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Jüdisches Gemeindeblatt für die britische Zone · 1947-05-14 · 3 (14.5.1947) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für die britische Zone
Volume
2 (1947/48)
Issue
3 (14.5.1947)
Date
1947-05-14
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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v. I- P fiSL-'i '.! / 11; \( Nr. 3 “ 2„ Jahrgang JÜDISCHES GEMEINDEBLATT FÜR DTE BRITISCHE ZONE 14. Mai 1947 : Studenten gegen Antisemitismus Das Studentenparlament der Technischen Universität Berlin beschäftigte sich am Sonnabend mit' deh Anschüldigjngerl, die der Stu-' dent Bielschowsky 'im TagesspiegeT (Nr. 64/ Demokratisches' jjPrum) erhoben hatte.: Der Bericht des Untersuchungsausschusses bestätigte, daß sich der Vorfall in einen Vorlesung von Dr. Stark: ereignet habe. Da aber ein, Beweis, daß es sich dabei um antisemitische Kundgebungen gehandelt habe, nicht erbracht ■ werden könne, solle die .Hochschulleitung Herrn Bielschowsky einen Verweis erteilen: Bielschowsky selbst bezeichnete jedoch den Vorfall als,-Ausdruck des allgemeinen Verhal-' tens der .Studenten der TU, deren Mehrzahl nationalsozialistische Ideologien vertrete. Hierauf, erklärte ein* Mitglied des . Untersuchungsausschusses, die Darstellung von Bielschowsky verändere die Lage,‘so daß sich die Mitglieder des Ausschusses genötigt sähen; ihren Bericht 'zurückzuziehen. ' ' v Rektor Kure h a r s ki bezeichnete die Erregurtg .Bielschawskys als berechtigt. Es sei notwendig, daß die Hochschulleitung 'und das ' Studentenparlament ihre ^Mißbilligung / des Vorfalls aussprächen. ' Andererseits glaube er nicht, daß die allgemeine- Anschuldigung; »an der Technischen Universität herrsche Äntise- , mitismüs, zutreffe, denn die UNRRA-Studen-. ten fühlten sich unter den deutschen TU-Stüdenten durchaus wohl, und auch-, Lord Beveridge-habe sich nach seiner ’Vorlesung günstig über die Studenten ausgesprochen. Das Parlament. beschloß,, die Studentenvertretung zu beauftragen, den Vorfall in' der Vorlesung schärf stens zu. mißbilligen. Dagegen yerpflichtete sich. Bielschowsky, seine allgemeinen Anschuldigungen öffentlich zurückzunehmen. („Der TagesSgiegel“, Berlin). Randbernerkungen J udenf riedhöf e' ’ Wir können auch einmal ein-recht erfreuliches Echö auf eine unserer Veröffentlichungen verzeichnen. In einem Unserer Leitartikel war gesagt worden, man hätte in der Pfalz noch nichts davon gehört, daß einer der zerstörten Jud.enfriedhöfe auch nur andeutungsweise wieder hergesetllt worden sei. .Daraufhin erhielten wir von verschiedenen' Steilen, meist von den betreffenden. Bürgermeistern die Nachricht, . daß die jüdischen Friedhöfe z. B. in Neustadt, Deidesheim, Haßloch und Grün- Stadt Wieder in ihren , alten Zustand . gebracht worden sind. Der Landrat von Frankenthal macht uns darauf aufmerksam, daß er bereits im August 1945 ein ■ Rundschreiben erlassen Labe, wonach ,ietwa zerstörte Grabstätten (soweit möglich) durch die Täter entsprechend herzurichten' seien“. Als Erfolg davonkann er mitteilen,, daß sämtliche Judenfriedhöfe seines Kreises (mit Ausnahme . von zwei Fällen, wo es sich um Mangel an Baumaterial handelt) ' sich in tadellosem Zustand befinden. Wir verzeichnen dieses Beispiel, mit Genugtuung ünd' fügen; hur an, daß es die Presse , gefreut-hätte, wenn man . sie von sich aus über derartige .Maßnahmen unterrichtet hätte, denn sie hat ’meist über so vie’e.- ärgerliche Vorkommnisse zu berichten, daß sie mit besonderem Vergnügen die erfreulichen verzeichnet; - . Einer gegen alle \ Der Brief eines Studenten * * an die Mainzer' Zeitschrift „Öle Umschau“, in dem dieser sich bedankt, daß dort Probleme der Jugend behandelt worden seien, trägt , folgende Nachschrift: „Ich bitte, die verehrte Schriftleitung um Diskretion meines Namens ..gegen jedermann, da ich als ehemaliger KZ-Häftling der Masse . der. Studenten gegenüber . einen sehr schweren Stand habe.“ * . - , („Die Rheinpfalz“. Loge rassisch Verfolgter Zur Gründung einer* Loge » rassisch Verfolgter, auf deren Banner die Selbsthilfe stehen soll, rief der Vorsitzendedes Verbandes der Opfer der Nürnberger Gesetze, Hans Faust, in einer -Versammlung in der „Taberna“ aüf,^ die als} vornehmste Pflicht die Ueberbrückungder , Gegensätze ^betonte. Einen Teil der Schuld an der Unbeliebtheit der Opfer des Faschismus; in Deutschland tragen, wie Fausterklärte, jene Opfer, die dauernd rückwärts sehen, die . nur . in der Vergangenheit leben. Vorbildlich sei 'die Fürsorge, für die Opfer des Faschis- Leo Beck: ewige Wir können die Idee der Geschichte nicht denken, ohne zugleich die Frage .nachder Aufgabe und dem Ziel' aller Geschicke,'* die Frage nach dem. geschichtlichen ' Ideal zu stellen. Wenn die" eigentlichsten Gesetze der Geschichte die . Gebote sind, die in ihr verwirklicht werden sollen, so, muß - vpr dem Blick, vor der Hoffnung Und -Erwartung eine Wirklichkeit'stehen, der alle Zeiten zustreben* in der .diese Gebote ihre , Erfüllung , finden sollen. Wenn Gott den Menschen einen Weg gehen heißt, sofordert ‘dieser.' Weg sein Ziel; wenn . das Wort Gottes zum Menschen spricht, so verlangt es seinen Tag, der ihm bestimmt ist. Alles Gottesgebot hat seine Verheißung, seine' Bürgschaft.'; Man kann .von dem Guten nicht-wissen, ' ohpe die Gewißheit Zu hegen, daß ihm die Zukunft gehört. In der großen Zukunftshoffnung eines ■ ■ Menschen '> spricht Sich das aus, was ihm der Sinn der Geschichte ist. ■ ■; . \ Die Propheten haben das sittliche Problem der Weltgeschichte erfäßt. Der Gedanke des Bleibenden, dessen, was allein bestehen kann, hatte sich ihnen erschlössen. . Sie sähen , ein Vergängliches ‘ und ein Dauerndes -im 'Leben der Völker. Vergänglich ist. alles, Was der bloßen Macht dient;; alle Gewalt ist dazuda, um früher oder später zusammeiizubrechen. Mag sie immer wieder errichtet' werden, Sie stürzt doch, immer wieder zu .Boden. Ihr stetes Ergebnis ist, daß sie' sich selbstvernichtet. Der Glaube an sie ist der Glaube an das Nichtige .und;- ist So. Götzendienst. Bleibendist allein, was von Gott Zeugnis ablegt, das Gute also, das, was dem Rechte dient, das, was das Gebot Gottes verwirklicht. Die Gerechtigkeit ist die Gerechtigkeit für immer; sie kann unterdrückt", aber nie besiegt und nie vernichtet werden. Sie allein besteht von Geschlecht zu Geschlecht, sie allein gibt die Datier, die Existenz, für die Zeiten. .Nur das, worin sie lebt, ist wahrhaft Geschichte. Es gibt nur eine Zukunft, die des Guten; die der. Gerechtigkeit. Das. Bleibende ist aber auch immer das Verbindende. Öie Macht und ihre Gewalt trennen, sie-bedeuten die* Bedrückung, den Kampf und den Krieg. Ihre Moral-, ist die doppelte Moral, diese Abgötterei, die c das beanspruchende ■Urteil nur dem Sieger und die' leistende Pflicht nur dem Besiegten, die Forderung nur. dem Starken .und den Dienst nur dem Schwachen zuschreibt. DaS. Gottesgebot und die Gerechtigkeit dagegen verbinden undeinen; sie führen die Menschen und die Völker zusammen in, dem einen Gebot, . in dem einen Guten, dem einen Recht',' dieser Anerkennung des einen- Gottes. Sie schaffen die ' eine Menschheit. Das Trennende istdas Vergängliche und Vergebliche, das Einigende ist 'das Bleibende und Wahrhaftige. So kann die Zukunftnur die sein, iri der, es eine; xin Gottes Gebot geeinte Menschheit. gibt,- oder, wie das Gleichnis, des Propheten Zephania es sagt* „der Ewige den Völkern ’ eine, lautere Sprache, schafft, .daß sie ‘alle' den Namen des' Ewigen, anrufen, ihm Schulter an Schulter . zu dienen“ (3, 9).' Die Zukunft ist die Zeit der Versöhnung. ■ , *• . Nicht nur in dem Sinn ist sie es, daß die Völker/ sich finden.; Sie ist es auch in einem weiteren. Sinn, Jedes. Volk - kann sich. dem Wege der Zukunft zuwenden. Die Wahl ist ihm gegeben- und ihm aufgelegt, es kann Und es soll t sich in ihr ehtschließeh; keinem ist sie erlassen und keinem -wird sie abgenömmen. Wenn ein Volk sich für das Vergängliche -entscheidet, so .geht es abwärts dem Niedergange .entgegen. Aber jedeS' VÖlk kahn, . wenn es auch iri die'Irre gegangen, doch wieder umkehren, es hat eine lange Zeit vor dhm, Ende, es kann die Versöhnung finden und «damit sich wiederfinden und. wieder geboren werden. Diese Versöhnung mit Gott führt zum Leben,;zur Dauer hin; erst. durch sie gewinnt: ein Volkwahrhaft seine - Geschichte und seine Zukunft,- und auch,, iri diesem Sinnist. darum die Zu-' kunft der Menschheit die Zeit der. Versöhnüng. •Für diese Versöhnung, für diese' Bedeutung urid Zukunft der Geschichte hat die Bibel das Wort Frieden geschaffen... Sie meint mit ihm nichts Sentimentales, nichts;, was sich7in der bloßen Schwärmerei entlädt. Der Friede, von dem die* Propheten sprechen, . schließt eine sittliche Aufgabe, ein Gebot in sich, er bezeichnet -einen Weg, den die Menschen gehen, den sie bahnen sollen. Der Mensch, der von Gott weiß , und sein Gebot erfüllt,. hat den Frieden. Alles ■ Streb eh hach Macht läßt ruhelos, und unstät w?*den,; im Dienst , der Gerechtigkeit findet der Mensch seine Sicherheit und seine Ruhe. Wo der Frieden ist, dort ist das Reich' Gottes,-er ist die Weithin der das Gute seine Erfüllung hat, inder der Mensch seine' Einhfeit mit, Qott besitzt. . - ' Das' gibt das Bild her kommenden Zeit. Sie ist die Zeit, in ..der-alle Gewalt und aller-Frevel, alles Rohe .und Wilde, all© Zwietracht .und aller Krieg geschwunden sem werden, in der alles Werkzeug ein Werkzeug ■ ' des Guten, alles :Streben und Trachten ein Streben hach derp Rechten sein wird,. in . der, alle menschliche Gemeinschaft sich' auf Wahrheit- und Gerechtigkeit, auf Frieden und Freiheit grün-' den wird. So hat der Psalmist es geschildert: „Liebe Und, Wahrheit begegnen sich, Gerechtigkeit und Frieden küssen sich.. Wahrheit sproßt aus der Erde, hervor, und Gerechtigkeit schaut aus der Höhe hernieder“ (85, 11—12), Diese Zuversicht hat die Bibel der Menschheit gegeben, und von ihr lebt seitdem alle menschliche Hoffnung. ' ' ' . - ’ ' Das war für'die'. Propheten.-auch das Bild „der Zukunft -Israels. Das Schicksal Israels ist für sie das Schicksal der Religion, / und. der Weg und das Geschick der Religion lind damit der Menschheit sind der Weg und* das Geschick Israels. - So tritt 1 die Geschichte Israels hier in den Mittelpunkt der Geschichte der Menschheit; inmitten der Hoffnung der Menschheit steht die Hoffnung und. der Trost Israels. Das Heil der Menschheit ist ‘ für die Propheten .das .Gut, welches von Zion .ausgegangen, ist, „Voh Zion geht, die Lehre aus und das Wort; des Ewigen von' Jerusalem“ (Jes. 2, 3 ,.u. Micha 4, 2). Alle Menschen werden sich in dem einen Gott} zusammenfinden, dessen , Wort zuerst in 'Israel verkündet worden ist: „Mein Haus wird ein Haus' des Gebetes genannt werden für alle Völker“. (Jes. 56, 7). Ilse J^venflajr,- Hamburg 20, Abendroths* weg 15, schreibt uns: ’/,■ 1 Mit größtem „Interesse las ich Ihr'»Gemeindeblatt, besonders da es bezeugt, daß es noch .Juden gibt,, die ihr Judentum stolz und aufrecht vertreten., - p - Ich erlaube-mir,, eine Bitte auszusprechgn. Zurzeit bereite ich mich auf das Abitur vor. und möchte ich anschließend: Psychologie studieren. Bedauerlicherweise, bin ich die einzige Jüdin in Hamburg, die studieren will. Jetzt besuche ich eine- Presse, in der allerdings der Unterricht im Sinne des Nazi-Regimes durch- ' geführt wird/ Diese Erkenntnis und der Abgründ, der4 mich von den Schülerinnen und. Schülern auf Grund ihrer noch heute Unveränderten Gesinnungtrennt,* läßt ■ mich -die Bitte aussprechen, ob Sie wohl noch jüdische * junge Menschen können, die . sich in der glei-, chen Situation befinden. Zusammen läßt sich dieses besser erträgön'. Auch vereitelt man mir grundsätzlich die -Möglichkeit, mehrere Klassen zu überspringen. Bisher ist es mir nur gelungen, eine Klasse zu überschlagen, Da ich schon 28 Jahre alt bin, riiir die vergangenen Jahre sehr fehlen, möchte ich dää Abitur schnellstens erreichen. Dadurch, daß ich allein bin, läßt sich' vor allem die seelische -Depression, als Folge der vorstehend geschilderten Atmosphäre, schwer .überprückön. \ Ist es Ihnen evtl, möglich, eine Notiz zu veröffentlichen, in der nach solchen jungen Menschen gefragt wird, die sich auf das Abitur yorbereiten? / " ■•'/■.;.■ Es betrübt mich auch sehr, daß keiner unserer Jungen und Mädchen ' studieren will. Ich glaube, daß' wirnicht 'verkennen dürfen, wie wichtig für uns, Menschen in Schlüsselpositionen. sind. ' 'v Gerade von 'den deütschen ‘Juden . siftd die Intellektuellen fast ausnahmslos in den Gaskammern geendet. Sollten* wir uns nicht alle stärker für dieses Problem interessieren? Allen, schriftlichen Anfragen bitten wir Rückporto beilegen zu wollen. mus in Bayern, dort gebe es keinen einzigen ehemals russisch Verfolgten*. dem es in materieller Hinsicht schlecht -gingp. In Hamburg, wo die 600 .Mitglieder der jüdischen Gemeinde zu-der Notgemeinschaft rassisch Verfolgter gehören, bestehe ebenfalls eine harmonische Zusammenarbeit. Faust bezeichnete den deutschen Juden, der sich als Deutscher fühlt, als das Element, das nicht nur die Rethte, sondern, auch die Pflichten kenne, die-ihm aus dem Zusammenleben im deutschen Vaterland erwachsen. ■- („Telegraf“, Berlin). KU L Tu RLEBEN Der jüdische Religionswissenschaftler Dr. Hans Joachim S ch;oeps,' der, wie bereits von uns berichtet wurde, , nach’ Deutschland zurückkehrte, ist als Dozent an die . Universität Marburg berufen worden. Dr. Schoeps hatte 1937 in Berlin ein Buleh ,,Jüdisch-chtistliclies, Religi.onsgespräch in neunzehn Jahr-: hundertpn“ veröffentlicht. . Auch in der Emigration, die er in Upsala verbrachte, erschienen religionswissenschäftliche/ und -historische Arbeiten von : ihm, so „Der moderne Mensch Und die Verkündung der. Religionen“;, Antwerperl, 1937, .„Die jüdischen Pröphetenmorde“, Zürich- 1943, ferner j,Agadisches zur Auserwählung; Israels“ und ,*Die Tempelzer- ,störüng^des Jahres 70. in der Jüdischen Religionsgeschichte“. ' . ' Dr. Ernst Wolff, Enkel des ersten Reiehsgerichtspräsidenten Eduard von* Simsön und Vormals Präsident/ der deutschen » Reichsrechts- Afiwaltskammer, kehrt von England, wohin er 1939 emigrierte, nach Deuischland' zurück. Die Universität Freiburg i. Br. bemüht sich, ihn als Honorarprofessor für internationales Recht zu gewinnen. - (gs.) („Aufbau“, New York). Gastspielreise des jüdischen Theaters Das Löndoner jüdische Theater wird’ im Mai auf - Gastspielreise nach Antwerpen,, den . Haag und. Paris gehen, um aus de'm Reingewinn der Vorstellungen den Grundstock zu einem neuen jüdischen Kulturzentrum im Londoner Osten zu legen.- Wie der Leiter desjüdischen Theaters, Nathan Beitier, mitteilte, wird' das. heue Zentrum das erstö seiner Art in der Welt mit Ausnahme von Palästina . und Sowj etrußlarid sein. / Annemarie Hase, die während des. Krieges in deutschsprachigen Sendungen des Londoner Rundfunks, als „Frau Wernicke“ den Typ der Berliner Hausfrau ■'darstpllte; wird' künftig Wieder am Berliner Ründfuiik mitwirkenv Frau Hase war in früheren Jahren an Berliner Bühnen und im Kabarett tätig. - Sie ging 1936 nach London. ■,■/,; * . . Die bekannte nach England emigrierte Berliner Schauspielerin Lucie Mannheim, heute die Frau des/ englischen "{Schauspielers Marius. Göring, »der in Deutschland, als Charles Richardson von den - Sendungen der BBC nicht unbekannt ist, gastiert zur. Zeit mitihrem •Mahn in: dem Zweipersonenstück „Herr Lamberthier“ von Verneuil, in einigen Westdeüt-f schen Städten un<| iri Berlin. Die „Aufführungen finden zweisprachig, d. h. in einer englischen und-einer deutschen Fassung, statt. Frankfurt. (DFÜ.) Antrittsvorlesung Max, DessoirsP Prof; Dr. Max. Dessoir hielt kürzlich in der Aula der Frankfurter Universität seine Antrittsvorlesung;. 'Der-bereits achtzig jährige Philosoph, der während des Nationalsoziälis- .müs seine Lehrtätigkeit einstellen mußte, liest in diesem Sommersemester vor; Hörern aller Fakultäten eine ^Einführung in die Philosophie“.,; < *; " - Königsfein. (NZ.) Englische Ehrling für Prof. Dessoir. Die Society for Psychical Research (Psychologische Forschungsgesellschaft), London, hat Professor Max Dessoir davon unterrichtet, daß’ er einstimmig wieder zum Korrespondierenden Mitglied der Gesellschaft gewählt worden ist. s ' GöSchaftssteHen on allen wichtigen Platzer»» der Westzone $&if 75 Ja kre*i im der heimischen An ein Mitglied der Düsseldorfer Gemeinde: In Ihrem Brief vom. 26. April nehmen Sie Bezug auf unsere Mitteilung,- wonach Rabbiner Dr. Glatzer einen 'in Bäyern lebenden Juden ausder jüdischen Gemeinschaft ausgeschlossen hat, weil er eine Deutsche heiratete. Sie fragen, 6b eine Gemeinde berechtigt Ist, Mn Mitglied ■ aus : diesen' Gründen : schließen. . . . : ' V ■ ■ Auch wir haben Rückfrage, gehalten und} de' uns mitgeteilt, daß eg sich in diesem TäR ■urii eine besonders belastete Nichtjüdin händelt. , /, ' - Y7ir haben Ihre zweite Frage, ob eine Gemeinde, nicht verpflichtet sei, Gemeindemitglieder auszuschließen, die ihre Kinder heute noch christlich taufen lassen, dem höchsten Rabbinatsgericht in London vorgelegt und,- werden an dieser Bf eile die Antwort nach Eingang’ veröffentlichen.. * /, / ' ’' ' * * *; An mehrere Leser. Leider können wir. nicht Ihrem Wunsche entsprechen und, müssen die Zeitungen für Ihre Freunde im Ausland . unter Unserem Absendei. versenden. Die neue Adresse‘der *- 92. Jewish Relief Unit in Düsseldorf lautet: Neuer Stahlhof, Kasemenstraße, Zimmer .517,, Telefon 13933.!• Die UNRRA-Suchdienststelle Arolsen b. Kassel, sucht: Leissner, Frieda, 67 Jahre, aus Berlin. — Lemke, Karl, 17 . Jahre, aus Birkenhorst. — Lirmheimer, Nanny, aus Halberstadt. —, Lennhoff, Sally, 74 Jahre, aus Bremen. —\ Lennhoff, Henni, aus Bremen. — Leopold, Ida, . 64 Jahre, aus Riga. — Leopold, .Margarete, 49 Jahre,- aus Magdeburg. — Leopold, Salomön, 69 Jahre,* aus Riga. -r. Leschnitzer, Else, 58 Jahre; aus Berlin. Less, Else, 56 , Jahre, aus Berlin-Charlottenburg. — Less, Georg, 58 Jak- , re __ aus Berlin-Charl. — Levinstein, Jsidpre, 66 Jahre, aus Kassel, -r-r Levi,' Auguste, 66 Jahre, aus Frankfurt-Main. — Levi, Bemard, 65 Jahre, aus Riga. — Levi, Ludwig, 48 Jahre, aus Poznan. — Levi, Ruth, 45 Jahre, aus Berlin-Wilmersdorf.1 — Levy, .Anneliese, 24 Jahre, aus Berlin. *^- Levy, Walter,. 61 Jahre , aus Berlin.;—’ Levy, Erna, 48 Jahre, aus .Berlin, Lewy, Adele, 76 Jahre, aus Königsberg. — Levy, Emilie, aus Essen. •— Levy, Elfriede, 34 Jahre, aus Beflin-Charlottenburg. — Levy, Else, 57 J&hre, aus Litzmannstadf. — Levy, Gerda, 43 Jahre, aus Berlin. Levy, Max, -59 Jahre, aus Kassel., — Lewin, Sally, 58 Jahre, aus Berlin. Levy, Selma, 73 * Jahre, aus Berlin. — Levy, Rosa, aus. Berlin. — Levy, Rita, 14 Jahre, aus Berlin-Charlottenburg. Levy, Ingeborg, 18 Jahre, aus Berlin-Char? lottenburg. — Levy, Mary,. 39 Jahre,, aus Berlin-Charlottenburg. — Levin, Jenny, 69 JMire, aus Berlin. — Liebrecht, Martha, 74 Jahre, aus Berlin. — Llevendag, Marie, „43 Jahre, aus Minsk. — Lievendag, Sam., 49- Jahre2 aus Minsk. — Liffmann, Harry, 5? Jahre, aus Berlin. — Lindemann, Marion, 35 Jahre, aus Berlin. — Liridemann, Hans,1 38 Jahre, aus Berlin.— Müller, Cornelia, aus " Köln. ~ Älayer», Leopold, 67 J.ahre,-. aus Berlin,

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