Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936) - farbig
- Issue
- 16 (16.4.1936)
- Date
- 1936-04-16
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Schlussfeiei* des Jüdischen Lehrhauses Mannheim Am Ausklang des Wintersemesters veranstaltete das Lehrhaus eine stark besuchte Schlußfeier. Man Härte zu Beginn ein Stück aus Hugo Adlers Chorwerk „Schirah ChadafchahJ das als erstes Werl eines hier wirkenden jüdischen Komponisten vom palästinensischen Rundfunk zur Ausführung angenommen ist. Den solistischen Anforderungen des „Ha lachma anja" benannten Stückes wurden vor allem die Sopranistin Lazarus, ferner oer tvarme Alt von Frau W e i l - E l k und Max L i P - m a n n s bewährter Tenor voll gerecht. Sie wurden unterstützt von den übrigen Mitgliedern des Doppelquartetts des Synagogenchors unter Leitung von Kapellmeister Max S i tt z h e i m e r und Joses L e v i anr Flügel. Das Programm enthielt u. a. weiter Stücke ans dem hebräischen, französischen und englischen Sprachgebiet. Dem vom Lehrhausleiter, Professor Tr. B i l l i g h e i m e r, erstatteten Rückblick war u. a. zu entnehmen, daß die Kurse des Lehrhauses während des ganzen Wintersemesters über 500 Teilnehmer hatten. so. An der Hebräischen Lehranstalt der Jüdischen Gemeinde zu Berlin beginnt das Sommersemester 1936 am 16. April. Neue Anfängerkurse beginnen am 20. April in der Großen Hamburger Straße 27 und am 21. April in der Klopstockstraße 58. Anmeldungen mit Angabe der. gewünschten Zeit und Schule sind bis zum 15. April nur schriftlich an den stellvertretenden Leiter der Hebräischen Lehranstalt Dr. M. Goldmann, Charlottenburg, Shbelstraße 19, zu richten. In den bereits bestehenden Kursen kann nur nach Maßgabe der zur Verfügung stehenden Plätze eine beschränkte. Anzahl Teilnehmer ausgenommen werden. Spätere Anmeldungen können nur berücksichtigt werden, soweit Plätze vorhanden sind. Sprechstunden des Leiters: von 16 bis 17 Uhr ab 16. April: Montag und Mittwoch, Große Hamburger Straße, Dienstag und Donnerstag, Klopstockstraße. Jüdisches hehrhaus Berlin Das Sommersemester beginnt Ende April. Donnerstag-Reihe, 20^ Uhr, Aula, Joachimsthaler Straße 13. Thema: Zur Gestaltung unseres jüdischen Lebens. Be st and und Forderung. Fritz Bamberger / Emil Bernhard Cohn: Systematisches und geschichtliches Judentum (Zwiegespräch). 30. April 1936. — Max Wiener: Sentimentales und natürliches Judentum. 7. Mai 1936. — Paul Eppstein / Eva Neichmann-Jungmann: Organisches und.organisiertes Judentum (Zwiegespräch). 14. Mai 1936. Montag-Vorlesungen: 20V- Uhr, Aula, Joachimsthaler Straße 13. Thema: Ge st alten der B i b e l I. Ignaz Mahbaum: Kain und Abel. 18. Mai 1936. — Fritz Bamberger: Abraham und Isaak. 25. Mai 1936. — Bertha Vadt- Strautz: Jakob und Laban. 8, Juni 1936. — Manfred Swarsenskh: Joseph und feine Brüder 15. Juni 1936. Außerdem 18 Arbeitsgemeinschaften. Die ersten - Arbeitsgemeinschaften beginnen Dienstag, 28. April, 17}4 bis 19 Uhr, Fasanenstraße 79—80, Vvrtragssaal. Julius Bab: „W erke, die uns angehe n." Von 2014 bis 22 Uhr am gleichen Ort: Kürt Sternberg: „Jüdische S p r u ch w e i s - heit (der moral- und sozialphilosophische Gehalt der Sprüche)." Fach- und Werkkurse. Hebräisch in der Lehranstalt der Jüdischen Gemeinde. — Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch — deutsche, englische, französische Stenographie-Buchhaltung, Bilanz- und Ä b s ch l u ß t e^) n i k. Auswanderer-Kurse (gemeinsam mit dem Hilfsverein der Juden in Deutschland E. V.). Alles Nähere im Sekretariat, Marburger Straße 5, III. Sprechstunden: 10 bis 13 Uhr, 16 bis 18 Uhr. Dort »auch Vorlesungsverzeichnis und Hörerkarten. Das 2. Schulsahr (3. Semester) der Vorbereitungskurse für palästinensische Lehrerseminare Breslau beginnt am 29. April. Aufnahmeprüfung für Neueintretende für alle Kurse am 28. April um 10 Uhr im Jüdisch-Theologischen Seminar Breslau, Wallstr. 14. Voeameigeti Berlin: 18. April, 20 Uhr: Erna Leonhard (Feld) rezitiert Frauendichtungen. Mitrvirkende Helene Fürst (Geige), Helene Lachmanski-Schaul (Klavier). Private Unterrichtsgemeinschaft Grunewald, Iagowstraße 35. 1». April, 19 Ahr 30 -Min.: Selbsthilfegruppe löblicher Körperbehinderter in Deutschland. Bunter Abend. Großer Saal der Joseph-Lehmann-Schule, Ioachimsthaler Straße 13. T ,, 19. April, 17 Uhr: Konzert. Mitunrkende: Charlotte Salomonfki - Rosen (Geige), Waldemar Liachowski (Klavier), Fritz Eis^nberg (Rezitation und Laute), Rabbinern: Regina Jonas, Max Raphael und Hannes Cassirer (Gesang). Haus Alice Simon, Wannsee, Bismarckstraße 3. „ . 21. April, 20 Uhr: Bereinigung Mischer Frauen Groß- Berlins. Teeabend unter Mitwirkung von Fritz Eisenbcrg. Klubheim, Marburger Straße 5, I. 22. April, 20 Uhr 15 Min.: Konzert. Susanne Landsberg (Hollaender), Herrmann (Ludwig) Schlesinger unter Mitwirkung von Werner Fabian. Bechstein-Saal, Linkstraße 42. __ W. W. Kopp: Beobachtung an Halbjuden an Berliner Schulen. Ein Beitrag zur Mischlingsforschung. In „Volk und Kasse“, Heft 12, Dezember 1935. Eingangs macht der Verfasser auf die großen Schwierigkeiten aufmerksam, die für eine gründliche und umfassende Betrachtung dieser wichtigen Frage im allgemeinen bestehen: es fehlt an Vorarbeiten und an bereitliegenden Beobachtungsergebnissen. So will dieser Aufsatz nichts weiter als Bevbachtuygen zusammentragen, ohne Stellung zu nehmen. In den sieben geschilderten Fällen ist viermal der Vater Jude, dreimal ist er Arier und einmal sind die Eltern eines halbjüdischen Mädchens unbekannt. Kopp macht für die nun in feinem Aufsatz folgenden Ausführungen einige Vorbehalte: es ist schwer, wirklich tiefschürfende Persönlichkeitsbilder zu entwerfen. Erschließt sich sogar der junge Mensch dem Lehrer^ so sind die Aussagen über das eigene ^ch doch mannigfach gefärbt und getrübt. Trotzdem sind die festgehaltenen Ergebnisse klar und recht wichtig. In fast allen hier dargestellten Fallen liegt Begabung des Jugendlichen zumindest auf bestimmten Gebieten — über dem Klassendurchschnitt. In ihrer geistig - seelischen Haltung ist bei. manchen Kindern eine gewisse Unsicherheit zu beobachten, doch gab es niemals moralische Minderwertigkeit. Ironie und zur Schau getragene Ueberheblichkeit werden als kompensierte Unsicherheit gedeutet. Verhältnismäßig oft zeigen Mädel und Jungen starke philosophische und llt Ulli. mm t . Für jüdische Lehrer sollte dieser Aufsatz eine Anregung sein, sich auch um das Problem des Schülers aus Mischehe etwas zu kümmern. Wie fügt er sich in die Klassengemeinschaft ein? Ist ferne seelische Reaktion anders wie die der Ganzjuden? Ist sein intellekuteller Habitus von dem seiner Kameraden verschieden? Wirkt er für die Arbeit der Klasse hemmend, befruchtend, oder gliedert er sich einfach ein? So sehr man sich vor unbegründeter Aufstellung von Normen hüten muß, so wenig darf eine Frage auch von unserer Seite unbeachtet bleiben, die durch die Nürnberger Gesetze große Gegenwartsbedeutung hat. Alfons Rosenberg. Ministerialerlass über private Vorschulen Reichsminister Dr. Ru st hat durch Erlaß angeordnet, daß vom Schuljahr 1936 ab Lernanfänger in privaten Vorschulen und Vorschulklassen nicht mehr ausgenommen werden dürfen. Auf private jüdische Vorschulen und Vorschulklassen findet der Erlaß keine Anwendung. Unsere geliebte Mutter, Schwiegermutter, Grossmuter, Schwester und Schwägerin, Frau Klara Schwab geb. Gallinger ist am 9. April bei Vollendung ihres 65. Lebensjahres nach kurzer schwerer Erkrankung von uns gegangen. Nürnberg, April 1936. Burgstr. 8. Im Namen der Hinterbliebenen JTosef und Hermle Schwab ' geb. Löwentbal Josef Und Else Weinberg: geb. Schwab Justin Gallinger Die Einäscherung hat in aller Stille stattgefunden. Unsere liebe Mutter, Schwiegermutter* Grossmutter, Urgrossmutter und Tante, Frau Henriette. Nathan geb. Samson ist am 12. April nach kurzer Krankheit im 85. Lebensjahre sanft entschlafen. Die trauernden Hinterbliebenen München, Zürich, New-York. Die Beerdigung hat in Augsburg stattgefunden. Am 14. April verschied plötzlich infolge Herzschlags mein innigstgeliebter Mann, der herzensgute Vater seiner Söhne, der Handelsgertchtsrat a. D. Edmund Levy im 64. Lebensjahre. Krne Levy . Dr. Martin Levy Hans Levy Berlin, Lietzenseeufsr 11. Mailand. Die Beerdigung findet am Freitag, dem 17. April, 1 Uhr, Weissensee, Neue Halle, statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand zu nehmen. Nach kurzer, schwerer Krankheit entschlief am 14. April mein innigstgeliebter Mann, unser herzensguter Vati, unser lieber Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel, der Apotheker Dr. Samuel Lachmann kurz vor Vollendung seines 58. Lebensjahres. Berlin, Frankfurt/O., Mariannenplatz 6. Im Namen der Hinterbliebenen: Erna Lächmann geb. Segall. Beisetzung am Freitag, dem 17. April, 11 Uhr, Weissensee, Neue Halle. Kondolenzbesuche dankend verbeten. Für alle uns anlässlich des Todes unseres geliebten Bruders und Onkels, Herrn Theodor Bachmann erwiesene Anteilnahme danken herzlichst Bamberg, I'ürth/B. Die in tiefer Trauer Hinterbliebenen. Am 8. April setzte, wie sie es sich immer gewünscht, ein Herzschlag dem rastlosen Leben unserer geliebten Mutter, Grossmutter und Schwiegermutter Friederike Mathissojin geb. Heine im vollendeten 83. Jahre ein schnelles Ende. Berlin, Mailand. Im Namen der Hinterbliebenen: Elsa Mayer geb. Mathissohn. Die Beisetzung hat im Sinne der Verstorbenen in der Stille bereits stattgefunden. Beileidsbesuche dankend verbeten. Kriegsbeschädigter 50%, bestempfohlen, für Verkauf, Reise, Lager, Büro, sucht bei bescheidenen Ansprüchen Tütiglieit. Offert, unter P. 4020 an die C.-V.-Zeitung, Berlin W 15. _ Suche für meine beiden tßjähr. Söhne I passende Pension. Statt jeder besonderen Anzeige! Heute verschied plötzlich und unerwartet nach langem, mit grösster Geduld ertragenem Leiden mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Grossvater, Bruder, Schwager u. Onkel, Herr im Alter von 69 Jahren Die trauernden Hinterbliebenen Amanda Kamp geb. Reiss Paul Kamp Mathias Kamp Helma Kamp geb. Wallerstein Ida Kamp geb. Soberski und 2 Enkelkinder Krefeld, Viktoriastrasse 140, Arnhem, Hills, Düsseldorf, Essen, Amsterdam, den 7. April 1936. Die Beisetzung findet am Freitag, dem 10. April, nachmittags 3 Uhr, von der Halle des israelitischen Friedhofes aus statt. Beileidsbesuche dankend ver- Dieselben sollen sich nach Schulent las.sung (Obersek.-Reife) vor Ergreifung eines Berufes erholen. Auf pädagog. besonders gut geeignete Familie wird Wert gelegt. Offerten unter V. 4024 an die C.-V.-Zeitung, Berlin W 15. Arabif JQ DR. ALBERSHEIM - FRANKFURT A.M. GEGR. 1892 U B E RA LL ER H ALTLlCH] «O,»G,,G«,G„ch»»G»»O»»G »ch »G »G««O «G»»O Verdeck werden neu bezogen. Katat. üb.KInderw, gratis E all Levy, Hildssheim 1 HiiiMiiiiimiiiiiiiiiiiimiiimiMi Schmerzbewegt zeigen wir an, dass unsere geliebte Mutter, die in nimmermüder Fürsorge auf unser Wohl bedacht war, unsere liebe Grossmutter, Urgrossmutter und Schwester, Frau Flora krotoschiner geb. Aronsohn heute im 87. Lebensjahr sanft entschlafen ist. Wir haben sie, entsprechend ihrem Wunsch, bereits zur letzten Ruhe geleitet. Berlin, Paris, Zürich, den 9. April 1936. W 30, Landshuter Str. 23. In tiefer Trauer: Die Hinterbliebenen Am 13. April verschied plötzlich unser lieber guter Bruder, Schwager und Onkel, Herr Siegmund im Alter von 72 Jahren. Im Namen aller Trauernden: Israel Goldschmidt u. Frau Auguste geb. Stamm Emil Marcus u. Frau Berta geb. Goldschmidt Brilon i.W. . . ___ UnhäT. W. <den RAPnl 1936- Während des Aufenthalts in Erez Israel starb plötzlich unser langjähriges Vorstandsmitglied Herr Hermann Crohn Unsere gesamte Gemeinde bedauert seinen Heimgang. Er hat die Interessen der Gemeinde und aller jüdischen Institutionen tatkräftig unterstützt und war uns allezeit ein Vorbild der Pflichttreue. Sein Andenken werden wir ehrend bewahren! Der Vorstand u. die Repräsentanten d. jüdisch. Gemeinde Aschersleben a. Harz. RONTCEM^_Ä 'i,- .' BEDARF, Ericli Sonntag 'r, ■ ‘ .''BEkUN-LICHTERFELDU ‘ " '< INDENBUpGpAMM 1-f ^; '>*v >.elnr.,..6•3‘liÜ.iherf'<fd« J13$ Sehr gute reine Privatpraxis in Großstadt Norddeutschlands an guten, vorwiegend internistisch ausgebildeten Arzt abzugeben. V. 4003, C.-V.-Zeitung, Berlin W 15 Wichtig für fimeriha-flaswaiiiierer! Dr. Gustav Schulz New-York (früher Dr. Schulz und Kothschlld, Ludwlgsliafen a. Rh.) vermittelt, Devisengenehmigung Vorbehalten, TsilCfh von Grundstücken und Geschäften in U. 8. A. gegen ent- ■ OllSin sprechenden deutschen Inlandbesitz, Km | solcher Objekte’in U. 8. A. gegen Keichsmarkzahlung in C« M ¥ Deutschland. In ständiger Zusammenarbeit mit der Vermögensverwaltungs G. in. b. H., Mannheim, D. 2.1. — Zuschriften an letztere Adresse erbeten. Wir suchen zum möglichst baldigen Eintritt folgende Lehrkräfte: 1) einen Volkssclnil Leiner der zugleich geeignet ist, späterhin den Vorbeterdienst in unserer Orgelsynagoge zu übernehmen. die evtl, befähigt ist, auch Handarbeits-Unterricht zu erteilen. Sofortige Meldungen mit Zeugnisabschriften und Angabe von Referenzen an die Israelitische Kuitusgemeinde Wiesbaden, Nikolasstrnße 28 Der Morgen hat sein 12. Jahr begonnen er ist richtungweisend für die wesentlichen Fragen und Strömungen innerhalb des Judentums, er muss von jedem gelesen werden, der Anteil an der Neugestaltung des jüdischen Lebens nimmt. Ein Jahresabonnement (12 Hefte) kostet 12 Mark, bei Voreinsendung nur 10 Mark 80 Bestellungen nimmt Jede Buchhandungr an und der PHILO VERLAG, Berlin W 15, Pariser Str. 44 J 2 Oliva 1375 Postscheck: Berlin 83512 Anzeigenschluss Dienstag Am 8. April 1936, dem Tage der Abreise, starb in Palästina mein geliebter Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater und Grossvater, Herr Hermann Crohn im Alter von 68 Jahren. Im Namen der Hinterbliebenen Alice Crohn geb. Samson. Ascherskben, Tel Aviv, Berlin, Johannisburs. RUDOLF GRAUPNER Dr. jur. WERNER GALLEWSKI DEVISENBERATER insbesondere Auswanderungen einschl. Reichsfluchtsteuer STEUERBERATUNGEN Berlin W. 15, Joachimstaler Strasse 9 Femspr.: J 1 Bismarck 1885 Günther Hamburger Charlottenburg 2, Hardenbergstrasse 19 Steinplatz 0232 Anfertigung eleganter Herren- und Damenkleidung zu zeitgemässen Preisen. Spezialität: Sportkleidung. Internist gibt gutgehende Privatpraxis (vorwiegend jüdisch. Klientel), in Berlin W., baldigst ab. Evtl. 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