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Central-Verein-Zeitung · 1936-06-25 · 26 (25.6.1936) · p. [Seite]

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936) - farbig
Issue
26 (25.6.1936)
Date
1936-06-25
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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'4Klf liviiwrtrMi r\ Nr. 26. * 2. Beiblatt 25. Juni 1936 Beileidskimdgebimgen Preussischer Landesverband Gesetzestreuer Synagogen- Gemeinden, Halberstadt Die Ortsgruppen des Central-Vereins Aus Gründen (3er Raumersparnis können wir iJie Trauerkundgebungen, die die Ortsgruppen des C.-V. fast ausnahmslos an uns gerichtet haben, nicht im Wortlaut veröffentlichen. Für sie alle soll die folgende sprechen: „Mit dem Hauptvorstand und dem gesamten Central-Verein trauert schmerzbewegt auch unsere Ortsgruppe um den Heimgang von Julius Brodnitz. In ruhigen Tagen ist er richtungsweisender, gütiger und ausgleichender Leiter gewesen. In Zeiten, deren Schwere wir vorher nicht erahnt haben, hat er den Central-Verein in Würde geführt und ihm Haltung und Zeitinhalt gegeben, so dass unser Central-Verein uns allen Stütze und Sammelpunkt bleiben konnte und bleiben durfte. — Auch wir vergessen es nicht, dass er es vornehmlich war, der die Stimme der Zeit vernommen, und auf rief zu den gemeinsamen Aufgaben, die alle Juden in Deutschland erfassen. — Julius Brodnitz, dem wir alle reichen Dank schulden, bleibt uns unvergessen.“ An Stelle der grossen Reihe von Einzelzuschriften sollen die folgenden Sätze aus einem Brief von Justizrat Dr. Henry Silberstein sprechen: „Da ich mich zu den Mitbegründern unseres Central-Vereins sowie zu den alten Freunden unseres Julius Brodnitz zählen darf (ich bin in der konstituierenden Versammlung in der Viktoriastrasse im Hagse des Kommerzienrats Isaac 1893 beigetreten), empfinde ich es als innerstes Bedürfnis, seinen nächsten Mitarbeitern meine innige Anteilnahme auszudrücken. „Fortiter in re, suaviter in modo!“ Das War auch seine durch die Tat bewährte Devise. Die Gesinnung, die beständige, macht auch das Andenken an diesen Edelmenschen im Sinne des Goethewortes dauerhaft. Mögen die Geschicke unseres Central-Vereins an vorderster Stelle allzeit solchen Männern wie Eugen Fuchs, Maximilian Horwitz, Julius Brodnitz anvertraut sein! Quod Deus bene vertat!“ Der Oberrat der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs, Stuttgart Durch das jähe Hinscheiden Ihres ersten Vorsitzenden ist auch der Oberrat der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs in tiefe Trauer versetzt worden. Er trauert mit Ihnen nicht nur um den Verlust des charaktervollen Verteidigers der Ideen Ihres Vereins, der das geistige Erbe eines Horwitz und Fuchs in ernster Zeit zu wahren verstanden, sondern um den Tod des hochsinnigen Vorkämpfers aller Ideale der deutschen Judenheit, in dem sich die Weisheit des ehrwürdigen Alters mit dem Temperament ungebrochener Jugendlichkeit zu starker Einheit gepaart, so dass er geradezu als der klassische Vertreter aller Gegenwartswerte und Aufgaben der deutschen Judenheit gelten durfte. Mannhaft in allen seinen Aeusserungen, ein vornehmer Kämpfer ohne alle Gehässigkeit, so stand er bis zuletzt ritterlich im Abwehrkampfe, von allen Parteien verehrt, eine ragende Führerpersönlichkeit in ernster Zeit. So bedeutet sein Scheiden einen schweren Verlust für alle, die es aufrichtig mit dem deutschen Judentum meinten. Für den Central-Verein aber bleibt die Erinnerung an den Verstorbenen eine stete Mahnung zur Betätigung in seinem Geiste. Möge es dem Verein nie an Männern fehlen, die gleich dem Dahingeschiedenen opferwillig ihre Zeit und Kraft in den Dienst der Gesamtheit stellen. Möge das Vorbild des edlen Vorkämpfers Nacheiferung in allen unseren Kreisen finden! Gumbel. Mit aufrichtigem Bedauern haben wir von dem tragischen Unglücksfall gehört, dem Ihr Vorsitzender zum Opfer gefallen ist. Auch wir beklagen in seinem Hinscheiden den Verlust eines um die jüdischen Angelegenheiten hochverdienten Mannes. Nehmen Sie unsere warum Anteilnahme entgegen! Auerbacli. Sächsischer Israelitischer Gemeindeverband, Dresden Durch das Hinscheiden Ihres von allen jüdischen Kreisen hochverehrten Vorsitzenden ist Ihre Organisation und mit ihr die gesamte Judenheit Deutschlands in tiefe Trauer versetzt worden. — Wir bitten Sie, den Ausdruck unserer aufrichtigen und innigen Teilnahme entgegennehmen zu wollen. Es ist eine schwer zuschliessende Lücke, die durch den Tod dieser führenden jüdischen Persönlichkeit Deutschlands entstanden ist. — Möge eine gütige Vorsehung einen anderen Mann mit der Schaffenskraft und Herzensgüte des nun verewigten Herrn Justizrat Brodnitz begnaden. Dies unser herzlicher Wunsch. — Das Andenken des Dahingeschiedenen wird bei uns immer in Ehren gehalten werden. Grün, Saalheimer. * Ferner gingen Schreiben der folgenden Gemeinden ein: Berlin, Bremen, Breslau, Chemnitz, Dresden, Frankfurt a. M., Hamburg, Köln, Leipzig, Ludwigshafen, Mannheim und Stettin. » In den Synagogen in München-Gladbach und Essen wurde des Verstorbenen gedacht. Aus dem Kreise der Reichsvertretung Verbände und Organisationen Bei meinem Verhältnis zum Central-Verein und meinen Beziehungen zu Herrn Justizrat Brodnitz bedarf es eigentlich nicht dieser Zeilen, um Ihnen zu sagen, wie stark ich mit Ihnen den Verlust diese ausgezeichneten, adligen und untadligen Mannes empfinde. Möge die Leistung des Central-Vereins durch, seinen Heimgang nicht geringer werden! Alsdann wird es uns leichter sein, die grosse Einbusse, die wir alle auf rein menschlichem Gebiete erlitten haben, zu tragen, Julius L. Seligsohn. , Zu /dem erschütternden Verlust von Julius Brodnitz dem Central-Verein die Teilnahme zu bekunden, heisst dem tiefen eigenen Schmerz 'Ausdruck geben, den jeder empfindet, der mit ihm Zusammenarbeiten durfte. Wie haben wir «ns in guten und in bösen Tagen verbunden gefühlt — schwer zu fassen, dass diese Verbundenheit so. jäh zu Ende sein sollte. Aber sie ist es nicht. Denn das kennzeichnendste Merkmal des Heimgegangenen war seine ausserordentliche Lebendigkeit, und die muss und wird in seinen Werken, deren nicht wenige sind, und in seinen Mitarbeitern, zu denen ich mit wehmutvollem Stolz auch mich rechnen darf, weiterwirken. Kaum jemals habe ich Julius Brodnitz müde gesehen, aber immer voll Interesse, voll Lust des Wirkens, voll Bereitschaft, Neues aufzunehmen, Jungen und Werdenden seine Hilfe zu leihen, iVerband Bayerischer Israelitischer Gemeinden, München Wir haben noch selten ein so fesselndes und ergreifendes Bild . gesehen, wie das von Julius Brodnitz in Ihrer Zeitung von gestern. Wenn man in diese milden, gütigen und leuchtenden Augen schaut und diesen klugen, erwägenden und durchdringenden Blick auf sich wirken lässt, dann tritt uns das geistige Bild des Mannes entgegen, der einer der Besten in unserer Mitte gewesen, der soviel für uns gedacht und gesorgt hat und dessen Leben Mühe und Arbeit für uns alle bedeutet hat. Wir Mitschaffenden an der jüdischen Gemeinschaft haben es gar oft erfahren: Wenn im Kampf der Meinungen zur Erreichung des allen gemeinsamen Zieles der Weg versperrt schien und die Linie der Verhandlungen abzureissen drohte, da hat das kluge Wort von Brodnitz uns zu einem guten Ende geführt, einmal, weil er die Verhältnisse beherrschte und sie verständig und gerecht gegeneinander abwog, vor allem aben weil hinter den Worten dieser grosse und gute, dieser selbstlose und hingebende Mensch -stand, dessen geradezu jugendliche Spannkraft unverändert blieb, dessen Geist aber immer abgeklärter wurde und dessen Weisheit und Einsicht uns stets zu wachsen schienen. — So trauern wir Vertreter der Landesverbände und Gemeinden an seiner Bahre, und wir sprechen dem Central-Verein, der seinen Führer verloren, unser innigstes Beileid aus. Alfred Neumeyer. Oberrat der Israeliten Badens, Karlsruhe Die Nachricht von dem plötzlichen Ableben Ihres sehr verehrten Vorsitzenden hat uns tief erschüttert. Mit Ihnen beklagen wir den Verlust dieses ausgezeichneten Mannes, der bis zum letzten Atemzug seine ganze Kraft in den Dienst des und vor allem voll Mut zur Verantwortung. — Der C.-V. wird es schwer haben ohne ihn — wir alle, die ihm nahestanden, werden es schwer haben. Aber nochmals: lassen Sie uns miteinander es ihm gleich tun an Aufgeschlossenheit, Frische und Energie. Dann wird sein Andenken zum Segen sein. Otto Hirsch. An dem schmerzlichen Verlust, den Central- Verein und Judentum Deutschlands erlitten haben, nimmt aufrichtigen Anteil Siegfried Moses (z. Zt. London). Der unerwartete Heimgang Ihres ersten Vorsitzenden, Justizrat Dr. Julius Brodnitz s. Ä., mit dem ich in manchen zentralen Körperschaften Zusammenarbeiten durfte, hat mich tief bewegt. Justizrat Brodnitz war eine der wenigen führenden Persönlichkeiten der deutschen Judenheit, die in allen jüdischen Kreisen, ohne Rücksicht auf religiöse und jüdisch-politische Einstellung, nicht »ur grosse Verehrung, sondern auch warme Sympathie genoss. Der Heimgang dieses bewährten und hochverdienten Mannes, der wie kaum ein zweiter sich darauf verstand, Gegensätze auszugleichen und friedliche Gemeinschaftsarbeit zu fördern, bedeutet einen schweren Verlust nicht nur für Ihre Organisation, sondern für die gesamte deutsche Judenheit. Ich versichere Sie meiner innigen Anteilnahme an Ihrem schmerzlichen Verlust. Rabbiner Dr. Jakob Hoffmann. deutschen Judentums gestellt hatte. Sein Andenken wird auch im badischen Judentum stets in hohen Ehren gehalten werden. Ihnen als den nächsten Mitarbeitern des Dahingeschiedenen sprechen wir unsere innigste Teilnahme aus. Stein. Landesverband Israelitischer Religionsgemeinden Hessens, Mainz Die Nachricht von dem Ableben des mir so nahegestandenen Justizrats Brodnitz hat mich tief erschüttert. Das Scheiden des um unsere Glaubensgemeinschaft so hervorragend verdienten Mannes reisst eine kaum ausfüllbare Lücke in unsere Organisationen. Empfangen Sie den Ausdruck unseres tiefgefühlten Beileids. Bernhard Albert Mayer. Synagogengemeiriden-V erband Oberschlesien, Gleivoitz Im Aufträge des Vorstandes des Synagogengenieinden-Verbandes der Provinz Oberschlesien gebe ich ,der tiefen Trauer Ausdruck, die auch in unseren Kreisen durch die Kunde von dem so plötzlichen Heimgange Ihres hochverehrten Führers ausgelöst wurde. Der Unterzeichnete hatte noch vor wenigen Tagen, als er an der Sitzung des Haushaltsausschusses der Reichsvertretung teilnahm, Gelegenheit, die geistige Frische und die Mannhaftigkeit, mit der Justizrat Brodnitz seine Ueberzeugung in längeren Ausführungen vertrat, zu bewundern. Ich bitte Sie, die Versicherung entgegenzunehmen, dass wir innigen Anteil an dem schweren Verluste nehmen, der Ihren für die deutschen Juden so wichtigen Verein betroffen hat. Arthur Kochmann. In der vorigen Nummer der C.-V.-Zeitung haben wir bereits die Zuschriften der Reichsvertretung der Juden in Deutschland, der Preussisehen Landesverbände jüdischer Gemeinden, der Jüdischen Reformgemeinde, der Vereinigung für das religiösliberale Judentum, des Hilf.sverein s der Juden in Deutschland, der „0 r t“, des Zentralverbandes jüdischer Handwerker, des „K. C.“, des „R i n g", und des Jüdischen Kulturbundes veröffentlicht. Ihnen folgten inzwischen die Kundgebungen zahlreicher weiterer Verbände und Organisationen: Bandesleitung des Reichsbünds Jüdischer Frontsoldaten, Berlin Mit tiefer Bewegung nahmen wir die Nachricht zur Kenntnis, dass Ihr verehrter Vorsitzender verschieden ist und so dem Judentum Deutschlands genommen wurde, in dessen Reihen er lange Jahre an führender und verantwortungsvoller Stelle gewirkt hat. Bei der Erfüllung vieler gemeinsamer jüdischer Aufgaben haben wir ihn als Menschen, Charakter und Persönlichkeit schätzen gelernt. — Wir bitten Sie, zu dem schweren Verlust, den Ihre Organisation und die jüdische Welt in Deutschland überhaupt betroffen hat, den Ausdruck unseres aufrichtigsten Beileids entgegenzunehmen. Rosenthal Ferner gingen Zuschriften ein vom Landesverband Berlin und Mark, vom Landesverband W Ostdeutschland und vom Sportbund des Reichsbunds jüdischer Frontsoldaten. Jüdischer Frauenbund E. V., Berlin Die Nachricht vom Hinscheiden Ihres Vorsitzenden hat auch uns mit tiefer Trauer erfüllt. Wir wissen, was es bedeutet, wenn heute eine jüdische Gruppe ihren Führer verliert. Wir wissen um das wehe Gefühl des Verlassenwerdens in besonderer Not — aber auch um die tiefe Dankbarkeit für unvergänglichen Besitz. — Die besondere Mission von Justizrat Brodnitz war es, die Weisheit seiner Erfahrung und die Weite seines Verstehens dafür einzusetzen, jüdische Menschen aller Richtungen immer wieder um das Einigende zu sammeln und neuen Formen des jüdischen Gemeinschaftslebens in Deutschland den Boden zu bereiten. Seine Gestalt — edel und ungebeugt — wird auch in unseren Reihen weiterleben. Ottilie Schoenewald, Cora Berliner, Hannah Karminski. Grossloge für Deutschland VIII. U. O.B. B. (E. V.), Berlin Auf das schmerzlichste bewegt, erfahren wir soeben von dem Heimgang ihres Vorsitzenden. Mit ihm sinkt wiederum ein Teil der Geschichte Ihres Vereins in die Vergangenheit. Es braucht nicht ausgeführt zu werden, welche Verdienste der Verewigte um Ihre Sache und um die Sache des ganzen Judentums in Deutschland gehabt hat. Auch in der Zeit der Schwere und der Sorgen ist er nicht von seinem Platze gewichen und hat gerade noch in den letzten Wochen gezeigt, wie sehr ihm die Sorge um die gemeinsamen Interessen aller jüdischen Menschen am Herzen lag. Sein Name wird in der Geschichte des Judentums in Deutschland in Eh rer genannt werden. Wir bitten Sie, den Ausdruck unseres herzlichen Beileids entgegennehmen zu wollen. Walter Finkei. Ferner ging ein Schreiben des Verbandes der Berliner Logen M, ö. 8- B. ein. Reichsausschuss der Jüdischen Jugendverbände, Berlin Die jüdische Jugend Deutschlands — im Reichsausschuss der jüdischen Jugendverbände vereinigt — hat in Julius Brodnitz einen hervorragenden Förderer ihrer Arbeit verloren. Julius Brodnitz war allen lebendigen Kräften der jüdischen Jugend aufgeschlossen und verbunden. Wo es galt, in der Gestaltung um die Zukunft der jüdischen Jugend tätig zu wirken, nahm er mit dem Einsatz seiner starken Persönlichkeit leidenschaftlichen Anteil. Jedem Werk der jüdischen Jugend, das zur Bewältigung ihrer Lebensnot dienen sollte, gehörte seine Sorge jenseits von Ideologie und Richtung. Er setzte sich ebenso für die Schaffung neuer Ausbildungs- und Siedlungsmöglichkeiten für die jüdische Jugend aus Deutschland in Palästina ein, wie er an der Errichtung einer Ausbildungsstätte zur Ansiedlung junger Juden in Hebersee stärksten Anteil hatte. Das Vertrauen der jüdischen Jugend hat er sich erworben durch die seltene Kraft, am Ringen dieser Jugend um ihre Lebensformen teilzuhaben und dennoch ihre Eigenständigkeit zu achten. Die jüdische Jugend Deutschlands gedenkt in Julius Brodnitz eines jüdischen Menschen, der ihr deshalb nahe war, weil sich die Kräfte der Generationen in ihm zu lebensvollem Wirken verbanden. Eppstein. Sommerfeld. Winter. Union Oösterreichischer Juden, Wien Zutiefst erschüttert durch die Nachricht von dem tragischen Ableben Ihres Vorsitzenden erlauben wir uns, Ihnen unser herzlichstes Beileid zu dem schweren Verlust, den Ihre Organisation durch das Hinscheiden dieses hervorragenden Mannes erlitten hat, zu bekunden. — In den vielen Jahren des Kontaktes zwischen unseren beiden Organisationen hatten wir Gelegenheit, die exzeptionelle Persönlichkeit des Verblichenen kennen und schätzen zu lernen. Wir wissen, mit welcher Umsicht und Energie er Ihre Vereinigung in schwierigsten Zeiten zu führen verstand und wie sehr er hierbei von reinstem Idealismus und der unerschütterlichen Ueberzeugung, dass die Ideen des Central-Vereins wertbeständig sind, geleitet war. Wir betrauern mit Ihnen den Tod dieses aufrechten Mannes, der gewiss in Ihren Reihen eine grosse Lücke geschaffen hat. Zionistische Vereinigung für Deutschland, Berlin Es ist uns ein Bedür fnis, Ihnen auch au! diesem Wege zum Ausdruck zu bringen, mit welch aufrichtigem Bedauern und innerer Anteilnahme wir die Nachricht von dem Ableben von Justizrat Brodnitz zur Kenntnis genommen haben. — Der Verstorbene gehörte zweifellos zu denjenigen Persönlichkeiten, denen es gegeben war, bei aller Betontheit des eigenen Standpunktes die Brücken zu Juden aller Richtungen und Auffassungen zu schlagen. Wir selbst haben mit grosser Sympathie die Entwicklung verfolgt, die ihn immer stärker mit dem Palästinaaufbau und den gesamten Problemen der jüdischen Renaissance verband. Es wird von niemandem missverstanden werden, wenn wir ihn als einer wirklichen Freund unserer Sache empfände und seiner gerade in dieser Stunde mit Dg barkeit gedenken. Sein kluger Rat und ' warmherzige Art der Verhandlungsf'': I eeine Fähigkeit, in jugendfrischer Elastir4 I Gemeindeverbände und Gemeinden ix* % x \ i' ii u jt* e £ 5 ■"V /Hl- Ander Jj.

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