Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936) - farbig
- Issue
- 19 (7.5.1936)
- Date
- 1936-05-07
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Nebi Wir, Zu dem sie beien ging und für dessen Seele sie Oel entzündete, hat Gott ihr geantwortet und sie gebar einen Sohn. Noch eine Menge Wunder habe ich vernommen, die Nichtjuden trafen, welche Zu den Gräbern der jüdischen Nebiim. Pilgerten, Ersülle meine Bitte, mein Herr! Laß uns nach Tiberias zum Mbt Aieir fahren, damit er Gott für uns bitte und wir Kinder bekommen." Für eine Weile unterbrach der Scheich Abdullah seine Erzählung, nahm Zigaretten heraus, wartete uns davon auf, sich selbst aber steckte er eine Tabakpfeife an, tat einige Züge und fuhr fort: „Dü siehst, Suleiman Efsendi, hier sind meine beiden Sühne und meine beiden Töchter. Bei Allah, das kam durch das Gebet des Nebi Me'ir. Ich folgte meinem Weibe, Unr nahmen Mundborrat auf den Weg und einen Krug vom besten Olivenöl, das nur im Dorf zu haben ist, und sichren beide zum Grab des jüdischen Nebi Mein. Wegen des großen Gedränges um das Grab waxen wir genötigt, ein Zimmer für eine Menge Geldes zu mieten in einem Gebäude bei den Bädern von Tiberias. Als dann die Feierlichkeiten vorüber waren, bat ich bcix Schammes, uns ans Grab des Nebi zu lassen, und er erfüllte meine Bitte. Ich gab ihm den Krug mit Oel, und sogleich richtete er eilte Schüssel mit Vielen Dochten ein mid gab mir und Slicha Feuer, sie anzuzünden. Der Schammes ging hinaus, und Slicha und ich blieben allein. Wir gossen unser bitteres Herz vor dem jüdischen Nebi aus, damit er Gott für uns bitte, er möge uns Kinder schenken. So taten wir Tag für Tag drei Wochen lang, und ich spürte, wie meinem Weib Slicha Immer leichter ums Herz wurde. Mit Vertrauen, daß unser Gebet angenommen werden würde, kehrten wir nach drei Wochen ins Dorf zurück. Und seht, Suleiman Efsendi, meinen ältesten Sohn gebar mir Slicha ein Jahr, nachdem wir am Grabe des Nebi Wir gewesen waren. Dann kam sein Bruder Achmed und dann meine beiden Töchter Fatme und Khumba, möge Gott ihre Jahre verlängern. Seitdem, Efsendi, tat ich ein Gelübde, jedes Jahr das Grab des Nebi Wir zu. besuchen und mit meinem Weib und meinen Kindern uns zusammen mit allen Juden zu freuen, die in diesen Tagen ans Grab kommen. Geldgeschenke gebe ich dem Schammes, soviel sichs trifft, aus dem Grab entzünden wir Oelflämmchen und danken dem Nebi Melr für die große Gunst, die er mir und meinem Weib Slicha erwiesen hat. Und heilte fuhren wir wieder Hill, lind so wahr mir Gott helfe, Allah ist Allah, und Nebi Wir ist sein Nebi!" Legenden Als Rabbi Schimeon ben Jochai starb — es war auch am Lag b'Omer, und mit großen Illuminationen feiert man ifjn an diesem Tage - trugen Hände ihn zu Grabe. Man weiß nicht, wessen Hände es waren, lind an zehn verschiedenen Stellen begann man cinft zu graben, um zu erfahren, wo das Grab des großen Mannes ist, aber man fand es nicht. Etiles Tages grub ein Nichtjude auf seinem Felde eine Grube, und kaum hatte er bogonllell, so siel er tot um. An dieser Stelle sllchte uild fand man dann Rabbi Schimeon ben Jochais Grab und baute daselbst ein kleines Gebäude zlun Zeichen, daß hier das 'Grab ist, und das Haus steht da bis aus diesem Tag. Ueber dem Grab säte man Tabak. Nicht um Nutzen davon zu haben, sondern ltm des schönen Anblicks der Pflanzen willen. Ein Araber sah, wie schön der Tabak gedieh. Es reizte ihn, ein paar Blätter davon abzupflücken. Doch die Hand, die er dallach ausstreckte, sank ihm wie erstarrt herunter. Illumination Rabbi Schimeon ben Jochai wird von den Kabbala-Gläubigen als der Urheber des Bllches Sohar verehrt. Da an seinem Todestage die ganze Welt voll Lichtes wurde, veranstaltet man an seinem Grab zll Meron llnd iil Safed große Feuerwerke. Nach Sased, der Wiege und Kronburg der Kabbala kommen Jllden aus Syrien, der Türkei. Aegypten, Marokko, Persien, Kurdestan und dem Kaukaslis, denn wenigstens einmal in seinem Leben sollen diese Sephardrin das Fest hier begehen, llnd viele Arme machen die weite Reise zll Fuß. Aus dem Dach der kleinen Beth hamidrasch über dem Grabe ist eine hohe Säule, darauf eine große kilpferne Schüssel, die zur Hülste mit Oel gefüllt wird. Dann tut man Seide, Samt, kostbare Kleider hinein, und dann lvird die Ehrengunst, wer das Felier entzünden darf, versteigert. Gegen drei Uhr nachts wird dann die große Flamme entzündet, die weithin leuchtet. Das Volk ringsum verharrt in heiliger Stille, lind allmählich beginnen dann die Lieder, Gesänge, Gebete, man klatscht in die Hände, Gruppen beginnen die alten Tänze, hier sieht nian zwei kallkastscho Juden mit gewaltigen Schwertern fechten, dort erzählt eine alte Frau Wundergeschichten vom Rabbi Schimeon ben Jochai... L. H, Ludwig-Holländer-Feier in Danzig Alis der vom Eentral-Verein Danziger Staatsbürger jüdischen Glaubens veranstalteten Gedenkfeier für Ludwig Holländer, die am 20. April unter der Leitung des Vorsitzenden Dr. H e r r - m a n n stattfand, sprach als erster Redner namens des KE Dr. S ch o p s. Er wies auf die besondere Verbindung zwischen wissenschaftlicher Forschung und praktisch-organisatorischer Arbeit in Ludwig Holländer hin und schilderte die ewig suchende, allen Problemen ausgeschlossene Haltung des Verstorbenen. Nach Vortrag eines Sprechchors der deutschjüdischen Jugend und eines von Erich B r v h verfaßten, von Hans L e w i n vorgetragenen Vvrsprnchs sprach Rechtsanwalt Heinrich Stern (Berlin) über „Ludwig Holländers Vermächtnis". Richtschnur für Holländers Denken und Wirken, so führte er ans, seien stets die einigen Werte des Judentums geiuosen. Von dieser Grnndeinstellnng ails habe er zu allen jüdischen Gegenwartsfragen — so auch zur Frage der Eingliederung in die Umwelt und zum Palästinawerk — Stellung genommen. Nach Schlußworten des Vorsitzenden, in denen er eindringlich auf 'die Verpflichtung gegenüber dem Gedankengut des C.-V. hinwies, schloß die würdige, gilt besuchte Feier, die durch musikalische Darbietungen von Lotte und Henrp Prinz und Günter B e r e n t umrahmt wurde. C. R, Die Israelitische Vereinigung Lichtenberg veranstaltet am 9. Mai, 21 Uhr, in der Stznagoae Frankfurter Allee 56. eine Kundgebung für die Einhcitsstinagvge, Es sprechen: Rabbiner Dr. Arthur Rvsenthal: „Die jüdische kulturelle Arbeit im Osten Berlins", Mar Rosenthol: „Alis dem Liederschatz jüdischer Komponisten." Musikalische Umrahmung: Der verstärkte Shnagogenchor. Eintritt frei. fl Postschlüsse nach Uebersee Vorbemerkung: Uiese Uebersieht erscheint wöchentlich, Sie ist ohne Gewähr. Postschluss fiir Luftpostsendungen ist m Berlin beim Postamt C 2; in Frankfurt/Main heim Balm „ostamt 19 oder Flughafen Einwurf bei anderen Postämtern oder in anderen Orten bis zu 1 Tag früher als hier vermerkt, Nordamerika , a)-Seeweg 11. 5. ab Berlin; 12. 5. ab Hamburg 5 Uhr („Europa“ 12, 5. ab Bremen) 18, 5. an New-York 16. 5. „ „ 14. 5. „ „ 8 ,, („New-York“ 14, 5, „ Cuxhaven) 22, 5. „ „ 14. 5. „ „ 15, 5. „ „ 19 „ („Columbus“ 16, 5. „ Bremen) 24. 5. ,, ,, 18. 5. „ „ 18. 5. „ „ 19 „ („Normandie“ 20. 5. „ Le Havre) 25, 5. „ „ b) Luftweg 12. 5. ab Berlin 22 Uhr; 13. 5, ab Köln 10 Uhr; 18. 5. ab Cherbourg (Schiff) 18. 5. an New-York. (Zuschlag auf Auslandsporto 15 Pf. für je 20 g) Südamerika a) Seeweg 10. 5. ab Berlin; (Schiff 13, 5. ah Lissabon) 25, 5. an Rio; 29. 5. an Buenos Aires 12, 5. „ „ ( „ 14. 5. „ Genua) 26. 5. „ „; 29, 5, „ „ 14. 5. „ „ ( „ 16. 5. „ Cherbourg) 29. 5. „ ,,; 2. 6. „ „ b) Luftweg 9. 5. ab Berlin 9 Uhr (Französische Luftpost) Laufzeit 5 Tage 9, 5. „ Frankfurt/Main 13 Uhr (Französische Luftpost) „ 5 „ 13. 5. „ Berlin 21 Uhr (Deutsche Luftpost) „ 3 „ 13. 5. ,, Frankfurt/Main 24 Uhr (Deutsche Luftpost) „ 3 „ (Zuschlag auf Auslandsporto n'aeh Brasilien 1,25 RM für je 5 g, nach Argentinien 1,50 RM für je 5 g) Südafrika a) Seeweg 13. 5. ah Köln; 15. 5. ab Southampton (Schiff) Laufzeit ca. 15 Tage 20. 5. „ 22. 5. „ ( „ ) „ ea. 15 Tage b) Luftweg 9, 5. ah Berlin 10 Uhr 15 Min. Laufzeit 8 bis 9 Tage, 13. 5, ab Berlin 10 Uhr 15 Min. Laufzeit 8 bis 9 Tage. (Zuschlag auf Auslandsporto 35 Pf. für je 5 g) Palästina ») Seeweg 8. 5. ab Frank kur Main 19 Uhr; 7. 5. abends ab Berlin (Schiff 10. o. ab Brindisi; 14 5. an Jaffa 10. 5. „ München 9 Uhr;1 8. 5, abends „ Berlin (Schiff 12. 5, Piräus) 14. 5. Haifa b) Luftweg 9. 5. ab Berlin 6 Uhr Laufzeit bis Jaffa 2 Tage 10. 5. „ Berlin 10 Uhr 15 Min. „ „ Jaffa 2 „ 13. 5. „ Berlin 6 Uhr „ >> Jaffa 2 ,, 14. 5. „ Berlin 10 Uhr 15 Min. ,, >> Jaffa 2 ,, 4 (Zuschlag auf Auslandsporto 10 Pf. für ]e 5 g, mindestens 15 Pf.) SCHACH HKKI Schachausgabe Nr. 63 von A. Schissmann (Berlin) ' (Herrn Justizrat Dr. Georg Siegmann, Berlin, g« widmet.) Matt in zwei Zügen Weiss; Kgß, Td8, Tel, Lb4, Lh3, Sa7, 812. Ba3, 1)6, c2, eö, h6 (12) Schwarz; Kdu, Lc8, Sd7, Bb7, d4, gß, h7, hl, e6 ( 9) P Wäre Sck)warz am Zuge, so stünden ihm nur die beiden Züge KdS—c4 ober (14—d3 zur Verfügung, woraus Lli3Xe6 matt bzw. c3—c4 matt folgen würde! Aber Weiß ist am Zuge. Kann er einen Zug finden,. der nichts verdirbt, oder sind die in Aufsicht stehenden Mattzüge nur eine „Fata morgana"? Unsere Löser haben das Wort. * Schachaufgabe Rr. 61 von Justizrat M. Höflein (Bamberg) Matt in drei Zügen Weiss; Kf7, Da3, Tb3, Bc2, d2 (5) Schwarz; Kh8, La2, Lh2, Ba6, c4, c3, d6, e7 (8) V Lösung der Aufgabe Nr. 62; 1. Kf3—o4, Lb6—d8 2. b5—bö! Kau—a6 auf Iva5Xb6 folgt 3. Ke4—15 und der h-Bauer ist nicht mehr aufzuhultcn. 3. Kc4—eö, 4. h6—h7, 5. Ke5—dH, 6. Kd6—o7! 7. Kc7—c6 8. 56—1)7 9. Kc6—c7 10. Ke7 Ld8—gü! Lg5—el Lei X b2 L52—euch Leo muss ziehen Ka6—a7 L—eöf 8 und gewinnt. Wenn Weiß mit dem 2. Zlige schon Ke4—eä zieht, so antwortet Schwarz nicht mit dem sd)lechten Zuge Ld8—c7+, worauf er natürlich verliert, sonoern mit Ld8—gö! und kann remis halten. Mit dem 2. Zuge 55—1)6 gewinnt Weiß ein Tempo, welches sich im 7. Zuge auswirkt. — Richtige Löst«ngen gingen nur ein von: Lothar Schönthal (Nürnberg), Gerhard Lewisohn (Ouedlinburg), Dr. Ernst Boehm (Briog). — Weitere richtige Lösungen von Nr. 60 und 61 gingen ein von: Georg K, R, Israel (Berlin); von Nr. 60 von: Manfred Lindauer (München), Karl Nnßbanm (Rheydt), Moritz Hvhnemann (Düsseldorf), Bertram Frank (Simmern), Dank und Abschied Generalmusikdirektor Joseph Rosenstock scheidet aus Grund gütlicher Vereinbarung mit dem Jüdischen Kulturbund Berlin c V. mit Ablauf seines Vertrages aus semer Stellung aus, um mehrfachen Berufungen ms Ausland sowohl als Konzertwie als Operndirigent Folge zu leisten. Joseph Rosenstock Fot, Abraham, Berlin Dr. Fritz Ießner hat einen Ruf als Spielleiter an das Stadttheater in Bern erhalten. Der Jüdische Kulturbund Berlin e. V., an dessen Bühne Dr. Jeßner seit zweieinhalb Jahren tätig war, hat deshalb sein Vertragsverhältnis mit ihm gelöst. Mit Nosenstvck und Jeßner, deren Scheiden bei der Mitgliedschaft des Berliner Jüdischen Kulturbundes, darüber hinaus,aber auch in allen Kreisen, in denen sie künstlerisch zu wirken Gelegenheit hatten, mit lebhaftem Bedauern ausgenommen wird, gehen zwei Männer ans einer Arbeit, die für die Gestaltung des jüdischen Kunstwesens in Deutschland seit 1933 Grundlegendes geleistet haben. R o s e n st o ck schuf das Knlturbnnd- Frttz Jeasner Fot. Abraham, Berlin orchester und die Kulturbundoper, Jeßner erhob das aus den verschiedenen Städten und Kunstmilieus zusammengeholte Schauspielensemble zu' bedeutender künstlerischer Höhe. Zahlreiche unvergeßliche Eindrücke — Theater- und Konzertabende — verknüpfen sich für Tausende von Menschen mit diesen beiden Namen. Einzelheiten anznführen, würde bedeuten, den wesentlichen Teil der Knltsirbnndarbeit in Berlin von neuem darznstellen. Wir glauben zu wissen, daß Jeßners Arbeit in der Regieführung in erster Linie von Fritz W i st e n verrichtet lverden wird, dessen leidenschaftliche Liebe zum Theater und Gestaltungskraft sich schon mehrfach bewiesen. Ungeklärt ist die Nachfolge Rosenstocks. Es würde viele schmerzliche Entpfindungen wecken, wenn der Wert des kostbaren Instruments, das Rosenstock im Kulturbnndorchester und in der Knltnrbnndoper geschaffen hat, mit seinem Fortgang viel beeinträchtigt würde. Daß unsere herzlichen Wünsche die beiden Männer auf ihrem künstlerischer; und menschlichen Weg begleiten, versteht sich von selbst — ebenso wie die Empfindungen, die uns erfüllen, da wir sie gehen sehen. > A. H, Appell an die Kunstfreunde Die vom Sekretariat für bildende Kunst (Leitung: Lisbet Cassirer und Dr. Max O s b o r n) veranstaltete ReichSansstellnng jüdischer Künstler im Berliner Indischen Museum, die wir in ihrer überraschenden Reichhaltigkeit und Vielseitigkeit bereits ausführlich würdigten, bleibt bis zrnn 7. Juni geöffnet. Sie hat neben ihrer Arrfgabe, das Schaffen lebender jüdischer Maler und Bildhauer der jüdischen Oeffentlichkeit vor Angen zu führen, auch den Sinn, die Künstlorschaft materiell nach Kräften zu fördern. Wie wir hören, sind bereits einige Bilder der etwa 150 Stücke umfassenden Schau von Kunstfretrnden für ihre privaten Sammlungen käuflich errvorben wurden. Es ioäre erfreulich und dankenswert, wenn möglichst viele Kunstwerke, die in dieser Ausstellung gezeigt lverden, nicht in die Ateliers zurückwanderten, sondern angetanst oder Von Stiftern dem Jüdischen Museum Berlin oder anderen jüdischen Stätten als Geschenkgabe überwiesen würden. Mancher jüdische Versammlungsraum, manches jüdische Sitzungszimmer könnten durch einen geschmackvollen Wandschmuck eine bemerkenswerte Ausgestaltung erfahren. Eine Ansstellnng wie diese muß auch ihren praktischen Ziveck erfüllen. Dazu sollte jeder, der in der Lage ist, tatkräftig beitragen. E. OL U Theater, Musik, Film Die Staatsoper in Wien brachte neneinstn-- diert Erich Wolsgang K o r n g o l d s „Die tote Stadt" heraus. Die musikalische Leitung lag in den Händen von Professor Karl A l w i n. # Verdis „Regniem" gelangt am 11. Mai im B n d a p e st e r Stadttheater jmter Bruno Walters Leitung zur Aufführung. # Zur Neueinstudierung von Richard Wagners „Ring" an der W i e n e t Staatsoper, in der n. a. Alexander K i p n i s mitmirkte, schreibt die „Nene Freie Presse": „Jeder der vier Abende bedeutete einen neuen Triumph des Regisseurs Lothar W a l l e r st e i n." P Gitta Alpar spielt und singt die Hanptrtstle in der Verfilmung von Millökers „Die Dnbarry". Der Reichsverband der Jüdischen Kulturbünde in Deutschland hat, wie in der neuesten Nummer der Monatsblätter des Jiidischm Kulturbundes Berlin mitgeteilt wird, ein allgemeines A b - kommen mit der Staatlich genehmigten Gesellschaft zur Berlvertung musikalischer Urheberrechte („Stagma") über die Tanticmesorderungen von Komponisten urid Autoren geschlossen. Da die Stagma als einzig zngelassene staatliche Vermittlungsstelle zwangslärrfig auch die Werke der jüdischen Autoren und Komponisten vertritt, sind die jüdischen Kulturbünde nunmehr leichter imstande, ihren Mitgliedern in größerem Umfange die Merke der jüdischen Schafferrden zu Gehör zu bringen. Die monatliche Tantiemeabgabe von 0,05 RM Pro Mitglied kommt restlos den gespielten Komponisten zugute. Zmn Schluß der Mitteilung heißt es. daß so die Knltnrbnndmitglieder dazu beitragen, die Schaffenskraft der jüdischen Komponisten und Autoren in materieller und ideeller Hinsicht zu starken.