischer Verlag, Koblenz). Mit einem Kapitel „Greuel ohne Zahl“; das sich u, a, .mit dem Vernichtungsfeldzug gegen die Juden befaßt. _; Jacques Barzun: „Ton Menschlicher Freiheit“, (Verlag Hermann Rinn, München). Ueber- ‘ setzung des amerikanischen Büches ‘ „Of. Humän Freedom“1. Ein besonderes Kapitel ist dein „RassengeisF* gewidmet,; der den Geist vernichtet. , ~ Gasisläiie BÖCkmaim Düsseldorf) Graf-AdolfrStraße 49-5S Ruf 18202 u. 18222 v Die führende Groß-Gasfs(ätfe DüsselÜorf, Gtaf-Adoi{*Str. 30 — G«gr. 1896 — Fernruf 29995/96 Krankenhaus»! und Aerzte*Einrichtungen Auch Kcpara'tur-Ausfiihrungen Fabrikanten und Importeure, die. an einem Angebot bester Südafrikanischer Wolle interessiert sind, wollen sich mit Angabe von, gewünschter Qualität und Menge an folgende Adresse wenden- — Muster und Prpise stehen zur- Verfügung. — Lieferung garantiert! johannesüurg ÄNCOI PTY LTD .P.0.BOK9179 Süd Afrika Cablek: Ancom (obannesburg HOFBLUMENHAUS J(aspar fiiss Düsseldorf, Graf« AdolfrStr. 9 — Ruf 22354 u. 223Ü4 Gaststätte & ■ Doplinundep Hof Inh. ’ Fritr Boy W Ü P P E R T AL * E L B ERFELD .♦ Calvinstraße und Kirchplatz — Ruf 37213 4339