Jüdisches Gemeindeblatt für die britische Zone
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt für die britische Zone
- Volume
- 2 (1947/48)
- Issue
- 9 (13.8.1947)
- Date
- 1947-08-13
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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B. Jahrgang — Nr. 9 JÜDISCHES GEMEINDEBL ATT FÜR DIE BEI TIS CHE ZONE - 13. August 1037 —r Seite 5 PALÄSTINA Die jüdische Terroristen-Organisation „Irgun Zwai Leurni“ in Palästina gab bekannt, sie habe ihre Drohung ausgeführt und im Anschluß an die Hinrichtung von drei jüdischen Terroristen zwei entführte britische Unteroffiziere durch den Strang getötet. Britische Truppen und Polizei suchten ein Gebiet bei Nathania ab, wo die jüdische Terroristenorganisation nach ihren Angaben die beiden britischen Unteroffiziere getötet , hat. Nach längerem vergeblichem Suchen wurden die Unteroffiziere jetzt gefunden. In diesem Kommunique' der Terroristenorganisatiori .heißt es: „Gegen diebeiden Unteroffiziere wurde ein- Verfahren wegen Spionage eingeleitet, in dessen Verlauf sie für schuldig befunden wurden. Ungesetzlich auf dem Boden Palästinas zu seih.“ Außerdem hielt map sie der Mitarbeit in der britischen Besatzungsarmee für schuldig. Die Hinrichtung sei keine Repressalie, sondern ein gesetzmäßiger Vorgang, den die Organisation .von nun an gegen die britische Besatzungsarmee unternehmen werde. (.BBC) Bei einer Razzia wurden in einer jüdischen Maschinenfabrik’ KönStruktionspläne für yen? schiedeme Waffen sowie Teile derselben vorgefunden. Die Fabrik wurde geschlossen und unter Militärkontrolle gestellt. (Deng-Reuterj .Dejr Kommandeur des „fIrgip“, Men^em Begin, hatte an den Bürgermeister von'Nathania folgendes Schreiben gerichtet: „Diesmal Werden wir die zwei Geisel nicht entlassen und nicht erlauben, daß jemand für «ie intervenieren soil. Diesmal meinen wir es ernst. Wir werden sie erhängen, wenn1 unsere Kriegsgefangenen, die drei zum Tode verurteilten Terroristen, die in der Festung vpn Akko ihre Exekution erwarten, nicht anständig behandelt werden.“ (ü. P.) \ / ' ■" - 1 Britische Kriegsschiffe stellten am 18. Juli an der Küste Palästinas das Schiff „Exodus Europa 1947“ (früher „Präsident Warfield“) mit 4554 Einwanderern. Es kam zu einem Gefecht zwischen Juden ’ und britischen Seeleuten. Drei Juden wurden getötet und 120 verletzt. Die übrigen 'Juden wurden mit Gewalt auf \ britische Kriegsschiffe : überführt. Dieser Angriff der britischen Flotte auf das „illegale“ Schiff entflammte in Palästina eine Welle von Protesten.! * Der Leiter des jüdischen Weltkongresses, Rabbin'er Dr. Stephan Wise, appellierte an Premier Ättlee, den 4554 jüdischen Einwanderern, die nunmehr nach einem südfranzösisehen Hafen zurückgekehrt seien, die Erlaubnis zu geben, nach Palästina einzuwandem. Dr. Wise /«w-iuvor bereits einen ähnlichen App»1»!! an Apßb^minister Marshall gerichtet. In seinem Schreiben an Attlee erklärt Dr. Wise, er sei überzeugt, daß der britische Außenminister -die erforderlichen Schritte -unternehmen werde, um die Bedrängnis dieser unschuldigen Opfer des Nazismus zu beenden. y per französische Ministerpräsident Paul R^r madier gab bekannt, daß Frankreich die 4554 illegalen jüdischen Einwanderer de? „Präsident Warfield“ als ständige Einwohner aufnehfnen wolle. Diese Auswanderer seien* das Opfer eines Betrugs geworden. Der General?- Sekretär des Weltgewerkschaftsbundes-in Paris hat für die .Deportierten Hilfe zugesagt. ' In Frankreich wurdenVorbereitungen für ihren Empfang begonnen. Die französische Regierung forderte die Vereinten Nationen offiziell: auf, Maßnahmen zur Kontrolle der jüdischen Einwanderung, nach Palästina zu treffen. (BBC) Die „Hngahah“ hat-bisher mit 4er britischen Ärmels „Waffenstillstandgehalten, jetzt, nach der Deportierung der letzten 4554 „Illegalen“, erwartet man eine Aenderung der Stellung der „Haganah“. Ein Sprecher der „Jewish Agency“ protestierte scharf gegen den „Piraten-Angriff“ auf ein Schiff, daß mit. „so viel menschlichem Elend“ geladen war. Die freiheitliebenden Völker der ganzen Welt erklärte der Sprecher — werden an der Verbitterung und dem Schmerz des jüdischen. Volkes teilnehmen. (Reuter) , „Irgun“ gab bekannt, daß in Kürze die Vereinigung aller jüdischen Untergrundbewegungen zu -erwarten sei. Es soll eine einheitliche Militärkraft von 100000 „Mitgliedern entstehen. Der Generalstab des „Irgun“. veröffentlichte Einzelheiten über die Arbeit der UNO-Kommission und gab einen Überblick über die zukünftige Tätigkeit. Im-' Bericht’ wird eine schnelle Aenderung der Taktik der „Haganah“'. vorausges.agt. (Dena-rlns.) Bei Haifa griffen Terroristen mit Maschinengewehren eine Radar-Station an, äie bei der Suche nach „illegalen“ Schiffen an den Küsten Palästinas Verwendung fand. Die Eihrichtungen deb Station würden. beschädigt. Die palästinensische Regierung erteilte 500 Flüchtlingskindern, die" sich z. Zt. auf Cypern befinden, die Einreiserlaubnis. (A P.) Der Präsident der hebräischen Universität in Jerusalem, Dr. Leon Magqes, lehnte vor der Untersuchungskommission der UN die Teilung des Landes ab. Weder Juden noch Araber hätten jemals einen ernsthaften Versuch zum Zusammenleben unternommen. Er förderte die sofortige Einwanderung von 100 000 Juden aus europäischen Verschlepptenlagern und die Zulassung von insgesamt etwa 500 000 bis 600 000 Juden. Der 2L Juli war einer der unruhigsten Tage in Palästina seit der Tätigkeit . der UNO- Kommission. In der Nacht zum 21. Juli horte man in Jerusalem während einer vollen Stunde Detonationen und Schüsse. Die Terroristen griffen, die Mustafa-Polizei-Kaserae ün Osten der Stadt an. Nach Eintreffen von Verstärkungen und 'Panzerwagen # der Polizei wurde der Angriff abgeschlagen. Im Zusammenhang damit wurden 10 Personen verhaftet. ■ * . 's Die Jewish Agency übergab der UNO-Kommissiop einen Bericht über die im Nazi-Stil geführten Verfolgungen gegen 800 000 Juden in Syrien, Irak, Jemen und der Türkei. (P. R.) Der UN-Sonderausschuß für Palästina hat sich nach Genf begeben, um die - Ergebnisse seiner Arbeit in einem Bericht''Zusammenzufassen. Der- Vorsitzende des Ausschusses erklärte vor seiner Abreise, 4er Ausschuß werde den Vereinten Nationen eine gerechte, unparteiische und durchführbare Losung des palästinaproblems vorschlagen. König Abdullah hatte den Ausschuß zu einem kurzen Besuch hach Transjordanien eingeladen! Er soll, einer Dena-INS-Meldung zufolge, den Standpunkt vertreten haben, man müsse Palästina in zwei Staateh 'teilen und das arabische Gebiet Transjordanien angliedem. — Sprecher Von sechs arabischen Staaten erklärten in Beirut auf den letzten Sitzungen des Ausschusses, der Krieg werde in Palästina unvermeidlich sein, falls die jüdischen Forderungen von den Vereinten Nationen unterstützt würden. Ein Sprecher drohte, daß prozionistische. Empfehlungen seitens der UN dazu führen könnten, daß alle in‘ der UN vertretenen arabischen Staaten aus dem Bund der Vereinten Nationen austreten würden'. - ", CYPERN . Auf Cypern leben heute mehr als 16000 Juden, die in acht Lagern in der Umgebung von Famagusta verteilt sind. Dank der energischen Hilfe der Jewish Agency, des Joint und Vaad Hazala sind die ‘ Lebensbedingungen der Flüchtlinge erträgliche. (P.Rj 1 RUMÄNIEN;^ Der Vice-Chairman des „Joint“ in Amerika, Mr. Lewit. gab bekannt, daß die Juden iii großer Panik Rumänien verlassen. 5000 Juden befinden sich auf den Wegen.und in den’Lagern von Oesterreich und Ungarn. Diese Männer, Frauen und, . Kinder haben ihr gesamtes Vermögen zurückgeiässeh. Die Lage dieser Flüchtlinge sei nicht zu beschreiben. Die einzige Unterstützung, die sie erhalten, sei die » vom ,, Joint“. (Our Way) SU D# AFRIKA Der südafrikanische Ministerpräsident Gen. Smuts erklärte in einem Schreiben an die südafrikanische Zionisten-Union, man müsse einen Weg zur Schaffung einer jüdischen na-- tionalen Heimstätte in Palästina finden und er glaube, daß dieser Weg bestimmt gefunden wird. Die Lösung des Palästina-Problems müsse in Einklang mit der Balfour-Deklaration von 1917 kommen, Wobei die Rechte und Interessen der Araber nicht verletzt würden. (Reuter) BP^ROBLEME Australien* hat als erster Staat eine; Abmachung mit IRO, betreffs Einwanderung von Verschleppten getroffen. Die Zahl der Verschleppten, die Australien aufnehmen will, hängt von der Zahl der Schiffe ab, die dazu zur Verfügung gestellt werden. Es sollen möglichst nur Verschleppte aus den baltischen Staaten auf genommen werden. VERBRECHEN / GEGEN DIE MENSCHLICHKEIT Das Todesurteil des Gestapomörders Max Kniffing, der während der Besetzung Frankreichs durch Deutschland den einzigen jüdischen Minister im.' französischen Kabinett, George Mandel, ermordete, wurde voUstreckt. Der Ermordete war von den Nazis als „Feind Nr. 1“ in Frankreich bezeichnet worden. Zeugen gesucht! ~ Wer stellt sich als Zeuge gegen den ehemaligen Lagerkommandanten des Ghettos Minsk, Adolf Ruhe, zur Verfügung? Mitteilungen an das Jüdische Gemeindeblatt, Düsseldorf-Benrath, Friedhöfstraße 23-25 erbeten. iiiiiiiiiimumiiimiimiiiHummiiiuHKimiiiiiiiiiiiiitiiiimmiiiiiiiitin]iit!iiiiiimiim«nittfimiiiiiiii4uuiiiimmiiiiimiiiiHmmiiiiiiimimiiiiii::::iiiimmnfiiiiiiiiiiiiiimii iHuiiimiiiiiiiiiimmiHimiimiiiwnimimmtnHiiinnmmHtmiiuitmniinmnimfiiiimnHmmmiimimmiiiimnmiintiiti Am nächsten Morgen erklärte der Jüstizrainister, daß das Kabinett dem Antrag als außergewöhnliche Maßnahme stattgegeben hat.. m LIEBERMANN.— RATHENAU Mac! »iais einiger Zeit mit einer Liefoermann-Ausstellung das Gedächtnis des großen Malers ehrte, wurden jetzt aus Anlaß des 100. Geburtstages des Künstlers, dessen in der vorigen Nummer des „Gemeindeblattes“ gedacht war, auch im Landesmuseum Hannover und in Berlin Gedächtnisausstellungen für Liebermann eröffnet. Die Berliner; Ausstellung umfaßt über 100 Arbeiten aus allen Schaffensgebieten, während die Ausstellung, in Hannover „Liebermann und; der deutsche Impressionismus“ auch die künstlerischen Zeitgenossen 4®s Malers berücksichtigt. * Am 29. Juni waren 25 Jahre vergangen, ^seitdem Walther Rathenau * durch jenes schändliche Attentat sein Leben einbüßen mußte, jder Mann, der Deutschlands Rohstoffversorgung im ersten Weltkrieg organisierte und von 1921 bis 1522 Minister für Wiederaufbau und Außenminister gewesen war. jWie immer man auch im einzelnen zu seinen Anschauungen und Auffassungen stehen mag: er War einer der bedeutendsten Persönlichkeiten unter den Juden Deutschlands im ersten Viertel unseres Jahrhunderts. Eine seiner wesentlichen Schriften „Von kommenden Dingen“ (1917) war weitverbreitet., Die politische ur.d sozialwissenschaftliche Fakultät der „New School for Social Research“ in New York veranstaltete kürzlich eine Gedenkfeier unter dem Motto „Walther .Rathenaus Platz in der Geschichte“, Dr. Arnold Brecht, ehemaliger Staatssekretär in der Weimarer Republik, zeichnete den Staatsmann und Philosophen, während Professor Dr. Eduard Heimanh, früher Hamburg, den Wirtschaftsdenker und Soziolpgen. würdigte; -Heimänns Ausführungen wurden in der Aussprache von Professor Dr. Julius Hirsch, früherem Staatssekretär des Wirtschaftsministeriums, ergänzt. // im und zwar am Vorabend derin Aussicht genommenen Rückkehr nach Deutschland. Der Beschluß wurde angenommen aufgrund eines am Vortage im Parlament durch die’ sozialistische Abgeordnete Madame Isabelle Blume’ gestellten Antrages. Madame Blume ist gut bekannt für ihre unermüdlichen Anstrengungen in humanitären Angelegenheiten. In ihrer Intervention, die sie zugunsten der aus den Lagern in Deutschland kommenden Juden im .Allgemeinen urid für die Bergen-Belsener Theatergruppe im besonderen ' durchführte, erklärte sie u. a.: . „Diese Menschen, die najiezu 10 Jahre lang nichts rhehr von den Annehmlichkeiten des zivilisierten Lebens wissen, müssen morgen nach Deutschland zurückkehren. Sollte es hier nicht eine Möglichkeit geben, ihnen die Aufenthaltsgenehmigung zu gewähren als ein Symbol der Hilfe der freien Völker an’ das jüdische Volk?“ " .;' Dieü Mitglieder der Theatergruppe haben Madame Blume in einem eindrucksvollen Briefe gedankt und erklärt, daß sie in ihrem Leben und besonders nach. der sogenannten Befreiung viele bittere Enttäuschungen ferlebt hätten. Der warme Empfang jedoch, den sie erhalten hätten in dem ersten Lande, dem ihr Besuch galt, hätte ihnen die Hoffnung zurückgegeben auf eine bessere Zukunft. Sie betrachten die großherzige Gastfreundschaft, die ihnen in Belgien gewährt worden ist, als ersten Schritt zu ihrem endgültigen Bestimmungsort — Palästina — und sie würden immer die Erinnerung bewahren an die kostbaren Beweise der Freundschaft, die sie mit Belgien verbinden. /. /" Der Council, of Jewish Associations=ijin Belgien, mit dem World Jewish. Cohgress* aufs engste verbunden, hat die Tournee der Theatergruppe organisiert. Er hat an:• den Ministerpräsidenten Paul Henri Spaäk einen Brief gerichtet, in dem er der Hoffnung Ausdruck gibt, daß die, durch die belgische Regierung ergriffene Initiative zur Lösung des schmerzlichen Problems Nachahmung bei anderen demokratischen Regierungen finden möge.“ Studenten-Ecke it Die „Jewish Telegräphic Agency“ meldet aus Brüssel unter dem 27. Juni: Die belgische Regierung 'gewährt den Mitgliedern der Bergen-Belsener Theatergruppe Aufenthaltsgenehmigung -r*»' symbolischer Freundschaftsakt.' für das jüdische Volk. * Die belgische Regierung hat beschlossen, den Mitgliedern der Bergen-Belsener Theatergruppe, die gerade ihre Tournee durch Belgien abgeschlossen hat' und Aufführungen in, den großen jüdischen Zentren durchführte, die Aufenthaltsgenehmigung zu erteilen. Juden und Nichtjuden gleichermaßen haben der Truppe ein herzliches Willkommen, geboten. Der Beschluß wurde im Parlament durch Öen Justizminister Paul Struye unter dem Beifall der deputierten aller Parteien mitgeteilt Wir freuen uns, daß' es uns jetzt möglich ist, laufend unter dieser Rubrik Mitteilungen des „Jüdischen Studentenverbandes der britischen Zone“ zu bringen. 25 jun^e Menschen haben sich in diesem Verband zu einer ernsten Arbeit "zusammengefunden. Wir wissen, daß diese kleine. Gruppe sich bald vergrößern wird; wir wissen, daß ihre Arbeit erfolgreich sein Wird. In dieser Rubrik geben wir diesen jungen -Menschen das Wort. Es wird eine Rubrik Werden, die vielen unserer Leser Freude bereiten wird. , ' Der Geist, der in diesen 25 jungen Menschen verkörpert ist, soll symbolisch sein für den Geist der vielen tausend jüdischer, Studenten; die Opfer des Rassenwahns geworden §mcL Wir grüßen Euch, jüdische junge- Freunde |n der britischen Zone und wünschen Euch viel Glück für Eure Arbeit. Die Redaktion. The Union of Jewish Students in the British Zone of Germany, mit Sitz in Hannover, Ricklinger Stadtweg 6 steht allen unseren jüdischen Menschen, die studieren und die studieren wollen, mit Rat und Tat zur Verfügung. Y s ' Als Mitglieder des Verbandes können allerdings nur Akademiker äufgenommen wer? den, aber auch andere Lernende und Studierende an .Mittelschulen, Technika,' hö- . heren Fachschulen, Musikschulen usw. kön- / nen sich vertrauensvoll an uns wenden, zumal ‘ wir jetzt beabsichtigen, eine Vorverbindung in unserem Studentcnverband zu gründen, wodurch uns die moralische und materielle Unterstützung, dieser jungen Leute ■ leichter fallen soll. Der American Joint hat seine Bereitwilligkeit, auch diese Lernenden zu betreuen, erklärt. Wir bitten daher alle jüdischen Schüler der obenerwähnten Lehranstalten, uns sofort ihre Anschrift, Studienfach, Lehrrichtung, Semester bzw. Klasse, Alter, materielle Lage usw. mitzuteilen. ' v. ■ Für Schüler itet, es Bedingung, in einer der letzten vier Klassen der Oberschule zu sein. Weitere Auskünfte erteilt brieflich das Ser kretariat des Studentenverbandes. Sprechstunden des Vorsitzenden sind montags und donnerstags von 16.30 bis 18.30 Uhr in der , Bibliothek des Verbandes, Hannover, Ohestraße 8 (schräg gegenüber vom Hochhaus- Capitol). * Zwei Erfolge Trotz der überwältigenden Schwierigkeiten, mit denen - die jüdischen Studenten jetzt kämpfen müssen, ist es zweien unserer Kollegen gelungen, ganz, hervorragende Leistungen zu vollbringen: stud. med. Konarski, Bonn, hat' als einziger einer großen Gruppe deutscher Studenten das Vorphysikum mit „sehr gut“ bestanden. : x stud, phil. Rrandwein, Göttüigen, hat seine Diplomarbeit kürzlich abgegeben. Bald darauf erschien ein Professor von Weltruf in der jüdischen Gemeinde Göttingen, um seiner besonderen Bewunderung und Zufriedenheit über diese Arbeit Ausdruck zu verleihen. Prof. Dr. L. behauptete, im Laufe der letzten zehn Jahre keine so gute Arbeit gelesen zn haben, und überhaupt währendseiner langjährigen Lehrzeit selten Solchen Arbeiten begegnet zu sein. , , . Diese Resultate erscheinen uns besonders wertvoll deshalb, weil die deutsche Sprache1-nicht die Muttersprache unserer zwei Kollegen ist. Ja, der Geist, der durch die physischen Qualen der Konzentrationslager beinahe zerstört wurde, erwacht wieder in uns -1- und wir wollen der Welt zeigen, daß es nicht so leicht ist, ihn zu zerstören. (Gerhard Aufleger) Ot« {»Adolf,Str. wy#s Ruf S 58 23 und 14860 Damen* und Herren-Moden Wuppertal - Elberfeld im Rathaus — Fernsprecher 35084. Düsseldorf, Graf-Adolf-Straße 49-53 Ruf 18202 u. 18222 Die führende Grofi-Gasfsfäfle J