Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936) - farbig
- Issue
- 15 (9.4.1936)
- Date
- 1936-04-09
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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^fierrctcfiifcf)en Tradition fügte. Zu Ve- 9_nrT des Weltkrieges vernahm man die in stJrdeuroPischer Atmosphäre gehärtete "Stimme des gefallenen Walther Heymann in Landfchafts- und Kriegsgedichten, aus Prag drang mit Arbeiten aus allen literarischen Gebieten die weltliebende, sich später leidenschaftlich dem Judentum hingebende Lyrik Max Brods herüber, der Franz Werfel in die Dichtung und in die Oefsentlichkeit führte. Werfel wuchs zum stärksten jüdischen Dichter des gegenwärtigen Europa, nicht nur durch unerschöpfliche Kraft der Wort- und Bildsprache, sondern ebenso durch das feurige Ethos feiner musikreichen Gebilde. Zugleich mit ihm begann in dem aufschreienden, ausrufenden Chor der Expressionisten eine große Zahl jüdischer Lyriker sich hören zu lassen, unter ihnen Ludwig Rubiner, Albert Ehrenstein, Iwan Goll, Alfred Wolsenstein. Es war die Zeit der Forderung nach dem Bruder-Mensch. Ernst Blaß, der ähnlich wie der im Krieg gebliebene Alfred Lichtenstein mit schwebendanalytischer Großstadtlyrik begonnen hatte, suchte als erster dieser Generation, über Stefan George hin, wieder den Weg zur klassischen strengen Form, den zu gleicher Zeit Ludwig Strauß in Westdeutschland fand. Nach der Uebersiedlung von Strauß ins Land der Väter wuchs ihm von selbst das klassische jüdische Land in die klassische Form; weder nach Europa, noch in die jüdische Geschichte zurückblickend, wird ihm die aktuelle Begegnung mit Landschaft und Menschen Palästinas zum zeitlosen Hymnus. Ludwig Meidner, der gleichzeitig mit seiner Zeichenseder seine aufbrechenden Visionen auch mit Worten dargestellt hat, war schon vor 1933 in traditionstreues Judentum versunken, aus aufgerissener Brust hallt wie aus biblischen Tagen sein jeremiadischer Ruf. Der Sturm des Jahres 1933 mußte die Herzen der Juden in Deutschland bis zu jenön Gründen auswühlen, in denen das alte Judenleid schlief. Aber nicht sogleich und unmittelbar wurde das schmerzende Erlebnis zu dichterischem Wort. Fast niemals sind großen historischen Ereignissen spontan auch große künstlerische Leistungen entsprossen; das Abrollen umstürzender Geschehnisse scheint stets die dichterische Produktion niedergewalzt zu haben. So mußten nach dem Weltkrieg fast zehn Jahre vergehen, bis in Roman und Drama Geschehen und Erleben zu wirklichen, gültigen Kunstwerken gestaltet wurde. Lyrik jedoch ist mehr ein Sich-Selbst-Gestalten als ein Gestalten der Ereignisse; im Gegensatz zur weitschichtigeren Form des Romans und des Dramas, die Handlungskonstruktion, Umwelt und fremdes Personal erfordert, bedeutet Lyrik unmittelbares Aussprechen, Sich-Aussprechen. Während daher dramatische und erzählende Versuche der Juden in Deutschland aus naheliegenden Gründen fernliegende Zeiten und Räume tastend aussuchten, hat die Lyrik Unmittelbareres und sicherlich auch Wertvolleres aus Empfinden und Anschauung der brennenden Gegenwart hervorgebracht. In erregten Zeiten findet die Lyrik einen erregenderen Ausdruck, der weniger abgeklärte und reine Form, als aufloderndes Bekenntnis, aber auch Forderung und Prophetie offenbart. Für diese Art Lyrik erstand aus dem Judentum unserer Tage ein dichterisches Phänomen, wie es in der Weltliteratur selten, in der neueren jüdischen Dichtung Westeuropas ohne Beispiel ist. Der sünsundsechzigjährige Karl Wolsskehl, naher Freund Stefan Georges und Gundolss, der Leben und Gelehrtenarbeit der altdeutschen und klassischen Dichtung dargebracht hat und ihre Formen und Gehalte zu Gehalt und Form seiner eigenen Dichtung werden ließ, warf von sich, was er seit fünfzig Jahren geliebt und geschaffen hatte: „ . .. Vorüber. Ledig muß ich sein vor dem Einen Gesetz." Wie die Propheten des Alten Testaments fühlt er sich berufen, wider seinen Willen, nach Gottes Willen zu sprechen. „Die Stimme spricht" heißt sein Gedichtbuch; die Stimme Gottes spricht zu ihm, aus ihm — und aus ihm mit dem „Volk des Bundes, Volks des Buches." Wie Feuer und Sturm braust die Stimme, redet wühlend, suchend, jubelnd in der Sprache der Propheten und Psalmen, oft an ganz altes deutsches Sprachgut anklingend — ein vollkommenes Beispiel, wie jüdisches Gedicht in deutscher Sprache möglich ist. Ein anderes Beispiel hat Heine in einigen Gedichten romantischer Form aus seiner Schmerzenszeit gegeben, noch ein anderes Ludwig Strauß in der klassischen Form seiner Palästina-Gedichte. Es ist von Juden darüber gestritten worden, ob in deutscher Sprache überhaupt jüdische Gedichte möglich sind. Ich glaube, jüdisches Gedicht ist in jeder Sprache möglich, es kann von der hebräischen unabhängig sein, so wie die großen jüdischen Dichter des spanischen Mittelalters auch arabisch gedichtet haben, wie Edmond Fleg in französischer Sprache jüdische Gedichte schreibt, während umgekehrt im modernen Palästina Saul Tschernichowski in hebräischer Sprache griechische, ja heidnische Lyrik versaßt. Auch nicht der jüdische Stofs macht die Jüdischkeit eines Gedichtes aus. Die wenigsten Gedichte, die in diesen letzten drei Jahren von Juden, sicherlich in redlichstem Wollen, über jüdische Themen gedichtet wurden, sind, wie die Verfasser glaubten, nur weil jüdische Motive genutzt sind, schon „jüdische Gedichte". Manche meinen, etwa die Ueberschrift „Hachschara", die Verwendung der Menora und des Lichterzündens, das Einfügen biblischer Personen oder hebräischer Wörter bewirke ein jüdisches Gedicht. In diesem falschen Glauben ist heute viel Dilettantisches, Jrreleitendes und Kümmerliches geschrieben und gedruckt worden, das, wenn es nicht als „jüdisch" entschuldigt würde, niemals an den Tag gekommen wäre. Es kommt nicht aus jüdische Dekorationen und Motive an, mit denen ein Gedicht äußerlich umkleidet ist, sondern aus jüdisches Gefühl und jüdische Anschauung, aus denen es notwendig erwächst — wpber Gefühl und Anschauung durchaus nicht immer aus historische jüdische Tradition zurückzugehen braucht. Man spricht nicht mit Unrecht von einer jüdischen Komponente, die entscheide, ob ein Gedicht als „jüdisch" angesprochen werden kann, wenn man überhaupt von „jüdischem Gedicht" sprechen will. Es kann etwa derselbe biblische Stofs so gestaltet sein, daß er einmal ein jüdisches, das anderemal ein nichtjüdisches Gedicht ergibt. Sehr wohl kann der jüdische Dichter dieses Stoffes die nichtjüdische Fassung erzeugen... Und weiter: diese jüdische Komponente kann auch in einem Gedicht fühlbar sein, das weder jüdischen Stofs, noch jüdische Requisiten verwendet; es sind sehr viele Gedichte von Juden sehr jüdisch, auch wenn sie äußerlich nicht als jüdische Gedichte ausgetan sind; hierfür geben einen herrlich überzeugenden Beweis viele Dichtungen Franz Werfels. Und schließlich sei angemerkt, daß auch das überreichliche Erscheinen und Anrufen Gottes in der Poesie heutiger Juden nicht allzu oft ein jüdisches oder ein religiöses Gedicht erzeugt. * Dies Prinzipielle und Programmatische mußte vorweg gesagt werden, wenn das heutige Unternehmen unseres Blattes kurz erläutert werden soll. Die Redaktion hat die Absicht, ihren Lesern einen Ueberblick zu geben: was und wie heute in Deutschland von Juden gedichtet wird. Daß diese Gedichte weder allesamt „jüdische Gedichte", noch daß sie allesamt „gute" Gedichte sind, wissen wir sehr wohl. 'Wir wissen wohl: nicht jedes Gedicht eines Juden ist ein jüdisches Gedicht, und ein jüdisches Gedicht ist nicht deshalb etwa schon gut gelungen, bloß weil es jüdisch ist, wie umgekehrt das Gedicht eines Juden künstlerisch sehr gut sein kann, wiewohl es durchaus nicht jüdisch klingt. Die Juden haben immer die künstlerischen Formen der Völker verwendet. »«"G »O"O »O« » »» «G* .G.,G«.G,»O,»O«.O..G^»G«»O««G »G-G« »G»»O,.G««G«»O,»O«»G.«G««G«,O«»O,»O«»G,»O»»O« G« »ch« O »G«»O« Ludwig Meidner: Ihr Tränen .., Ihr Tränen, Die ich geweint beim Gebet Die vielen Jahre — Euch rufe ich zurück! Fiiesst wieder Und überströmt mich ganz Und das zitternde .Gebetbuch; Denn ganz vereist Und im Elend verloren Ist mein inwendig Teil, Und nichts ermutigt, Nichts beschwichtigt mich. Strömt nieder, Strömt nieder Oft geweinte Tränen Und beuget Dieses verhärtete Herz. Willy Blumenthal: Zwischen Raum und Zeit Gedichte von Abschied und Aufbruch I. RAUM UND ZEIT. Gespenster sind es, Raum und Zeit, Verschwisterter Dämon, der uns entzweit. Strecke des Raums, Spanne der Zeit Bewirken Trennung, Trennung ist Leid. Riesiger Raum, zaudernde Zeit, Ewiges Wandern, ziellos und weit. — Dauer der Fernheit: Lebens Gebot. Zeitlose Nähe: Erfüllung im Tod. II. GEAHNTE TRENNUNG Unsere Nähe war nur Ferne, die schlief. Was zwischen wärmenden Worten uns rief, in die Falten unserer Freuden sich stahl, Als warnend-weckender Widerhall, Als langsam-langendes Leid, War das zögernde Raunen der Zeit. Im Dunkel unseres Denkens tief Eine Ader des Ahnens lief, Ein flüsternder Funke von Qual, Ein Mahnen an letztes Mal, — Inmitten unserer Geborgenheit: Das Erkennen der trennenden Zeit. III. ABSCHIED UND AUFBRUCH Wir beugen uns noch den vertrauten Worten, Die sich ergehn im Sorgen und im Sagen, Im Geist schon nah den neuerkannten Orten, Den alterprobten aus Urväter Tagen. , Auf Stimmen horchen wir, die um uns ringen: Mahnung und Warnung, sanfter Trost und Rat, Dieweilen schon die Meere uns umsingen, Der Häfen Frische und die junge Saat. So lauschen wir in janushaftem Drange, Zurückzufinden zum geliebten Munde, Und wandern doch auf abgewandtem Hange, Wir, hingegeben an den Rausch der Stunde. IV. VOR DER AUSREISE Ein neues Heldentum gab Gott den Söhnen: Sie lächeln ihren alten Müttern zu Und zaubern ihrem tränenwehen Munde Die Falten fort in dieser Trennungsstunde Und härten sich zu schmerzlichem Gewöhnen. Sie sprechen heitere Worte, voller Ruh', Obwohl sie wissen, dass der Augenblick Unwiederbringlich ist, und letztes Glück Und ewiger Abschied sich in eins verschlingt. Ja, unsere Jugend weiss es, und sie singt Sieghaften Auges zu den grauen Strähnen, — Männer, die scheu sich nach der Kindheit sehnen —, Und fühlen Kraft in diesem letzten Schauen, Der alten Heimat Boden neu zu bauen, Und straffen sich noch fester im Entgleiten Des Mutterbildes, winkend in die Weiten... /. /. Stargardter: Erwachen Gipfel am Abendrand, Von Gold umschüttet, Ach, euer Tag entschwand Wie Rauch — zerrüttet. Wenn sich mit Purpurschmelz Die Wolken färben, Muss der verklärte Fels Verödet sterben. Doch dem Urwidrigen Wird Sinn im Kreislauf: Aus dem Dumpfniedrigen Ersteht der Geist auf. Nie wird die dunkle Macht Das Licht bezwingen, Stets wird des Schöpfers Pracht Durch Grüfte dringen. Wenn neu im Firnenchor Die Flammen münden, Wirst du, erwachter Tor, Dein Opfer zünden. Paul Mayer: Die Engel und der Wind Wer darf sich einsam fühlen, Von Qualen matt? Wind streichelt mit den kühlen Trosthänden Türme und Stadt. Wer wird in Schmerzen wühlen, Wie Hiob einst? Engel auf Wolkenstühlen Schweben dir zu. Und du weinst? Du weinst? Da Gottes Boten — Sei doch nicht blind! — Lindernd dein Leid umlohten. Lausche den Engeln, dem Wind. Jakob Picard: Gross ist das Land ... Wir horchen stumm auf ein erhabenes Brausen, Das vom Gebirge her den See befällt; In unserm tiefsten Blut fängt an zu sausen Das grosse Schaffen der erneuten Welt. Ins Blau geh’n unsere feierlichen Blicke, Gefasst von einer kühl geword’nen Stirn, Gespannt bis an des Horizontes letztem Firn Um Dorf und Uferwald und die getreue Brücke. Fühlst du das Wiegen der verstreuten Fichten? Sie geben wohlig sich dem Frühlingswind, Indes aus ihren Gipfelnestern schon die lichten Heimatvögel weithin aufgeflogen sind. Gross ist das Land. O Weissgewölk dort oben Und Strahlenströme über seiner Ruh! Die weite Flur umher und ich und du — Wie sind wir alle wunderbar verwoben. Ernst Blass: An Ruth Dieser Sommer ist entschwunden. Trüb ist die Oktobernacht. Habe Tausende von Stunden Dieses Jahrs an dich gedacht. Wie ein Engel, dunkel brennend, Warst du, bleich, in dich gekehrt, Habe, die Gefahr verkennend, Dich begehrt und mich versehrt. Mit des Wahrtraums Augensternen Warst du nah und bist entglitten, Du verlorst dich in den Fernen Mit ironisch weichen Schritten. Alle Sehnsucht war entfacht, Alle Ohnmacht durchempfunden, Suchend habe ich verbracht Dieses letzten Sommers Stunden. Der September ist verronnen, Und nur dieses kleine Blatt Ahnt, was im April begonnen Und was nie Vollendung hat. Davin Schönberger: Dein Spiel Melodie ist deine Seele und Klingen! Wenn deine Hände über die Tasten gleiten, Oeffnen sich Fernen, breiten sich Weiten, Und alles Dunkel wird Singen, Wie tanzende Feen sind deine Hände, Wie schlanke Rehe, die zum Wasser eilen, Wie Schwäne, die im Abenddämmer weilen! Die Musik deiner Hände stürzt engende Wände! Aber halte dein Herz fest, dass es nicht davonschwebt Mit den tausend Strömen der Wellen, Die dein Spiel jubelnd aufhebt Zu den unbegrenzten Hellen. Abraham Heschel: Abends Das unsichtbare Licht erfüllt den Raum Und offenbart sich in den Lampen kaum. Das Pflaster liegt, ein Tuch auf unsichtbarer Klaviatur... Töne tauchen auf, verschwinden, und mein Herz geht nach auf ihrer Spur. O, lasst als Ersten mich Nach eurem Sange beten! Ich gehe in den Strassen wie in einem Tempelkorridor. Ich höre in den Geräuschen wilder Priester Schrei. Ein absichtslos Gebet von unbestelltem Chor Zum unbekannten Gott, zum grossen Wer’s auch sei... O, lasst als Ersten mich, ihr Strassen, Nach eurem Sange beten! Leo Hirsch: Herbst Kürzer wird der Tag, Sommer ist vertan, Düster schon und trüb Wolk’ um Wolke zieht. Höhnend pflückt der Wind, Eh’ sie reift, die Frucht. Grille singt allein Ihr eintönig Lied. Was hab’ ich getan, Dass mein Tag mich flieht? Dass der Wind die Frucht, Eh’ sie reift, entriss? Meinen Tag verträumt, Der zu früh erlischt, Und das Zwielicht macht Alles ungewiss. Rolf Radlauer: Wer im Leben einmal nur . . . Wer im Lehen einmal nur Dich ganz tief empfand Und im Werden der Natur Ahnend dich verstand, Wer dein Gottsein nah verspürt Einen Augenblick, Dessen Weg und Leben führt Stets zu dir zurück. Gertrud Chodziesner: Die Tochter (Meinem Vater) Ob ich formend noch in Händen trage, Was, ein Flimmern, aller Form entflieht, Doch im Sinn die Schale einer Waage Tief und wie behutsam niederzieht, Ob ich mit geeichten Worten messe, Was zuweilen unermesslich scheint, Keine Erzesschmelze wie die Esse, Nicht gewaltstolz wie ein Feind? Dieses ist nur Duft in einem Zimmer, Duft von Blumen, die man niemals schaut; Es verwittert, und ich schütz’ es nimmer; Denn es kehrt mit einem Vogellaut: Zwitscherschlag am Fenster einer Meise, Am Gesims der schwarz beschenkte Star, Und es ist auf unerkannte Weise Wieder um mich, wie es war. Ruft uns nicht die goldgekrönte Starke, Die des armen Mädchens Herz bewegt, Die es führt zur wundervollen Barke Und ihm dann die Hand vor Augen legt, Die das Weib dem Manne wirft und bindet? Zwischen Kind und Vater weilt und schweift Eine Stimme nur, die sinkt und schwindet, Und ein Saum, der leise streift. Und Gespräche wandeln, matt, alltäglich, Fern dem wilden, blutdurchglänzten Schrei, Der sich hebt und aussagt, was unsäglich; Keine Sonne bricht uns Gott entzwei . . . Ach, wie darf ich in Vergleiche rahmen. Was sich kaum zum Bilde mir geklärt? Eine Liebe ohne Liebesnamen, Die oft siecht — und schweigt. Liid immer währt. Hans Meyerowitz: Am Fenster Nun wird der Hof zum eingestürzten Brunnen, Mein Blick ergründet seine Tiefe nicht. Felswände stehn, die Häuser starr im Licht, Darüber rauchend, eine Schar von Hunnen, Dachsims und Giebel reiten in die Nacht. Die Gasse krümmt sich, ein zerfall’ner Schacht, Aus ihrer Tiefe abgelegtem Tale Steigt in die fremde Stadt der Mond herauf, Und meiner Hände hohle Opferschale Fängt überrinnend seine Strahlen auf.