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Central-Verein-Zeitung · 1936-06-04 · 23 (4.6.1936) · p. [Seite]

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936) - farbig
Issue
23 (4.6.1936)
Date
1936-06-04
Page
[Seite] (sequence 17)
Language
German
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4. Juni 1936 Spitzenleistungen der Leichtathletik Von Manfred Friedmann, Berlin I. Die Seidjtatljletif ftefjt itn «SDThmiiHfi&pn Jahr im Mittelpunkt des sportlichen Interesses. Ueberall rüstet man sür die kommenden Ereignisse, um den Kampf der Besten erfolgreich bestehen Zu können. Und . es scheint, daß die gewissenhafte, alle Möglichkeiten uneingeschränkt ausnutzende Vorbereitungsarbeit bereits ihre Früchte zu tragen beginnt. Aus Amerika vor allem, aber auch aus Europa, Südafrika und allen den Erdteilen, in denen Leichtathletik eine Rolle spielt, hört man, daß Rekordleistungen, die noch vor Jahresfrist für geradezu unmöglich Weitere Meisterschafts-Entscheidungen Sonntag, 14. Juni Berlin. Reichsmeisterschaft des RjF-Sportbundes im Handball: JSG 33-Berlin—RjF-Aachen. Zwischenrunde um die Frauen -Handball- Meisterschaft des RjF-Sportbundes: JSG 33-Berlin—RjF-Krefeld. sxxx><x>o<><><><><><*><><><>^^ gehalten wurden, erreicht, ja sogar überboten worden sind. Die Rekordlisten der Leichtathletik in aller Welt „stehen Kops", und man muß sich unwillkürlich die Frage vorlegen, wie lange eine Leistungssteigerung überhaupt noch möglich, wann die letztmögliche Leistung erreicht ist? Die Beantwortung dieser Fragen bleibt einer'späteren, längeren Darstellung Vorbehalten; nicht interessanter, im Augenblick aufschlußreicher erscheint es uns jedoch, einen kurzen Blick auf den derzeitigen Stand der Wcltleichtathletik zu werfen, auch deshalb, um einen Vergleich mit den Leist u n g e n jüdrscher Sportler vor allem in Deutschland durchführen zu können. Wir beginnen mit den Laufstrecken der Männer. Jur 1 0 0 - M e t e r - L a u f hält den Weltrekord Williams (Kanada) mit 10,3 Sekunden, die gleiche Zeit erreichte der Neger Metcalfe und später Jonath für die deutsche Höchstleistung. 1935 lief der amerikanische Neger Peacock bereits 10,2, allerdings ist diese Zeit ohne Anerkennung geblieben. Eine Weltrangliste, von Hans Borowik aufgestellt, zeigte, daß int Vorjahr im ganzen 50 Läufer 10,6 und besser liefen, unter ihnen auch, die jüdischen Sprinter Siegel (USA) 10,4, Glicksmann (USA) und G e r ö (Ungarn) je 10,6. In dieser Saison sind wiederum die Neger Trumpf. Die bisher schnellste Zeit im Kurzsprint erzielte Jesse Owens mit 9,3 sür 100 Jards, was einer 100- Meter-Zeit von 10,2 gleichkäme. lieber 200Meter steht die Weltbestleistung, von Locke (USA) gehalten, auf 20,6 Sekunden, deutscher Rekordinhaber ist Dr. Körnig mit 20,9. 50 Läufer liefen 21,6 und darunter; Kunitzki (USA) 21,3, Cohen (USA) 21,4. Die bisherige Jahresbestzeit von 21,1 erzielten die Amerikaner Dean und Jesse Owens. Den 4 0 0 - M e t e r - Weltrekord hält C a r r, ein jüdischer Amerikaner, mit 46,2 Sekunden, den deutschen Büchner mit 47,8. Auch hier die Weltrangliste zum Vergleich: der Beste lief 47,1, der 50. noch 49,0, dazwischen Harry H o f s m a n n (USA) und L j u l k o (Rußland) je 48,6. Die diesjährige Spitze hält der junge Amerikaner Archie Williams mit 47,4. Der phantastische, auf der Olympiade 1932 nusgestellte 8 0 0 - M e t e r - Weltrekord des jüdischen Volksschnllehrers H a m p s o n (England) mit 1.49,8 Minuten ist unerreicht geblieben. Die deutsche Höchstleistung hat Dr. Peltzer mit 1.51,6 inne. Robinson (USA) lief im Vorjahr als Bester 1.51,4 (Davidson, USA, 1.54,6). Im Augenblick führt Beetham (USA) mit 1.52,5 vor zwei weiteren Amerikanern. Den Weltrekord sür die 1 500-Meter- Strecke stellte Bronthon (USA) mit 3.48,8 Minnten auf; als Hefter Deutscher lief Dr. Peltzer 3.51,0. Ter 50. der Weltrangliste 1935 schaffte 3.59,8. In diesem Jahr hält der Amerikaner Venzke die Spitze mit 3.52,6. Die Weltbestzeit über 3000 Meter erzielte im Vorjahr der Däne Nielsen mit 8.18,4 Minuten, den deutschen Rekord verbesserte gerade erst Raff auf 8.34,2. International ist der 3000-Meter-Laus jedoch nur als Hindernislauf üblich und da ureigene Disziplin der Finnen, Schweden und Engländer. Die langen Strecken gehören den Finnen: über 5 00 0 Meter durch Lethinen mit 14.17,0 Minuten (deutscher Rekord: Syring mit 14.49,6) und über 10 000 Nieter durch Nurmi, den bewundernswürdigsten Läufer aller Zeiten mit 30.06,2 (deutscher Rekord: Haag mit 31.00,8). Die Weltrangliste führt die Fünfzigsten mit 15.12,0 bzw. 32.44,0. Genaue Vergleichszahlen dieses Jahres liegen noch nicht vor, jedoch scheint, daß in dem Japaner Murakoso (14.46,2 sür 5000 Meter) und dem in Deutschland trainierenden Argentinier Zabala (31.02,4 sür 10 000 Meter) die Hauptgegner der Finnen gegeben sind. Im Marathonlauf kann aus Gründen verschiedenartiger Streckenbeschaffenheit eine offizielle Rekordliste nicht geführt werden. Im Vorjahr erreichte der Japaner Son mit 2.26.41,0 die beste, aber stark angezweiselte Zeit. Unter den 50 Besten erschien im übrigen auch Heks (Hagibor, Prag) mit 2.47,30. Die beste deutsche Zeit lies Brauch mit 2.39.20,2. Zabala, der vormalige Olympiasieger, dürfte auch diesmal wieder eine ernste Chance haben. Die Hürden strecken sind zweifelsohne Domäne der Amerikaner, die im 110-Meter-Lans durch Beard den bisherigen Weltrekord mit 14,2 Sekunden, der aber inzwischen bereits durch Towns aus 14,1 verbessert sein soll, halten. Deutscher Rokordhalter ist Wegner mit 14,5. Auch der jüdische Amerikaner Klopstock lief in der letzten Saison bereits 14,1, allerdings mit Rückenwind. Zu den besten Hürdenläufern gehört ferner der jüdische Südafrikaner Kiel, dessen beste Zeit 1935 wie auch schon in diesem Jahr 14,5 ist. Den 400-Meter- Hürdenrekord hält Harbin (U«A) mit 50,6, den deutschen der Polizist Scheele mit 53,2. In den Staffeln sieht es folgendermaßen aus: 4 X 1 0 0 - M e t e r - Weltrekord USA National- Mannschast 40,0, deutscher Rekord SCC (mit Nat h a n) 40,8 (Bestzeit der deutschen Nationalstaffel 40,6);. 4 X 4 0 0 - Meter : Weltrekord USA National- Mannschaft 3.08,2, deutscher Rekord Teutonia 99 Berlin 3.17,2 (Bestzeit der deutschen Nationalstaffel 3.14,2); 4 X 1 500 Meter: Weltrekord England National-Mannschaft 15.55,6, deutscher Rekord KTV Wittenberg 16.09,8 (Bestzeit der deutschen Nationalstaffel 16.06,0). (Ein weiterer Artikel folgt.) Stuttgart Reichsmeister im RjF-Fussball Schild-Beuthen in Stuttgart 1 : 0 geschlagen Vor 700 Zuschauern stellten sich Schild Beuchen und RjF Stuttgart zunr Entscheidungsspiel um die Reichs Meisterschaft dem als Schiedsrichter amtierenden Reichsfußballobmann Dr. Eichengrün, Gelsenkirchen. Sofort nach Anpfiff entwickelt sich ein ungemein schnelles Spiel. In der fünften Minute verpaßt Beuthen eine große Torchance. Beide Mannschaften spielen zerfahren und ohne viele Kombinationen. In der 20. Minute bringt eine Ecke für Stuttgart eine brenzliche Situation. Gleich daraus verschießt der Beuthener Halblinke eine glänzende Gelegenheit. In der 35. Minute macht der linke Verteidiger Beuthens im Strafraum unglücklich Hand. Den E l f m e t e r v e r w a. n - delt der linke Läufer Scheer zum einzigen Tor. Nach Seitenwechsel versucht Beuchen mit Gewalt den Ausgleich zu erzielen. Minutenlang stehen Schilds Verteidiger aus der Mitte. Die Stuttgarter Hintermannschaft läßt aber keinen Erfolg zu. Allmählich löst sich Stuttgart aus der Beuthener Ueberlegcnheit, und die Stuttgarter Vtannschaft diktiert das Spiel nun bis zum Schluß. Beide Torhüter haben noch oft Gelegenheit, Proben ihres Könnens zu geben. Einen weiteren Elfmeter läßt Stuttgart diesmal aus. Mit verschiedenen Torschüssen hat der Stuttgarter Sturm Pech und an dem Ergebnis ändert sich bis zum Schluß nichts mehr. Die Beuthener Mannschaft kämpfte äußerst unglücklich. Sie hat ihr Bestes gegeben, allerdings mußte sie sich einem stärkeren Gegner beugen. Der Sieg Stuttgarts ist verdient und hätte bei weniger Achußpech höher ausfallen können. E. K. RjF-Reichsmeisterschaften im Fechten Die ersten Reichsmeisterschäften im Fechten waren ein voller Erfolg für den Veranstalter, den JSV O f f e n b ach a. M., der diese große Veranstaltung ausgezeichnet organisierte, für den RjF-Sportbund (Reichsobmann: Gerd Blumenfeld), der die großen Fortschritte seiner Fechter überzeugend unter Beweis stellte, für die Fechter selbst, die sich in harten Kämpsen messen konnten. Die Kämpfe am Vormittag waren dem N a ch - w u ch s und den D a une n Vorbehalten. Bei den Mädels ist besonders Gerda Frohmann zu erwähnen. der es gelang, von dieser Klasse über die Klasse der Anfängerinnen bis zu der der Damen aufzurücken. (Die ersten zwei waren jeweils zum Aufrücken in die nächsthöhere Klasse berechtigt.) Die Vot Statt Sud Süq. Sonntag, 7. Juni Berlin Tennis: Verband srundenkämpfc: JSG 33 1. Herren—Tennisclub „Grunewald" 1. Herren, Friedrichsruher Straße; Tennisclub „Kaiserallee" 1. Herren—Tennisclub Bar Kochba 1. Herren, Kaiserallee; Tennisclub „Grunewald" 1 Damen—Tennisclub „Kaiserallee" 1. Damen. Berkaer Straße; JSK 1. Damen—T-mnisclub Bar Kochba 2. Damen, Württembergische Ecke Wittelsbacher Straße; Tennisclub Bar Kochb, 3. Herren—Tennisclub „Grunewald" 3. Herren, Leibnizstraße. Allgemeiner Spielbeginn: 15 Uhr. Leipzig Handball: Endspiel um die Meisterschaft des Deutschen Makkabikreises: Bar Kochba Leipzig—Bar Kochba Berlin, 16 Uhr, Sportplatz Dübener Landstraße. Leichtathletik: Mitteldeutsche Meisterschaften des RjF-sportbundes mit Beteiligung der Sportgruppen Leipzig, Dresden, Chemnitz, Halle, Magdeburg, Jena. Vormittags und Nachmittags, Sportplatz Thekla. Üanldurg Jugendtag: Die gesamte Jugend versammelt sich früh auf ihrer Anlage in Lokstedt. Fußball- und Völkerballturniere Reiterkämpfe und ähnliche Wettspiele werden ausgetragen. Küchvestckentseblancl Handball: JSV Offenbach Frauen—RjF Mannheim Frauen, Mannheim; Philanthropin Frauen — Schild Frankfurt a. M. Frauen B, Frankfurt a. M., Platz am Bornheimer Hang, 10 Uhr; Bar Kochba Frankfurt a. M.—RjF Stuttgart, Franks u r t a. M., Platz an der Sondershausener Straße, 14.45 Uhr. Fußball: Endspiel um die Meist erschüft des deutschen Makkabikreises Bar Kochba Hakoah Berlin—Bar Kochba Frankfurt a. M., Frankfurt a. M. Platz an der Sondershausener Straße, 16 Uhr; JSV Offenbach I—RjF Mannheim I, Mannheim; JSV Offcnbach A. H.—RjF Mannheim A. H., Mannheim. Rheinland-We stfalen Tennis: Klubkampf RjF Bieleseld—RjF Münster, Bielefeld, RjF-Plätze. Fußball: Gesellschaftsspiel RjF Münster—RjF Bochum I (Jndustriebezirksmeister), Münster i. W, RjJ-Platz Maikotten. Boxen: ABC Makkabi Köln — Hakoah Essen Hakoah Düsseldorf komb., Köln, Rheinlandloge, 20.30 Uhr. Tischtennis: Westdeutsche Mannschaftsmeisterschaft. Teilnehmer der Endrunde: RjF Meschede (Wcstfalenmeister), RjF Herne (Jndustriebezirksmeister) und JTV 02 Köln (Mittelrheinmeister), Dortmund, Saarbrücker Str. 3, vor- und nachmittags. Leichtathletik: Westdeutsche RjF-Meisterschaftcn in Köln-Mülheim, Fort 11. Dienstag, 9. Juni Berlin Ringen: Nachwuchs-Ringkämpfe des JBC „Maccabi", Turnhalle Kaiserstraße 29—30, 20 Uhr. Sieger bei den Junioren und Juniorinnen zeigten ausgezeichneten Stil, sie werden bei eifrigem Training noch Gutes leisten. List Koch-Oppenheim gewann ihre : Meisterschäft, wie sic wollte, kaum einer Gegnerin gelang ein Treffer. Sie erhielt nicht mehr als drei. Ihr Stil war elegant und überzeugend. Bei den Herren waren Hans Winterschweig und Kurt Merzbach weit überlegen, und so lag die eigentliche Entscheidung um die F l o r e t t Meisterschaft im Gefecht zwischen diesen beiden. Ein wundervoller Kampf, den sich zwei sichere Gegner lieferten, die die Fechtkunst wirklich beherrschen. Sv hart auch der Kampf war, Winterschweig ließ sich auch hier nur zwei Treffer geben, die Höchstzahl, die überhaupt bei ihm in diesen Kämpfen anscheinend anzubringen war. Keiner hat es bei ihm zu mehr als zwei gebracht. Dritter wurde der sehr gute Dr. Mayer (Wiesbadens. (Es ist zu berücksichtigen, daß die Wiesbadener keinen Meister zur Verfügung haben.) Im Degen waren zweimalige Stichkämpfe notwendig, um den Sieger zu ermitteln. Die Gegner des letzten Stichkampses, Dr. Mayer (Wiesbaden) und H. Stark (Offenbach a. M.), waren gleichwertig. Der Glückliche hätte mit derselben Berechtigung der Wiesbadener sein können. Im Säbel waren wieder Winterschweig und Merzbach die Besten, der Offenbacher holte sich die zweite Reichsmeisterschaft in der Waffe, die vielleicht die kämpferischste ist, mit 1:5. Die Kämpfe zeigten, daß Frankfurt a. M. und Offenbach a. M. 'Fechterhochburgen sind, teils dank der alten Mitglieder der berühmten Fechtklubs, teils durch die ausgezeichneten Trainingsmöglichkeiten. Um so mehr ist z. B. der RjF Stuttgart zu bewundern, der sich ohne irgendein Training durch einen Meister eine tüchtige Abteilung aufbaut und sogar mit Kuhn nn Säbelfechten den dritten Ueberraschungssieger im Säbel stellen konnte. Lrgebm'sse: K n a b e n : 1. A. Rofcnmeyer (Schild Frankfurt a. 901.) 3 Siege (6 erhaltene Treffer), 2. P. Dreyfuß (Schild Frankfurt a. 901.) 2 Siege (9 Treffer). — Junioren: 1. K. Lcrner (Schild Frankfurt a. 901.) 5 Siege, 2. H. Theisebach (RjF Stuttgart) 4 Siege. — Mädels: 1. R. Szaniatolfki (Schild Frankfurt a. M.) 2 Siege (6 Treffer), 2. G. Frohmann (Schild Frankfurt a. 901.) 1 Sieg (5 Treffer). — Damen (Anfängerinnen): 1. L. Schwab (Schild Frankfurt a. M.) 4 Siege (12 Treffer), 2. G. Frohmann (Schild Frankfurt a. M.) 3 Siege (12 Treffer). — 90keifters ch a f t D a m c n f l o r e t t: 1. L. Koch-Oppenheim (Schild Frankfurt a. M.) 4 Siege (3 Treffer), 2. A. Wolff (JSV Offcnbach a. M.) 3 Siege (14 Treffer). — Herren Florett - 1 H. Winterschweig (JSV Offenbach a. M.) 8 Siege (10 Treffer), 2. K Merzbach (Schild Frankfurt a. M.) 7 Siege (13 Treffer), 3. Dr. Mayer (RjF Wiesbaden) 5 Siege (22 Treffer). — Degen: 1. H, Stark (JSV Offenbach a. M.) nach Stichkampf mit Dr. Mayer (RjF Wiesbaden) 3:4. — Säbel: 1. H. Wintcrfckiweig (JSV Offenbach a. M.) 3 Siege (7 Treffer), 2. K. Mcrz- Ir Erich Seelig Fot. Associated Press Aas englischen Ringen Im Vordergrund: Erich Seelig Der frühere deutsche Mittelgewichtsmeister Erich Seelig, der sich nach seinen amerikanischen Erfolgen seit längerer Zeit mit seinem Manager Paul Damski in Europa aufhält, boxte am 26. Mai in London gegen den Südafrikaner Eddie Peirce, der als Amateur bei den Olympischen Spielen in Los Angeles dritter Sieger werden konnte. Man erinnert sich, daß die erste Begegnung der beiden vor etwa vier Wochen — ebenfalls in London — unentschieden gewertet wurde. Diesmal blieb der glänzend vorbereitete Erich Seelig dagegen unangefochten Punktsieger, und wußte in seiner ihm typischen Kampsart, die technisches Boxen und unerhört hartes Fighten, also englischen und amerikanischen Stil, glücklich miteinander vereint, dem englischen, boxsportlich gewiß verwöhnten Publikum glänzend zu gefallen. Peirce konnte lediglich in den ersten Runden gleichwertig mithalten, dann setzte sich „Ete" klar durch und vermochte bis zum Schluß der zehn Runden seinen tapferen, schwer gezeichneten Gegner mehrfach zu erschüttern. Damit hat sich Seelig wiederum in den Vorder^ grund der Herausforderer um den von Marcel Thil gehaltenen Weltmeistertitel im Mittelgewicht geschoben. Am gleichen Abend verlor überraschend Benny' C a p l a n im Kampf um die südenglische Federgewichtsmeisterschaft gegen den Titelhalter Dick Corbett, einen alten erfahrenen Ringfuchs. Der junge, vielversprechende jüdische Boxer war in einer an ihm selten gesehenen schlechten Form und mußte sich klar nach Punkten geschlagen geben. Auch Benny Lynch und Harry Mizler siegten Benny Lynch, der Weltmeister im Fliegeng e w i ch t, ist in bestem Zuge, seine Weltmoistersorm wiederzngcwinnen. In N e w c a st l e schlug er am 26. Mai seinen zur guten englischen Mittelklasse zählenden Gegner Mickey McGuire vernichtend k. o. McGuire wurde in der vierten Runde achtmal zu Boden geschlagen, ehe er, am Ende seiner Kräfte, aufgab. Vier Tage später stellte Benny Lynch bei seinem ersten Start in London seine großartige Form vollends unter Beweis. Im Rahmen eines Kampftages zugunsten des Jüdischen Wais e n Hauses traf er auf den erstklassigen Waliser Pat Warburton, den er im Verlauf von drei Runden mit wahrhaft meisterlichem Können derart zurichtete, daß der Ringrichter den ungleich gewordenen Kampf am Ende der dritten Runde abbrechen und den Weltmeister zum Sieger durch technischen k. o. erklären mußte. Gute Form ließ auch Harry Mizler erkennen. der den Iren Jack Flynn in zehn Runden jederzeit sicher auspunktete. Baer gegen Petersen in London? Wie „News Chronicle“ meldet, hat der Direktor des Wembley-Stadions dchn früheren Weltmeister Max Baer ein Kampfangebot gegen den britischen Schwergewichts-Titelhalter Jack Petersen übermittelt. Die Börse für Baer soll 6000 Pfund betragen. Die Begegnung würde etwa im Juli im Wembley-Stadion zur Durchführung gelangen. odiniiiiiiiiiiiimiiiiiimiimimHiMiiiiimiiiEiimiiiiiiimiiiüiüiiiiiiiEift back, (Schild Frankfurt a. M.) 4 Siege (13 Treffer), 3. Kuhn (RlF. Stuttgart) 3 Siege (16 Treffer). L. B. Bayern „Grunewald“-Erfolge beim Tennisturnier in Augsburg Die Private Tennisgesellschaft Augsburg veranstaltete am 31. Mai und 1. Juni in Augsburg ein Tennisturnier, an dem sich eine große Anzahl von RjF-Spielern aus dem Reich beteiligten. Neben den Vertretern des Tennisklubs „Grunewald" (Berlin), die sich die Mehrzahl der Preise holten, war der Gewinn des Turniers die Entdeckung des ausgezelchneten Fürther L a n d - mann, dessen Leistungen denen der.Spitzenspieler des RjF ebenbürtig an die Seite gestellt werden müssen. Im H e r r c n e i n z c l schlug L a n d m a u n (Fürth) A. Metzer („Grunewald") in der Schlußrunde 6:4, 6:3. Dritte Plätze belegten Ali Gans

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