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Jüdisches Gemeindeblatt für die britische Zone · 1947-09-13 · 11 (13.9.1947) · p. Seite 7

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für die britische Zone
Volume
2 (1947/48)
Issue
11 (13.9.1947)
Date
1947-09-13
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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2. Jahrgang — Nr. 11 JÜDISCHES GEMEINDEBLATT FtE DIE BBßTISCHE ZONE, 13. September 1947 — Seite 7 - : « - ■■■ ----- - - ■ ■ - —■ .-—--— ■ -.- ...... 1 M.» Gladbach mH Wie wir aus zuverlässiger Quelle: erfahren, hat der frühere jüd. Inhaber der bekannten Mech, Weberei L. Jörissen & Go., M.-Gladbach . > Herr Robert Voss '; diese wieder übernommen. Es ist die erste Weberei,*1 yeiche nach Niederschlagung des Nationalsozialismus in'M.-Glädbach wieder in jüdischen Besitz überging.. . Wiv gratulieren, hierzu .Herrn Voss herzlich, und wünschen ihm für die Zukunft den besten Erfolg. - * . Unter dem Vorsitz, des Vorstandes, der jüdischen Gemeinde M.-Gladbach’, Kurt, Kecht, fand am Montag, dem 1. 9. 1947 im Büro der jüd. Gemeinde M.-Gladbach die Gründungsversammlung einer jüdischen Jügendgruppe statt. In einem kurzen Referat sprach Kurt Hecht über die Situation, in der wir Juden uns heute in Deutschland und in der ganzen Welt befinden. Er forderte die jungen Men- Füir alle jüdischen KZ. -und Kriegsinvaliden wird, wie in änderen Ortschaften auch in Nordrhein und Westfalen ein Invalidenverband gegründet. . . Alle KZ.-, und Kriegsinvaliden werden gebeten, sich bei Herrn Willi Fischei’, Krefeld, zu registrieren. ' ' ' , . sehen auf, in der Erkenntnis dessen was hinter uns liegt und in, der Voraussicht ■ dessen. was uns bevorsteht, nicht .wieder . dieselben Fehler zu machen wie unsere Eltern, sondern uns zusammenzüschließen in der Stunde des gemeinsamen Schicksals. Es ist eine absolute Notwendigkeit im- Verband jünger- Menschen,, wieder ein jüdisches Leben, zu führen. Er führte weiter' aus, daß es-für die Jugend nur ein. Ziel in ihrer Arbeitsgemeinschaft geben kann, nämlich den Blick auf ihre Heimat Evez Israel zu richten-und danach zu , trachten, bald dort selbst am Aufbau mitarbeiten zu ■ können. Er. versprach den Anwesenden,’ sie in allem zu unterstützen und mitzuarbeiten1 Soweit es in seinen Kräften steht,' wie. er es auch bisher getan hat. ‘ . Mit Freude wurde die Idee - der Gründung einer Jugendgruppe von den Jugendlichen' der Gemeinde M.-Glädbach aufgenommen. Durch Wahl wurde einstimrhig beschlossen, daß Steffi Bader -Hecht und' Lore Herzberger für die Organisation verantwortli<$} ^eichneo'- soll. Für die rein . technischen Fragen stellte sich Hans-Mario Mayerhoff in den Dienst der Sache. Man beschloß, Mas jüd. Gemeindehaus M.-Gladbach mit Hilfe aller Mitglieder soweit »wieder herzustellen, daß wenigstens ein Raum , für Versammlungen, Aussprächen, Spiel und .Vergnügüngen benutzt werden kann. Die neue Jugendgruppe bittet nun die Jugend ( der benachbarten Städte, mit ihr zusammenzuarbeiten, um so zu versuchen, auch hier ein jüdisches Leben zu führen. Bielefeld; Herr Otto Rosenberg, Sohn des verstorbenen Sanitätsrät Dr. Rosenberg, der im Jahre‘1935 unter dem Druck der Verhältnisse nach ' Schanghai emigrierte, kehrte kürzlich nach Bielefeld zurück. Derselbe schilderte im Büro, unserer Gemeinde seine „guten“ Eindrücke von Schanghai und machte Mitteilung davon, daß. sehr viele Glaubensgenossen ‘ von Schanghai nach Amerika wieder aüswanderteh. Hannover Am 7. August veranstaltete das Jüdische Komitee zusammen mit; der Jüdischen Gemeinde einen Vortragsabend, an „welchem der bekannte Künstler Hermann Jablokow gastierte., ' ■ ■ ■ Das volle. Haus spendete dem- Künstler, der es verstand«! hat, uns die alte jüdische Kultur in Erinnerung ±\x rufen, reichen Beifall. Norbert Prager, das Vorstandsmitglied den Jüdischen Gemeinde sprach, Hermann Jablokow im Namen des Komitees und der Gemeinde den herzlichsten Dank aus. 'Wuppertal* Unser ältestes Gemeindemitglied Max Wahl, Wuppertal, Nützenbergerstraße 29, wurde. am 4. Sept. 77 Jahre alt und feierte am 6. September seine silberne Hochzeit. . / Am 2. Oktober wird das älteste Mitglied unseres Bezirks, Dr. Emil Kronenberg, So-' lingen-Höhscheid, Neuenkamperstraße 74, 83 Jahre alt. ■ Dr. Kronenberg ist..'körperlich und geistig noch frisch und rege, und es verdient besonderer Erwähnung, daß er in der schweren Zeit in Theresienstadt in aufopfernder Weise seinen Leidensgefährten beigestandeh hat. Wir gratulieren herzlich. Jüdische Gemeinde Wuppertal. 1 Jahrzeit In einem Schreiben beklagt sich der Einsender darüber, daß es vielen jüdischen Menschen nicht möglich ist, , am Jahrzeittag ihrer Angehörigen Minjan zu haben und Kaddisch sagen zu können. Der Einsender schreibt mit Recht; daß dies eine ganz besondere Ehrenpflicht für jeden. Juden ist und daß man gerade ah der Erfüllung, dieser Pflicht das jüdische Herz und damit den Juden überhaupt erkennt.;: - Als Referent für gottesdienstliche, Fragen im Kulturdezernat möchte ich diesem Schrei- .ben öffentlich Stellung nehmen, da es die gesamte jüdische Öeffentlichkeit Interessieren dürfte und ängeht. Der Einsender dieser Zuschrift übersieht, daß nur eine sehr, geringe Anzahl Judendem Massenmord des . dritten Reiches entkommen sind und wir mit 5 viel Mühe eine Anzahl jüdischer Gemeinden'in der britischen Zone wieder aufgebaut haben, daß aber andererseits sehr viele Juden überall verstreut leben, "die sich zu einer Gemeinde leider »nicht zusammenschließen können. In den größeren Gemeinden, -z. B. Düsseldorf, Köln, Essen usvf.,' findet jede Woche regelmäßig Samstags ein Gottesdienst statt und es ist hier jedem Gelegenheit geboten, entweder am Samstag vor der Jahrzeit oder am Samstag danach Kaddisch zu sagen. ';, Bei uns in Düsseldorf Wird jedenfalls von dieser Möglichkeit von allen Mitgliedern Gebrauch gemacht. ' V ' Den jüdischen Glaubensgenossen, deren Wohnort von einer solchen Gemeinde mehr oder weniger , weit entfernt liegt, müssen wir daher empfehlen, die nächstgelegene 'größere Gemeinde aufzusuchen, wenn sie ein Interesse daran haben, am Jahrzeittag ihrer Verstorbenen Kaddisch zu sagen. / Die Vorsteher der einzelnen -Gemeinden werden jederzeit .bereit sein, darüber weitere Auskunft zu erteilen, , A._ Sieradz. A b o n n e men t: (inet. Porto- und Zusendung unter ^Kreuzband): Deutschland: 3 Monate RM. 3,30, 6 Monate RM. 6,50, 12 Monate RM. 12,80. .Ausl a n d: (vorläufig nur England und USA) 3 Monate RM. 4,40, 6 Monate RM. 8,60, 12 Monate RM. 17,— Ueberweisung nur auf Postscheckkonto: Essen .68080.' . Jüdisches Gemeindeblatt 'für die britische Zone ’ Düsseldorf-Benrath; Friedhofstraße 23—25. Die Geburt unseres Sohnes : *; S&o , zeigen hocherfreut an: Herrn ahn Rybak und Frau Frieda, geh. Holland Ahlen, 18. Juli 1947 ' ’ " Aäfesse: Jüdische Gemeinde ,AhIen/Westf. Am 10. September 1947 beging* unser Ge» meindemitgli(ed HeSrr Paul Isacsöhtt ‘ s seinen 60« Geburtstag. In wenigen Monaten seit seiner Rückkehr aus Sibirien hat er sich sehr gut eingelebt und befindet sich in sehr guter seelischer, und körperlicher"Verfassung. Wir wünschen, ihm fernerhin alles Güte. Jüdische Kultusgemeinde Bielefeld Am 9. Oktober begeht Herr Adolf Schwede nb e r g* Köln-Ehrenfeld, Nußbaumstr. 70, in körperlicher und geistiger Frische seinen 75. Geburtstag. Wir übermitteln hierzu -die herzlichsten Glückwünsche. Jüdisches Gemeindeblatt für die b'rit. Zone. Der Vorsitzende der Synagogengemeinde von Lippe, Adolf Sternheimr, begeht am 14. September seinen 76. Geburtstag in Rüstigkeit und geistiger Frische. Wir gratulieren herzlich und wünschen ihm noch* viele glückliche Jahre. ~ Jüdisches Gemeindeblatt für die britische Zone Unser Gemeindemitglied; : , Frau Berta Graf, geb. Marx, feiert ihren 60. Geburtstag, wozu wir herzlichst’ gratulieren. Synagogengemeinde Bonn. Allen unsern jüdischen Brüdern und Schwe* stern des In* und Auslandes wünschen wir ein herzliches " Le Schonoh Tauwo Vorstand und Repräsentanz der Jüdischen Gemeinde Hannover Allen Freunden und Bekannten ein herzliches. Le Schonoh Tauwo Adolf Nußbatim und Frau Hannover Allen unseren Freunden und Bekannten-wün* sehen ein herzliches ' ' Le Schonoh Tauwo ' 5708 /; Julius Dreifuß und Frau ' Düsseldorf,Wildehbruchsfr.75 Ein herzliches 1 Le Schonoh Tauwo 5708 allen Chawerim und Freunden des Landesverbandes der Jüdischan Gemeinden von NcrdrheiinsWestfalen, Düsseldorf Allen Freunden und Bekannten zum Jahreswechsel Le Schonoh Tauwo . Abr. Fischmann und Familie ,. DüsseldorLBenrath , v‘ . \ •' ’ . ' Le Schonoh Tauwo 5708 wünscht ' Vorstand und Repräsentanz der Synagogengemeinde Düsseldorf Allen Freunden und Bekannten ein herzliches Le Schonoh Tauwo Alfred Jonas und-Frau ’ Hannover 1 Meiner Schwester, allen Verwandten und Freunden ih Deutschland und der ganzen ■■■ Welt ■ Le Schonoh Tauwo Hans Finke A.J.DC.Children’sHomse Hamburg*Blankenese Allen Freunden und Bekannten ein herzliches Le Schonoh Tauwo v ' Norbert Frager und Frau Hannöver ' ■ -■ ■ ... -■ „■. HE I RATS - AN ZEIG EN Jüdin, End Vierzigerin, weit jünger aussehend, alleinstehend * (Mann durch Gestapo, andere im K. Z. verloren), lebensbejahend und ge-- schäftstüchtig, sucht passerfden Lebenskameraden. Großhandelserlaubnis, - Wohnungseinrichtung und Vermögen vorhanden. Interessenten wollen sich unter H. 102 an die Geschätfsstelle des jüdischen Gemeindeblattes wenden. , ßosch»ha«sdianah 5708 Allen Juden in Deutschland und in der ganzen Welt Wünscht ein * glückliches neue§ Jahr . Jüdische Kullusgemeinde Trier Zu Rosch-haschonoh und Jom Kippur finden im Betsaal des OberlandesgericKtes in Düsseldorf, Cäcilienallee 2 folgende Gottesdienste statt: Sonntag« den 14.9.1947: Erev Roschhaschonoh, 18.00 Uhr Montag, den 15.9.1947: l.Tischri5708, l.Tag Roschhaschonoh 9.30 Uhr Dienstag, den 16.9.1947: 2.Tschri 5708,2.Tag Roschhaschonoh 9.30 Uhr Dienstag, den 23. 9,1947: 9.Tischri5 708,18.00 Uhr Kolnidre, Mittwoch, den 24.9.1947:10. Tischri 5 708, Jom Kippur 9.30 Uhr Seelenfeier und Predigt 12.30 Uhr Der Landesverband Nordrhein-Westfalen ' teilt mit: Der Herr Justizminister hat durch Erlaß vom 28. Juli; 1947 — Aktenzeichen Hb—3440—2 — folgende ' Anordnung des Gebietsbeauftragten der. Militärregierung vom 21. Mai 1947 (NRW/ RGO/2416/8/3) . den Herren Oberlandesgerichtspräsidenten, Köln, Düsseldorf und Hamm zur Kenntnis gebracht: L . V . „Rassisch und politisch Verfolgte,, d. h. Ju- \ den wie Nichtjuden,. denen beschlagnahmte ‘ Möbfel von den deutschen Behörden zugewiesen sind, können durch keinerlei Erlaß xgezwungeif werden, solche Möbel . zurückzugeben.“ _ ’ .' Ih dem o. ä. Erlaß , weist der Uerr Justizminister darauf hin, daß gemäß der-Anweisung Nr. 29 der Legal Division vom 1. Juli 1947, die' demnächst veröffentlicht wird, die deutsche Gerichtsbarkeit .ganz allgemein in den Fällen ausgeschlossen ist, in denen eine Anordnung eines leitenden Beamten der Militärregierung direkten Einfluß auf die Sachentscheidung hat. In diesen Fällen . ist die Durchführung. des Rechtsstreites unstatthaft.. ... -J . .. K. AOSNDAe.1 UM 1947 5707 \ Sept. IX). Mittwoch Elull 25. 11. Donnerstag „ 26. „ 12. Freitag * ' v „ 27. „ 13. Sabbat-^^gj 9 3QUhr - „ 28. ■ » 14, Gottesd. 18 Uhr oOnntag prcw;xRosch=has chono „ 29. 5708 „ 15. Gottesd. 9.30 Uhr Montag Rosch,haschonö TiSchril. „ .16. - Gottesd.9.30,Uhr , JJlenstag2.TagRosch.haschono 2.| „ 17.' Mittwoch^elicliaiIS7om;Qedaijiaj1 * ” , ■ 3- I , 18. Donnerstag ,,. . ,v 4*i i9. Freitag V. '/ - ” 5*l .; J 20. ,Sabbat ' „ Uottesd.9.30Uhi ” 6* fi ■ „ 21. Sonntag 9 „ »; 7.1 - „ 22. Montag >> SchlosdtEsrejMidol 8. I „; 23. Dienstag . „ „ 9 | „ 24. Mittwoch „ 10. j Wer war mit: ... Michael Umansky ' in Auschwitz, Lg.-Nrl 189,663 (ab Juli 44) zusammen Und . wer kann mir Auskunft über ihn erteilen,? v , Wilma Umansky, Hannover-Limmer, ■ (Gartenbauschule Ahlem) - Wer kann mir Auskunft geben über ' Minna Udewald, zuletzt wohnhaft Wuppertal-* ' Elberfeld. ■ ... : ' Arthur Heidelberg, dessen Ehefrau Frieda, geb.’ Udewald, deren Kinder: Gerd, Horst und -Rita aus W.-Elberfeld. Berthöld Falkenstein, dessen Ehefrau Lieschen geb. Udewald, deren Kinder . - - ' Margot und’ Hanna aus. Wuppertal-Elberfeld, sämtlich am 9. 11. 41 nach Minsk deportiert. Fritz Udewald,' zuletzt Sayn b. Koblenz, deportiert, wohin unbekannt. Für jede Auskunft danke ich im Voraus herzl. Julius Udewald, Wuppertal-Barmen, Brombergerstr. 26, II., Tel. 55131. - Wer kann Auskunft gebeh über r Hans Herbert Isaak, aus Köln, Sohn von Dr. Max Isiaak aug Köln. \ Hans Herbert:-Isaak wurde vcjn Theresiens t a d t am 18. Oktober ' 1944 mit seinen Eltern und jüngerem Bruder hach Auschwitz, von dort nach Gleiwitz transportiert. Angaben erbittet •* Salli Goldschmidt, Düren (Rhld.) . Uhlandstraße 2. Wer kann mir über den Verbleib meines Gatten Leopold Schuster, letzte Wohnung bis Oktober 1938 Düsseldorf, Kapuzine'rgasse 12/14 , Auskunft geben? Er wurde von hier nach Polen deportiert. Ab 1939 in Rielce, b/R. Mydlo Okszea, 20. Jede Auskunft und Anhaltspunkte erbittet Frau Otty Schuster, Düsseldorf-Derendorf, Bankstraße 10. We\* kann Nachricht oder irgendwelche Anhaltspunkfe über den Verbleib meines Bruders Sally Ileimann, wohnhaft in Hassfurt bei Bamberg und desäea ' . . . - Ehefrau, Idat Heimann, geh. Frank, erteilen. Sie wurden am 22. 4. 1942 von Würzburg vermutlich nach Lublin deportiert. Nachricht erbeten an; Emil Heimatin, Biedesheim (Pfalz), Hauptstraße 38,« Kreis Kirchheimbolanden. -I M -t. s I “'b Lizenzträger, amd Hauptschriftleiter: Karl Marx, Düis«ldorf, Golzheimet Straße 110 Telefon 23003 / Verantwortlich für den Anzeigenteil: Benno Wallach/ Düsseldorf, LinEremannstraße 104, Telefon 6313|! / Veröffentlicht mit Genehmigung der Nachrichten« kontrolle deir' Militär»Regierung. / (Lizenz Nr. 50) — Drück: Buchdruckerei Tischler & Schaffer, Düsseldor&Benrath, A H. 33.

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