Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936) - farbig
- Issue
- 20 (14.5.1936)
- Date
- 1936-05-14
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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ISG 33 Berliner Handballmeister Bar Kochba in der Verlängerung 5 :4 geschlagen ISG 33 gegen Bar Kochba Hakoah: diese Kampfpaarung, die schon so oft das größte Interesse rm jüdischen Sport erweckt hatte, verfehlte auch diesmal nicht seine Anziehungskraft aus das Publikum, zumal es sich um das dritte und letzte Entscheidungstreffen um die Berliner Handballmeisterschaft handelte. So konnte man etwa 3000 Zuschauer schätzen, die mit lebhafter, allzu lebhafter Anteilnahme diesem Großkampf den nicht immer schönen, weil allzu fanatischen Rahmen gaben. Die ISG 33 hat gewonnen und darf sich damit zum erstenmal mit berechtigtem Stolz mit dem Titel eines Handballmeisters des Berliner Spiel- RjF-Sportbund wächst Die Zusammenfassung int jüdischen Sportleben Deutschlands nimmt ihren Fortgang. Nach der Vereinbarung-mit dem Landesverband Bayern der Jüdischen Turn- und Sportvereine ist neuerdings die bisher noch als neutrale Gruppe bestehende Arbeitsgemeinschaft jüdischer Wassersportvereine, der neben Makkabivereinen in Berlin, Breslau, Hamburg und Stettin auch einige Vereine angehörten, die keinem Verband angeschlossen waren, aufgelöst worden. In der letzten Woche haben mehrere Vereine ihren Anschluß an den Sportbund des RjF vollzogen, so die Jtus-Vereine in Aschasfenburg, Bamberg und Landau und der Ruderverein von 1925 Frankfurt a. d. Oder. ausschusses schmücken. Ein schöner Triumph gegenüber der besten deutschen Makkabi-Els, die infolge einiger geschickter Umstellungen im Vergleich zum letzten Spiel bedeutend an Spielstärke gewonnen hatte. Gewiß, der Sieg war glücklich; denn die Mannschaften gaben sich nichts nach, und ebenso gut hätte Bar Kochba der Glückliche sein können, der in der Verlängerung in der Lage gewesen wäre, den Sieg zu erringen. Trotzdem bleibt sestzustellen, daß der Lieg keinem Unwürdigen zugefallen ist. Die seit Jahren gleichbleibende Aufstellung war der ISG zum Vorteil, die letzten Endes einen wesentlichen Faktor zum Sieg bildete. Eine Kritik an der RjF-Mannschaft im einzelnen erübrigt sich; denn wenn auch z. B. Mello, der vier Tore und eins immer schöner als, das andere auf sein - Konto brachte, herausragte, so bleibt das Besondere der Leistung doch der Mannschaftsgeist, der alle beseelte und bis zum glücklichen Ende durchhalten ließ. Das Spiel selbst hatte den typischen Einschlag eines Entscheidungskampses, der Härte und Einsatz {fee SUut Jutd Step Sonntag, 17. Mai Berlin Boxen: Schüler- und Jugendkämpfe des Jüdischen Box-Clubs Berlin. Mannschaftskampf: Abteilung Norden—Abteilung Westen. Turnhalle der Josef- Lehmann-Schule, Joachimsthaler Straße 13, 17 Uhr. Fußball: Gesellschaftsspiele Bar Kochba Hakoah 1. Jugend—Blau Weiß Hamburg 1. Jugend, 12^Uhr; JSK I—Blau .Weiß Hamburg I, 14K Uhr; JSK komb.—Bar Kochba Stettin I, 16 Uhr. Sämtliche Spiele: Sportplatz am Schäsersee. Handball: Verbandsspiele ISG 33 IV—Bar Kochba III, 10M Uhr; Bar Kochba VI—ISG 33 VIII, 1114 Uhr; Helvetia I— Hagibor I, 9 Uhr (Gesellschaftsspiel). Sämtliche Spiele: Grunewald-Sport- Platz. Tennis: Verbandskämpfe JSK I—Bar Kochba I, JL>K-Anlage, Württembergische, Ecke Wittelsbacher Straße, 15 Uhr; JL>G 33 II—Tennisclub Kaiser- JSG-Anlage, Friedrichsruher Straße, alles II, 10 Uhr. Kegeln: Hamburg, 10 Uhr. Mannschaftskampf JSK—Blau Weiß Roseneck-Klause, Hohenzollerndamm 92, letzter Energien an Stelle von Schönheit und technischen Feinheiten setzte, der aber trotzdem zu begeistern wußte, weil er durch sein dramatisches Spielgeschehen jeden mitriß. Es ist nicht abzustreiten: der Kampf nahm zeitweise sehr harte Formen an. Daß er jedoch nicht ausartete, war unbedingt ein Verdienst des Unparteiischen Stern (Gießen), der schnell und sicher seine Entscheidungen fällte und lieber in den Verruf des Kleinlichen kam, als das Spiel auch nur einen, Moment aus der- Hand zu geben. Wie die JSG gewann Der Bar Kochba hatte mit Sommerfeld als Mittelläufer einen guten Griff getan; er deckte Dorfmann glänzend ab, und schon klappte es im JSG-Sturm nicht mehr so wie beim vorigen Spiel. Lange dauerte es daher, bis es Mello verstand, seinen Verteidiger stehen zu lassen und zum 1:0 einzusenden. Die Führung blieb jedoch nicht lange; denn kurz danach kam auf der anderen Seite Sonn auf rechtsaußen glatt durch und schoß schön in die lange Ecke. Lange Zeit blieb es bei diesem Stand, bis wieder Mello, für Kobor im Bar Kochba-Tor unhaltbar, den zweiten Treffer und damit die Halbzeitsührung anbringt. Nach der Pause begann die JSG „ganz groß" und während sich die Bar Kochbaner noch nicht gefunden hatten, rollten die Angriffe der JSG bereits gegen das Bar Kochba-Tor mit dem Erfolg, daß Pförtner und Mello einen beruhigenden 4 :1-Vorsprung herzustellen vermochten. Aber dieser Vorsprung genügte nicht. Der Sturm des Bar Kochba wurde plötzlich immer gefährlicher; die Läuferreihe, die Hintermannschaft der JsG überhaupt, kam etwas durcheinander, und schon begannen die Blau- Weißen auszuholen. Durch Verwandlung eines 13-Meter-Wurfes und durch Tore von Kahane und Schlesinger gelang es ihnen, nicht nur gleichzuziehen, sondern auch erhebliche Verwirrungen in den Reihen der JSG zu stiften. Da ertönte der Schlußpfiff: 4 : 4, ein Sieger mußte gesunden werden, deshalb wurde um zweimal 10 Minuten verlängert. Ungeheure Spannung lagerte über dem Platz, als Stern die Verlängerung anpfiff, und wieder war man noch nicht im Bilde, als die JSG wiederum durch Mello den fünften, siegbedeutenden Treffer erzielte. Dieses sofortige Finden, das Wissen um den Vorteil einer schnellen Führung hatte der ISG den Sieg gebracht. Was dann kam, war Krampf. Beide Mannschaften, vor allem der Bar Kochba, hatten noch zahlreiche Chancen, das Resultat zu ändern, aber keiner überwand seine Nervosität. Noch drei Minuten. Dre JSG spielte auf Zeit. Werner Spandau knallte freistehend vorbei, Model aus der Gegenseite ebenso. Dann war es aus, und mit verständlich großer Begeisterung gratulierten die nicht sehr zahlreichen Anhänger der JSG ihren Spielern, die überglücklich einen stolzen Sieg errungen hatten. H. F. Neue RjF-Bestleistungen beim Frankfurter Schwimmfest Schild Frankfurt a. M. hatte am 10. Mai die Austragung eines reichsoffenen Schwimmsestes übernommen, zu dem fast alle Schwimmgruppen des RjF-Sportbundes gemeldet hatten. Das Fest erfreute sich eines ausgezeichneten Besuches. Die Zuschauer folgten gespannt und begeistert den zahlreichen Kämpfen und Vorführungen. Es verdient hervorgehoben zu werden, daß das Schwimmfest vorbildlich abgewickelt wurde, d. h. daß die Rennen Schlag auf Schlag einander folgten und die ganze Veranstaltung zur vorgeschriebenen Zeit beendet war. Wie schon im „Sportblatt" angekündigt, waren besonders zahlreiche Rennen den jugendlichen Schwimmern Vorbehalten, denen hierdurch die Möglichkeit geboten wurde, sich einmal im Wettbewerb zu messen. Dabei überraschte es allgemein, daß sie zu wenig im Crawl trainiert sind; in den Crawl-Rennen waren die Frankfurter, besonders bei den Mädchen, beinahe allein vertreten. Bei der Zuteilung der Siege fiel es auch daß sich ein Verein wie der JTV 02 Köln, der bisher eine der besten RjF-Schwimm-Mannschaften zur Verfügung stellte, diesmal mit verhältnismäßig wenigen Siegen begnügen mußte. Ihm fehlten zwei seiner Besten, Cerff und Kausfmann. Einige Bestleistungen im Schwimmsport des RjF. konnten wesentlich verbessert werden: T i ch a u e r (JSG 33 Berlin) stellte einen neuen Rekord im 200 Meter-Brustschwimmen mit 3.09 auf, Rolf Z e r n i ck (Schild, Frankfurt a. M.) errang vor Auerbach (JTV 02 Köln) den verdienten Leipzig Fußball: Schild Leipzig I—JSG 33 Berlin I, Freundschaftsspiel, 15 Uhr; Schild Leipzig A. H.— JSG 33 Berlin A. H., 12 Uhr; beide Spiele: Sportplatz Thekla. Handball: Schild Leipzig I—JSG 33 Berlin I (Zwischenrundenspiel um die Reichsmeisterschaft), 17 Uhr; Schild Leipzig 1. Frauen—JSG 33 Berlin 1. Frauen (Freundschaftsspiel), 14 Uhr; Schild Leipzig Jugend—JSG 33 Berlin Jugend, 11 Uhr. Sämtliche Spiele: Sportplatz Thekla. Südwestdeutschland. Fußball: Philanthropin Schüler In—Bar Kochba Frankfurt a. M. Schüler A, Frankfurt a. M., 10% Uhr; Schild Frankfurt a. M. Schüler A— JSpV Offenbach a. M. Schüler A, Frankfurt a. M., 13' Uhr; Bar Kochba Offenbach a. M. Jugend—Bar Kochba Frankfurt a. M. Jugend, O s f e n b a ch, 14% Uhr. Handball: Entscheidungsspiele um die Meisterschaft der südwestdeutßhen Arbeitsgemeinschaft: RjF Darmstadt I—Bar Kochba Frankfurt a. M. I, Frankfurt a. M., Platz am Buchrainweiher, 15% Uhr; Schild Frankfurt a. M. Jugend—Philanthropin Jugend, Frankfurt a. M., 16% Uhr, Rheinland-Westfalen. Leichtathletik: Bezirksmeisterschaften des Bezirks Mittelrhein im Landesverband West des RjF-Sportbundes für Mehrkämpfer, Männer und Frauen, sowie Jugendliche, Aachen, Waldstadion, 10% Uhr; Bezirksmeisterschaften des Bezirks Industrie und Westfalen desselben Verbandes, Gelsenkirchen, RjF-Platz, vormittags: Frauen, nachmittags: Männer. Fußball: Pokalkampf Bezirk Industrie—Bezirk Westfalen im RjF-Sportbund, Gelsenkirchen (im Anschluß an die Leichtathletikmeisterschasten). München. Hockey: Jtus München Damen—RjF Mannheim Damen, 10 Uhr; Jtus München I—RjF Mannheim I, 11 Uhr. Beide Spiele: Sportplatz Marbachstraße. Handball: Jtus München II—RjF Stuttgart II, 1434 Uhr, Sportplatz Marbachstraße. vre säen Mitteldeutsches Bezirkssportsest, veranstaltet vom Bar Kochba Dresden. Vorkämpse: 9 Uhr; Hauptkämpfe: 15 Uhr. Donnerstag, 21. Mai Rh einland-Westf al en Boxen: Bezirkskampf Industrie—Westfalen des Landesverbandes West des RjF-Sportbundes, Witten, Lokal Günther, Röhrchenstraße 32, 16% Uhr. Leichtathletik: Mehrkampf- und Jugendmeisterschaften des Bezirks Industrie und Westfalen desselben Verbandes, Gels enkirchen, RjF-Platz. Fußball: Endspiel um den Dr. Klopfer-Pokal RjF Bonn—RjF Düren, Bonn; Meisterschaftsspiel JTV 02, Köln II—RjF Euskirchen I; Diplomspiel JTV 02 Köln 1. Schüler—RjF Düsseldorf Schüler, K ö l n/Mülheim, Fort 11; Meisterfchastsspiel RjF Krefeld II—RjF Bonn II; vorher Diplomspiel RjF M.-Gladbach 2. Schüler— RjF Bonn Schüler, M. - Gladbach, Platz am alten Wasserturm. Private Tennisgesellschast Augsburg, Die Bedingungen für die Teilnahme am Tunier 31. Mai und 1. Juni können jetzt von der Geschäftsstelle Augsburg II, HB-Schließsach 89, wohin auch Nennungen zu richten sind, bezogen werden. Zugelassen sind alle Spieler, die einem jüdischen Sportverein angehören Sieg im 100 Meter-Crawl mit einer neuen Bestzeit von 1.08,4, und einen dritten Rekord holten sich die Damen von Schild Frankfurt a. M. in der Lagen-Stasfel, die ihre alte Zeit (4.55,2) um 6 Sekunden verbesserte, während ihre zweite Vertretung die erste Mannschaft von JSG 33 Berlin auf den dritten Platz verweisen konnte. Das Damen-Brustschwimmen gewann Grell Wolf- Hirschen (Osfenbach a. M.) unangefochten, im gleichen Rennen der Jugendlichen mußte sich Gisela Schneider (JSG 33 Berlin) zum ersten Mal Ruth Stern (Schild Frankfurt a. M.) beugen. Eva Jackersohn (JSG 33 Berlin) verschenkte das ihr sichere Crawl-Rennen durch eine unvorschriftsmäßige Wende. Die Bruststaffeln für Herren sahen diesmal Berlin, für Damen Schild Frankfurt a. M. als glücklichen knappen Sieger. Die Jugendlichen zeigten in den vielen Wettkämpfen ausgezeichnete Leistungen. Wie bei allen Schwimmfesten wurden das Kunstspringen bei dem wiederum Leiser (JSG 33 Berlin) glänzte, und das Figu r enleg e n der Frankfurter Mädel mit Begeisterung ausgenommen. Weitere Ergebnisse: 3X50-Meter-Kraulstaffel, Männer: 1. JSG 33 Berlin 1.43,4; 2. JTV 02 Köln 1.45,4; 3. Schild Frankfurt a. M. 1.55,7. — 3x100-Meter-LLgenstaffel, Frauen: 1. Schild l. 4.55,2 (Rekord); 2- Schild II. 5.05; 3. JSG 33 5.09. — 400 Meter Kraulen, Männer: 1. Zernik Schild 5.54; 2. Auerbach JTV 6.42.3. — 50 Meter Brust, männliche Jugend bis 14 Jahre: 1. Stern (Schild) 0.43,4. — 50 Meter Brust, weibliche Jugend bis 14 Jahre: 1. H. Mayer (Schild) 0.51,6. — 50 Meter Brust, A. H.: 1. Mannheimer (RjF Wiesbaden) 0.40,1; 2. Salomon (JTV) 0.44,6; 3. Dr. Kronenberger (RjF Wiesbaden) 0,48,8. — 3xl00-Metor- Bruststaffel, männliche Jugend bis 18 Jahre: 1. Schild 4.46,9; 2. JTV 02 5.20. — 200 Meter Brust, Männer: 1. Tichauer (JSG 33) 3.09,5 (Rekord); 2. Ftegel (Schild) 3.21; 3. Oppenheimer (Frankfurt) 3.40,5. — 100 Meter Brust, Frauen: 1. Wolf-Hirschen (ISV Offenbach) 1.38; 2. Korn (JSG 33) 1.42,3. — 100 Meter Brust, weibliche Jugend: 1. Stern (Schild) 1.40,9; 2. Schneider (JSG 33) 1.42,2. — 100 Meter Rücken, Männer: 1. Kadden (JSG 33); 2. Jakob (RjF Gießen) 1.43,5. — 100 Meter Kraulen, Frauen: 1. Sommer (Schild) 1.36,9 (Jackersohn, Berlin, mit 1.26,9 distanziert). — 4X50-Meter-Kraulstaffel, männ» liehe Jugend bis 18 Jahre: 1. Schild 2.36,8; 2. JTV 02 2.41. — 100 Meter Kraulen, Männer: 1. Zernik (Schild) 1.08,4 (Rekord); 2. Auerbach (JTV 02) 1.11,7; 3. Mannheimer (JSG 33) 1.23. — 100 Meter Rücken, Frauen: 1. Jackersohn (JSG 33) 1.44,4; 2. Schwab (Schild) 1.50,6; 3. Korn (JSG 33) 1.56,2. — 100 Meter Brust, männliche Jugend bis 18 Jahre: 1. Arnhold 1.29,6; 2. Richter (Schild) 1.31,1. — 50 Meter, Kraulen, weibliche Jugend bis 14 Jahre: 1. L. Mayer (Schild) 0,48,9. — 50 Meter Kraulen, weibliche Jugend bis 18 Jahre: 1. Weil (Schild) 0.40,4. — 3 X 100-Meter-Lagenstaffel, Männer: 1. JSG 33 4.27; 2. Schild 4.50 (JTV 02 als 2. distanziert). — 50 Meter Kraulen, männliche Jugend bis 18 Jahre: 1. Kaufmann (JTV 02) 0.34; 2. Trapowskj (JSG Berlin) 0.34,7. — 50 Meter Kraulen, A. H.: 1. Salomon (JTV 02) und Mannheimer (RjF Wiesbaden) im toten. Rennen 0.37. — 3x100 - Meter - Bruststaffel, Frauen: 1 Schild 5.07,5; 2. JSG 33 5.23,5; 3. Schild II. 5.28,5. — 3x100-Meter- Bruststaffel, Männer: 1. JSG 33 4.28,6; 2. Schild 4.29; 3. JTV 02 5.04. 6. L. * Unser Frankfurter Berichterstatter bemerkt zum Verlauf des Frankfurter Schwimm,festes vor allem, dass die Kampfrichter, die grösstenteils aus dem Bereich der Leichtathletik kommen, einer gründlichen Schulung auf dem Gebiet des Schwimmsports bedürfen, und dass daneben in jedem Fall ein oberster Kampfrichter bestellt werden muss, der in der Lage ist, etwaige Meinungsverschiedenheiten, die sich aus der Innehaltung und Auslegung der allgemeinen Wettkamp fbestimmungen ergeben, zu klären. Berlin „Maccabi“ verliert gegen „Star“-Prag Der Internationale Kampsabend, den der JVC „Maccabi" am 12. Mai gegen „Star"-Prag durchführte, war trotz der knappen 7 : 9°Niederlage ein schöner Erfolg für den Veranstalter. Die Kämpfe standen durchweg auf beachtlichem Niveau. Vor allem Neumann, der einen ausgezeichneten Kampf lieferte, und Joel brauchen sich keineswegs ihrer knappen Niederlagen zu schämen; denn ihre Prager Gegner stellten allererste, in internationalen Kämpfen oft erprobte Klasse dar. Ueberhaupt schienen die Tschechen durchweg kräftiger und — was kaum zu verwundern ist — in weit besserer körperlicher Kondition als die Berliner Makkabiboxer. Es siegten nach Punkten im Fliegengewicht Noschkes (Maccabi)—Sule (Prag), im Bantamgewicht Klaubensatz (Prag)—Rieben (Maccabi), im Jeder gewicht Franke (Maccabi), der später den Kurze Sportnotizen Neuer Rekord von Judith Deutsch Bei einem Schwimmabend im Wiener Dianabad gelang es der Wiener Hakoahnerin Judith Deutsch mit ihrer schärfsten Rivalin Roma Wagner über 100 Meter Kraul im toten Rennen mit 1:13 Minuten einen neuen Rekord zu schaffen. Am gleichen Abend gewann die neu formierte W a s s e r b a l l Mannschaft der Hakoah gegen „Ewask" mit 6:3 (4:1). Neueste Meldung: Max Baer gegen Neusei Das Rätselraten um den nächsten Kampf des ehemaligen Schwergewichtsweltmeisters Max Baer geht munter weiter. Eine letzte Meldung des Londoner 8portinA Life besagt, daß Max Baer Ende Juni in Holland auf Walter Neusel, den ehemaligen deutschen Schwergewichtsmeister treffen soll. Jüdische Boxamateure der USA in England geschlagen ‘ Im Länderkampf der Amateurauswahlmannschaften Englands und Amerikas, der am 12. Mai in Wembley von England mit 7 :4 Punkten gewonnen wurde, mußten sich die beiden für Amerika startenden jüdischen Boxer Markus Cohn im Leichtgewicht und Murray K r a w i tz im Weltergewicht knapp nach Punkten geschlagen geben. Neue jüdische Boxerhoffnung in USA Neben Weltmeister Barney Roß und Davey D ah hat man in Amerika einen weiteren jüdischen Weltergewichtsboxer entdeckt, der bereits viel von sich reden gemacht hat. Es handelt sich um Milt Aron, der kürzlich den bekannten Lou Halper überlegen nach Punkten schlug. Nacache siegt in Algier Der jüdische Schwimmer Nacache, der zu den Besten Frankreichs gehört, siegte in der vorigen Woche bei einem Schwimmfest in Algier gegen Vertreter des Prager CPK. Seine Zeit über 100 Meter Kraul betrug 1:02,8. Magda Lenkey schwimmt wieder Die ungarische Rekordhalterin im Kraulschwimmen (100 Meter in 1:09,4, 200 Meter in 2:43,7 und 300 Meter in 4:21,2), Magda Lenkey, die sich derzeitig in Wien aufhält, hat auf Anordnung ihres Verbandes wieder mit dem Training begonnen, um sich auf die Ereignisse der Saison gründlichst vorzubereiten. Man erwartet mit erklärlicher Spannung ihr Zusammentreffen mit Judith Deutsch. * Die ersten Reichsmeisterschaften im Fechten Am 31. Mai finden die ersten Reichsmeisterschaften im Sportbund des RjF statt, die der JSpV Offenbach durchführt. Die Meisterschaft im Florett fechten wird bei den Herren getrennt für Anfänger, Junioren und Senioren ausgetragen; bei den Damen gibt es je eine Meisterschaft für .Anfängerinnen und Fortgeschrittene wie auch bei Knaben und Mädchen. Als zweite Waffe tragen die Herren eine Säbel Meisterschaft aus, ebenfalls für Ansänger und Fortgeschrittene offen. Preis für den technisch besten Kampf der Veranstaltung erhielt, gegen Hasmann (Prag), im Leichtgewicht der Tscheche Kzal (Prag)—Neumann (Maccabi), im Weiter gewicht Jezek (Prag)—Schott II (Maccabi) und im Mittel gewicht Nekolnh (Prag) —Joel (Maccabi). Während im Schlußkampf, ebenfalls im Mittelgewicht, Kronfeld (Maccabi), nach Punkten klar zurückliegend, gegen Skriwanek (Prag) zu einem überraschenden k.-o.-Sieg kam, trennten sich im Leicht gewicht Löffler (Prag) und Eskenazi II (Maccabi) unentschieden. In den Jugend- Einleitungskämpfen siegten Kolski II über Wasserreich und Blitzer über Katz (sämtlich Maccabi). M. F. Makkabi-Runde: 1SK—Bar Kochba Dresden Im Rahmen der Berlin - Mitteldeutschen Makkabi-Bezirksliga standen sich am 10. Mai die Handball- und Fußballmannschaften des JSK Berlin und des Bar Kochba Dresden gegenüber. Jeder Verein kam zu einem Erfolg. Die Dresdener siegten im Fußball mit 2:1 (1:1), hatten allerdings das Glück, daß die Berliner Elf nach zehn Minuten Spieldauer bereits ihren guten Torsteher Cohn durch Verletzung verlor und nur mit zehn Mann weiterzuspielen gezwungen war. Trotzdem war das Spiel vollkommen ausgeglichen und hätte gerechterweise einen unentschiedenen Ausgang nehmen müssen. Das Handballspiel entschieden dagegen die JSKer für sich. Von Rudi Siegel glänzend geführt, schoß der Sturm eine genügende Anzahl'von Toren und machte so gelegentliche Schwächen der Hintermannschaft wett. Ergebnis 8:5 (5 : 3). Die S ch ü l e r Mannschaften beider Vereine trennten sich unentschieden 1:1. Eröffnungssportfest des Bar Kochba Bar Kochba Hakoah veranstaltete am 10. Mai vor dem entscheidenden Berliner Handballkampf sein leichtathletisches Eröffnungssportfest. Es gab einige gute Leistungen, so vor allem durch Werner Schattmann, der im Vorlauf die 100 Meter in 11,2 Sekunden lies, dann aber infolge einer Verletzung aufhören mußte, durch Jacob, der sich im Diskuswerfen und Kugelstoßen überlegen zeigte, und Werthen,