Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936) - farbig
- Issue
- 25 (18.6.1936)
- Date
- 1936-06-18
- Page
- [Seite] (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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Stuttgart) in Karlsruhe bereits ihre Voriahrsbestleistung von 1,55 Meter. In den Wurf- und Stoßübungen liegen die ersten dicht beieinander. Im K u g e l ssto ß e n: Selma Schulmann (Bar Kochba Berlin) mit 9,90 Meter vor Lotte Lindenbaum (JSG 33)* mit 9,79 und Inge Mello (JSG 33) mit 9,78; im D i skus werfen Lilli Henoch (JSG 33) mit 27,36 Meter vor Else Fröhlich (NjF, Bonn) mit 25,5 Meter und Gisela Schneider (genau 25 Meter), die dafür aber im Speerwerfen mit 28,44 Meter vor Selma Schulmann mit 26,74 Meter endete. Sportbetrieb überall Südwestdeutschland R j F-Leichtathletikmeisterschaften unterbrochen Nach tagelangem Regen war die Lausbcchn in Frankfurt a. M. natürlich weich und beeinflußte die Zeiten. Als es aber nachmittags noch einmal aufklärte, wurden einige Entscheidungen möglich: dann aber war es aus. Der wolkenbruchartige Regen macht die Verschiebung auf den kommenden Sonntag notwendig. Bei den Alten Herren wurde W. Gutheim (Schild Frankfurt a. M.) mehrfacher Sieger (Kugelstoß und Weitsprung); Mannheimer (Mainz) gewann den 50-Meter-Lauf. Hvchsprung fiegerin wurde bei den Dam e n nach Stichkamps mit Ruth Meyer (Darmstadt) Marga Kirschbaum (Schild Frankfurt a. M.; Sprunghöhe 1,30, nachdem beide 1,35 gerissen hatten), bei den Herren Bendorf (Darmstadt) mit der guten Leistung von 1,67, der seinen diesmal ein wenig vom Pech verfolgten Klubkameraden Wieseneck (1,62) schlug. Ausgezeichnete Veranlagung zeigte hier Goldschmidt (Offenbach a. M.), der zwar bei 1,57 ausschied, aber bei ernsthaftem Training bald an die RjF- Spitzenleistungen herankommen dürfte. Im 10 0- Meter-Laus langte es nur zu den Zwischenläufen. Bei den Damen war die weitaus Schnellste Ruth Meyer (Darmftadt) mit 13.8, ihr am nächsten kam E. Ostrowska (Schild Frankfurt a. M.), der schnellste der Herren, Pvllak (Schild Frankfurt a. M.), lief völlig verhalten 11.6; nächster Haas (Wiesbaden). Die 400 Meter holte sich Haas, der in einem herrlichen Kampf bei 300 Meter an Wieseneck vorbeiging, in 55.8 (57.2). Die 800 Meter bieten ein wechselndes Bild: an dem zuerst führenden Bendorf geht sein Klubkamerad Goldberger vorbei, an den bei 500 Meter Edinger (Mainz) dicht herankommt. So sieht mit etwas vergrößertem Vorsprung auch der Zieleinlaus aus: 1. Goldberger 2.18,4. 2. Edinger 2.21. Die 1 500 Meter sind eine sichere Sache für Abt (Schild Frankfurt a. M.), der sich nach 11b Runden mühelos von Jakob (Gießen) freimacht, bald mit etwa 200 Meter Vorsprung führt und in elegantem, leichtem Stil in 4.53 siegt. Zweiter und Dritter zwei Gießener Hand in Hand in 5.07; dann folgt in 5.10 ein 15jähriger Wiesbadener. I,. 8. Stuttgart in Heilbronn siegreich Mit Zwei glatten Siegen kehrten die Stuttgarter Fußballer aus Heilbronn zurück. Die 1. Mannschaft von Hakoah siegte verdient und überlegen mit 5 : 2 über RjF Heilbronn. Der dauernde Regen erschwerte beiden Mannschaften das Spiel. Trotzdem bekamen die Zuschauer noch ein sehr schönes Spiel, besonders der Stuttgarter Verteidigung, zu sehen. Weitere Ergebnisse: Fußball: Hakoah Stuttgart II—RjF Heilbronn II 4:1 (3 :2). Handball: Hakoah Stuttgart Frauen—RjF Heilbronn Frauen 5 : 8 (3 : 4). E. K. JSG 33 Berlin RjF.-Reichsmeister im Handball Bayern Senden Sie mir bis auf Widerruf die C.-V.-Zeitung 99 Pfennig für Juli, August, September zahle ich bei Vorlage derPostquittung an den Briefträger. Die letzte Juninummer geht mir kostenlos zu. Name: Ort: — RjF Aachen nach schönem Kampf geschlagen Die Mannschaft der JSG 33 Berlin gewann am 14. Juni durch einen 7:2- (3 :1-) Sieg gegen RjF Aachen die diesjährige Reichsmeisterschaft des RjF-Sportbundes im Handball und konnte damit ihren Erfolg vom Vorjahr in gleich überlegenem Stil wiederholen. Eine klar aufsteigende Linie führte vom schwachen Saisonbeginn bis zur heutigen Hochform. Nach dem ersten verlorenen Spiel gegen Bar Kochba Hakoah Berlin begann sich die Mannschaft zu finden, zeigte sich in der Vorrunde dem RjF Breslau eindeutig überlegen, errang danach in -unerhört guter Form die Berliner Meisterschaft durch zwei schöne Siege gegen die Berliner Makkabi-Elf Bar Kochba Hakoah, den späteren Handballmeister des Deutschen Makkabikreifes, gewann weiter in der Vorschlußrunde zur Reichsmeisterschaft gegen die Leipziger Schild-Mannschaft und vermochte diese Form trotz stark begrenzter Kampsmöglichkeiten auch in diesem letzten Spiel beizubehalten. Ein Erfolg systematischen Ausbaus, kameradschaftlichen Zusammenhalts einer Mannschaft, die, von zwei Ausnahmen abgesehen, schon seit mehreren Jahren in der gleichen Aufstellung spielt, im Kampf verständnisvoll aufeinander eiuzugehen versteht. Die Westdeutschen überraschend gut Trotzdem Aachen in der Vorschlußrunde im RjF Darmstadt einen der Favoriten ausgeschaltet hatte, glaubte man nicht so. sehr an das Können des westdeutschen Meisters und daran, daß er den Berlinern eine gleichwertige Partie zu liefern imstande sein würde. Das war ein Irrtum, denn man lernte in der Aachener Elf eine Mannschaft kennen, die von unerhörtem Ehrgeiz beseelt rst, die kämpfen kann und eine körperliche Kondition an den Tag legte, die es ihr erlaubte, mühelos das von der JSG vorgelegte Tempo bis zum Schluß durchzuhalten. Das Glanzstück der Westdeutschen war ihr Schlußdreieck, allen voran der ausgezeichnete Torsteher Ernst Voß, der sich in zahlreichen Situationen als Meister seines Fachs bewährte. Schwächer dagegen, weil nicht klar genug in der Deckung, die Läuferreihe und — der Sturm, der, zwar technisch gut durchgebildet, das Jnnenspiel jedoch zu ausfällig übertrieb und im scharfen, placierten Schuß nicht die notwendige Sicherheit besitzt. Bei den Berlinern brillierte diesmal vor * allem die Läuferreihe, der kaum einmal Fehler in der Deckung unterliefen, die aber trotzdem nicht starr am Defensivspiel sesthielt, sondern im gegebenen Augenblick den Angriff als sechsten Mann zu unterstützen verstand. Auch der Sturm der JSG war gut, zeigte oft geradezu schulmäßige Kombinationsarbeit, kämpfte alles in allem jedoch nicht mit dem Ehrgeiz und Einsatz, den man in den Bar-Kochba-Spielen bewundert hatte. Kurzum: das Spiel war, nicht zuletzt dank der notwendig etwas kleinlichen aber guten Schiedsrichterleistung von Jurke (Breslau) prachtvoll fair, ohne den Typus eines Kampsspiels zu verlieren. Es war ein Werbespiel in des Wortes schönster Bedeutung. - JSG-Sieg nie gefährdet Es war infolge der Hitze kein ideales Handballwetter, trotzdem begann das Spiel in großem Tempo, das während der. 60 Minuten kaum jemals nachließ. Die JSG legte sich von Anfang an mächtig ins Zeug, mit dem Erfolg, daß Mitte, der Spielhälfte durch Levy, Mello und Model bereits eine beruhigende" 3:0-Führung gesichert war. Ein Tor holten die Aachener durch ihren Linksaußen auf, dann pfiff Jurke zur Halbzeit. Nach der Pause hatten die Aachener zunächst etwas mehr vom Spiel als vorher. Nach ausgeglichenem Feldspiel gelang jeder Mannschaft je ein Tor, so daß es bis zu dem mit Macht einsetzenden Endspurt per Berliner 4 :2 stand. Das Zeichen zu diesem Endspurt gab Levy, der etwa zehn Minuten vor Schluß den Aachener Torsteher durch haarscharf genauen Wurf zum fünften Tor überwinden konnte. Von da ab dominierten die Berliner, deren Sturm und Läuferreihe nunmehr ständig drückten. Weinstock, der schon das vierte Tor, wohl das schönste des ganzen Spieles, markiert hatte, stellte das Ergebnis auf 6 :2, und kurz vor Schluß bullerte Pförtner einen Straswurf,. für den in der Sicht behinderten Voß unhaltbar, ein. Dann ertönte der Schlußpfiff und die JSG hatte sich nach harter, bis zum letzten Moment tapferer Gegenwehr, zum zweitenmal in den Besitz der Handball-Reichsmeisterschaft des RjF-Sportbundes gesetzt. JSG-Frauen ebenfalls in der Entscheidung Vorher standen sich im Zwischenrundenspiel um die Frauen meist erschuft des RjF-Sportbundes die Frauenmannschaften der JSG 33 Berlin und des RjF Krefeld gegenüber. Auch in diesem Spiel war ein Sieg der schwarz-roten Farben nie gefährdet. Im Gegenteil: noch überlegener begannen die Berlinerinnen, die bis zur Pause bis auf 5 : 0 entwischen konnten und erst dann die Kreselder Damen etwas aufkommen ließen, als an ein Aufholen nicht mehr zu denken war. Die Siegermannschaft gefiel in der Gesamtleistung außerordentlich. Wenn anch noch manchmal der befreiende scharfe Torschuß fehlte, wurde doch weit besser als sonst kombiniert und so viel Fluß ins Spiel gebracht. An der gesamten Hintermannschaft war nicht auszusetzen. Die Gästemannschaft war unausgeglichener. Hinter einem guten Sturm stand eine Deckung und Verteidigung, die nicht immer befriedigte, sondern dem gegnerischen Sturm allzu oft Gelegenheit zum Entwickeln ließ. Die Torsteherin gefiel namentlich in der Nachpausenzeit hervorragend. Im Vorspiel: die Eussballer Den Anfang des ereignisreichen Nachmittags machten die Fußballer der JSG 33 und des RjF Krefeld. 5:2 lautete das Ergebnis nach einer 4 :0-Halbzeitführung zum Schluß zugunsten der Berliner, die zwar besser, einen Sieg in dieser Höhe jedoch nicht verdient hatten. In der Berliner RjF-Elf scheint es zu dämmern. Die neuen Leute: Schollack und Lewin von Hakoah, sowie Stern, ein ganz neuer, aber äußerst talentierter Junior, der richtige Nebenmann für den diesmal fehlenden Hilkowitz, bringen Zug in die Kolonne, lind das war nötig. Die Kreselder spielten unglücklich, sonst hätte es auch bei ihnen zu größerer Torausbeute langen müssen. Leichtathletik-Fest in Fürth In glänzender Weise hat der RjF Fürth die ersten bayerischen Meisterschaften durchgesührt. Verschiedene gute Leistungen brachten die 300 Zuschauer in die richtige Stimmung. Im 100-Meter- Lauf wurde NjF-Meister Schild zweimal von Ballin glatt geschlagen. Zeit: 11,5 Sek. Zur Freude der Fürther Jugend war Gretel Bergmann als Zuschauerin erschienen. Ergebnisse: Senioren: 100-Meter-Lauf: 1. Ballin (Stuttgart) 11,5 Sek., 2. Schild (Stuttgart) 11,6 Sek., 3. Raphael (Nürnberg) 12,0 Sek: Bayerischer Meister: Wen (Pirmasens) 12,9 Sek. — 200-Meter-Lauf: 1. Ballin (Stuttgart) 25,7 Sek., 2. Levy (Stuttgart) 27,4 Sek., 3. Eramer (Fürth; baycr. Meister) 27,7 Sek. — 480-Metcr- Lauf: 1. Groß (Stuttgart) 80,1 Sek., 2. Neubauer (Nürnberg) 81,1 Sek., X Amtmann (Stuttgart), 4. Adler (Fürth; bayer. Meister) 63,2 Sek. — 8«0-Meter-Lauf: 1. Raphael (Nürnberg) 2.22,1, 2. W. Rothschild (Nürnberg) 2.28,9, 3. Dr. Kaufmann (Coburg) 2.30,6, Stahl (Fürth; bayer. Meister) 2.37,8 Min. — 1500-Meter-Lauf: 1. M. Rothschild (Nürnberg) 5,05, 2. Sommerfeld (Stuttgart) 5.08,9, 3. Aronsohn (Stuttgart) 5.12,8, Miedowsky (baner. Meister) 5.12,8 Min. — 4-mal--10-Meter-Staffel: RjF Stuttgart 48,6, RjF Pirmasens (baycr. Meister) 54,8. — fiU99?4eitto9ßis1'0kUkt liefern wir die C.-V.-Zeitung, wenn uns der Bestellschein sofort eingeschickt wird. Helf en Sie uns werben. Geben Sie diesen Ab schnitt Ihren Freunden. Strasse: Datum: Ausschneiden und mit 3 Pfg. frankiert bis spätestens 23. Juni senden ans C.-V.-Zeitung, Vertrieb, Berlin W 15, Emser Strasse 42. J 2, Oliva 8141. 5000--Meter-Lauf: 1. Sommerfeld (Stuttgart) 20.23,0, 2. Winter (Stuttgart) 20.24,6, 3. Löwcnbergcr (Nürnberg) 20.56,0 Min. — Hochsprung: 1. Klabcr (Stuttgart). 1,61, 2. Bergmann (Fürth; bayer. Meister) 1,50, 3. Raphael (Nürnberg) 1,50 Meter. — Weitsprung: 1. Klaber (Stuttgart) 5,90, 2. Ballin (Stuttgart) 5,87, 3. Raphael (Nürnberg) 5,65, Bergmann (Fürth; bayer. Meister) 5,34. — Kugelstoßen: 1. Klaber 10,73 (außer Konkurrenz 11,40), 2. Groß 8,98, 3. Heidecker 9,53, Gcrson (bayer. Meister) 8,85 Meter. Diskuswerfen: 1. Klaber (Stuttgart) 30,83, 2. Kaufmann (Coburg) 28,80, 3. Willner (Nürnberg) 25,60, Roßkamp (Fürth; baycr. Meister) 19,40 Meter. — Speerwerfen: 1. Klaber (Stuttgart) 45,96, 2. Dr. Kaufmann (Coburg) 37,57, 3. Saemann (Fürth; bayer. Meister) 34,34 Meter. — Sechskampf: 1. Klabcr 2814,3 Punkte 2. Raphael 2672,9 Punkte, 3. Dr. Kaufmann 2566,8 Punkte, Stahl (Fürth; bayer. Meister) 1753,4 Punkte. — Frauen: 100-Meter-Lauf: 1. Kupfer (Stuttgart) 14,6 Sek., Salmann (Fürth; baycr. Meisterin) 14,7 Sek. — Hochsprung: 1. Salmann (Fürth; .baycr. Meisterin) 1,30 Meter. — Weitsprung: 1. Kupfer (Stuttgart) 4,18 Meter. — Kugelstoßen: 1. Bloch (Stuttgart) 8,05, Eerst (Fürth; bayer. Meisterin) 6,92 Meter. E. K. Knapper Sieg des JTUS München Wieder einmal standen sich ITUS München— PTG Augsburg in M ü n ch e n im Fußball gegenüber. Auch diesmal blieben die Münchener verdient Sieger, obwohl lange Zeit der Ausgang des Spieles ungewiß schien. Zweimal gingen die Gäste in Führung, und jedesmal glich kurz darauf München aus. Noch vor Halbzeit erzielte München ein weiteres Tor. Nach der Pause fielen auf beiden Seiten weitere Treffer. Kurz vor Abpfiff, beim Stande von 6 : 5, sicherte sich ITUS München durch einen .7. Erfolg den Sieg. Das Spiet der beiden Mannschaften wurde durch den dauernden Regen stark beeinträchtigt. Ergebnis: 7:5 (3 :2) für München. Vorher standen sich die S ch ü l e r Mannschaften beider Vereine gegenüber. Auch hier hegte'ITUS München 3 :1 (2 : 0). Hz. Am 11.Juni fand in Würzbur g ein Fußballs p iel ITUS Würzburg I—ASV Aschafsenburg bei sehr schlechtem Wetter statt, so daß der Besuch sehr spärlich war. Die Würzburger mußten mit mehrfachem Ersatz antreten. Dies machte sich während des Spieles sehr bemerkbar. Auch Aschaffenburg trat erfatzgeschwächt an. Die Verteidigung aber samt Torwart sowie die Läuferreihe leisteten der Würzburger Mannschaft starken Widerstand. Nach 29 Minuten ging Würzburg in Führung. Aschaffenburg gleicht 10 Minuten später ans uüd hätte in Führung gehen können, wenn der Sturm 2 Meter vor dem Tor entschlossener gewesen wäre. Erst in der Mitte der 2. Hälfte erzielten die Würzburger, erneut die Führung, verschießen bald' darauf einen Elfmeter wegen foul im Strafraum; bis zum Schluß erhöhen sie aber noch das Resultat auf 4: 1, das dem Spielverlauf gerecht wird. H. Sch. ITUS Jugend—Aschaffenburg Jugend 2 :0. Schlesien Leichtathletische Meisterschaften in Beuthen Am 11. Juni hielten die Leichtathleten ihre Meisterschaften ab. Um sie interessanter zu gestalten, waren bie besten Sportler Oberschlesiens eingeladen; dabei sollte festgestellt werden, wer zu "den Reichsmeisterschaften des RjF in Berlin gemeldet werde. Die Leistungen ließen noch viel zu wünschen übrig, lediglich im 400-Meter- und 10 000-Meter-Lauf wurden annehmbare Resultate erzielt. Wesentlich bessere Leistungen sah man bei der weiblichen Jugend, die bei weiterschreitender Entwicklung bald reif dafür sein wird, namentlich aufgeführt zu werden. F. Berlin Drei Vereine punktgleich In den Verbandsrundenspielen im Tennis wartete die 1. Herrenmannschaft im Tennisklub „Grunewald" mit einer Riesenüberraschung auf. Sie verlor gegen die gleiche Vertretung des Tennisclubs Bar Kochba mit 3 : 6 Punkten, 9 :12 Sätzen und 107:113 Spielen, so daß nunmehr drei Vereine: Tennisclub Bar Kochba, der gegen JSG 33 verlor, Tennisklub „Grunewald" und JSG 33, die vor drei Wochen gegen „Grunewald" den kürzeren gezogen hatten, mit je einer Niederlage punktgleich stehen. Zu der Begegnung selbst ist zu sagen, daß „Grunewald" mit Ersatz für den sonst an dritter Stelle spielenden Ali Gans antreten mußte, und daß sich vor allem Wolfs gar nicht in Form befand und gegen Buchwqlter, dem auswärtigen Mitglied des Bar Kochba, mit 3 :6, 4 : 6 verlor.. Ganz vorzüglich gefiel dagegen. Leöin-Goldschmidt, der seinem Gegner Brück in beiden Sätzen nur zwei Spiele ließ. Einzelergebnisse (Bar Kochba zuerst genannt): Buchwalter—Wolfs 6:3, 6:4; Brück—Levin- Goldschmidt 0:6, 2: 6; Dr. Grünberg—P. Behrendt 4 6, 5:7; Lieber—A. Meyer 4:6, 6:3, 6:1; Moser—Gumpel 4:6, 6:4, 8:6; Goldstein—Simon 4:6, 8:6, 6:2. Buchwalter/Brück—WolffiLevin- Goldschmidt 6:4 ,8:6; Moser/Lichtenstein—P. Behrendt/Simon 1:6, 7:9; Lieber/Dr. Grünberg—Dr. Behrendt/A. Meyer 6:2, 10 :8. In den anderen Begegnungen gewannen Tennisclub „Kaiserallee" 1. Herren gegen JSK 1. Herren mit 8 :1 Punkten, 16 : 3 Sätzen und 108 :53 Spielen und Tennisclub „Kaiserallee" 1. Damen gegen Tennisclub Bar Kochba 2. Damen mit 8:1 Punkten, 16:2 Sätzen und 104 : 35 Spielen. ' H. F. Ringkämpfe des JBC Makkabi Am 9. Juni veranstaltete der JBC Makkabi einen Ringkampsabend, der vor allem dem Nachwuchs reserviert war und gute, vielversprechende Leistungen brachte. In den Hauptkämpfen trennten sich Erwin Becker und Bela Steingießer II, nach bewegtem ausgeglichenen Kamps unentschieden; Bela Steingießer I gelang es dagegen nach interessantem Ringen den jungen Wiesner in 8,55 Minuten entscheidend zu besiegen. Nord Westdeutschland Leichtathletikmeisterschaften des RjF in Hamburg . . . Die am 14. Juni in Hambur g ausgetragenen nordwestdeutschen Leichtathletikmeisterschaften des RjF-Sportbundes wurden ein glänzender Erfolg, besonders für die Hamburger „Schild"- Jugend. die gleichzeitig ihre Vereinsjugendmeisterschaften austrug. 150 Teilnehmer, darunter allein 100 Jugendliche, boten z. T. recht gute Leistungen und bewiesen, daß Hamburg und Nordwestdeutschland den anderen Landesverbänden um nichts nachstehen. Unter der unauffälligen, vorbildlichen Leitung des Obmannes für Leichtathletik im Landesverband, Alfred Cossen (Hamburg) wickelten sich die Kämpfe vor den zahlreichen Zuschauern flott ab. Schade nur, daß die Lang- und Msttelstreckenlüuse der Herren/wegen des Wetterumschlags ausfallen mußten. ",ftA , In den .Hauptkämpfen war der 1500Meter- Lauf der Männer der einzig bemerkenswerte. Arends (Bremen) und Grzymisch (Hamburg) lreferten sich einen schönen erbitterten Kamps, der sich .erst zm Zielband entschied. Die Zeit von' 4.47,5 zeigt, daß beide Läufer sich bei intensivem Training bald m tue RjF-Extraklasse verschieben können. Bei den Jugendkämpsen gefielen die Mittelstrecken am besten: Lippmann (Hamburg) lief im 1000-Meter-Lauf seinen Konkurrenten bald weg und durchriß mit der hervorragenden Zeit von 3.04 Sekunden das Zielband. Sehr gut auch die Leistung von Goldstein (Hamburg), der neben Schlagballweitwurf und Weitsprung die 800 Meter des Jahrgangs 1920/21 in der guten Zeit von 2.27 sicher gewann. Ergebnisse: Jungen: Jahrgang 1918/19: 100 Meter: 1. Walter Lippmann 13.3. — 1000 Meter: 1. Walter Lippmann 3.04. Weitsprung: 1/Walter Lippmann 4,87. — Jahrgang. 1920/21: 100 Meter: 1. E. Moses 13.2. — 800 Meter: 1. Heinz Goldstein 2.27. — Weitsprung: 1. H. Goldstein 5,05. — Schlagballweitwerfen: 1. H. Goldstein 76 Meter. — Jahrgang 1922/23: 100 Meter: 1. Edgar Feibel 15. — Weitsprung: 1. Edgar Feibel 4,37. — Jahrgang 1924 und später: 75 Meter: 1. H. Rosenbaum 12. — Weitsprung: 1. H. Rosenbaüm 3,65. — M ädel : Jahrgang 1919/20: 100 Meter: 1, Lotst.Stiefel 15. — Weitsprung: 1. Lotti Stiefel 4,42. — Jahrgang 1921/22: 75 Meter: 1. Marianne Blumenthal 11.9. — Weitsprung: 1. Gerda Hecker 4.25, — Jahrgang 1923 und später: 75 Meter: 1. M. Rosenthäl 12.6. — Weitsprung: 1. M. Rostenhal 3,45. (Sämtlich Lchild Hamburg.) — Männer: 100 Meter: 1. Frankenstein (Hannover) 12 Sekunden; 2. Metzger (Hamburg) 12,1; 3. G. Hein (Bremen) 12,2. — 1500 Meter: 1. H Arends (Bremen) 4.47,5; 2. Paul Grzymisch (Hamburg) 4.49: 3. G. Heilbronn (Bremen) 4.52. — 400 Meter: 1. Frankenstein (Hannover) 57.1; 2. F. Reis (Hamburg) 58; 3. Grünewald (Hannover) 54.4. — Kugelstoßen: 1. G. Berendsohn 10,32 Meter; 2. F. Reyersbach 10,11; 3. G. Bergmann 9,75 (alle Hamburg). — Alte Herren bis 40 Jahre: 1. Dr. H. Fürst 12,6; über 40 Jahre: 1. Fritz Cossen 13,5. — Damen: 100 Meter: 1. L. Elias 15,4; 2. Fr. Mannheimer (Hannover) 15,5; Fr. Löwenstein (Hannover) 15,8. N—im. . . . und des Makkabi in Hannover Die am 14. Juni durchgeführten Vereiuswettkämpfe des Nordwestdeutscheu Makkabibezirks zeitigten guten Sport. Unter reger Beteiligung begannen vormittags die leichtathletischen Wettkämpfe. Labvschin (Hamburg) sicherte sich im 100-Meter-Lauf in 12,4 Sekunden den ersten Platz vor Blanck III (Hannover) in 12,6 Sekunden. Der 15 0 0-Meter-Lauf war, besonders spannend. Nach recht scharfem Kampf siegte Chambrg (Kassel) in der beachtlichen Zeit von 4.51,8 Minuten vor Ostrowka (Hannover). Herrmann (Hamburg) zeigte sein Können im Diskuswerfen (32,45 Meter) und im Speerwerfen (43,85 Meter). Im H o ch - s p r u ng war Blanck II (Hannover) allen weit überlegen. Die Höhe von 1,70 überwand er leicht vor v. d. Walde (Hamburg) 1,55 Meter. Bei den Damen siegte im 100-Meter-Lauf unangefochten Kendzwrra (Hamburg) in 13,6 Sekunden. Die Kugel wurde von Gotthold (Hamburg) 7,30 Meter weit gestoßen. Die Errechnung nach 1000 Punkten hatte folgendes Ergebnis: Bar Kochba Hamburg 4524,8 Punkte; Bar Kochba Hannover 3428,8 Punkte; Bar Kochba Bremen 1887,7 Punkte; Bar Kochba Bielefeld 1553,9 Punkte. Die erreichten Punkte geben jedoch kein klares Bild des Stärkeverhältnisses der Vereine unter sich, weil infolge der großen räumlichen Entfernung nicht alle Vereine volle Mannschaften entsenden konnten. Ein Handballspiel zwischen Bar Kochba Hamburg und Bär Kochba Hannover bildete den Schluß der. in Ruhe und Disziplin durchgeführten Wettkämpfe. Hannover gewann mit 8:1 Toren.) L—r, Mitteldeutschland Bündische Jugend treibt Sport Der „Ring" (Bund jüdischer Jugend), Ortsgruppe Leipzig, veranstaltete am T4( Juni in Gemeinschaft mit dem Sportverein Schild-Leipzig auf dessen Sportplatz sein Bundessportfest. Den Gesamterfolg hätte man sich nicht schöner wünschen können. Schon vom zeitigen Vormittag an herrschte reges Treiben. Je ein Teilnehmer aus Dresden und Chemnitz war sogar mit dem Fahrrad nach Leipzig geeilt. Halle, Halberstadt und Magdeburg sagten noch in letzter Minute ab; Leipzig, Dresden und Chemnitz brachten aber dennoch fast 300 Jungens und Mädel auf die Beine, nicht zuletzt ein Verdienst des Landesleiters Hans Weißenstein_ (Leipzig). Es' beteiligten sich noch Schild-Leipzig, Misrachi-Leipzig und Habonim- Leipzig. Absichtlich wurde auf fast alle' Einzelkämpfe verzichtet, so daß die Mannschaftskämpfe im Vordergrund standen. Trotzdem kämpfte der jüngste Pimpf mit einer nicht zu überbietenden Begeisterung für seine Gruppe. So bekamen die zahlreichen Zuschauer Staffelläufe, Hindernisläuse, 2000-Meter-Mannschaftslauf. Sacklaufen, römische Wagenrennen, Zeltbau und Völkerballwettspiele zu sehen. Sieger im Völkerball wured die Ortsgruppe Dresden/ während die Mitteldeutsche ,,Ring"-Auswahlmannschaft die spielstarken „Habonim"-Leipzig überraschend 2:0 schlagen konnte. Die 4 X 100-Meter-Stafsel, offen für alle, gewann die 1. Handballelf des Schild Leipzig und somit den Ehrenpreis der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Das Sportfest wurde von einigen leichtathletischen Wettbewerben des Schild Leipzig umrahmt. Der Hochsprung von Heinz Natban (Schild Leipzig) mit 1,62 Meter — trotz einer schlechten Anlaufbahn — und die Leistung im Kugelstoßen mit 11,40 Meter von Hans Levi- (Schild Leipzig) sind hervorzuheben. , Mit Aufmarsch, Siegerverkündung und Preisverteilung fand das wohlgelungene Sportfest seinen Abschluß. H. 7. P. Bar Kochba-Halle beim Schild-Leipzig Im Rahmen des „Ring"-Bundessportfestes fand erstmalig ein Zusammentreffen von Schild Leipzig mit Bar Kochba Halle statt, deren 1. Herren-Mannschaft der AH-Elf von Schild gegenübertrat. Die faire und freundschaftliche Austragungsart erbrachte den Beweis, daß auch in Leipzig einegute Zusammenarbeit mit Makkabivereinen sehr wohl möglich ist. Bald nach Spielbeginn ging Schild in Führung, aber Halle glich kurz darauf im Anschluß an einen Strafstoß aus. Bis zur Pause lagen die Leipziger mehr im Angriff, hatten auch die besseren Torchancen, aber selbst die schönsten wurden infolge mangelnder Entschlußkraft ausgelassen. In der 2. Spielhälfte änderte sich das Bild zusehends zugunsten der Bar Kochbaner, die jetzt im Angriff besser zusammenspielten, zum anderen aber die Leipziger infolge der großen Hitze bald am Ende ihrer Kräfte waren und mit fünf weiteren Treffern ihrem Gegner einen verdienten Sieg mit 6:1 (1:1) überlassen mußten. H.V.'P.