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Central-Verein-Zeitung · 1936-05-27 · 22 (27.5.1936) · p. [Seite]

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936) - farbig
Issue
22 (27.5.1936)
Date
1936-05-27
Page
[Seite] (sequence 18)
Language
German
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Paula Neufeld: Bomholm Fot. Abraham Jahre kann man es ablesen, wie sie mit den Fragen rang und ringt, die ihrer künstlerischen Gewissenhaftigkeit am Herzen liegen. Paula Neuseld hat gerade in der letzten Zeit jüdische Menschen beobachtet. Ihre liebenswürdigen Schilderungen vom Leben und Arbeiten auf Gut Winkel sind in einer Ausstellung des Sekretariats für Bildende Kunst (Kulturbund Berlin) zu sehen gewesen. Die Verbindung mit der Zeit der Maschine, die den jungen Menschen, die dort für die landwirtschaftliche Arbeit vorbereitet werden, Helsen soll, dem Handwerker ebenso wie dem Bauern auf der Farm, ist in diesen Gemälden gut erfaßt. In ihnen hat die Malerin zur Gegenwart gefunden wie auch in dem damals preisgekrönten „Dies ist das Gesetz". So begleiten sie unsere besten Wünsche auch für ihre künstlerische Zukunft über den Ozean. vr. 0. 8. Wer" macht 99 Die Eignungsfrage im Haushalt Bei der Arbeit in einem Betrieb gibt es zweierlei Dinge, die ihr einen immer neuen Antrieb verleihen. Auf der einen Seite ist es die besondere Eignung des Arbeitenden für eine ihm zugewiesene Tätigkeit, bei der er seine Anlagen entfalten kann und die Befriedigung hat, eine Arbeit vorwärts zu bringen. Auf der anderen Seite sind es die Ausblicke auf Erholung und Entlohnung, die der Arbeit zahlreiche Lichtblicke geben. Was bedeutet beispielsweise die Frühstückspause, Feierabend und Lohntag für den Arbeiter! Besteht der gleiche Wechsel von Anspannung und neuem Antrieb auch im Haushalt? Zuerst wäre die Frage der Eignung zu beantworten, und eine spätere Aufgabe wird es sein, die andere Seite eines neuen Antriebs: Entspannung und Erholung zu beleuchten. Eignungsprüfungen für den Haushalt sind deshalb erschwerend, weil sich die Arbeit in keinem anderen Betriebe aus so vielen verschiedenartigen Tätigkeiten zusammensetzt, die jede für sich eine getrennte Lehrzeit beanspruchen könnten und von einem einzigen Menschen ausgeführt, naturgemäß sehr unterschiedliche Leistungen zustande bringen. Wirkt sich schon diese Tatsache erschwerend bei der Führung eines Haushalts aus, so vielleicht noch mehr, weil in der gleichen Person die Arbeitstechnik eines zu exakter Arbeit erzogenen Arbeiters und die großzügige und weitschauende Führung seines Leiters vereinigt sein müssen. Spricht man nun von der Eignung für eine bestimmte Arbeit, so scheinen die amerikanischen Untersuchungen aus diesem Gebiete deshalb beachtenswert, weil keine Lehre gegeben wird, ohne das aus ihr sich entwickelnde Glücksmoment ausgiebig in Betracht zu - ziehen. Bei dem Fehlen eines solchen Glücksmomentes würde die Lehre ihres wichtigsten Antriebes entbehren. Ich glaube, man irrt sich nicht in der Behauptung, daß sich dieses Glücksmoment bei dem gegenwärtigen Stand der Haussrauenarbeit nur selten und wie unter einer Anstrengung einsindet. Die Schuld daran trägt vorwiegend der Mangel eines Systems, das die Arbeit wie in einem Betriebe entwicklungsfähig erhält und ihr neue und wechselnde Aufgaben zuteilt. Ebenso Schuld trägt die ungestellte Frage nach der Eignung, die sich aus die Arbeit selbst durch eine sich steigernde Leistung und auf die Entlastung von dieser Arbeit durch rechtzeitige Unterbrechung oder Ablösung bezieht. Man weiß, daß in jedem Betrieb — schon um seiner Rentabilität willen — der rechte Mensch auf den rechten Platz gestellt wird. Man weiß auch, daß die Berufsberatung mit ihren arbeitstechnischen und psychologischen Untersuchungen dahin strebt, Mißgriffen in dieser Richtung vorzubeugen, die das Leben eines Menschen zerstören können. Bei der Führung eines Haushaltes, der einen Betrieb darstellt wie jedes andere Unternehmen, müssen deshalb neben den gegebenen Hilfsmitteln auch die Hilfskräfte einer Prüfung unterzogen werden. Jedes Mitglied eines Haushaltes ist zugleich Erzeuger und Verbraucher. Was nützt einer Hausfrau der beste Arbeitsplan, wenn sich hier unüberwindbare Mißstände aufstellen. Das Produzieren, das heißt der Beitrag zum Haushalt, kann auf sehr verschiedene Weise geleistet werden: In Form von Geld, in Form von Hilfeleistung, in Form von Belehrung und Unterhaltung, in Form einer Aufbauarbeit, die einer späteren Entlastung den Grund legt. Soll ein Haushalt nicht nur in seiner „Abwicklung, sondern auch in seiner „Ent"wicklung verstanden werden, so muß das Verhältnis Zwischen Beitrag und Nutznießung der ihm zugehörigen Personen in rechter Weife verteilt sein. Es bedarf keiner Frage, daß sich dieser Grundsatz auch auf die Hausfrau selbst bezieht, die sehr oft nur an den Lasten hundertprozentig beteiligt ist. Frau Gilbreth, die überall, wo es sich um Klärung und Uebersicht handelt, die Anlegung eines Planes empfiehlt, stellt bei diesem Problem drei Fragen auf: t. „Welche Arbeit verursacht er „was"? oder sie?" 2. „Welche verrichtete Arbeit erscheint an sich überflüssig?" 3. „Wie kann das betreffende Mitglied überhaupt zum Haushalt beilragen?" — Die Antwort aus die erste Frage wendet sich gegen die vielen zeitraubenden Arbeiten, die durch das bloße Weg- und Nachräumen benutzter Dinge entstehen. Sie wendet sich auch gegen die Nichtbeachtung der im Haushalt üblichen Zeiteinteilung, an das unvorhergesehene Mitbringen von Gästen und Hindernisse aller Art, die den regelmäßigen Ablauf des Tages stören, und zwar nicht aus irgendeiner Notwendigkeit heraus, sondern aus bloßer Verkennung einer gerechten Kräfteverteilung im häuslichen Betriebe. Die überflüssige Verrichtung von Arbeiten macht sich überall dort bemerkbar, wo der Aufwand an Zeit und Kraft dem Verhältnis des Bedarfs nicht mehr entspricht. Dazu gehört vieles, was aus alter Gewohnheit beibehalten wird, obwohl die Umstände inzwischen völlig andere geworden sind. Die dritte Frage, die sich um den Beitrag zum Haushalt dreht, wird die jüdische Hausfrau hauptsächlich in der Form der Hilfeleistung interessieren. Hier ersteht ihr die Aufgabe, die Eignung jedes Haushaltsmitgliods einer liebevollen Prüfung zu unterziehen. Jeder, die Hausfrau einbegriffen, hat eine bestimmte Neigung, aber auch gewisse Abneigungen für die im Haushalt vorkommende Arbeiten. Eine Hausfrau muß dieses Für und Wider genau kennen. In den meisten Fällen deckt eine Abneigung Fehlerquellen der Arbeitsmethode aus, die sich beseitigen lassen. Einwände anderer Art müssen nach der Meinung von Frau Gilbreth nach der physischen, der geistigen und emotionellen Seite hin untersucht werden, wodurch der Hausfrau mancher wichtige Einblick in die Natur eines Menschen erschlossen wird. Sehr oft wird eine Arbeit als bitter empfunden, die man allein erledigen muß, und die Zeit für wertvollere Dinge fortnimmt. Der Segen der Gruppenarbeit wird in allen Büchern über Haushaltsreform besonders eindringlich empfohlen. Sie ist gewiß mancher Vorurteile wegen bei uns noch wenig erprobt worden. Kann man sich in manchen Familien überhaupt einen'Mann in der Küche vorstellen? Und doch ist die Gruppenarbeit nicht nur der schnellen Erledigung einer Arbeit förderlich, sondern sie bildet meist eine Quelle der Fröhlichkeit und Anregung. Während der einzelne mit der Arbeit hadert, machen viele sie zum Unterhaltungsspiel. Arbeiten wie Geschirrabwaschen, Staubwischen eignen sich besonders dazu. Kennt aber die Hausfrau die Eignung eines Hausgenossen für eine bestimmte Arbeit, so ist es selbstverständlich, daß dem Betreffenden die Arbeit zugewiesen wird, die ihm von der Hand geht. Doch auch damit darf sie sich noch nicht zufrieden geben. Liegt es doch an ihr, die sie Zeit und Kraft eines Menschen ihres Betriebes in Anspruch nimmt, sie nicht nur zu verbrauchen, sondern entwicklungsfähig zu erhalten, gleichgültig, ob es sich dabei um einen Erwachsenen oder um ein kleines Kind handelt. Der erste Schritt dazu ist die Anweisung zur schnellsten Verrichtung. Wie das geschehen kann, wurde bereits in dem Artikel über die „Normalisierung" der Arbeit im Frauenblatt der C.-V.-Zeitung Nr. 17 ausgeführt. Eine falsche Arbeitstechnik würde Eignung und Freude bald zugrunde richten. Aber eine Arbeit soll nicht nur beendet werden, sie soll auch die Leistungen des Arbeitenden steigern. Wenn Frau Gilbreth erzählt, daß sie der Tochter, die das Strümpfestopfen übernommen hat, auch den Strumpfeinkauf des Hauses überträgt, weil sie sich inzwischen genügend Materialkenntnis erworben hat, — daß der im Garten beschäftigte Junge nicht nur das Unkraut jäten, sondern die Blumen abschneiden und in die Vasen verteilen soll, so erkennt man, wie stark auf das gestaltende Moment einer Arbeit Wert gelegt wird. Nicht nur die Verteilung der Arbeit, sondern auch die Dauer der Eignung sür sie muß von der Hausfrau überwacht werden. Es gibt zwei verschiedene Arbeitstypen: Die einen bleiben bei einer Sache und hängen an ihr, die anderen brauchen den Wechsel und werden um so bessere Arbeiter, je häufiger man ihnen die Möglichkeit gibt, neue Pflichten zu übernehmen. Der richtige Mensch auf dem richtigen Platz! Dazu gehört auch, ihm die Freude und Spannung für die Arbeit zu erhalten. Mit aller Selbstverständlichkeit schaffen ' die amerikanischen Haushaltführerinnen mit ihrer Glücksphilosophie allerhand immer neue Aufmunterungen, z. B.: eine geldliche Entlohnung, einen arbeitsfreien Tag, einen Wettbewerb, eine Stunde allgemeiner Aussprache über Arbeitserleichterungen. Wirklich, sie sind im Ausdenken dieser Glücksmomente erfinderisch, und das ist gerade ihr Geheimnis, daß diese Freuden immer nur klein und fast unwichtig erscheinen. Aus ihrem Mosaik aber schafft sich das Leben seine wertvollsten Erinnerungsbilder. blleta Samson. Schreibtafel her ... Es ist einige Jahre her, da lancierte USA einen neuen Frauenberuf: den des „Sociat Directors“. In Stevens Hotel, dem größten und modernsten Chikagos und wohl Amerikas überhaupt, saß in Zimmer Nummer Zweihundertsoundsoviel eine junge Dame, hübsch, elegant und mit sehr viel Charme, und ließ es sich angelegen sein, sämtliche Wünsche der Gäste des Hauses zu erfüllen. Sie hatte die gesellschaftliche Routine einer Herzogin und das strategische Talent eines Generals. Sie wußte, wo man das süßeste Spielzeug kaufen konnte und wo die Werke alter Meister, und sie wußte die Adresse des Friseurs, der die bezauberndsten Wasserwellen machte, ebensogut, wie die des besten Bridgespielers der Stadt. Sie kannte alle Künstler von Rang, deren Ateliers man besichtigen konnte, und alte, vornehme Damen, die junge Mädchen aus der Provinz in schicke „speak easys“ begleiteten. Sie arrangierte partys und vermittelte rsnclsrvous, sie kannte 8saus, die die phantastischsten Wagen hatten und immer Zeit, und sie hatte eine Liste von Kunsthistorikern, die bereit waren und imstande, Fremden die Schätze der Stadt zu zeigen. „Kommen Sie zu mir", schrieb sie in einem sorgfältig faksimilierten Brief an den eben angekommenen Gast, „wenn immer Sie etwas brauchen, ich bin vom Hotel eigens für Sie bestellt. Ich will versuchen. Ihnen alle Wünsche zu erfüllen. Ich erwarte Sie, lieber Gast, und brenne darauf. Ihnen behilflich sein zu können." Sie hatte einen Stab von Helfern um sich, und das Telephon auf ihrem Tisch stand niemals still. Denn immer war in dem großen Hause jemand, der ihrer bedurfte. Eine Frau, die sich langweilte, während ihr Mann Geschäftsbesuche machte. Eine alte Dame, die einen Bridgepartner suchte und niemanden kannte. Ein Fremder von Uebersee, der ins Theater gehen wollte und keine Gesellschaft fand. Ein Mann, der seiner Frau ein Versöhnungsgeschenk mitbringen wollte und nicht wußte, was. Sie alle kamen zu ihr. Und allen hat sie geholfen. Ich weiß nicht, ob sie heute noch im Amt ist, diese junge Dame, und ob sie Nachahmer gefunden hat in der Welt. Vielleicht erwartet einen heute genau wie in Bombay auch schon in Oslo ein „Social Director“ — aber ich weiß es, wie gesagt nicht, und habe auch keine Ahnung, ob dieser Frauenberuf, der in Amerika den Jdealtyp der arbeitenden Lady darstellte, nun wirklich so etwas wie ein allgemeiner Beruf geworden ist. Ich weiß nur, daß wir ihn uns als Vorbild dienen lassen sollten. Wir brauchen, werden Sie gleich einwenden, keinen solchen „Social virector", und uns bewegen heute andere Fragen, als die nach einem geeigneten Bridgepartner oder einem Vergnügungslokal, in dem man einen Abend nett verbringen kann. Richtig! Aber wir brauchen, heute mehr denn je, Menschen, die versuchen wollen, uns zu helfen, und die ein offenes Ohr für uns haben, für unsere Wünsche und Nöte. Da hat zum Beispiel jemand ein Zimmer zu vermieten. Oder eine Schreibmaschine zu verkaufen. Und eine Sekretärin, Perfekt spanisch und mit 200 Silben in der Minute, sucht eine Stellung. Das lesen wir täglich in der Zeitung. Und wir sind gewohnt, es da zu finden, wie etwa den Leitartikel oder die Sportecke. Aber manchmal geschieht es — und es kommt ja heute fast täglich vor — daß man persönlich um etwas Derartiges angegangen wird. Um eine Gefälligkeit, um eine Empfehlung, um eine Vermittlung. Fast' immer steckt hinter derartigen Bitten, hinter dem schüchtern vorgebrachten „Wenn Sie mal was hören . . .", eine ernste Sorge. Die Sorge um einen geliebten Menschen, um eine Existenz, um das tägliche Brot. Und nicht irnmev reagieren wir darauf so, wie wir es müßten. Wie wir heute die Verpflichtung haben, es zu tun. Wir lassen eine ganze Menge unter den Tisch fallen. Vergessen, können uns nicht mehr aus das Gesagte besinnen. Wie oft hört man: „Warten Sie mal, ich hatte doch da eine Adresse ..." Und dann ist die Adresse weg. Nicht mehr zu finden. Das ist beschämend, finde ich. Denn irgendwo wartet ja jemand darauf, daß wir ihn empfehlen, daß wir bei vorkommender Gelegenheit an ihn denken. Nehmen wir das alles doch einmal ein bißchen ernster. Nehmen wir unsere Pflichten als Nebenmensch zumindest so ernst, wie der „Social virsctor" die seinen. Und lernen wir einsehen, daß es nicht weniger verdienstlich ist, einer alten Freundin zu einer Tätigkeit zu verhelfen, als einem Gänschen aus Oklahoma zu einem Atelierbesuch bei irgendeiner Malerberühmtheit. Versuchen wir es mal! Und notieren wir uns vor allem solche Adressen so, daß wir sie bestimmt, aber auch ganz bestimmt wiederfinden. Vorn Oraensr. ln der Koch- und Haushaltungsschule der Berliner jüdischen Gemeinde Weiß-Blau kariert — das fällt mir ein, wenn ich an die Besichtigung der Koch- und Haushaltungsschule der Berliner Jüdischen Gemeinde in der Auguststraße denke; wie nett die vielen Mädels in ihrem weiß-blau karierten Kitteln doch aussahen, mit den blauen Kopftüchern über den vom Eifer geröteten Gesichtern! Und noch viel mehr fällt mir ein. Da ist zuerst Frau Hammer st ein, die Leiterin der Schule, die Wissenswertes und Erfreuliches zu berichten hatte: daß 77 junge Mädchen jetzt an den Kursen der Haushaltungsschule teilnehmen, die mit 32 bis 36 Wochenstunden arbeitet; daß an den Nachmittagen 250 Kinder aus den jüdischen und teilweise auch den öffentlichen Volksschulen zum Kochunterricht kommen, sür den sie nur einen Essensbeitrag ln der Koch- und Haushaltungsschule der Berliner Jüdischen Gemeinde Fotodienst Kikoler von 10 Pfennigen zu zahlen haben; dafür gibt's dann auch Noten im Schulzeugnis! 38 Schüler der Mittelschule lernen ebenfalls hier, und abends kommen die Erwachsenen zu Kursen in Kochen, Schneidern, Nähen und Plätten, zirka 150 Menschen. In den Räumen der früheren Waschküche des Ahawa-Heims versteht man sich geschickt einzurichten. Drei große Küchen sind vorhanden, in denen auf elektrischen Herden, aber auch auf Gas, Kohle und Petroleum gekocht wird, selbstverständlich rituell. In einem anderen Raum wird gewaschen und geplättet, auch dies auf alle nur möglichen Arten, und nebenan ist die Schneiderei aufgeschlagen. Und noch etwas: einen Brautekurs gibt es auch, in dem man in kurzer Zeit so viel lernen kann, um den jungen Ehemann mit den hausfraulichen Kenntnissen in freudiges Erstaunen zu versetzen. Es wurde ziemlich einmütig von den Besuchern bedauert, daß dieser Kurs gerade nicht stattfand — denn wer sähe nicht gern einmal so viele Bräute — strahlend, wie man sie.sich vorzustellen pflegt — in einem Raum zusammen?! Einer der Anwesenden malte sich bereits aus, wie das wohl wäre, wenn sie nach Schluß der Stunde alle von den jeweiligen glücklichen Zukünftigen abgeholt würden. Doch das gehört ja eigentlich schon nicht mehr zur Haushaltungsschule — doch man sieht, daß auch bei einer so durchaus realen und prosaischen Arbeit die verklärende Poesie nicht fehlt. H. M. Wilhelm Jahn i.Hause d. Frauenvereins d.Bne-Bris Loge U.O. 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