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Central-Verein-Zeitung · 1936-06-11 · 24 (11.6.1936) · p. [Seite]

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936) - farbig
Issue
24 (11.6.1936)
Date
1936-06-11
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Art bet Prophezeiung. Die künstlerische Offenbarung gehe in die religiöse über, wenn sie nicht nur als Emanation des. Künstlers, sondern als eine-Offenbarung an die Menschen erscheine. Der Schlüssel zum Wunder der Kunst sei das Wunder des Religiösen. - In der echten künstlerischen Schöpfung entstehe die religiöse Schöpfung von neuem. Mit einem Hinweis darauf, daß das Künstlerische letzthin eine Vorstufe des Religiösen bilde, schloß der Referent seine Betrachtungen, die an geglückten Einzelformulierungen reich waren, im ganzen aber eine präzis durchgeführte Gliederung des Stoffs nicht immer erkennen ließen. H. B—n. Fritz Bamberger: Abraham und Isaak. „Abraham und Isaak" hieß das Thema, über das Dr. Fritz Bamberger in der Reihe der Montagsvorlesungen „Gestalten der Bibel" im Berliner Jüdischen Lehrhaus sprach. Die „Bindung Isaaks", die zweifellos den Höhepunkt in der Geschichte Abrahams bilde, habe in der jüdischen Traditionsliteratur wie auch in der mittelalterlichen Philosophie und später in der modernen Religionsphilosophie außerordentliche Beachtung gefunden und sei Gegenstand lebhafter Auseinandersetzungen und verschiedenster Deutungen geworden. Bamberger verlas zunächst den biblischen Text in der Buber-Rosenzweigschen Uebersetzung, um dann die im jüdischen Schrifttum wesentlichsten und bezeichnendsten Kommentare wiederzugeben. Im besonderen wies er auf verschiedene Midraschim hin, in denen in die Geschichte von der Opferung Isaaks ein neuer, dem Bibeltext nicht entsprechender, zuweilen mystischer Sinn gelegt wurde. Anschließend wies der Referent auf die starke kritische Beachtung hin, die die Erzählung in der arabischen Literatur und im jüdischen Mittelalter gefunden habe. In der neueren Zeit habe man versucht, den moralischen Charakter der Erzählung anzuzweifeln, indem man behauptete, die von Abraham geforderte Opferung entspräche nicht dem Sinne jüdischer Ethik. Ein ähnlicher Ausgangspunkt habe den nichtjüdischen Religionsphilosophen Kierkegaard veranlaßt, in der ethischen Paradoxie des Vorgangs ein tiefstes religiöses Phänomen zu sehen. Demgegenüber wurde zum Schluß der fesselnden Ausführungen noch einmal eine jüdische Sinndeutung von Bamberger gegeben. g. B-n. Aus der wissenschaftlichen Welt Professor Dr. Franz Oppenheimer wurde während seines Aufenthaltes in den 'Vereinigten Staaten von der amerikanisch - soziologischen Gesellschaft zu ihrem Ehrenmitglied ernannt. Dies ist eine besondere Ehrung, da die Gesellschaft die Ehrenmitgliedschaft bisher nur etwa zehnmal verliehen hat. Zu den zuletzt ernannten Ehrenmitgliedern gehört der Altpräsident der tschechoslowakischen Republik, Thomas G. Masaryk. Zur gleichen Zeit wurde Professor Oppenheimer auch zum Ehrenmitglied der soziologischen Gesellschaft der Tschechoslowakei ernannt. * Professor Dr. Moritz Löwi, der bis zum Herbst 1935 an der Universität Breslau lehrte, ist zum Mitglied der International Federation of Eugenic Organisation ernannt worden. Die Vereinigung steht unter dem Vorsitz von Professor Dr. Steggerda (New-Pork) und betreibt völkerpsychologische Forschungen mit dem Ziele, die Verschiedenheit der Rassen unter dem Gesichtspunkt ihrer intellektuellen Struktur nachzuweisen. Die Mitgliedschaft der Federation ist 25 führenden Psychologen angetragen worden. Professor Löwi hat den ehrenvollen Ruf angenommen und ist bereits gebeten worden, sich auf dem diesjährigen internationalen Kongreß, der im Juli in Scheveningen stattsindet, über die Arbeiten der kommenden zwei Jahre zu äußern. Professor Löwi ist durch psychologische, philosophische und pädagogische Untersuchungen bekannt geworden. Sein letztes Hauptwerk „Grundbegriffe der Pädagogik" ist 1934 erschienen. Schw. * Das französische Ministerium für schöne Künste hat beschlossen, bte ihm. hinterlassene Kunstsammlung des im vergangenen Jahre verstorbenen jüdischen Philanthropen Moses de C a m v n d o, deren Wert aus etwa 100 Millionen Francs geschätzt wird, in einem neuen Museum aufzustellen und dieses nach dem Einzigen Sohn Moses de Camondos, dem Grafen Nissim de Camondo, zu benennen, der als kriegsfreiwilliger Fliegerleutnant 1917 gefallen ist. * Der Primararzt des Rothschild-Krankenhauses der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde, Dr. I. B o r a k, ist zum Ehrenmitglied der griechischen Röntgengesellschaft ernannt worden. Dr. Borak hat vor kurzem in Athen als Gast der griechischen Röntgengesellschaft Vorträge über Pöntgentherapie gehalten. Die Einladung zu diesen Vorträgen erhielt Dr. Borak in Tel Aviv, woer am Weltkongreß der jüdischen Aerzte teilnahm. * Lehrhaus Berlin Montag - Vorlesungen. Gestalten der Bibel I: Max N u ß b a u nt: Jakob und Laban, 15. Juni, 20.30 Uhr, Aula. Joachimsthaler Straße 13. Wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft. Hans Zucker: Verfassung der Juden um die Zeit der Zerstörung des zweiten Tempels, 11. Juni, 20.30 Uhr. Joachimsthaler Straße 13 (Jüdischer Club). Arbeitsgemeinschaften. T r e i t e l, Mikroskopische Hebungen (Ergänzungen zu Wanderungen in die Natur) nächster Abend: 16. Juni, 20.30 Uhr, Marburger Straße 5, III,. In die Sprachkurse können Teilnehmer jederzeit ausgenommen werden; Anmeldungen, Auskünfte rn den Sprechstunden des Sekretariats (10 bis 1 und 16 bis 18 Uhr). Prediger Dr. Zeitin (M o n t a b a u r / W e st e r - w a l d), ein eifriger Mitarbeiter des Central-Vereins, erhielt einen Ruf an das Realgymnasium der Adaßgemeinde in Berlin. Aus diesem Anlaß fand in der Synagoge eine Abschiedsfeier für ihn statt. Der Hilfsverein der Juden in Deutschland (in Gemeinschaft mit dem Jüdischen Lehrhaus) veranstaltet am 18. Juni, 20 Uhr, im Logenhaus, Kleiststraße 10, einen Vortrag über Argentinien, Land, Wirtschaft, Zukunft. Es spricht Martha W e i l l. Hilfsverein der Juden in Deutschland EV. Berlin W 35, Ludendorffstr. 20. Die Sprechst u n d e n finden in Zukunft statt: Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag 9—13 Uhr. Sommerferien in Lehnitz für Kinder ist ein beruhigender' Gedanke für alle Eltern, die nicht mit ihren Kindern reisen können. Hier werden die Kinder, unter fachlicher Leitung gut und liebevoll betreut — haben Gelegenheit zu Sport, Hand- und Fußball, Tischtennis, Waldlauf und Schwimmen und die Möglichkeit zu Liegekuren in dem ausgedehnten eigenen Waldpark. Den Höhepunkt bilden die Freitagabende, die eindrucksvoll und festlich in Lehnitz gestaltet werden. Anmeldungen: Verband Berlin des jüdischen Frauenbundes, Dienstag, 16 bis 18 Uhr, Freitag 11 bis 13 Uhr, Königsallee 11a. Die Jugendpslegeabteilung Norden des Jiidischen Wohlsahrts- und Jugendamtes Berlin richtet für die Jugend seines Bezirks zwischen 10 und 17 Jahren einen ständigen Singekreis unter Leitung von Herrman Schwarz, dem Organisten des Friedenstempels, ein. Die Teilnahme ist unentgeltlich. Es sollen regelmäßig einmal pro Woche Singestunden stattfinden. Die Aufnahme findet am 8. und 10. Juni, 17 bis 19 Uhr, im Jugendamt, Berlin N 58, Schönhauser Allee 23—25, statt. Postschlüsse nach Uebersee Vorbemerkung: Diese Uebersicht erscheint wöchentlich. Sie ist ohne Gewähr. Postschluss für Luftpostsendungen ist in Berlin beim Postamt C 2, in Frankfurt/Main beim Bahnpostamt 19 oder Flughafen. T?.;«.™,-* u-a „„j- - bis zu 1 Tag früher als hier vermerkt. Einwurf bei anderen Postämtern oder in Nordamerika 12. 6. ab Berlin; 12. 6. ab Hamburg 19 Uhr ' ' .. 19 Uhr 15. 6. 16. 6. 17.6. 15. 6. 17. 6. 17. 6. 13. 6. ab Bremen) 17. 6. „ Cherbourg) 17. 6. „ Hamburg) 18. 6. „ Bremen) 19. 6. an New-York 22. 6. 25. 6. 26. 6. .. anderen Urten a) Seeweg („Europa“ („Queen Mary“ 19 Uhr („Washington“ 19 Uhr („Columibus“ b) Luftweg 13. 6. ab Berlin; 14. 6. ab Köln (Flughafen) 10 Uhr; 14. 6. ab Cherbourg (Schiff); 19. 6. an New-York 19. 6. ab Berlin 11 Uhr; ab Frankfurt (Main 18 Uhr Luftschiff „Hindenburg“; 22.6. „ „ (Zuschlag auf Auslandsporto bei N achbringeflug 15 Pf. für je 20 g, bei Luftschiff 50 Pf. für je 5 g) Südamerika a) Seeweg 12.6. ab Berlin; 13.6. ab Hamburg 8 Uhr (Schiff 16. 6. ab Lissabon); 26. 6. an Rio; 30.6. an Buenos Aires 17.6. .. ..; 18.6, „ 9 Uhr (Schiff 20.6. .. Neapel); 2.7. ..; 6.7. .. b) Luftweg 13. 6. ab Berlin 9 Uhr; 13. 6. ab Frankfurt/Main 13 Uhr (Französische Luftpost), Laufzeit 5 Tage 17.6. „ „ 21 Uhr; 17.6. „ „ 24 Uhr (Deutsche Luftpost), „ 3 „ (Zuschlag auf Auslandsporto nach Brasilien f,25 RM für je 5 g, nach Argentinien 1,50 RM für je 5 g) Südafrika a) Seeweg 16. 6. ab Berlin; 17. 6. ab Köln 21 Uhr; 19. 6. ab Southampton (Schiff), Laufzeit 15—17 Tage 23.6. .,; 24.6. „ Frankfurt/Main 19 Uhr; 26.6. „ Marseille (Schiff), „ 15—17 „ b) Luftweg 13.6. ab Berlin 10 Uhr 15 Min.; ab München (Bahnp. Amt 1) 13 Uhr, Laufzeit 8—9 Tage 17.6. „ „ 10 Uhr 15 Min.; „ „ (Bahnp. Amt 1) 13 Uhr, „ 8—9 „ (Zuschlag auf Auslandsporto 35 Pf. für je 5 g) Palästina a) Seeweg 13. 6. ab Berlin 16 Uhr; 14. 6. ab München 9 Uhr (Schiff 16. 6. ab Piräus); 20. 6. an Jaffa 15. 6. „ „ 21 Uhr; 16. 6. „ Frankfurt 19 Uhr (Schiff 18. 6. „ Brindisi); 22. 6. .. Jaffa 18. 6. „ 21 Uhr; 19.6. Hamburg 15 Uhr (Schiff 21. 6. ,. Brindisi); 25. 6. ., Haifa 12. 6. ab München (Bahnp. Amt 1) 18 Uhr 13. 6. „ Berlin 6 Uhr; 14. 6. ,. Berlin 10 Uhr 16.6. „ München (Bahnp. Amt 1) 18 Uhr 17. 6. „ Berlin 6 Uhr 18. 6. „ Berlin 10 Uhr; b) Luftweg 13. 6. ab München 18 Uhr, 18.6. ab München 18 Uhr, Laufzeit bis Jaffa .. .. Jaffa (Zuschlag auf Auslandsporto 10 Pf. für je 5 g, mindestens 15 Pf.) Jaffa 2 Jaffa 2 Jaffa 2 Jaffa 2 Tage [Juristisch - Wirtschaftliche Beratungsstelle ln der Hauptgeschäftsstelle des Central- Vereins, B e r 1 i n W 15, Emser Strasse 42 (Tel.: J 2 Oliva 8141 bis 8145); Sprechstunden täglich 12—14 Uhr (ausser Sonnabend und Sonntag), f ü r M i t g 1 i eder ausserdem jederzeit nach vorheriger Anmeldung (ausser Sonnabend und Sonntag). Wann und wo finden Sie Rat? Nordwestdeutschland Hamburg» Beneckestr. 2, ptr. rechts, Zim- Altona mer 718 (Tel.: 445071), Montag bis Freitag 11-13 Uhr, durch Dr. Ludwig Freudenthal. Mitteldeutschland Magdeburg Gr. Schulstr. 2h .(Mendelssohn- Loge, Tel.: 25185), 17. Juni, 16-19 Uhr. Hess.-Nassau und Hessen Frankfurt a. M. Steinweg 9, Zimmer 75—77 (Tel.: 254 03), Montags, Mittwochs und Freitags 11—13 Uhr. Mains Mbinistr. 12, II (Tel.: 318 57), Montags—Freitags, 16—18 Uhr. Alsfeld Gemeindezimmer, 16. Juni, 10 bis 12 Uhr. Hersfeld Gemeinde, 17. Juni, 10—12 Uhr. C.-V.-Arbeitsgemeinschaft in Gleiwitz Die in diesen Wochen erfolgte Zusammenfassung junger, dem C.-V. nahestehender Menschen zu einer Arbeitsgemeinschaft entsprach einem dringenden Bedürfnis unserer Jungens und Mädels. Die starke Beteiligung von über 50 Freunden bewies die Notwendigkeit dieser neu geschaffenen Einrichtung. Es wurde Zunächst auf verschiedenen Abenden das Thema „Die jüdische Not" behandelt. Zu dem letzten Abend, der diesem Problem gewidmet war, waren auch die Eltern der Teilnehmer eingeladen. Nach einer einleitenden Presseschau wurden die Themen „Die jüdische Not und ihre Abhilfe in unserer Gemeinde" und „Kämpfendes Judentum einst und jetzt" behandelt. In einem wirkungsvollen Schlußwort dankte der Ortsgruppenvorsitzende, Rechtsanwalt 'Dr. Ernst Cohn, namens des Centralvereins für die geleistete Arbeit. Kurt Schwara. Inhaltsverzeichnis der C.-V.-Zeitung Das bereits früher angekündigte Inhaltsverzeichnis der C.-V.-Zeitung für das erste Vierteljahr 1936 kommt in den nächsten Tagen zum Versand. Bestellungen sind an den Bearbeiter Joel Sänger, Frankfurt a. M., Herderstraße 30, zu richten. Das bibliographische Inhaltsverzeichnis erfaßt sämtliche Artikel — auch die kleinsten Notizen — und ist dadurch ein wichtiges Nachschlagewerk sowohl für alle C.-V.-Dienststellen wie für Bibliotheken und Sammler. nehmens geäußerten Bedenken zu einem positiven Entschluß. Der wissenschaftliche Teil der Sitzung brachte ein Referat von Dr. phil. habil. Fritz Kaufmann (Freibura Br.) über „Religion und Kunst". Die Verbundenheit von Religion und Kunst, so führte der Redner aus, sei bedroht durch die Verweltlichung der Kunst. Dichtung glücke und beglücke dann ganz, wenn sie der Ausdruck göttlicher Inspiration sei. Der eigentliche Poet sei zugleich Prophet, die wahre Poesie die natürliche Herbert Grünbaum im Verhör des schüchternen Bibliothekars, den Karl Heinz Jaffe mit Geschmack, Kultur und reizender Täppischkeit gibt und der an Geldüberfluß leidenden verliebten Prinzessin, der ans Spiel in Schlössern gewohnten scharmanten Liselotte Cohn nach rückwärts aufgerollt wird, kommen sie alle in das Stück hinein, die fördernd oder hemmend das am Schluß mit Bewährungsfrist wiederhergestellte Eheglück haben entstehen sehen; der Paprika-Gras Laey de Nagyfaludy, von Fritz Melchior mit mehr als nur karikaturistischen Zügen ausgestattet, die Ver- Liselotte Cohn und Carl Heinz Joffe Fot. Kikoler käuferin Irma (Edith Herßlik), zwischen Schuhverkäufen und Revue schmerzlich hin und her gerissen, das Dienstpersonal der Prinzessin, stilvoll von Fritz Lion und Gina Petruschka verkörpert und — er kommt auf die Bühne, und das Publikum erhöht seine Beifallssreudigkeit um einige Grade — der Schuhwarenhändler Filosel: Max Ehrlich! Diesen „Südfranzosen" muß man gesehen haben, wie er die Worte zu einem zwerchfellerschütternden Kauderwelsch mengt, durch Extempores Mitspieler und Zuschauer zur lachenden Einheitsfront fügt und das heitere Spiel zu einem Wirbel steigert, in den alle atemlos hineingezogen werden. Man verstehe wohl: das will keine Kritik sein, sondern der Dank für den harmlos-frohen Abend, dessen jüdischer Wert vor allem darin liegt, daß das Spiel einige hundert Juden für drei Stunden heiter stimmt. Geht hin und seht und lacht! Am Schluß ehrlich verdienter Beifall oder, würde Schuhhändler Filosel sich versprechend fragen: Ehrlich, verdient er Beifall? Und alle sagen ja! Zu ihm, seinen Mitspielern, den; Regisseur und dem Bühnenbildner. A. H. Musiknotizen Bei der jetzt beginnenden Londoner Opern- Season wirken u. a. als Dirigent Fritz Reiner (New-chork), als Sänger Emanuel L i st und Alexander KiPnis mit. Zur Aufführung gelangt u. a. O s f e n b a ch s „Hoffmanns Erzählungen". * , In einem ausschließlich Beethoven gewidmeten Programm dirigierte Otto Klemperer als Auftakt zu den„Wiener Festspielwochen" im Großen Musikvereinssaal in Wien ein Konzert mit den Wiener Philharmonikern. Solist des Abends war Bronislaw Huberman, der Beethovens Violinkonzert spielte. ¥ Bei den Salzburger Festspielen 1938 diregiert Bruno Walter außer dem Mozartabend und Mahlers 3. Sinfonie noch ein drittes Konzert mit den Wiener Philharmonikern unter dem Titel „Deutsche Romantiker". (Webers EurhaNthe-Ouvertüre, Brahms 2. Sinfonie (Schumanns 1. Sinfonie). In der großen Oper in Paris ging „Don Giovanni" in der Salzburger Einrichtung in Szene. Bruno Walter war der Dirigent des Abends. Lotte S ch o e n e sang die Zerline aus „Avec un charme delicieux“. Carl Flesch spielt am 12. Juni mit dem Orchester der Philharmonischen Gesellschaft in Par i s Beethovens Violinkonzert. In der Staatsoper Wien sang Kammersängerin Vera Schwarz als Gast die Leonore im „Troubadour". ' * In einer Fidelio-Aufführung der Wiener Staatsoper gastierte Friedrich Schorr.in der Rolle des Pizza ro. Jssay D o b r o w e n dirigierte letzhin im italienischen Rundfunk mehrere Aufführungen der Oper „Boris Godunow". * In einer Aufführung von „Tristan und Isolde" im Covent Garden in London, die auch auf zahlreiche englische und außerenglische Sender übertragen wurde, wirkten u. a. Emanuel L i st und Sabine K a l t er mit. * Fanny Cleve gab nach Rückkehr von ihrer Rüßland-Tournee im Rahmen der Festspiele am 8. Juni einen Liederabend in Wien. * Das Ross-Quartett konzertierte am 9. Juni in Wien. * Anläßlich der 50. Wiederkehr des Todestages von Franz Liszt findet am Sonntag, den 21. Juni, 12 Uhr, in Eisenstadt ein Franz Liszt-Konzert statt, bei dem Moriz R o s e n t h a l als Solist mitwirkt. Die Veranstaltung wird u. a. auch vom Wiener Rundfunk übernommen. Moriz R o s e n t h a l beendete in London seinen Zyklus „Die Klavierliteratur von Bach bis Brahms". „Times" schreibt aus diesem Anlaß u. a.: „Seine Konzerte waren die Ereignisse der Saison. Noch immer bleibt er der hervorragendste Interpret und Vertreter der großen Musik- und Klavierepoche." Für die Wintersaison wurde Moriz Rosenthal nach den Vereinigten Staaten verpflichtet. * Joseph Schmi d t gibt am 18. Juni im Großen Musikvereinssaal in Wien einen eigenen Liederabend. . * Im „Circolo musicale letterario“ Ma iland (Direktion: Hans Baer) wurden neue Schlager des jungen Komponisten Alfred Guttma,nn mit großem Erfolg ausgeführt. Kapellmeister Hans B e r n st e i n leitet vor Antritt seiner nordamerikanischen Konzerttournee ein außerordentliches Konzert des Philharmonischen Orchesters der Stadt Florenz. Dabei gelangen „Variationen und Fuge über ein palästinensisches Hirtenthema" von Berthold Goldf ch m i d t in der Orchesterbearbeitung des Dirigenten zur Uraufführung. * Die jungen Breslauer. Tänzerinnen Margit Berger und Marianne L e w t n sind mit ihren Tanzduetten für eine italienische Tournee verpflichtet worden, die sie in mehreren Monaten durch alle bedeutenden italienischen Städte führt. Zum Besten notleidender jüdischer Aerzte Berlins veranstaltet die Wirtschaftshilfe der Jüdischen Gemeinde Berlin, Abteilung Aerzte, am 15. Juni, 20% Uhr, im Großen Saal des Brüdervereinshauses, Berlin W 62, Kurfürstenstraße 115/116, einen Kammermusikabend unter Mitwirkung von Boris Schwarz, Josef S ch w a r z, Godfried Zeelander und Susanne L o e w e n st e i n. Das Konzert verspricht ein künstlerisches Ereignis zu werden. Zwei große, im Nahmen jüdischer Veranstaltungen noch nicht aufgeführte Kammermusikwerke, das Geistertrio von Beethoven und Tfchaikowskis einziges Klaviertrio, das dem Andenken an einen großen Künstler gewidmet ist, gelangen zur Aufführung. Im Anschluß an das Konzert findet ein Zusammensein im gesellschaftlichen Rahmen in den Räumen des Brüdervereins statt. Das Berliner Jüdische Mnsettm eröffnet am 14. Juni, 10 Uhr, von neuem seine Pforten. Außer den alten Beständen werden vor allem eine Anzahl von Neuerwerbungen aus Mitteln des Jüdischen Museumvereins Interesse finden. Die Jüdische Private Musikschule Hollaender, Berlin-Charlottenburg, beginnt nunmehr auch mit dem Unterricht in Musikgeschichte unter Leitung von Dr. Anneliese Landau. Für die ersten Unterrichtstage (15. und 18. Juni, 18)4 Uhr, Sybelstraße 9), die dem Gedenken Gustav Dt a h l e r s gewidmet sind, haben sich vom Lehrkörper zur Mitwirkung zur Verfügung gestellt: Paula Lindberg - Salomon, Susanne Landsberg - Hollaender, Wilhelm G u t tm a n n und Wolfgang Rose. Auch Nichtyollschülern steht die Teilnahme an diesem Unterrichtszweig frei. Näheres durch die Verwaltung. Else Dublon, nach erfolgreicher Tournee durch die Schweiz, Holland, Amerika und England für wenige Wochen nach Deutschland zurückgekehrt, gibt am 2. Juli. 20% Uhr, im Schumann-Saal, Lützowstraße 76, einen einmaligen Tanzabend mit neuem Programm (jüdische Tänze und Lieder), veranstaltet von der K ü n st l e r h i l f e der Jüdischen Gemeinde. Unter Leitung seines Dirigenten Ernst Ewald Gebert spielt das Orchester der K ü n st l e r h i l f e Werke vor? Gluck, Mozart u. a.

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