Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936) - farbig
- Issue
- 26 (25.6.1936)
- Date
- 1936-06-25
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Aenderung früherer Auffassungen offen zu deklarieren, ohne je in den Verdacht der Charakterschwäche geraten zu können, werden im deutschen Judentum fortan sehr fehlen. Wir teilen den Schmerz aller derer, die um ihn trauern. Mit jüdischem Gruse Franz Meyer. Präsidium des Keren Hajessod, Jewish Agency for Palestine, Berlin Das Judentum in Deutschland hat in Julius Brodnitz einen seiner vornehmsten Repräsentanten verloren. Sein Hinscheiden wird auch von uns, die wir dem Aufbau des jüdischen Landes dienen, schmerzlich empfunden. In den letzten Jahren hat der Heimgegangene seine stetig wachsende Teilnahme am Werden unseres Aufbauwerkes bekundet. Es zeugt für die menschliche Lauterkeit dieses Mannes, dass er, nachdem ihm das Glück zuteil geworden war, das Werk in Erez Jisrael mit eigenen Augen zu sehen, noch in den letzten Wochen seines Lebens den tiefen Eindrücken von dem gewaltigen Geschehen in Palästina vor weiten Kreisen der jüdischen Oeffentlichkeit in mahnenden und erschütternden Worten Ausdruck gegeben hat. Seine Mitarbeit wäre unserem Werk zum Segen geworden, sein Tod trifft auch uns schwer. * Michael Traub Religiös-liberale Fraktion der Repräsentantenversammlung der Berliner Jüdischen Gemeinde Ich erlaube mir, Ihnen die tiefe Erschütterung und das Mitfühlen mit dem Ableben Ihres Vorsitzenden zum Ausdruck zu bringen. Wer ein Leben lang C.-V.er ist und eine Zeitlang im Hauptvorstand mitraten durfte, wem Horwitz und Fuchs Vorbilder gewesener Ideale sind, der wird das Andenken an Julius Brodnitz in dieser Zeit nur höher stellen müssen. Wir Wollen diese grossen Männer einer alten Zeit gewiss nicht kleiner machen, wenn wir uns dessen bewusst sind, wie unerschrockener Mannesmut, die Weisheit und die tiefe Jüdischkeit unserer Vorväter einen Julius Brodnitz erfüllen mussten und erfüllt haben, um heute den Weg zu weisen. Wer von den grossen Gestalten unserer alten Geschichte schreiben wird, der wird unserem Julius Brodnitz seinen Ehrenplatz einräumen müssen. Kurt Fleischer. Deutsch-Israelitischer Gemeindebund, Berlin Mit tiefer Trauer hat uns die Nachricht von dem Ableben Ihres hochverehrten Vorsitzenden erfüllt. Nehmen Sie zu dem schweren Verlust, den Ihre Organisation und mit ihr das Judentum in Deutschland erlitten hat, unsere herzliche Anteilnahme entgegen. Wir werden dem Heimgegangenen, der seine ganze Persönlichkeit in langjähriger unermüdlicher Arbeit der jüdischen Gemeinschaft gewidmet hat, stets ein treues Gedenken bewahren. Freie Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums, Palästina-Centrale der Agudas Jisroel, Frankfurt a. M. Mit wehem Herzen spreche ich Ihnen unser innigstes Mitfühlen zu dem schweren Verluste aus, der Sie durch den Heimgang von Herrn Justizrat Julius Brodnitz betroffen hat. Sein Verlust wird von der Judenheit Deutschlands nicht nur als ein schwerer Schlag deshalb betrauert werden, weil der Heimgegangene Jahrzehnte hindurch an führender Stelle für die Gedankenwelt des C. - V. in vorbildlichem Masse wirkte, sondern weil er es auch verstanden hat, innerlich jung zu bleiben und mit klarem Blick und abwägendem Urteile die jüdischen Erfordernisse der Gegenwart in den letzten Jahren zu vertreten und entscheidend die organisatorische Zusammenfassung der Judenheit in Deutschland zu beeinflussen. 8. Ehrmann. Zentralbüro der Unabhängigen Misrachi Landes-Organisation Deutschlands, Berlin Zum Hinscheiden Ihres Vorsitzenden erlauben wir uns, Ihnen unser herzliches Beileid auszusprechen. Der Heimgegangene war allen Juden ein Vorbild in seiner Hingabe für das Judentum. Ihm lag stets das Gesamtinteresse aller in Deutschland wohnenden Juden am Herzen. Er hat sich stets für die Einheit und den Frieden im Judentum eingesetzt. Wir werden sein Andenken stets in Ehren halten. Präsidium des Deutschen Makkabikreises, Berlin Zum Ableben Ihres Vorsitzenden sprechen wir Ihnen den Ausdruck unseres tiefgefühlten Beileids aus. Der Verstorbene hat im jüdischen Leben Deutschlands eine Rolle gespielt, die sein Andenken unter den Juden lebendig erhalten wird. Friedenthal. Ferner gingen Zuschriften ein von der Bundesleitung des Makkabi Hazair, der Jüdisch-Nationalen Jugend „Herzlia“, der Bundesleitung des „Hab oni in“, der Jugendgemeinschaft der Jüdischen Refo ringeln e i n d e; vom 7. und 13. Zug des Landesverbandes Rheinland-Westfalen und der Ortsgruppe Hamburg des „Ring“ (Bund jüdischer Jugend); vom Elternhilfswerk für die jüdische Jugend, Berlin. Ausserdem kondolierten: Das Jüdische "haus Berlin, die Israelitische Synagoueinde Adass Jisroel, Berlin, die chaft für Jüdische Familienfor- Wegweisend und begleitend Aus Aufsätzen und Heden von Julius Brodnitz Der Vorkämpfer jüdischen Zusammenschlusses „Wir verkennen nicht die Berechtigung der Unterschiede der Anschauungen vom Wesen und der Richtung des Judentums in Deutschland. Seine Gruppen werden auf eine lebendige und sachliche Auseinandersetzung nicht zu verzichten brauchen. Die Not der Stunde ist aber zu gross, als dass eine der Gruppen den Anspruch auf alleinige Führung erheben dürfte. Nur eine Führung, hinter der alle Richtungen stehen, wird uns wirksam vertreten können. Nur sie wird auch für das Judentum selber eine wirkliche Autorität darstellen. . . . Welches wird der Weg der Führung des Judentums sein? Sie wird, unbekümmert um alle Lehrmeinungen, den harten Tatsachen furchtlos ins Antlitz sehen. Ohne dem Gewesenen nachzutrauern, wird sie eine Politik des Tatsächlichen treiben. Wer in die Führung berufen wird, wird sich als Vertreter der Gesamtheit fühlen müssen ... Der Central-Verein stellt sich in lebendiger Anpassung den Aufgaben einer neuen Zeit rückhaltlos zur Verfügung. Er ist bereit, das Gewicht seiner Organisation und der Persönlichkeiten, die ihn führend tragen, in die Waagschale zu werfen, wenn es um die Zukunft des Ganzen geht. Er ist bereit und fordert ein Gleiches von allen anderen Gruppen, sich der Führung ohne jede Rücksicht auf Vereinsprestige zur Verfügung zu stellen. Dieser Appell ergeht in letzter Stunde aus besorgtem Herzen eines Mannes, der den Glauben an unser Judentum auch in schwerster Notzeit nicht verloren hat. Es gibt nur noch eine Losung und die heisst: Alles für unser Judentum!“ (C.-V.-Zeitung vom 14. 9. 33) „Unsere Reichsvertretung“ „Ich glaube, für mich als den Führer des Central-Vereins in Anspruch nehmen zu dürfen, dass ich bei der Gründung der Reichsvertretung diesen Standpunkt vertreten habe. Jeder, der die Verhältnisse unseres Judentums kennt, weiss, was dies wie für jede andere Organisation, so auch für den Central-Verein bedeutete. Man musste Mut haben, um diese Linie zu verfolgen ... Die Entwicklung der Reichsvertretung in einem gesunden, zentralen, aber auch die einzelnen Einrichtungen und Organisationen lebensvoll wahrenden Sinne darf nicht durch Machtfragen gestört werden. Sobald Machtfragen aufgerollt werden, ist nur ein Ende .vorauszusehen, nämlich die Zertrümmerung der Reichsvertretung. Werden Machtfragen von einer Seite aufgerollt, so ist .die Gefahr gegeben, dass sie. auch von anderer Seite aufgerollt werden. Principiis obsta! , , (C.-V.-Zeitung vom 30. 8. 34) „Das Erbe von Eugen Fuchs“ „Es war eine Gnade, aber auch eine schwere Pflicht, das geistige Erbe von Eugen Fuchs zu verwalten. Wir dürfen sagen, dass nichts seit seinem Heimgange geschehen ist, bei dem wir uns nicht gefragt haben, wie würde Fuchs sich verhalten haben. Wenn in dem Beratungszimmer der Vereinsleitung das Bild von Eugen Fuchs über uns hing, so war dies nicht bloss ein Zeichen ehrenvoller' Erinnerung. Eugen Fuchs weilte geistig bei unseren Beratungen stets in unseren Reihen ... Vor mir schwebt in diesem Augenblick des Besinnens die leuchtende Persönlichkeit dieses prächtigen Mannes, die uns vor Augen stehen muss und wird im ewigen Ringen um die Probleme des Tages.“ (C.-V.-Zeitung vom 21. 12. 33) Der Sinn der C.-V.-Zeitung „Wir freuen uns, dass unsere Zeitung, insbesondere in ihrer neuen Gestalt, tatsächlich das erreicht hat, was uns seit Gründung einer Zeitung vorgeschwebt hat. Unsere Zeitung sollte die dauernde Berührung unserer Vereinsleitung mit jedem unserer Mitglieder herbeiführen. Sie' ist kein Vereinsblatt im üblichen Sinne, sie ist das Sprachrohr einer Gemeinschaft. Das bedeutet: sie hat keine Enge und Kleinlichkeit veralteter Vereinsmeierei. Sie ist kein Organ, das auf Stimmungen zufälliger Abonnenten Rücksicht zu nehmen braucht. Sie ist nicht das Blatt, das persönlichem Ehrgeiz dient oder Theorien, sondern sie ist an die Gemeinschaft gebunden, die durch eine vierzigjährige Tradition im Central-Verein geworden und in allem Wandel sich treu geblieben ist. Sie ist deshalb in jedem Aufsatz, in jeder Stellungnahme zu •Gedanken und Tatsachen von höchster Verantwortlichkeit und höchstem Verantwortungsgefühl für die engere Gemeinschaft und die Gesamtheit erfüllt . . .“ . (C.-V.-Zeitung vom 12. 4., 34) Erneuerung der Idee „Wir Juden sind gewohnt, die grossen Entwicklungen in unserem Leben nicht nach Monaten und Jahren, sondern nach grossen Zeitläuften zu' beurteilen. Alle. Achtung vor der Uir.stellungsfähjgkeit, die aus jungen Kaufleuten, Schriftstellern, und , Gelehrten Landarbeiter und Handwerker macht! Aber seien wir uns auch darüber klar,. dass wir uns mit Recht das Volk des. Buches nennen. An unschung, Berlin, die Jüdische Buchver- Seilschaft zur Förderung wirtschaftlicher Intereinigung, Berlin, die K ü n s 11 e r li i l f e essen von in Deutschland wohnhaften oder wohnder Jüdischen Gemeinde, Berlin, der Verband halt gewesenen Juden, Berlin, das Präsidium Polnischer Juden, Berlin, F. W. I., Gedes Kartells Jüdischer Verbindungen, Berlin. Die jüdische Presse Die Redaktion der „Jüdischen Rundschau“, Berlin Das Dahinscheiden Ihres Herrn Vorsitzenden hat uns aufs tiefste berührt. Wir haben in dem Dahingeschiedenen nicht allein den Repräsentanten Ihrer Organisation gesehen, sondern darüber hinaus eine für die gesamte Judenheit Deutschlands durch ihre unermüdliche' Arbeitsleistung und vornehme Menschlichkeit vorbildliche Persönlichkeit, deren Dahinscheiden überall aufs schmerzlichste empfunden werden wird. Kurt Loewenstein. Schriftleitung der Jüdischen Allgemeinen Zeitung, Berlin An dem unersetzlichen Verlust, den mit dem Central-Verein die Judenheit Deutschlands durch den Heimgang des Justizrats Dr. Julius Brodnitz betroffen hat, nehmen wir mit tiefer Trauer , und aufrichtigem Mitgefühl teil. Seine beispielgebende Art, Judentum zu leben, seines Eigenstolzes bewusst, stark im Geist, ernst und schlicht im Auftreten, Wird auch weiterhin wegweisend sein. Wir werden das Vorbild dieses zielbewussten Kämpfers für die jüdische Sache stets verehrungsvoll in uns tragen. Eugen Tannenbaum. Der Hauptschriftleiter des „Gemeindeblattes der Jüdischen Gemeinde zu Berlin“ Das Ableben des Vorsitzenden des Central- Vereins ist für Sie ein schwerer, nahezu unersetzlicher Verlust. Seine hervorragenden sachlichen Qualitäten und seine vorzüglichen menschlichen Eigenschaften befähigten ihn in hohem Masse zu seiner führenden Stellung im jüdischen Leben, sie waren aber für Sie, die Sie die Geschäfte des Central-Vereins zu führen haben, von unschätzbarem Wert. Weithin bekannt ist die Treue, die der Verewigte seinen Mitarbeitern bekundete. die Noblesse seiner Gesinnung und das Verständnis für schwierige und verantwortungsvolle Probleme, das ihn charakterisierte. — Sie, die Sie in enger Gemeinschaft mit ihm verbunden waren, haben ihm in schweren Tagen die Treue gehalten, der Verstorbene hat Ihnen diese Haltung durch eine unwandelbare und unerschütterliche Unterstützung in Ihrer schwierigen Geschäftsführung vergolten. — Der Unterzeichnete, der mehr all dreissig Jahre im jüdischen Leben steht, weiss, wie selten solche. Eigenschaften anzutreffen sind, und vermag daher die Grösse Ihres Verlustes und Tiefe Ihres Schmerzes zu würdigen. Mögen Sie, meine Herren, Trost in dem Gefühl finden, dass gerade Sie berufen sind, für die Erhaltung des Lebenswerkes, das er aufgerichtet hat, einzutreten und in die Zukunft zu wirken. Leo Kreindjer. Schriftleitung des Israelitischen Familienblattes, Berlin In der Reihe der Trauernden, die heute an der Bahre von Julius Brodnitz einen Verlust beklagen, der alle Juden in Deutschland trifft, stehen auch wir erschüttert und in Erinnerung an das, was mit diesem Manne an Hilfsbereitschaft, Gerechtigkeit und Gesinnung von uns scheidet. Wir trauern mit Ihnen um die neue, schwer zu schliessende Lücke, die in die immer kleiner werdende Schar derer gerissen ist, die uns zu führen vermögen, und wir hoffen mit Ihnen, dass wir miteinander in treuer Zusammenarbeit für alle gemeinsamen Ziele das Andenken an Julius Brodnitz lebendig erhalten können. Schriftleituhg und Verwaltung der Jüdischen Telegraphen - Agentur, Berlin Wir bitten .Sie, anlässlich des schweren Verlustes, der Sie und die Judenheit Deutschlands betroffen hat, den Ausdruck unseres tiefsten Mitgefühls entgegenzunehmen. — Justizrat Brodnitz war ein Mann, der auch für unsere Arbeit stets das volle Verständnis eines Führers hatte, dem die Beobachtung jüdischer Vorgänge in aller Welt eine ’ selbstverständliche Ergänzung seines Wirkens für ein eigenständiges Judentum in Deutschland war. Weit über die Grenzen seines Arbeitsbereiches hinaus war er eine anerkannte Persönlichkeit, deren Wort und Tat, wie wir immer wieder feststellen konnten, auch in der Welt der jüdischen Gesamtheit autoritäre Geltung hatte. — Mit allen anderen Stellen im deutschen Judentum neigen wir uns in Ehrfurcht vor seiner Bahre. Otto Schick, Arno Herzberg. sere, Jugend richtet sich: die Mahnung, diese! unsere Mission nicht zu vergessen. Nicht In* tellektualismus, den auch wir in seinen extremen Entgleisungen verurteilen, aber bei aller körperlichen Umstellung auch in dieser Uebergangszeit die geistige Entwicklung nicht vergessen, die ja schliesslich durch die Jahrhunderte der schicksalsabhängige Boden unseres Lebens gewesen ist. Diese Mahnung richtet sich nicht nur an die Jugend. Es ist hoch erfreulich, dass durch jüdische Lehrhäuser nach der Väter Sitte Einrichtungen geschaffen werden, die uns Besinnung und geistigen Halt auch in schwerster Notzeit geben. In einer Zeit so gewaltiger geschichtlicher Erscheinungen müssen unter den deutschen Juden ideologische Erörterungen möglichst beiseitegestellt werden. Es ist hocherfreulich, dass die deutschen Juden die Kraft gefunden haben, sich von ideologischen Kämpfen zu befreien. Dies bedeutet aber keinesfalls, dass die weltanschauliche Differenz schwinden soll; nur bedenke jeder, dass er bei Vertretung seiner Weltanschauung ringenden Brüdern und Schwestern gegenübersteht. Nur darf niemand verkalkt lediglich die Worte wiederholen, die wir aus früheren Zeiten kennen . . .“ (C.-V.-Zeitung vom 6. 12. 34) Tätige Verbundenheit mit Palästina Die folgenden Zeilen entstammen einem Aufsatz, den der Verstorbene kurz vor seinem Tode dem Keren Hajessod zur Verfügung gestellt hatte: „Wer die ungeheuren Leistungen, welche die Juden in Palästina vollbracht haben, sieht, empfindet einen gewaltigen Respekt vor der vollbrachten Arbeit, sowohl gegenüber der äusseren Leistung, als — und vielleicht noch viel mehr — gegenüber dem seelischen Heldentum. Im Anblick dieser Leistungen schwinden alle ideologischen Betrachtungen, wie sie leider bei uns noch vielfäch die Menschen trennen. Wer drüben die Pionierarbeit verrichtet für die Juden, welche in Gegenwart, und Zukunft dort eine Zufluchtsstätte und eine Stätte harter, aber befriedigender Arbeit suchen, hat einen selbstverständlichen Anspruch darauf, dass wir im Keren! Hajessod die dortige Arbeit nach Kräften för-> dem. ... Die Arbeit, welche in Erez Israel von Juden verrichtet worden ist, schliesst auch, ganz abgesehen von der gegenwärtig aktuellsten Frage, schwer Sorgen in sich. Wir freuen nnä über ernste kritische Betrachtungen, welche aus| solchen Sorgen resultieren und zu ihrer Beseitigung beizutragen suchen. Aber die Zeiten sind vorüber, in denen solche Betrachtungen etws* dazu dienen sollten, das Experiment selbst in Frage zu stellen. ... Helft heute neben aller Hilfe, zu der Ihr im Interesse der Juden in Deutschland verpflichtet seid, dem Keren Hajessod, damit er aus der Not der gegenwärtigen Tage verdoppelte Arbeit im Interesse unserer Glaubensgenossen in Erez Israel entwickeln kann! Heute gilt es neben den grossen Aufbauarbeiten auch der Sorge um die Not des Tages in Erez Israel. ... Das Experiment in Palästina wird nicht versagen, weil es nicht versagen darf, wenn nicht die Judenheit der ganzen Welt unendlichen Schaden erleiden soll.“ Die Aufnahmen der Porträts von Julius Brodnitz stammen von Herbert Sonnenfeld. Sky (Set MMüeld Mhd MtU ieUtuq lesen muss die Umleitung der C.-V.- Zeitung nach seiner neuen Wohnung bei seinem altenPostamt (Zeitungsstelle) schriftlich] oder mündl. ausdrücklich beantragen. Der gewöhnliche Nachsendeaiitrag gilt nur posumt für die Briefpost. Wer sich ,. □ n n| .. .. dieser kleinen nicht un¬ M ü h e terzieht, wird sich über das Ausbleiben der Zeitung und über dieZahlung von Strafgebühren ärgern. Der hier hat’s r i c htig gemacht! Machen Sie’s ihm nach. C.-V.-Zeitung Berlin W15, Emser Str. 42.