Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936) - farbig
- Issue
- 23 (4.6.1936)
- Date
- 1936-06-04
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
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- Franz Rosenzweig 2× ep/1004530
- Arthur Schnitzler 1× ep/1025577
- Budapest 1× ep/1002374
- Buenos Aires 1× ep/1047860
- Fritz Bamberger 1× ep/1023070
- Gorzów Wielkopolski 1× ep/1044635
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- Ludwig Feuchtwanger 1× ep/1023455
- Rheydt 1× ep/1045545
- Wrocław 1× ep/1002369
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SCHACH'ICKI Schachaufgabe Nr. 86 von F. Simhovief Matt in zwei Zügen Weiss: Ka2, Dd8, Te3, Tg3, Lg6, Lh2, Se5, Sg5, Be2, f5, g2 (11) Schwarz: Kf4, Df6, Tf7, Th8, Lg7, 866, Sf2, Ba4, h3 (9) ¥ Schachaufgabe Nr. 67 von Dr. E. Zepler m wm, Matt in zwei Zügen Weiss: Kh5, Db7, Ta7. Tel, Ld4, Lh3, Sf5, Ba5, e3, 62, f2, g7 (12) Schwarz: Ke6, De5, Lg8, Sh7, Bc4, 66. 63, f6, f3 (9) ¥ Die beiden vorstehenden Zweizüger wurden preisgekrönt im Problemturnier des „Leipziger Tageblatts". 1924. . Lösung der Ausgabe Nr. 65: Sd4—b5, 2. Lc4—d3 matt Sd4—c6, 2. Sb7—d6 „ Sd4—e6, 2. Lc4—d5 Sd4—f5, 2. Tg5—g4 Sd4—f3f, 2. g2xf3 8d4—e2, 2. Tc3—e3 Sd4Xc2, 2. DblXC2 Sd4—b3, 2. c2xb3 Ta6XC6, . 2. Sb7Xc6 „ Ein vollständiges Springerrad — dessen Darstellung an sich nicht neu ist. ■— Der 864 pariert die Drohung Te5 matt, indem er zieht, da er hierdurch dein Könige ein Fluchtfeld verschafft. Die 8 Züge, die er von seinem Standfelde aus machen kann, bewirken 8 verschiedene Mattzüge. ¥ - Richtige Lösungen gingen ein von: Justizrat Kurt Jacusiel, Sanitätsrat Dr. S. Domke, Willy Michaelis. Walter Joelsohn, Georg K. R. Israel (Berlin), Otto Spanier (Bünde). Michael Levh (Krefeld). Gottfried Gumbel (Stuttgart). Heinz Jacob (Dresden), Hans Steinberger (Bayreuth), Dr. Lothar Seewald (Hachenburg). Kurt Krole, Dr. Ernst Boehm (Brieg), Siegmund Austerlitz (Gießen), Rabbiner Dr. Tänzer (Göppingen). Werner Baronowitz (Göttingen), Dr. med. I. Meyerhofs (Rotenfels). Frau Tilde Adler, Tierarzt Max Koschminski (Landsberg a. d. Warthe), Karl Bechhöfer (Nürnberg). Adolf Schück (Breslau), Gerhard Lewisohn (Quedlinburg). Dr. med. Oster (München) Manfred Lindauer (München), Jacob Daher ist es unmöglich, an dieser Stelle die Leistungen sämtlicher Beteiligten einzeln zu bewerten. Um die gehaltvollen, geistreichen Worte Dr. Martin Friedlands „Rahel Barnhagen in ihrer Zeit", gruppierten sich Darbietungen, ausgeführt von Dr. Emmy Joseph-Lußheimer (Sopran), Dr. Joses Carlebach (Tenor), Fanny Meyer (Rezitation), sowie Vorträge des von Gabriele Speyer-Sander geleiteten Kinde r ch o r s , Aufführung eines Biedermeiertanzes durch geschulte Jüngerinnen Terpsichores (A r o n - sohn, Keller. Roesberg, Rubens, W a l l a ch), einleitend vierhän-diges Klavierspiel der Jugendlichen Ellen Abraham und Walter Kramer. Ella Conrad und Betty Markus waren die vielseitigen Begleiterinnen am Flügel, während Flora I ö h l i n g e r die Bühnenumrahmung stilgerecht ausgeschmückt hatte. — yo~ Der Knaben- und Männerchor der G l e iw itzer Synaaogengemeinde unternahm eine Konzertreise in die Kleingemeinden Gr. - Strehlitz und Rosenberg. Es wurden weltliche und synagogale Chöre, zum Teil von einem Streichkörper begleitet, gesungen. Allgemeine Anerkennung und besonderes Interesse fanden die a eappella-Chöre, die am besten die Kleinarbeit, die Tonreinheit und die Verbundenheit zwischen dem Chor und dem Dirigenten zeigten. Die deutsche Keduscha von Lewandowsky, orchestriert vom Dirigenten Fleischer, wurde wirkungsvoll gestaltet. Das gesangliche Können des neuen •- Oberkantors der Gleiwitzer Gemeinde, Grabowski, trat deutlich in Erscheinung. Ein Streichquartett (Dr. Simmenauer, Fischer. Grätzer, Mai) spielte ansprechend einen Satz aus dem D-motl-Quartett von Schubert. Der liturgische Teil wurde von Rabbiner Dr. Feinberg (Gr.-Strelitz) und Prediger Lewin (Rosenberg) erläutert. Die Konzerte bewiesen die Notwendigkeit derartiger Veranstaltungen in den kleinen Provinzgemeinden. Theater Musik, Film Im Jüdischen Kulturtheater in W i e n fand zu Ehren des 74. Geburtstages von Arthur Schnitzler eine besondere Veranstaltung statt, bei der Heinrich Schnitzler, der Sohn des Dichters, ferner Maria Guttmann, Mitglied des Deutschen Volkstheaters, und Ludwig Roth Drei Vorträge Ludwig Feuchtwangers in München Ende April sprach Dr. Ludwig Feuchtwanger an drei Abenden im M ü n ch e n e r Jüdischen Kulturbund über „Jüdisches Mittelalter", „Die jüdischen Richtungen seit der Emanzipation" und „Franz Rosenzweig, Gestalt und Werk". Offensichtlich war die Vortragsreihe gedacht als die Schilderungen von drei Stationen eines Weges, dessen Endziel allerdings noch nichtdeutlich wurde. Noch kein Weg, aber eine Haltung, möchte may als Gesamteindruck dieser Vortragsreihe buchen. In seinem Vortrag über „Jüdisches Mittelalter" wandte sich Feuchtwanger gegen die landläufige jüdische Betrachtung des Mittelalters als fortgesetztes Verbrechen gegen die Gesetze von Toleranz und Gleichberechtigung. Eine objektivere Betrachtungsweise des Mittelalters sei nur möglich durch die Versenkung in die klassischen Kunstdenkmäler der salischen Zeit, durch die Erkenntnis der Bedeutung des Adels für das Mittelalter, wie sie von Pinder hervorgehoben wird, des für das Mittelalter geltenden Prinzipes der menschlichen Verschiedenheit (Knecht bleibt Knecht), ferner der Tatsache, daß das Judentum keine Stellung im christlichen Heilsplane erhalten hatte. Das Judentum im Mittelalter sei echtes Heldentum gewesen. An Stelle des fragwürdigen Optimismus des westeuropäischen Judentums der Neuzeit forderte Feuchtwanger einen geläuterten - aktiven Pessimismus. Bei der Schilderung „der religiösen Richtungen seit der Emanzipation" (ursprünglich war angekündigt: religiöser Verfall seit der Emanzipation) wies Feuchtwanger auf die „heimliche Identität" zwischen Orthodoxie und Liberalismus durch das Medium der Sprachgemeinschaft. Auch der Zionismus habe keine religiöse Erneuerung gebracht, wohl aber die Möglichkeit, die alten Gebräuche in der Form des Nationalen zu bewahren. In der Mitte stehe die „Religion der Gebildeten", die erwachsen sei aus Ehrfurcht und Pietät andererseits. Intellektuelle Ehrlichkeit und entsagungsvolle Wissenaneignung seien mit die Voraussetzung einer religiösen Erneuerung. Von hier ans führte der Weg zum Thema des dritten Abends, das von Franz Rosenzweig handelte. Der Redner schilderte, soweit dies im Nahmen eines Vortragsabends möglich war, das Leben und Wirken Franz Rosenzweigs, seine Voraussetzungen, die ihm durch seine Herkunft aus der liberal-jüdisch-bürgerlichen Schicht, durch seine Zugehörigkeit zu einer von nihilistischem Nationalismus erfüllten geistigen Richtung gegeben waren. Nosenzweig sei es gelungen, das Seelenlose des Nurbetrachtens zu überwinden und Gerechtigkeit, Ehrfurcht und Demut ohne Preisgabe seines scharfen kritischen Verstandes in ihren Rang wieder einzusetzen. Daß die Schilderung eines derart komplizierten Vorganges in einem Baumann (Köln), Frau' Fanny Wertheim (M.-Gladbach), Karl Nußbaum (Rheydt), Heinz-Günther Eisenhardt (Berlin). ¥ Schachturnier bei der Jüdischen Sport-Gemeinschaft 1933 E. V. — Das zweite Turnier in der Jugendabteilung hatte diesmal eine qualitativ bessere Besetzung in den einzelnen Klqssen als im vorigen Jahr. In der ersten Klasse gelang es dem 14jährigen Georg Israel, die Klubmeisterschaft zu gewinnen. — Der Turnierstand ist folgender: I. Klasse: Israel 13, Wolf 12. Rosenthal 10%, Goerke 8V2 (von 14 Punkten). — II. Klasse: Majer 11. Wolfers 8%, Samach 1% (von 12 Punkten). — III. Klasse: Delman 9, Nissenbaum 7)4, Levh 6 (von 10 Punkten). — Die Preisverteilung findet am 8. Juni um 18.30 Uhr statt. Die Jugendabteilung spielt jeden Montag von 18 bis 20 Uhr im Restaurant Hermann. Jägerstraße .18. Jugendliche im Alter von 10 bis 20 Jahren sind willkommen. «an hauptsächlich novellistische Werke Schnitzlers zur Vorlesung brachten. Die Darbietungen wurden mit warmem, pietätvollem Beifall ausgenommen. Hans Wilhelm S t e i n b e r g. der zum ersten ständigen Dirigenten des von Bronislav Huberman gegründeten Orchesters in Palästina und später zum musikalischen Leiter des Berliner Jüdischen Kulturbundes ausersehen ist. hatte als Dirigent der Ausführungen „Die Entführung aus dem Serail" und „Siegfried" in der Antwerpener König!. Flämischen Oper einen großen, auch von der Presse einhellig anerkannten Erfolg. Ebenso trug das Orchesterkonzert der „Konzertvereinigung" in Stockholm Hans Wilhelm Steinberg reiche Ehrungen ein. Die Presse rühmt vor allem Musikalität, technische Disziplin und Temperament. Aus dem Programm standen Beethovens 4. Sinfonie, außerdem Werke von Mozart und Ravel. * Die von Huberman gegründete Palestins Orchestra Association fetzt einen Preis für ein geeignetes Emblem aus, das die Gesellschaft als Zeichen bei ihren Veröffentlichungen und Korrespondenzen verwenden kann. . Als Preis sind fünf englische Pfund und ern Freibillett für eine Abonnementsserie ausgesetzt. ¥ Wladimir Horowitz gab in Paris einen Chopin-Abend, der von Publikum und Presse mit außerordentlichem Beifall ausgenommen wurde. ¥ Erik C h a r e l l hat sich von Paris nach N e w - York begeben, wo er in der ersten Hälfte Juni am Theater Radio-City „Im weißen Rößl" in seiner bekannten Inszenierung herausbringen wird. ¥ Kapellmeister Richard Falk, der, wie in Nr. 22 der C,V.-Zeitung vom 27. Mai kurz berichtet wurde, im Geburtsort Pergoleses, Jesi bei Ancona, die komische Oper „Maestro di Musica“ leitete erhielt einen Brief des Bürgermeisters von Jesi, der ins Deutsche übertragen lautet: „Die Stadt Jesi beehrt sich, Ew. Hochwohlgeboren für die besonderen Verdienste, welche Sie bei der Gedenkfeier G. B. Pergoleses sich erworben haben, in das Ehrenkomitee Zusammen mit Herzog'F. Caffarelli und Bcnjamino Gigli einzureihen." ¥ Koussevitzki führte in Boston Strawinskis Psalmen-Sinsonie auf. derartigen Rahmen, nicht zu letzter Deutlichkeit erwachsen konnte, war wohl selbstverständlich. Die außerordentliche Bedeutung Rosenzweigs für die Erneuerung des Judentums erblickte der Redner in dessen Erkenntnis, daß nur die Tat, das entschlußmäßige sich Verschreiben vorwärts führen könne. So habe sich Rosenzweigs Wunsch verwirklicht: Ich möchte nicht gelesen werden, ich möchte wirken! E. Sch. Fritz Bamberger: Individuum und Gemeinschaft in der abendländischen Geschichte des Judentums. Die Reihe der Juni-Vorträge im Berliner Kulturbund eröffnete Dr. Fritz Bamberger mit einem Referat über „Individuum und Gemeinschaft in der abendländischen Geschichte des Judentums". Den Gegensatz von Gemeinschaft und Individuum habe es in der Geschichte des Judentums und in der jüdischen Literatur von Anfang an gegeben. Aber erst in der abendländischen Geschichte sei es zu einer wirklichen Auseinandersetzung gekommen, bei der Juden sich bewußt überlegten, ob sie als einzelne oder als Gemeinschaft Judentum geschichtsbildend verkörperten. In zwei voneinander gesonderten Kulturkreisen lebten Juden im Mittelalter: im ersten, geographisch durch Nordafrika, Spanien. Südfrankreich und später auch Italien bestimmt, sei ein betonter Individualismus als vorherrschend festzustellen: im Gegensatz dazu habe sich in den nordeuropäischen Ländern, in denen Juden wohnten, in Nordfrankreich, Deutschland und Polen ein ausgeprägter Universalismus entwickelt. Hier ordnet sich das Individuum ganz der Gemeinschaft unter, die Literatur ist anonym, der Verfasser tritt hinter seinem Werk zurück, das er nicht als persönliches Werk, sondern als Ausdruck der Gesamtheit empfindet. In der Literatur des „nordeuropäischen" Kulturkreises gibt es keine subjektiven Dichtungsarten, weder Lyrik noch Sathre. Es werden keine Ideale ausgestellt, die nur von wenigen erreicht werden können; die „Moralbücher", die verfaßt werden,'-wenden sich an die große Masse. Eine ganz andere Anschauung finden wir in der spanisch-arabischen Welt. Hier gibt es die religiöse Einzelpersönlichkeit, die weit herausragt aus der Masse und von ihr verehrt wird. Es -gibt weltliche Dichtung, die nicht im Dienste der Gemeinschaft steht, es gibt Naturlyrik, wie überhaupt die Lyrik die bevorzugte Dichtungsart ist. In der Philosophie des' „südeuropäischen" Kulturkreises ist ein deutliches Abwenden von jüdischer Tradition zu konstatieren; als der wertvollste Menschenthp wird der Rationalist angesehen. Im Schlußteil seines Referats sprach Bamberger über die Auswirkungen des Gegensatzes von Individuum und Gemeinschaft auf die Neuzeit. In den Bewegungen der Renaissance und des Humanismus finde der betonte Individualismus der sephardischen Juden fruchtbare Auswirkung, wenn er auch zuweilen, wie bei Uriel Acosta und Spinoza, bis zur Grenze der Ketzerei gehe. Im aschkenasischen Kulturkreis entwickle sich eine deutliche Reaktion. gegen das Gemeinschaftsbewußtsein, bei dem der Wert des einzelnen ganz verloren gehe. Als tragende Bewegung dieser Reaktion bezeichnete Bamberger den Chassidismus. Deutlichen Ausdruck fände der Gegensatz zwischen überkommenem Kollektivgefühl und aufklärerischem Individualismus in dem Werk Moses Mendelssohns. Hier werde der Zwiespalt zwischen Jn- . dividuurn und Gemeinschaft zu einem Problem, das über den innerjüdischen Rahmen hinauswächst. H. B—n. Der italienische Bildhauer Corrigo Minerli, der zur Zeit an Entwürfen zu neuen Bronzetüren für den Mailänder Dom arbeitet, wurde in-Rom von Papst Pius XL in Audienz empfanden, dem er ein Album mit Abbildungen seiner Werke übergabmm Postschlüsse nach Uebersee Vorbemerkung: Diese Uebersicht erscheint wöchentlich. Sie ist ohne Gewähr. Postschluss für Luftpostsendungen ist in Berlin beim Postamt C 2, in Frankfurt/Main beim Bahnpostamt 19 oder Flughafen. Einwurf bei anderen Nordamerika 6. ab Berlin; 5. 6. ab Hamburg 12. 6. an New-York 15. 6. .. 19. 6- .. Postämtern oder in anderen Orten bis zu 1 Tag früher als hier vermerkt. a) Seeweg 19 Uhr („Bremen“ 6.6. ab Bremen) 8.6. „; 8.6. „ „ ~ 19 Uhr („Normandie“ 10.6. „ Le Havre) 12.6. „ „; 12.6. „ „ 19 Uhr („Europa“ 13.6. „ Bremen) b) Luftweg 6. 6. ab Berlin; 7.6. ab Köln (Flughafen) 10 Uhr; 7.6. ab Cherbourg (Schiff); 12. 6. an New-York (Zuschlag auf Auslandsporto 15 Pf. für je 20 g; Leiivermer\ „Mit Luftpost ab Köln zum Dampfer") Südamerika a) Seeweg 6.6. ab Berlin; 7.6. ab Hamburg 19 Uhr (Schiff 10. 6. ab Lissabon) 22. 6. an Rio; 26.6. an Buenos Aires 11.6: „ „; 11.6. „ Köln 21 Uhr (Schiff 13. 6. .. Cherbourg) 25. 6. ..; 29. 6. .. .. b) Luftweg 6. 8. ab Berlin 9 Uhr; ab Frankfnrt/Main 13 Uhr (Französische Luftpost), Laufzeit 5 Tage 10.6. „ „ 21 Uhr; „ „ 24 Uhr (Deutsche Luftpost), „ 3 „ (Zuschlag auf Auslandsporto nach Brasilien 1,25 RM für je 5 g, nach Argentinien 1,50 RM für je 5 g) Südafrika a) Seeweg 9. 6. ab Berlin; 10. 6. ab Köln 21 Uhr; 12.6. ab Southampton (Schiff) Laufzeit 15—17 Tage 16.6. .. „; 17.6. „ Hamburg 19 Uhr; 19. 6. „ ,. , (Schiff) Laufzeit 15—17 Tage . . b) Luf tweg - . 6. 6. ab Berlin 10 Uhr 15 Min.; ab München 13 Uhr, Laufzeit 8—9 Tage 10.6. „ „ 10 Uhr 15 Min.; „ 13 Uhr, „ 8—9 ' (Zuschlag auf Auslandsporto 35 Pf. für je 5 g) a) Seeweg 7.6. ab München 9 Uhr (Schiff 9. 6. ab Piräus ) 11.6. an Haifa 10.6. „ 9 Uhr (Schiff 11. 6. „ Brindisi) 15. 6. „ Jaffa 14. 6. „ .. 9 Uhr (Schiff 16. 6. „ Piräus ) 20. 6. „ Jaffa b) Luftweg 5. 6. ab München 18 Uhr Laufzeit bis Jaffa 2 Tage 6. 6. „ Berlin 6 Uhr; 6. 6. ab München 18 Uhr, „ „ Jaffa 2 „ 7.6. „ Berlin 10 Uhr .. .. Jaffa 2 .. 9.6. „ München 18 Uhr „ Jaffa 2 „ 10.6. „ Berlin 6 Uhr .. „ Jaffa 2 „ 11.6. Berlin 10 Uhr; 11.6. ab München 18 Uhr, „ Jaffa 2 „ (Zuschlag auf Auslandsporto 10 Pf. für je 5 g, mindestens 15 Pf.) Palästina 6. 6. ab Berlin 16 Uhr; 9.6. „ „ 16 Uhr; 13.6. „ „ 16 Uhr; Der Schweizer Komponist Willy Burkhard schrieb ein Oratorium „Das Ges i ch t Ie sajas", das seine Uraufführung in Basel erlebte. Eine weitere Wiedergabe ist jetzt für Bern im Münster vorgesehen. ¥ Georges Eneseos neue Oper „Oedipe", zu der ... Edmond F l e g das Libretto geschrieben hat, wurdW mit großem Erfolg an der Pariser Opera Oomique uraufgeführt. Der Häusermannsche Privatchor in Z ü r i ch, eine der ältesten Chorvereinigungen der Schweiz, erläßt ein Preisausschreiben für ein weltlichzyklisches Chorwerk von etwa 20 Minuten Aufführnngsdauer. Gedacht ist an ein Werk für kleinen gemischten Chor ohne Instrumentalbegleitung. Die vter besten Einsendungen werden mit einem Gesamtpreis von 2000 Schweizer Franken ausgezeichnet. Spätester Einsendungstermin: 81. Dezember 1936 an die Adresse Jtschnach 6/Zürich. In H a i fa wurde ein Orchester hauptsächlich für Laien gegründet, es wird von Edgar Behrendt geleitet. ¥ In palästinensischen Rundfunk btrtgerte Wolfgang Friedländer ältere Musik bis zu Mozart. * Der Sender Jerusalem spielte eine Suite von Joel Engel, die auf chassidischen Melodien aufgebaut ist. Ausführende waren das Paiestine 8tring-Quartett. Auch die Ouvertüre, die Prokoffief über ostjüdische Themen schrieb, wurde gesendet. ¥ Im Neudegger Tempel in Wien fand im Anschluß an einen Festgottesdienst ein liturgisches Konzert statt, bei dem Oberkantor. K u s e w i c k i att§ Warschau" mitwirkte. Unter den zahlreichen Ehrengästen befand sich auch der polnische Generalkonsul mit Gemahlin. ¥ Das Wiener Stadttheater bereitet eine neue dreiaktige Lustspieloperette von Leo Ascher vor. Das Euch stammt von Rudolf Lothar, die Gesangstexte schrieb Peter Herz. ¥ Am 7. Juni wird das Königliche Opernhaus in Budapest Karl Goldmarks Oper „Ein Wintermärchen", die seit dem Jahre 1912 nicht mehr gegeben wurde, wieder zur Anführung bringen. Bruchs „Kol nidrei" wird am 7. Juni/10 Uhr, im Prager Rundfunk zu hören sein. ' ■ Im Rahmen der Wiener Festwochen überträgt der Wiener Rundfunk am 8. Juni ein Sinfoniekonzert unter Leitung von Dr. Eugen Ormandy. Auf dem Programm steht u. a. Arnold S ch ö nb e r g s „Verklärte Nacht". In einem Konzert des Senders der italienischen Schweiz, Monte Ceneri, am 6. Juni, 20% Uhr, wirkt Stefan F r e n k e l (Violine) als Solist mit. Auf dem Programm steht u, a. ein Werk von Darius M i l h a u d. Eine amerikanische Firma bereitet , die Verfilmung des bekannten Romans „Der Teufel" von Alfred N e u m a n n vor. ¥ lieber die Premiere des neben Josef- Schmidt- Films, die am 27. Mai in Wien stattfand, schreibt die „Neue .Freie Presse" u. a.: „Schmidt spielt Zwillingsbrüder von gleicher musikalischer Begabung, von denen der eine ein Draufgänger, der andere ein stiller Mensch ist. So hat Schmidt Gelegenheit, eine dankbare schauspielerische Leistung zu vollbringen, die ihn vor die interessantesten und subtilsten Aufgaben stellt. Nicht zuletzt auf ihren tadellosen Bewältigung beruht der Erfolg des Films. — FeNx B r e s s a r t bedeutet eine Ueberraschnng. Dieser als Komiker geeichte Schauspieler weiß in der ernsten Rolle einer hilflosen und gütigen vom Leben zerknitterten Figur förmlich zu erschüttern." Reichsausstellung jüdischer Künstler. Am 7. Juni, 10 bis 14 Uhr, sind die letzten Besuchsstunden der Ausstellung im Jüdischen Museum, Berlin N24, Oranienburger Straße 31. Die Reichsausstellung erfreute sich eines ausgezeichneten Besuches. Arbeiten mehrerer Künstler konnten verkauft werden. Vom 8. bis 12, Juni einschließlich ist das Jüdische Museum geschlossen.. Das Sekretariat für Bildende Kunst im Reichsverba.nd der Jüdischen Kulturbünde eröffnet im Klubheim, Marburger Straße 5, am 7. Juni eine neue Ausstellung mit Arbeiten von Kurt Jausen, Lilli Blumenau und Lotte Hagelberg Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 14 Uhr geöffnet, Sonnabends geschlossen.