Mannheim
Compact Memory

Central-Verein-Zeitung · 1936-06-25 · 26 (25.6.1936) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936) - farbig
Issue
26 (25.6.1936)
Date
1936-06-25
Page
[Seite] (sequence 21)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2277379-9449481-9449391--10524-9449163
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

Sportbund-Leichtathleten nähern sich ihrer besten Form Berlin gewinnt Verbandskampf gegen Westdeutschland Von unserem nach Köln entsandten M. F.-Mitarbeiter Die schöne Anlage des JTV 02 in Köln- Mülheim war am 21. Juni Schauplatz eines vvm westdeutschen Landessportverband des R.j.F.- Sportbundes veranstalteten leichtathletischen Derbandskampfes zwischen den Auswahlmannschaften des Westens und Berlins. Deutlicher gesagt: der größte Teil der besten R.j.F.-Sportler absolvierte seine Generalprobe Zu den Reichs- Meisterschaften. Diese Probe ist zufriedenstellend ausgelaufen und hat gezeigt, daß viele unserer Leichtathleten bereits in Meisterschafts- und Ash S.jüU: Leichtathletische Reichsmeisterschaften des RjF-Sp ortbundes in Berlin ans dem Sportplatz der Jüdischen Gemeinde am Bahnhof Grunewald. Lesen Sie unsere ausführliche Vorschau in der kommenden Woche! Rekordform sind, und daß für die anderen 8 bis 14 Tage eifrigen Trainings ausreichen müßten, um sie zu bedeutenden, chancenreichen Mitbewerbern zu machen. Darüber hinaus aber hatte man den Eindruck, daß sich im Sportbünd im allgemeinen als Erfolg einer systematischen Arbeit eine Mittelschicht talentiertesten Nachwuchses entwickelt hat, aus dessen Reservoir sich noch in dieser Saison erhebliche Rekordverbesserungen ergeben werden. Berlins überlegene Mittel- und Langstreckler Unsere Voraussage bewahrheitete sich: der Kampf war ausgeglichener, als es sich die Berliner vielleicht gedacht haben, und erst nach wechselndem Verlauf und anfänglicher bedrohlicher Führung der Westdeutschen gelang es der JSG 3 3, die ausschließlich die Vertretung'des Berliner Landesverbandes übernommen hatte, mit 160% : 138% Punkten siegreich zu bleiben. Dieser Sieg war nicht zuletzt ein Verdienst der besseren Frauen und überlegenen Leistungen der Berliner Mittel- und Langstreckler, die dazu noch ohne die beiden „Bergmänner" und im 400-Meter-Einzellanf ohne Max Henoch antraten. Gert Fröhlich — über 400 und 800 Meter — sowie Klaus Wienskowitz — über 1500 und 3000 Meter — gewannen ihre Rennen zumeist vor ihren Klubtameraden, von denen Fuchs in taktischer und rein kämpferischer Beziehung das größte Lob verdiente, wie sie wollten. Sie schonten sich im Hinblick auf die Meisterschaften mit Recht, liefen lediglich auf Sieg und verzichteten dabei aus die Erzielung von neuen Höchstleistungen, zu denen sie ihrer Kondition nach unbedingt fähig gewesen wären. Umgekehrt dominierten die Westdeutschen ebenso eindeutig in den technischen Uebungen. R o s e n b a u m (Münster i. W.) gewann diesmal das Diskuswerfen mit der Jahresbestleistung von 34,935 Meter vor dem Rekordhalter Burg (Duisburgs, dem späteren Sieger im Kugelstoßen, der jedoch leider infolge einer Knieverletzung in seiner Leistungskraft ziemlich gehemmt zu sein scheint. Ileberraschcnd auch die Placierung im Speerwerfen. Hier gelang es dem vielseitigen (vielleicht sogar vielseitigsten uud veranlagtesten RjF-Sportler) Rudi Marx (Bonns mit seinem letzten Wurf den bis dahin klar führenden Klaus Pförtner um 4,5 Zentimeter zu übertreffen. Vielversprechende Sprungleistungen. Reine Freude bereitete es, die Weit- und Hochspringer bei der Arbeit zu sehen. Im Hochsprung erreichten Rudi Marx für den Westen und Henoch und Krüger als Berlins Vertreter je 1,63 Meter, so daß es zu einer Punkteteilung kam. Dem jungen ISGer Krüger gehört die Zukunft; er sollte bei richtiger Trainingsanleitung in der Lage sein, seine Leistling — in beiden Sprüngen übrigens — noch weit zu steigern. Der Weitsprung stand im Zeichen einer klaren lleberlegenheit von Salmang (Aachen), der endlich seine Marke wiedergefunden zu haben scheint und gleichmäßig weit über die 6 Meter kam. Sein bester Sprung lag bei 6,515 Meter, also nur Vi Zentimeter unter dem Rekord. Vorläufig nur dank seiner Sprungkraft erreichte Krüger als Zweiter 6,12 Meter und Rudi Marx außer Konkurrenz sogar 6,32 Meter. Berlins Pech in den Frauensprints. Unnötige Punkte verloren die Berliner in den 100-Meter- und 200-Meter-Läufen der Frauen. Auf der längeren Strecke siegte zwar die junge Rekordhalterin Elisabeth Kann in 29 . Sek. unangefochten, die zweite Berlinerin jedoch blieb beim Start sitzen und kam so um den durchaus möglichen zweiten Platz. Gleiches Pech über 100 Meter . für Hilde Finkenstein, die bei einem Fehlstart, der nicht zurückgeschossen wurde, den Anschluß verpaßte. Die Aachenerin Else Levh siegte in 13,5 Sek. mit Brustbreite vor Elisabeth Kann, der noch der 200-Meter- Lauf in den Knochen steckte. Im Weitsprung startete „Finki". Sie sprang — noch immer an eitler Verletzung laborierend — vorsichtig und begnügte sich mit 4,76 Meter. Eine glänzende Figur machte Grete Hirsch (Bonns im Hochsprung. 1,38 Meter gelangen ihr glatt. Die Berlinerinnen Inge Mello, die später das Kugelstoßen mit 10,48 Meter gewann, und Lina Kann hörten als Nächstplacierte bereits bei 1,33 Nieter auf. Die Stakkelküinpke-IIiihepunkte. Zunächst der Rekordlanf: in der 4-mal-100-Meter- Staffel für Frauen waren die Berlinerinnen in der Aufstellung Gerda Vogel, Gisela Schneider, Hilde Finkcnstcin und Elisabeth Kann mit 54,5 Sek. um eine ganze Sekunde besser als die Westdeutschen. Diese Zeit bedeutete nicht nur, einen neuen Rekord des Sportbundes, sondern stellt daneben auch die WWW VWWWMMW Wienskowitz (ISG 33 Berlin) and Moll (RjF Aachen) beim 3000- Meter-Lauf in Köln Fot. Martin Dzubas, Berlin bisher beste jüdische Frauen-Staffelzeit überhaupt dar. In der gleichen M ä n n e r staffel erreichten die Westdeutschen 45,1. Die Berliner Vereinsstaffel war noch bis nach dem letzten Wechsel knapp in Führung, dann setzte sich der westdeutsche Schlußmann Leo Salmang glatt durch und verwies die Berliner, die in 45,8 Sek. durchs Ziel liefen, auf den zweiten Platz. Das spannendste Rennen der Veranstaltung war die abschließende 4 - mal - 4 0 0 - Meter-Staffel. Heinz Evhn hatte als erster Mann für Berlin die Führung übernommen, Rosenberg als zweiter Westdeutscher ging mit einigen U&t Statt Mtd He- Sonnabend, 27. Juni Rheinland-Westfalen Tennis: JTV 02 Köln—Schild Frankfurt a. M., K ö l n- R o degt k i r ch e u , RjF-Platz, 16 Uhr; RjF Dortmund—RjF Münster, Dortmund. RjF-Platz, Hohestraße, 16 Uhr. Sonntag, 28. dun! j Berlin Tennis: Schlußrunden des Allgemeinen jüdischen Tennisturniers der ISG 33, Berlin-Lchmargendorf. Friedrichsruher Straße 42—48. Leichtathletik: Jugendsportfest des Bar Kochba Hakoah, Grunewald-Sportplatz, 14.30 Uhr. Fußball: Gesellschaftsspiele JSG 33 Berlin A. H. —Schild Leipzig A. H., 15 Uhr; JSG 33 Berlin I— Schild Leipzig I, 16.30 Uhr. Beide Spiele: Sportplatz Schäfersee, Reinickendorf.' Breslau Leichtathletik: Sportfest des RjF Breslau, nachmittags, Sportplatz Krietern. Südwestdeutschland Leichtathletik: Südwestdeutsche Leichta t h l e t i k m e i st e r s ch a f t e n des RjF-Sportbnndes, Darm st a d t. Rheinland-Westkalen Tischtennis: Einzelmeisterschaften des Bezirks Westfalen im Landesverband Westdeutschland des RjF-Spvrtbnndes sür Damen und Herren; ferner Damen- und Herren- sowie Gemischtes Doppel, Meschede, RjF-Heim. Turnen: Werbesportfest der TUSPA Recklinghausen im RjF-Sportbund unter Teilnahme der 1. Herrcnriege sowie der Jugendriegen des RjF Dortmund, Recklinghausen, Gemeindehaus, Am Polizeipräsidium 3, 16 Uhr. Tennis: Dortmund und Köln Fortsetzung der Turniere des Sonnabends (s. oben). Fußball: Endspiel um den Dr.-Hehmann-Gedächtnis-Pokal zwischen Hakoah Essen (westdeutscher Meisters uud Makkabi M.-Gladbach, Essen, Platz Ecke Elisabeth- und Ernestinenstraße in Frillendorf, Anstoß 16 Uhr. Leipzig Handball: Schild Leipzig I—RjJ-SPortgruPpe Halle I, 17 Uhr, Sportplatz Thekla. Leichtathletik: Wettkampf Schild Leipzig—RjF- Sportgruppe Halle, ab 14 Uhr, Sportplatz Thekla. Sportfest der jüdischen Schulen, Bar-Kochba» Platz, Dübener Landstxaße, ab 14 Uhr. Metern an dem Berliner Silberstein vorbei, an dritter Stelle lief der junge Aachener Ernst Voß, der auf den Meisterschaften auch im Einzellauf sehr zu beachten sein wird und in knapp 53 Sek. „etwa 20 Meter vor Henoch abgab. Neubeck und Fröhlich waren die letzten Leute. In energischem Lauf holte Fröhlich in der letzten Kurve Meter für Meter auf und konnte auf der Zielgeraden noch einen sicheren Sieg sicherstellen. Im Hintergrund die Meisterschaften. Diese Staffel mit ihren schönen Kampfmomenten war ein würdiger Abschluß einer wohlgelungenen Veranstaltung, der man nur mehr Zuschauer gewünscht hätte. Im Hinblick auf die Meisterschaften war sie besonders interessant. Wir erwähnten bereits eingangs, daß die Form der in Köln versammelten Leichtathleten glänzend war. Im Verein mit den Vertretern der anderen Bybände müßte es am 5. Juli in Berlin zu Leistungen kommen, wie sie im jüdischen Sport Deutschlands noch nicht zu verzeichnen waren. Die Ergebnisse: (W — Westdeutschland; B — Berlin) M ä n n e r: 100 Meter: 1. Salmang (W) 11,4; 2. Lorch (W) 11,6; 3. Heinz Cohn (B) 11,7; 4. Marx (B) 11,8. — 400 Meter: 1. Fröhlich (Bs 55,1; 2. Harry Bergmann (33.) 55,6; 3. Baum OB) 58,2; 4. Rosenberq (3B) 60.4. — 800 Meter: 1. Fröhlich (33) 2.10,6; 2. Fuchs (B) 2.10,6; 3. Herz (W) 2.12,6; 4. Neubeck OB) 2.16,2. — 1500 Meter: 1. Wienskowitz (33) 4.22,4; 2. Bogelsang (W) 4.32,8; 3. Silberstcin (Bs 4.35,6; 4. Neuberg (W) 4.50,7. — 3000 Meter: 1. Wienskowitz (B) und Fuchs (B) 10.20,4; 3. Cers (3B) 10.30; 4. Moll (333) 10.51,4. — Hochsprung: 1. bis 3. Henoch (33), Krüger (B) und Marx (38) je 1.63 Meter; 4. Wolf (3B) 1.53 Meter. — Weiterung: 1. Salmang OB) 6.515 Meter; 2. Krüger (33) 6.12 Meter; 3. Leyser (W) 5.97 Meter; 4. Pförtner (33) 5.60 Meter. — Diskuswerfen: 1. Roscnbaum (W) 34.935 Meter; 2. Burg (W) 33.085 Meter; 3. Mundstock (B) 30.41 Meter; 4. Pförtner (B) 28.13 Meter. — Kugelstoßen: 1. Burg (W) 11.53 Meter; 2. Rosenbaum (W) 10.89 Meter; 3. Mello (33) 10.10 Meter; 4. Mundstock (33) 9.45 Meter. — Speerwerfen: 1. Marx (W) 43.095 Meter; 2. Pförtner (B) 43.05 Meter; 3. Silbe rste in (33) 41.20 Meter; 4. Herz (38) 39.95 Meter. — 4-mal-lOO-Meter-Stanel: 1. West 45.1; 2. Berlin 45.8. — 4-mal-400-Meter: 1. Berlin 3.47,6; 2. West 3.48,3. Frauen: 100 Meter: 1. Levy (W) 13.5; 2. E. Kann (B) 13.8; 3. Dahl (W) 13.8; 4. Finkenstein (B). — 200 Meter: 1. E. Kann (B) 29.0; 2. Levy 30.1; 3. Herz (W) 30.2; 4. Vogel (B). — Hochsprung: 1. Hirsch OB) 1.38 Dieter; 2. und 3. Mello (B) und L. Kann (33) se 1.33 Meter; 4. Silberbach OB). — Weitsprung: 1. Finkenstein (SB) 4.76 Meter; 2. Schneider (B) 4.55 Meter? 3. Herz (W) 4.43 Meter: 4. Willner (38) 4.36 Meter. — Kugelstoßen: 1. Mello (B) 10.48 Meter; 2. Lindenbaum (B) 9.30 Meter; 3. Hirsch (W) 8.22 Meter; 4. Aschkenas (W) 7.64 Meter. — 4. mal-100-Meter-Staffel: 1. Berlin 54.5 (neuer RjF-Re. korb); 2. West 55.4. Sport der Woche Schlesien Leichathletische Ausscheidungskämpfe Am 21. Juni brachte der RjF Breslau auf seinem Platz leichtathletische Ansscheidungskärnpfe zu den RjF-Reichsmeisterschaften zur Durchführung, an den sich auch einige Wettkämpfer aus anderen schlesischen Sportgruppen beteiligten. In Anbetracht der sehr schlechten Bahnverhältnisse wurden in den Laufwettbewerben teilweise recht gute Leistungen erzielt. So siegten im 100-Meter-Lauf Oschinsky (Breslau) in 11,7 Sek. vor Miedzwinsky (Beuthen) und über 1500 Meter David (Breslau) in 4.56,7 Min. Im Hochsprung erreichte Schwenk (Breslaus 1,63 Meter, während im Speerwerfen erwarttlngsgemäß Preiß (Breslau) mit 46,45 Metern siegte. vul. Alte Herren-Fussball In Breslau standen sich am 21. Jlnri in einem ausgeglichenen Freundschaftsspiel die Alte Herrenmannschaft des RjF Breslau und die verstärkte Alte Herrenmannschaft des Bar Kochba Breslau gegenüber. Nachdem Bar Kochba in der ersten Hälfte einen Elfmeter verschoß und torlos die Seiten gewechselt wurden, ging RjF durch den Halblinken in Führung. Bar Kochba glich bald aus lind konnte durch ein weiteres Tor einen 2:1- Sieg erriitgen, da die Durchbrüche des RjF erfolglos bliebe«. Oul. Beuthens Fussballer weiter in Form Schild Beuthen hatte kürzlich 0 eine kombinierte Ratibor-Gleiwitzer RjF - Fußball Mannschaft zu Gast. Nach torloser Halbzeit, in der die Beuthener das gegnerische Tor arg bedrängten, ohne zu einem zählbaren Ergebnis zu kommen, gelang es, erst kurz vor Schluß, den Siegestreffer zu erzielen. Die Stürmerreihe erging sich in zu gedrängtem Kombinationsspiel, während die Ratiborer zu vielbeinig verteidigten und besonders der Tormann die unmöglichsten Schüsse hielt. Jedenfalls hat die junge, wiedererstandene Ratiborer Mannschaft mir diesem Ergebnis eilten großeit Achtungserfolg errungen. Ergebnis: 1 : 0 für Benthen Das Vorspiel führte Schild Benthen II und die Hakoah-Mannschaft Beuthen aufs Feld. Nach wechselvollem Verlauf überwand erst kurz vor Schluß Hakoah die Schilspieler mit 1 :0. Die mit drei Spielern der 1. Mannschaft verstärkte 2. von Schild Beuthen weilte zu einem Freundschaftstreffen in G l e i w i tz. Die noch durch zu wenige Starts spielschwachen Gleiwitzer mußten einen wahren Torregen über sich ergehen lassen, konnten selbst einen Elfmeter nicht verwandeln und überließen den Beuthenern einen reichlich hohen Sieg von 9:0 (0:4). W. F. Freundschaftsspiel in Breslau Vor kurzem hatte die 2. Fußballmannschaft des RjF Breslau die gleiche des RjF Neiße zu Gast und blieb, nach anfangs sehr schönem Spiel, sicher 6 :1 siegreich. In der 1. Hälfte konnten die bedeutend besser kombinierenden Breslauer eine 5 :0-Führung erzielen, nach dem Wechsel spielten sie mit drei Spielern der 3. Mannschaft. so daß das Treffen ausgeglichen wilrde. Neiße erzielte das Ehrentor und Breslau konnte durch ein schönes Tor des Linksaußen das Endresultat Herstellen. Breslaus Sturm war in der Ruth Caro verbessert englischen Speerwarfrekord Die Siege von RjF-Sportlerinnen auf englischen Leichtathletikmeisterschaften sür Frauen scheinen nach dem Hochsprungsieg Grete l Bergmanns 1934 und der Speerwurf^ Meisterschaft Ruth Caros 193 5 auch in diek / Fot. Martin Dzubas, Berlin l fern Jahr ihre Fortsetzung zu erfahren. Die Ber- , liner JSGerin gewann kürzlich bei den Iistercllnb V Championships in London, die einer Aus- / scheidung zu den Landesmeisterschaften gleich- /f kommen, den Speerwurswettbewerb nN einer y überlegenen Leistung von 35,98 Metern, die nicht l nur den Sportbund- und englischen Rekord in; » dieser Disziplin erheblich verbessert, sondern die) y Berlinerin auch in diesem Jahr wieder zur heißen \ f - Favoritin sür die Ende Juli stattsindenden i Meisterschaften macht. Diese Leistung gewinnt an j-' Bedeutung, wenn man weiß, daß Ruth Caro in! England kaum geregelte Trainingsmöglichkeiten ) zur Verfügung stehen, ihr vor allem auch ein |§j Trainer fehlt, der sie in ihrem Stil fortbildet. \ So besteht ihr Training lediglich darin, jeden Y'i V Morgen ans eine ihrer Schule benachbarte Wiese ) zu ziehen und dort für sich ganz allein etwa : 15 Minuten Speer zu werfen. Um so anerkennenswertcr ist ihre 'Leistung, die die ehrgeizige / und eifrige Sportlerin noch weit verbessern i wird. Unsere besten Wünsche begleiten sie zu den j; englischen Meisterschaften. Gelingt es ihr, ihre '' Vorjahrsmeisierschaft zu wiederholen, so wäre das nicht nur für sie, sondern sür den gesamten , jüdischen Sport Deutschlands ein ehrenvoller Erfolg. II!MMIIIIIIIIIII!IIII!IiIIIIIIIIII>IIIIIIIIIII>IIIIIl!IIIIIIIIIIIIIIIII!IIIIIIllllID 1. Hälfte sehr schußkräftig, bei Neiße machte der Tormann einige Schnitzer. Die Güstemannschast schien zu wenig eingespielt. IM. Tennisverbandskämpfe Breslau—Beuthen Im fülligen Verbandskampf begegneten sich in/ Beuthen die Sieger des niederschlesischen Bezirks, RjF Breslau, und Oberschlesiens, Schild Beuthen. y-J* Nach sehr heißumstrittenen Kämpfen brachte erst des letzte Doppelspiel den Breslauern den knappen Sieg mit 5:4 Punkten, 13 :9 Sätzen und 109 : 98. Spielen. Beuthen trat ersatzgeschwächt an und hätte ohne Frage den Sieg für sich buchen können. . Ergebnisse (Breslau zuerst genannt): Bodländer—Guttmann 6:3, 6:4; Aschner—Bermann 8 : 10, 6:3, 1:6; Stein—Eräupner 3:6, 6:0, 6:2; Breitbart-Nothmann 4 :6, 3:6; Braunthal—Löwenstein 6:3, 6:8, 6:2; Oelsner—Dr. Joseph 6 : 2, 6 : 3. Bodländer/Stein—Dr. Joseph/Gräupner 6 : 2, 6 : 2; Aschner / Inliusburger — Bermann / Guttmann 7 : 5, 6 : 0; Braunthal/Oelsner—Nothmann/Lüwenstein 5:7, 7 : 5, 2 : 6. YV. F. Berlin Tennisrundenspiel: ISG 33—Kaiserallee Im Nahmen der Verbandsrundenspiele im Tennis standen sich am 21. Juni die beiden ersten Herrenmannschaften des Tennisclubs Kaiserallee und der JSG 33 gegenüber. Die beiden RjF- Mannschaften lieferten sich einen spannenden Kampf, dessen Ausgang überraschend knapp uud erst durch Siege in den Doppelspielen zugunsten , der ISGer entschieden wurde. Das Gesamt- > ergebnis lautete znm Schluß: 6:3 Punkte,! 14 :8 Sätze und 117 : 88 Spiele für JSG 33. f Während Jauch (JSG) seinen Gegner Iacvbsohn ' glatt mit 6:1, 6:3 zu schlagen vermochte, verlor j

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.