Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936) - farbig
- Issue
- 20 (14.5.1936)
- Date
- 1936-05-14
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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ber über 5000 Meter mit 17.07,0 Minuten eine recht ansprechende Zeit herausholte. W i ch t i'gste Ergebnisse: Männer: Ivo Meter: 1. Lesser 11,3 (4 Meter Vorgabe), 2. Dr. Lewin 11,4 (vom Mal), 3. Rabinowitsch 11,8 (4 Meter Vorgabe); 500 Meter: 1. Hirsch 1.13,1 (5 Meter Vorgabe). 2. Sorkin 1.13,2 (vom Mal), 3. Walter Cohn 1.13,3 (vom Mal); 1008 Meter: 1. Meyer 2.51,0 (50 Meter Vorgabe), 2. Walter Cohn 2.53,5 (tonnt Mal), 3. Goldfinger (35 Meter Vorgabe); 5000 Meter: 1. Petzall 16.50,0 (50 Meter Vorgabe), 2. Werten 17.07,0 (vom Mal), 3. Alpern 17.27,0 (400 Meter Vorgabe); 100 Meter A. H.: 1. Ballin 12,8, 2. Weiß 13,0, 3. Lewin 13,1. — Frauen: 100 Meter: 1. Spiewak 14,1, 2. Gotthein 14,3, 3. Meyer 14,4; Kugelstoßen: 1. Schulmann 8,90 Meter, 2. Wisnis 7,75 Meter, 3. Fabian 7,60 Meter. M. F. ISG-Tennis schlägt Tennisclub Bar Kochba Zu seiner großen Ueberraschung gestaltete sich der Start der Tennisrundenspiele der Berliner jüdischen Tennisvereine. Es gelang der JSG 33, den Tennisclub Bar Kochba mit zwei Mannschaften verdient zu schlagen. Gesamtergebnis: 1. Mannschaften: 6:3 Siege, 13 :10 Sätze, 111:106 Spiele für JSG 33; 2. Mannschaften: 5 : 4 Siege, 12 :12 Sätze, 117 :116 Spiele für JSG 33. Einzelergebnisse (JSG 33 zuerst genannt): Jauch—Brück 6 :2, 1 : 6, 4 : 6; Sachs— Dr. Grünberg 6:1, 1:6, 6 : 3; Schäfer—Schatz» 6 :1, 1:6, 6:3; Friedrichs—Moser 6:4, 6:3; Fuchs— Goldstein 6:1, 6:8, 1:6; SachslFuchs—Dr. Grünberg/Schatzo 6:3, 7:5; Löwenthal—Lichtenstein 6 :3. 3:6, 8:6; Jauch/Schäfer—Moser/Lichtenstein 6 : 2, 6:2; Löwenthal I Friedrichs — Brück/Goldstein 6 : 8, Nordwestdeutschlandl Am 10. Mai weilte Schild Dortmund mit drei Fußball- Mannschaften in Hannover. Bei schönem Wetter hatten sich zum Spiel der 1. Mannschaften über 200 Menschen eingefunden. Sie erlebten ein äußerst schnelles und technisch hochwertiges Spiel, das beide Tore abwechselnd in Gefahr brachte. Nach Halbzeit flaute das enorm schnelle Tempo, das anfangs vorgelegt wurde, merklich ab, wie überhaupt das Spiel schon bei Halbzeit für den Gastgeber entschieden war. Bei Hannover gefiel diesmal besonders der Sturm, der, von der Läuferreihe gut bedient, häufig und aus allen Lagen schoß. Dortmund hatte in seiner Mannschaft eine Reihe technisch hervorragender Spieler, die sich jedoch zu sehr in Einzelaktionen verzettelten, so daß keine geschlossene Mannschaftsleistung zustande kam. Durch ihr sympathisches und faires Auftreten haben sich die Gäste die Sympathie des hannoverschen Publikums erworben. Die voraufgehenden Spiele erbrachten bei den 2. Mannschaften einen interessanten Kampf zweier gleichwertiger Gegner, während bei den Alten Herren die Gastgeber überlegen waren. In der Pause fanden ntit Beifall aufgenommene Turnvorführungen der Musterriegen beider Vereine statt. Ergebnisse: VTH 04 Hannover I—Schild Dortmund I 6:2 (5:1), VTH 04 Hannover II— Schild Dortmund II 1:2 (1:1), VTH 04 Hannover A. H.—Schild Dortmund A. H. 5 : 3 (3 :1)~. W. N. Schlesien Freundschaftsspiele in Breslau Am 10. Mai wurden auf dem RjF-PIatz in Breslau Freundschaftsspiele im Fuß- und Handball durchgeführt. Im Handball trafen zwei Mannschaften des RjF und des Bar Kochba Breslau aufeinander. Im Spiel der 2. Mannschaften beider Vereine unterlag die zu wenig eingespielte Bar-Kochba-Elf mit 0:7 (0 :2). Das Treffen der 1. Mannschaften verlief recht interessant. In der 1. Hälfte, in der RjF mit umgestellter Mannschaft spielte, ging jede Partei abwechselnd in Führung, so daß es mit 6 : 6 in die Halbzeit ging. Danach spielte RjF jedoch wieder in gewohnter Aufstellung, ging bald, von neuem in Führung und stellte kurz vor Schluß durch zwei weitere Erfolge den Endsieg mit 10: 8 sicher, obwohl ihr Mittelläufer herausgestellt wurde. Im. Fußball stand die 2. Mannschaft des Bar Kochba Breslau der 1. des RjF Neiße in einem harten, teschnisch recht schwachen Spiel gegenüber, das die Neißer mit 5 :1 gewannen. Im anschließenden Kampf zwischen RjF Breslau A. H. und RjF Neiße II siegten die besseren Breslauer mit 4:2 (2:0). Dill. Rheinland-W estf alen Meisterschaftsschluss am Mittelrhein Der Bezirk Mittelrhein im NjF konnte endlich die Meisterschaftsspiele der Klasse A beschließen. M.-Gladbach verzichtete auf das letzte Treffen in Köln, wodurch folgender Endstand erreicht wurde: Bonn .... 10 7 2 1 16:4 Düsseldorf . . 10 6 2 2 14 :6 Köln .... 10 6 — 4 12 :8 Krefeld ... 10 4 1 5 9:11 M.-Eladbach . 10 2 2 6 6:14 Düren . ... 10 1 1 8 3:17 Die Klaffe B und die Schülerklasse hat noch einige Spiele auszutragen, im übrigen beginnt demnächst eine Runde der Alten Herren. fkeiskn kameten I. Der Ruderer Ernst Nathan, mit dessen Trainingsschilderung wir die Kurzartikelserie „Meister trainieren" beginnen, gehört dem Jüdischen Ruder-Club „Helvetia" (im Wassersportverband des RjF-Sportbundes) in Berlin an, aus dessen Jugendabteilung er hervorgegangen ist. Er ist einer der erfolgreichsten Rennrndercr der jüdischen Regatten seit 1933, im Einer ungeschlagen. Bei der Regatta des Reichsausschusses jüdischer Sportverbände in Grünau 1935 holte er sich überlegen die erstmalig ausgeschriebene jüdische Einermeisterschaft. Nathan ist. der Kategorie von Sportlern znzurechnen, die sich der einmal erwähnten Sportart voll zu widmen verstehen. Dieser gerade für einen Ruderer notwendigen Einstellung entspricht wohl auch fein vorbildlicher Ehrgeiz, der ihn im Training beseelt. Von der Zeit ab, da es das Wetter erlaubt, d. h. das Wasser eisfrei ist, sitzt er — für kurze Zeit wenigstens — im Boot, und wenn es Frühling geworden ist und die Witterung es zuläßt, vergeht kaum ein Sonntag, an dem er nicht im Einer oder Zweier mit Steuermann 80 bis 90 Kilometer in gemessenem Tempo zurücklegt. Wanderfahrten als Training für einen Rennruderer? Selbstverständlich; denn sie machen hart und ausdauernd, stärken Geist, körperlicheKondition und vermitteln die nötige Vertrautheit mit dem Boot. Steht _ allerdings eine Regatta bevor, wird dieses allgemeine Training abgebrochen und macht dann einer systematischen Rennvorbereitung Platz. Diese Vorbereitung dauert etwa zwei Monate, während der sich die Auserwählten zum völligen Einsatz im Training und zum sportgerechten Leben verpflichten müssen. In dieser Zeit reichen allerdings die Sonntage allein nicht aus. Auch wochentags, nach der Arbeit, holt Nathan fein Boot aus dem Stall und trainiert unermüdlich über die für das Nennen ausgeschriebene Strecke, meist in Begleitung eines Motorboots, von dem aus der Trainer feine Anordnungen gibt, das Tempo reguliert und Stilfehler verbessert. Eiserne Energie, meint Nathan, gehört zum Durchhalten eines solchen Trainings, bis man sichtlich fühlt: die Nennform ist da. Und wer nicht wirklich mit Leib und Seele bei der Sache ist, der soll sich und dem Rudersport zuliebe beizeiten eine andere Ernst Nathan Fot. Martin Dsubas, Berlin sportliche Betätigung suchen. Waldlauf und Gymnastik, dazu im Winter Fußball als Ausgleichssport vervollständigen das Trainingsprogramm dieses Rudersportlcrs, der es dank seiner positiven Einstellung zur Trainingsarbeit erreicht hat, der beste j ü d i s che Ruderer Deutschlands zu sein. WWMWWWW» lllll WtzW -WM Bonn und Düren im Endspiel um den Klopfer-Pokal Eine Pokalrunde ohne Besonderheiten ist nichts Rechtes, und so erlebt man im Bezirk Mittelrhein des RjF, daß das Endspiel um den Dr.-Klopser- Pokal vom Bezirksmeister und Tabellenletzten bestritten wird. Am 10. Mai sielen die Entscheidungen der Zwischenrunde in Düsseldorf und M.-Gladbach, wo es eine kräftige Ueberraschung gab. Der Papierform nach besaß der RjF Düren, der in M.-Gladbach gegen den dortigen RjF antrat, kaum eine Chance, doch: es kam genau umgekehrt. Die Dürener hatten eine große 1. Halbzeit, die sic aber nur mit dem geringen Vorsprung von 1:0 abschließen konnten, nachdem der Halblinke außer einem Elfmeter eine weitere sichere Chance ansgelassen hatte. Nach der Pause stürmten die Gladbacher mit aller Wucht, Und die Dürener Hintermannschaft hatte schwerste Arbeit zu leisten. Etwa eine Viertelstunde vor Schluß bedrängten zwei Gladbacher Stürmer den Dürener Torwart zwar regelrecht, kamen aber durch Handspiel in den Besitz des Balles, und der Mittelstürmer erzielte den Ausgleich. In der nun notwendig gewordenen Verlängerung setzten die Dürener gleich alles ans eine Karte, und schon in der 8. Minute schoß der Halbrechte ans freier Stellung den entscheidenden Treffer, womit das Spiel zugunsten des RjF Düren beendet war. Auch in Düsseldorf gab es einen aufregenden Kampf. Dort weilte die Meisterelf aus Bonn, die derzeitig nicht in bester Form ist. Dank der soliden Abwehrarbeit der hinteren Reihen konnten die zuviel im Innenstur,spielenden Düsseldorfer jedoch nicht zu einem Torerfolg kommen und gingen mit einem 0 :1-Rückstand in die Pause. Damit war das Spiel keineswegs entschieden. Als aber der Schiedsrichter, der einen unglücklichen Tag hatte, einen Düsseldorfer Treffer nicht anerkannte und dann Bonn einen Handelfmeter zusprach, der kaum berechtigt schien, war es um den Gastgeber geschehen. Der Elfmeter wurde verwandelt, und in der letzten Viertelstunde schossen beide Mannschaften noch je ein Tor, so daß Bonn immerhin verdienter 3:1-Sieger wurde und nun am Himmelsahrtstag die Dürener zum Endspiel erwartet. In M.-Gladbach spielten noch zwei Dürener Mannschaften, die beide verloren. Die Fußball-Reserve wurde 1 :2 geschlagen, und die Handball-Damen verließen mit einer 0 : 3-Niederlage den Platz. J.G. RjF-Boxen in Elberfeld Am 10. Mai fanden in Wuppertal zum dritten Male in dieser Saison Boxkämpfe des Westdeutschen Landessportverbandes im RjF statt. Neben 10 Jugendkämpfen, in denen sich vor allein Kasiorowski II (Elberfeld) stark verbessert zeigte, gab cs noch sieben Senivrenkämpfe. Schwarz (Elberfeld) schlug'Müller II (Dortmund) schon in der ersten Runde k. n. lind ebenso schnell wurde Bloch (Dortmund) mit Feder (Köln) fertig. Bon seiner besten Seite zeigte sich Rvsenbach I (Dortmund), der dem RjF-Meister Grüneberg (Köln) eine harte Partie lieferte und infolge einer schlechten 1. Runde nach Punkten nur knapp unterlag. Kuhaupt (Köln) hatte in Wilzig (Witten) keinen ernsthaften Gegner und siegte in der 2. Runde durch Aufgabe. Der Fliegengewichtsineister Wingens I (.Köln), der inzwischen ins Federgewicht gewachsen ist, hatte es gegen den Leichtgewichtler Rosenfeld (Düsseldorf) schwer, ein „Unentschieden" zu. behaupten. Die Organisation und das Kampfgericht waren gut. Um so betrüblicher, daß der Besuch so schwach war. II. B. Westdeutscher Makkahi-Fussball Rach Beendigung der westdeutschen Meisterschaftsspiele beginnen jetzt die Kümpfe um den Dr. Kurt H e y m a n n - G e d ä ch t n i s - P o - k a l, den in diesem Jahr Jtus-Dnisburg zu verteidigen hat. Es beteiligen sich selbstverständlich die gleichen sechs Mannschaften wie um die Meisterschaft. Der Verteidiger teilte diese jedoch in zwei Gruppen, deren Gruppenmeister, nach Punktesystem ausgespielt, sodann in einem Endspiel den Pokalsieger unter sich ansmachen. Die Gruppe Rhein umfaßt Hakvah-Köln, Makkabi- Düsseldorf und den vorjährigen westdeutschen Meister Makkabi-M.-Gladbach und ist damit wohl die ausgeglichenere, da sich alle drei Mannschaften mehr oder weniger fast ebenbürtig sein dürften. Die Gruppe Ruhr umfaßt den diesjährigen westdeutschen Meister, Hakoah-Essen, als glatten Favoriten, sowie den Pokalverteidiger Jtus-Dnisburg und Hakoäh-WupPertal. Vielleicht ist ein Endspiel Hakoah-Essen gegen Makkabi-Düsseldorf nicht ganz ausgeschlossen. In der Gruppe Rhein kämpften auch schon i«< ersten Spiel in K ö l n Hakoah-Köln gegen Makkabi» M.-Gladbach. Wie erwartet, war der Kampf durchweg ausgeglichen. Die Gladbacher gestalteten die erste Halbzeit etwas überlegen und konnten auch mit 1:0 in eine verdiente Führung gehen. Trotzdem die kampfstarken Platzbesitzer nach der Pause stark auf den Ausgleich drängten, gelang ihnen dieser erst gegen Schluß des Kampfes, der durch die beiderseits guten Leistungen der 22 Aktiven ein beachtliches Spsielniveau erreichte. M. R. Südwestdeutschland Sportwoche des Frankfurter Philanthrop in Der Sportverein Philant h r o p i n ließ der Sportplahweihe eine in ihrer Vielseitigkeit interessante Sportwoche folgen. Der. erste Abend gehörte der Mander- und Skiabteilung. Dann warb die Boxabteilung unter Mitwirkung von Bar Kochba und Schild, am Mittwoch folgte ein Handballblitzturnier. Die Sportwoche wurde am 10. Mai mit einem Handballblitzturnier der Jugendlichen abgeschlossen, bei dem Schild Endsieger blieb: Ergebnisse: Schild — Bar Kochba 1:0; Philanthropin — RjF Wiesbaden 1:0; Schild — Philanthropin 1:0. Bei den Damen siegte Schild gegen Philanthrop,« mit 3:0. L. B. Ergebnisse im Rhein-Main-Gebiet Fußball: Bar Kochba - Offenbach—Bar Kochba Frankfurt a. M. 2 :2; L>child Frankfurt a. M. A. H. —JJB Hanau A. H. 10:3. — Handball: .Bar Kochba Frankfurt a. M. II—Haköah Mainz 19:3. Heilbronn—Worms unentschieden Ein interessanter, wechselvoller Fußballkampf der beiden 1. RjF-Mannschaften in Heilbr v n n, der bis kurz vor Schluß nach einem Sieg für Heilbronn aussah. Noch 13 Minuten vor Schluß stand die Partie 2:0 für Heilbronn, doch durch Disharmonie innerhalb der Heilbronner Elf kamen die Wormser inst Endspurt noch zum Ausgleich. Heilbronn II—RjF Worms II 5:3 (2 :2). Bckh. Mitteldeutschland Fussball-Blitztumier in Meiningen Am 10. Mai veranstaltete die RsF-Sportgruppe Meiningen ein für Thüringen offenes Fußball-Blitzturnier unter Beteiligung von KnabenMannschaften aus Koburg, Eisenach und M e i n i n g e n. Ergebnisse: RjF Meiningen 1. Knaben— Internat Hirsch Koburg 2. Knaben 8:0; Internat Hirsch Koburg 1. Knaben—RjF Eisenach 1. Knaben 5:1; RjF Meiningen 1. Knaben—Internat Hirsch Koburg 1. Knaben 6 :5. F. D. D. Bayern Waldlauf in München Am 3. Mai fanden die Waldlaufmeisterschasten des Jtns München statt. Leider war die Strecke durch Regen aufgeweicht. Ausgezeichnet war die Zeit des Siegers in der Senioronklasse, Baar, der die etwa 3,8 Kilometer lange Strecke in 12.6,8 Minuten zurücklegte, sehr gut auch die Zeit des Siegers in der Alte-Herren-Klasse, Fritz R e g e n st e i n e r. Vereinsmeisterschaften von Itus Fürth Jtus Fürth veranstaltete am 10. Mai seine mit Liebe und Sorgfalt aufgezogenen Vereinsincisterschaften. Es war ein Tag der Jugend mit 200 Mädel und Jungen. Der Verein ist durch seine guten Jugendlichen, durch seine Brcitenarbeit sind tatkräftige Vereinsfühnmg, auf dem Wege, einer der Besten im RjF-Sportbuud zu werden. Im Rahmen der Veranstaltung lief der RjF- Meister Schild (RjF Stuttgart) die 100 Meter in 11,6 Sekunden, Klaber (RjF Stuttgart) stieß die Kugel 11,60 Meter und warf den Diskus 32,68 Meter weit. E. K. Letzte Ergebnisse vom 10. Mai: Hamburg. Fußball: RjF Stuttgart—Schild Hamburg (zur Ermittlung der Teilnehmer für die Schlußrunde der. Reichsmcistcrschaft) nach außerordentlich hartem Spiel 3:2 (2 :0); Blau Weiß Hamburg I—Schild Bremen I 2:2 (0 : 1); Schild Hamburg II—Schild Bremen II 4:0; Schild Hamburg Jugend—Blau Weiß Hamburg Jugend 2 : 2 (0 :1) —Hocke y: Schild Hamburg I—Tennisclub Grnnewald Berlin I 1 :0 (0 :0). — Tennis: Schild Hamburg komb.—Tennisclub Grnnewald Berlin komb. 3 : 2 Punkte, 8 : 5 Sätze. ' Dresden. Fußball: Schild Dresden I—Schild Chemnitz I 6:2 (2:1); Schild Dresden Jugend— Schild Chemnitz Jugend 5:0 (3:0). Aus den Gemeinden In der Generalversammlung der Israelitischen Gemeinde Bremen am 7. Mai wurde nach Ehrung verdienstvoller Gemeindemitglieder und Ehrung des Andenkens verstorbener führender Persönlichkeiten der Jahresbericht erstattet. Er gibt eine ausführliche Uebersicht über die Entwicklung der jüdischen Bevölkerung in Bremen, über die Tätigkeit des Gemeinderates und die Schwierigkeiten, die durch sinkendes Beitragsaufkommen und Vergrößerung der svziaten Lasten entstanden sind. Der Besuch der Religivnsschulen sank non (1.2 auf 86 Schüler am Schluß des Schuljahres. Die Selbständigkeit des Gemeindeblattes mußte infolge des sinkenden Inseratenteils anfhören. Es erscheint ab 1. April 1936 als Mitteilungsbcilage zum Gemeindeblatt des Preußischen Landesverbandes. Es besteht die Absicht, daß sich die Gemeinde diesem Verband angliedert. Der Hanptteil des Jahresberichtes gibt einen Einblick in die Tätigkeit des Wohlfahrtsamtes, eine Uebersicht über die Sammelaktion für Hilfe und Aufbau und die Durchführung der Jüdischen Winterhilfe. Die Höchstzahl der Unterstützungsempfänger wurde im ersten Vierteljahr 1936 mit 20 Prozent aller in Bremen ansässigen Anden erreicht. Die Ausgaben für Soziallasten, die in Bremen geringer als in vielen anderen Gemeinden waren, ergaben einen Anteil von 15,29 Prozent am Gesamtetat (Hamburg 25,21 Prozent) oder 4,95 RM ans den Kopf der jüdischen Bevölkerung (Hamburg 12,84 RM). An dem Ertrag für Hilft und Aufbau war Bremen mit 10 Pf. pro Kops der Bevölkerung beteiligt. Die einzelne „blaue Beitragskarte" hatte ein Durchschnittsergebnis von 68 Pf. — Zum ersten Vorsitzenden der Gemeinde wurde durch Akklamation Max M a r k r e i ch wiedergewählt. Die Wahl zum Gemeinderat ergab die Annahme des Wahlvorschlages Dr. I. R o s e n a k, Dr. Hermann Lehmann, Ludwig Brandt und Dipl.-Jna. Ernst Popper. * Die Gemeindevertretung der Shnagogengcmeinde Breslau beschloß auf ihrer Sitzusig vom 6. Mai, ans dem der Gemeinde gehörenden Friedhofsgclände Kofel Terrain für Schrebergärten zur Verfügung zu stellen. Außerdem sollen Frei Plätze für die jüdische Jugend geschaffen werden. Ein weiterer Beschluß befaßt sich mit der Erlveiternng und Umgestaltung des Breslauer Gemeindearchivs, der Bildung einer jüdisch-historischen Kommission für Schlesien und nrit der Materialsammlung und Drucklegung der Geschichte der Juden in Breslau. — Im Jahre 1935 wurden in Breslau 126 Geburten und 387 Todesfälle gezählt. Es wurden 121 Ehen geschlossen. Während die Zahl der Sterbefälle gegenüber 1934 um 57 gestiegen ist, aber noch nicht den Stand von 1933 erreicht hat, hat sich die Zahl der Geburten um 33 erhöht und erreicht fast den Stand von 1933. Im Jahre 1935 sind aus dem Judentum 44 Personen ausgetreten, wiedereingetreten 34. Dem Zuge der Zeit folgend hat nun auch das seit mehr als 100 Jahren bestandene Stadtrabbinat Bayreuth infolge der durch die Verhältnisse herbeigeführten geschwächten Leistungsfähigkeit der Gemeinde Bayreuth zu bestehen an'fgehört. Das Rabbinat hat sich mit dem ebenfalls erst seit einigen Jahren als einheitliches Bezirksrabbinat bestehenden Rabbinate Regensburg — Neumarkt i. O. zu einem neuen Bezirksrabbi nate verschmolzen. Rabbiner Dr. F. Salomon hat als neugewählter Rabbiner des erweiterten Bezirkes seinen Wohnsitz nach Regensbnrg verlegt. 24 Jahre lang hatte er in gesegneter Tätigkeit in seiner bisherigen Gemeinde gewirkt, in der er sich in jeder Weise, auch durch enge persönliche und seelsorgerische Fühlungnahme mit den Gemeindemitglicdern und als von seinen Schülern verehrter Lehrer, belvährt hatte. Dr. Salomvn war auch eine lange Reihe von Jahren eifriger und umsichtiger Leiter der Ortsgruppe des C.-B. Lehrhaus Karlsruhe Das neue Semester des Lehrhanses brachte neben den laufenden Kursen, die in Fortsetzung der Kurse des Winterlehrgangs stattfinden, einige Vortragsveranstaltungen. Dozent Dr. Frrtz Kaufmann (Freiburg), welcher derzeit an der Lehranstalt in Berlin wirkt, sprach über „Jüdische Dichtung der Gegenwart". In fesselnder Sprache zeichnete er ein Bild der in der Kriegs¬ und Nachkriegszeit wurzelnden Dichtergeneration und zeigte, wie sie bei aller Verwurzelung mit der Umwelt doch immer noch in ihrem Wesen vom Judentum geprägt ist. — Rabbiner Dr. Vögelst e i n (Breslau) hielt im Nahmen einer chniz- Feier den Vortrag über Leopold Zunz. Wesen und Wirken des Begründers der Wissenschaft des Judentums fanden eine klare Darstellung, in der besonders zwei Dinge betont wurden: Wie diese Wissenschaft im Grunde nichts anderes ist als die Fortsetzung des seit je geübten jüdischen traditionellen Lernens und Forschens, und wie ungeachtet aller Schivierigkeiten, die in der Zeit der Tauscht demie in den ersten Jahrzehnten der Emanzipation einer solchen jüdischen Arbeit entgegenstanden, diese Wissenschaft doch durch die Energie eines festen zielbewnßten Mannes erstand. — Professor B a s n i tz k i (Heidelberg) machte seine Hörer in einem Lichtbildervortrag näher mit dem „jüdischen Kalender" bekannt, über den er auch schon in der „E.-V.-Zeitung" einen ausführlichen Artikel veröffentlichte. 8tg. Die Mensa Academica Judaica E. V., Berlin N24, Rosenchaler Str. 40/41, Durchfahrt 5 (Tel.: D l Norden 5950), Mittelstandsküche unter Aufsicht der Kaschruth-Kommission der Jüdischen Gemeinde ist für Studierende, Angestellte, Kausleute, Gewerbetreibende usw. täglich, auch Sonntags, von 12 bis 15 Uhr geöffnet. Die Gesellschaft für jüdische Familienforschung, Berlin W 35, Lützowstr. 60, macht darauf aufmerksam, daß es sich bei der Auflösung und Versteigerung von Haushaltungen häufig nicht wieder ermöglichen läßt, Urkunden, Auszeichnungen und sonstige Unterlagen familienaeschi östlichen Inhalts aufzubewahren. Die Gesellschaft bittet, derartiges Material ihrem Archiv znzuführen, wo es weiteren Forschungen zugänglich gemacht werden kann.