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Central-Verein-Zeitung · 1936-04-02 · 14 (2.4.1936) · p. [Seite]

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936) - farbig
Issue
14 (2.4.1936)
Date
1936-04-02
Page
[Seite] (sequence 22)
Language
German
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Jn Sen slädtisclien Berufen. Zum Vergleich' sei die Berufsgliederung einiger anderer Länder beigefügt (ebenfalls in Prozent der insgesamt Berufstätigen): voÜ als Sie Höhe der Kapitalinvestitionen; Vir haben darum in unserer Tabelle diese nach verschiedenen Schätzungen, die aber nicht zuweit von einander entfernt sind, verwandt. Die Pain % der Beschäftigten Palästina 1931 Palästina 1936 Deutschland 1933 Polen 1921 Grossbritannien 1931 USA 1930 Landwirtschaft.. . Ban.T Industrie und Bergbau . . . . . Handel und Verkehr ...... Armee ........... Freie Berufe und Verwaltung . . Häusl. Dienste.. . Verschiedene ......... 18.5 9,8 24.6 21,3 13,1 5,1 7,6 16,1 13.3 24,5 22.4 10,8 5.2 ' ■ 7.7 28.9 {40,4 18,4 { 8.4 3.9 76.2 11.2 5.7 2,6 2.5 1.8 6.7 49,9 .27,7 0,8 6,0 8.9 22,0 35,2 27,4 0,3 8.9 . 6,2 ... Wenn diese Zahlen natürlich auch nur eine beschränkte internationale Vergleichsfähigkeit haben, da die Zählungen nicht einheitlich sind, so lassen sie doch den Schluss zu, dass die jüdische Wirtschaft in Palästina heute eher nach der Richtung der Industrieländer hinneigt als nach der der Agrarländer. Am meisten ähnelt der Berufsaufbau dem der Vereinigten Staaten, welche im Gegensatz zu den anderen Ländern ebenfalls ein Kolonialland sind, freilich unter ganz anderen Verhältnissen in bezug auf Bodenschätze und landwirtschaftlicher Bewirtschaftung und in einer ganz anderen Phase der "Entwicklung. Die Einwanderung der letzten fünf Jahre, die somit Palästina noch stärker in die Richtung des Ausbaus der Städte und der städtischen Wirtschaft getrieben hat, setzte sich aus recht heterogenen Elementen zusammen. Die tragende “Schicht war wohl ebenfalls wieder eine mittelständische mit kleinen und mittleren Kapitalien, dazu kam aber auch eine kleinere Zahl von Grosskapitalisten, die zum Teil auch Gelder von im Ausland sesshaft bleibenden Personen ins Land führten. Erheblich war weiter die Einwanderung von Angehörigen freier Berufe, zumeist ebenfalls mit einem Kapital, und vor allem im Jahr 1935 die von Angehörigen von bereits in Palästina Lebenden. Der wachsende Zufluss von Kapital ermöglichte weiter die Erhöhung der Einwanderungsziffer von Arbeitnehmern, die meist ihre Spezialausbildung in Industrie oder Landwirtschaft ausserhalb des Landes erhalten hatten. Die Grundlage der konjunkturellen Entwicklung war nun in diesem Zusammenwirken der Einwanderung von Kapital und Menschen zu suchen. Dabei liegt der Nachdruck darauf, dass beide innerhalb der letzten vier Jahre ständig und verhältnismässig gleichförmig stiegen und somit eine ununterbrochene Vermehrung der Beschäftigung mit sich brachten. Die folgende Tabelle gibt ein deutliches Bild dieser Entwicklung. 1932 1933 1934 1935 Einwanderung .... darunter 9553 30 327 42 359 61 854 Kapitalisten . . . . 754 3 267 5193 6 398 Arbeiter ...... Angehörige von 2631 11 468 11276 14 972 Palästina-Bewohnern Einwanderer deutscher 1541 3 155 7 281 17 629 Staatsangehörigkeit . Einwanderer polnischer 462 5 515 6 941 5 464 Staatsangehörigkeit . 3160 13 133 18 028 29 407 investierte Kapitalien (in Mill. Pfd. Sterl.) 1933 1983 1934 193» ach verschiedenen Schätzungen . . . 3—3,23 5,25-6,10 8,5—10 10—12 Eine exakte Zahl des Kapitalzuflusses nach ’alästina ist schwer festzustellen; nach Angaben mn Weizmann stellte er sich in den letzten vier fahren, die auch in unserer Tabelle erfasst sind, iuf etwa 29 Millionen Pfund Sterling. Der Kautalzustrom ist natürlich weniger bedeutungsrallelität von Einwanderung und K a p i t a 1 a n 1 a g.e ist ganz: -deutlich sichtbar. Insbesondere die drei letzten Jahre lassen erkennen, dass je Einwanderer durchschnittlich etwa 200 Pfund Sterling Neuinvestitionen vorgenommen worden sind. Aber auch das Verhältnis vom kapitalistischen Einwanderer (d. h. mindestens 1000 Pfund Sterling Vermögen) und Gesamteinwanderung ist ziemlich konstant; etwa 12 Prozent waren Kapitalisten und erst 1935 sind infolge der starken Anforderung von Familienangehörigen nur etwa 10H Prozent der Gesamteinwanderung der Kapitalistenkategorie zugehörig. Das ausserordentlich günstige Tempo des Zuflusses von Kapital und Menschen hat also weitgehend zu der gleichförmigen Entwicklung bis Herbst 1935 beigetragen. Dazu kam aber weiter noch, dass in den letzten drei Jahren die Neueinwanderung durchweg etwa 22 Prozent der jüdischen Bevölkerungszahl des Landes betrug, dass also auf knapp 5 zu Anfang des Jahres zuf jüdischen Gemeinschaft zählende Menschen ein Neueinwanderer kann. Die hebende Wirkung dieser Tatsache springt in die Augen; die wirtschaftliche Aufgabe des Landes lag nun darin, jedes Jahr neu für über ein Fünftel der Bevölkerung neue Wohngelegenheiten, Arbeitsplätze, in gewissem Umfang auch Nahrung und Kleidung zu schaffen. Ein Fortgang der bisherigen Entwicklung müsste nun aber zum allermindesten eine Steigerung der Kapital- und Menscheneinwanderung im gleichen Umfang zur Folge haben, d. h. für 1936 einen Zuwachs von rund 80 000 Menschen, wahrscheinlich noch etwas mehr, da die Ziffer der Einwanderung von 1935 nicht die im Land selbst Legalisierten einbegreift und das Verhältnis 5 :1 nur ganz schematisch ist, da nicht von der Zahl der Bevölkerung, sondern der wirtschaftenden Individuen auszugehen ist. Deren Anteil ist aber unter den Neueinwanderern prozentual grösser als unter der ansässigen Bevölkerung. Ebenso müssten die investierten Kapitalien steigen. Der wirtschaftliche Aufbau des Landes hat somit gewisse Aehnlichkeiten mit der Struktur einer Bausparkasse, wo jeweils der Neueinzahlende die Zuteilung an einen vorher Eingetretenen ermöglicht, wo aber eine Stockung ein treten muss, sobald das Tempo sich verlangsamt. Sehr richtig stellt aber Dr. Etting er, Tel-Aviv, in der Zeitschrift „Palästina“, Februar-Heft 1936, fest, dass nicht einmal die Wahrung des gleichförmigen Einwanderungsproporzee die Aufbaukonjunktur des Landes für die Dauer aufrechtzuerhalten vermöchte. Denn es liegt im Wesen der kapitalistischen Wirtschaft, dass der Unternehmer seine Betriebskapazität nicht dem gegenwärtigen oder demnächst zu erwartenden, sondern bereits dem späteren Bedarf anzupassen sucht, und dass bei einer so stürmischen Konjunktur, wie es die palästinensische in den letzten Jahren gewesen isf, Bef so grossen mobilen Kapitalien un<f ebenso mobilen, nicht verwurzelten Arbeitskräften die Spekulation auch eine künftige Konsumsteigerung zu eskomptieren sucht, und damit auf vielen Gebieten, wenn nicht schon jetzt, so doch bald auch bei arithmetischer Steigerung der Einwanderung von Kapital und Menschen eine Verlangsamung der Konjunktur ein treten müsste. Dazu kommt, dass im letzten Halbjahr das Tempo sowieso erheblich nachgelassen hat und die Einholung der alten Tourenzahl wiederum einen nicht unerheblichen zusätzlichen Antrieb bedeuten müsste. So würfe also zur Aufrechterhaltung der Konjunktur in Palästina, worunter in erster Linie die de« Schlüsselgewerbes, der Bauindustrie, , zn verstehen ist, eine ganz erhebliche Steigerung der Einwanderung und de« Kapitalzuflusses nötig. Beides ist unwahrscheinlich; politische wie devisenbedingte Tatsachen und Massnahmen stehen dem entgegen. Die Regierung des Mandats hat schon durch die Herabsetzung der Arbeiter- Schedule gezeigt, dass ihr das Tempo der Entwicklung im letzten Jahr zu rasch war. Die nunmehr offenbar fallengelassene Erwägung, den Mindestbetrag des Kapitalistenzertifikats auf 2000 Lst. heraufzusetzen, liegt in derselben Richtung. Wenn die politischen Vorgänge im Vorderen Orient auch den Anstoss zu dem Rückschlag im letzten Herbst gegeben haben, so ist dadurch nicht etwa die gegenwärtige Depression verursacht worden. Die Eigenart der palästinensischen Konjunktur trug den Keim dieser Krise bereits in sich. Zwischen den Vorgängen im Lande und der Einwanderung von Kapital und Menschen besteht aber eine W echselwirkung. Eine Wirtschaft wie die palästinensische, die einerseits nur geringe innere Reserven in Form von Bodenschätzen oder anderen Ausfuhrerzeugnissen hat, andererseits durch politische Gefahrenmomente dauernd unter Druck steht oder plötzlich unter neuen Druck gesetzt werden kann, bei der Bodensperre und Fehlinvestitionen eine Rolle spielen, ist für Menschen nicht unbeschränkt aufnahmefähig. Nicht die Verringerung der Einwanderung ist an der Krise schuld, sondern die Entwicklung im Land wirkt sich in der Richtung verringerter Einwanderung aus, wie Ettinger in dem erwähnten Aufsatz richtig ausführt. Ein Kapitel des palästinensischen Wirtschaftsaufbaus ist also mit der gegenwärtigen Stockung wohl abgeschlossen, eine Konjunktur, die in verschiedenen Phasen durch Investitionen vor allem in der Bau Wirtschaft, teilweise wohl auch in der Industrie bedingt war. Wahn eine neue Periode verstärkter Einwanderung beginnen wird, hängt von politischen Umständen in erster Linie ab, es kann eine Frage von vielleicht nur kurzer Dauer, aber auch von Jahren sein. Die geringere Kapitalzufuhr dürfte natürlich auch auf den Aussenhandel des Landes Wirkungen haben. Die Einfuhr wird zurückgehen und damit bedauerlicherweise auch für den deutschen Transfer eine neue Schwierigkeit auftauchen. Wie weit der Krisendruck im Inland wirksam sein wird, hängt ab von den Möglichkeiten zur Umstellung, von der richtigen oder falschen Investition in der Krise und von den Massnahmen, die von der Regierung und von den jüdischen Organen ergriffen werden. Wichtige Sektoren der palästinensischen Wirtschaft sind weitgehend krisenfest, vor allem die Land- Etwas Uraltes zur neuesten Industrie Palästinas Kürzlich wurde hier mitgeteilt, dass jetzt in Palästina eine Glasfabrikation begonnen werden soll. Hersteller sind die Phoenizia-Glaswerke, die 70 Arbeiter beschäftigen werden und mit einem Kapital von 49 000 Pfund ansgestattet sind. Die Fabrik befindet sich in der Haifa-Bay; das ist für den Fachmann selbstverständlich, denn dort findet sich das Bodenprodukt, das für die Fabrikation gebraucht wird: der Seesand, der, wie Bonne in seinem Palästina-Buch berichtet, an dieser Stelle der Küste einen ausserordentlich hohen Kieselsäuregehalt gegenüber allen anderen Sandproben Palästinas besitzt. Der Nichtfachmann sei daran erinnert, das Glas aus dem Verschmelzen von Sand (Kieselsäure), Kalk und Natriumsalzen (z. B. Kochsalz) gewonnen wird. Diese neueste Industrie des Landes ist aber zugleich seine älteste, wenn wir nicht sogar die Urspriingsquelle für diese Industrie überhaupt dort vermuten dürfen. Das Glas wird in. der Bibel schon sehr früh erwähnt und gleichzeitig werden Ursprnngsort und Quelle des Rohstoffes erwähnt. Kein Geringerer als Mosche Rabbenu hatte genaue Kenntnis hiervon, und so finden wir in seinem letzten Segen, dem berühmten letzten Kapitel der Tora in Kapitel 33 Vers 19 in einer Schilderung der Aufgaben der am Meere wohnenden Stämme Sebulon und Iissachar und deren Erwerbsmöglichkeiten unter anderem folgende Stelle in der Zunzschen Uebersetzung: „Den Ueberfluss der Meere saugen sie und das Verwahrte, Verscharrte des Sandes.'* Rasch! bemerkt zu dieser Stelle, dass es sich ausser um die Purpurschnecke zur Bereitung der Tschelethfarbe auch um den weissen Sand handelt, den man zur Herstellung des Glases benötigt. Auch Tacitus und Plinius berichteten, dass mau südlich von Akko beim Flusse Beins wahrscheinlich die Glasbereitung erfunden habe oder doch wenigstens das Glas in grösserer Menge zu bearbeiten verstand. Auch im Buche Josua, Kapitel 11, Vers 8, und Kapitel 13, Vers 6, werden alte Glasmacherstätten erwähnt. Josua verfolgte bei seinen Kriegszügeu im Norden des Landes die Feinde bei Sidon, dem heutigen Saida, etwa 90 km nördlich von Altes palästinensisches Glas aus der Zeit des ztüeiten Tempels (Nationalmasetxm in Jerusalem) Fat. Herbert Sonnenfeti Haifa und zwar bis zu den Wassern, die Luther mit „warmen Wassern“, Zunz mit „Wassergräben“ und Fürst mit „Salzbrennereien“ richtig zu bezeichnen glaubt. Sicherlich diente das dort gewonnene Salz nicht nur als Komponente zur Glasherstellung, sondern auch für Speisezwecke. Aber in einem solchen Lande, in dem die Salzgewinnung auf leichteste Weise mit bester Ausbeute am Toten Meere möglich war, wäre die Notwendigkeit dieser Salzgewinnungsstätten am Meere nicht zu ver- Wirtschaft, und eine verstärkte Siedlungstäti^ keit wird das beste Mittel zur Krisenbekämpfung sein. So kann auch , die innere Kaufkraft langsam gehoben werden, die heute noch, an europäischen Verhältnissen gemessen, sehr gering ist. In der Hebung des Fremdenverkehrs, dessen Rückgang 1936 sich krisenverschärfend bemerkbar macht, liegen gewisse Chancen. Die Zitruswirtschaft und die Industrie können, je nach ihrer Entwicklung in den nächsten Jahren, die Konjunktur günstig oder schädigend beeinflussen. Aller dieser unbekannten Grössen wegen scheint es aber notwendig, dass die verantwortlichen jüdischen Instanzen künftig planvoller als bisher Vorgehen und Auswüchse wie die Bodenspekulation der vorangegangenen Konjunkturphase vermeiden helfen. (Der nächste Aufsatz wird die Industrie in Palästina behandeln.) Politische Notizen Arabische Arbeiter-Kampfverbände. Während sich an einigen Stellen des Landes arabische Arbeiter zur Zusammenarbeit mit der jüdischen Histadrut Haowdim entschlossen haben, wird von seiten der arabischen Nationalbewegung jetzt der Versuch gemacht, selbständige arabische Arbeiterverbände mit ausgesprochenem Kampfcharakter zu gründen. Wie bekannt, hat der High Commissioner dieser Tage die arabischen Forderungen nach erweiterten Befugnissen des Gesetzgebenden Rates abschlägig beschieden und seinen Vorschlag, die Grenze für die Kapitalisten-EinWanderung auf 2000 LP heraufzusetzen, fallen lassen. Der High Commissioner bei Dizengoff. Sir Arthur Wauchope hat bei einem privaten Besuch, den er dem Tel-Aviver Bürgermeister Dizengoff abstattete, seiner Befriedigung über die Lösung der schwierigen Budgetfrage Ausdruck gegeben. Die Aufstellung des Haushaltsplanes für die Stadt Tel-Aviv stiess dieses Jahr auf besondere Schwierigkeiten.^ Tel-Aviv erhält eine wesentlich geringere Regierungsbeihilfe als Jerusalem, obwohl es als grösste, einheitlichste und modernste Stadt des Landes besonders umfangreiche öffentliche Aufgaben zu bewältigen hat. Ausserdem hat die Aufsichtsbehörde die sofortige Rückstellung erheblicher Beträge für den Dienst der bevorstehenden Englandanleihe in Höhe von 1 Mill. LP gefordert. Der Stadtrat hat bereits beschlossen, die Schulsteuer und die Haussteuer um je 1 Prozent zu erhöhen. Ausserdem wurde eine Kopfsteuer vorgeschlagen, um Mittel für den Ausbau der Sozialfürsorge zu beschaffen. Auch eine Senkung der höheren Beamtengehälter — das heisst nach hiesigen Verhältnissen schon der Gehälter über 10 LP monatlich — soll erwogen werden. Es zeigt sich immer stärker der Widerspruch zwischen den beschränkten Befugnissen, welche die unter anderen Bedingungen geschaffene MunicipaMtätsverfassung der Stadt Tel-Aviv gewährt, und den wachsenden öffentlichen Aufgaben, die sich aus der stürmischen Entwicklung zur modernen Grossstadt und zu einem jüdischen Wirtschaft«- und Kulturzentrum ergeben. * „AMICA“ und „PICA“. Zum ersten Male haben sich die „AMICA“, eine Tochtergesellschaft der PICA und der Keren Kajemet, zu gemeinsamen Bodenkäufen zusammengetan. * Radio Jerusalem. Der Sender Jerusalem, der Ende März endgültig in Betrieb genommen werden soll, hat mit Versuchsendungen begonnen, um sicherzustellen, dass sein Betrieb den Empfang anderer Stationen nicht beeinträchtigt. stehen, wenn nicht der U eberschuss des Salzes auch für industrielle Zwecke, nämlich zur Glasfabrikation, in der Verbindung mit Seesand des Meeres und des Kalks der Gebirge ausgenutzt worden wäre. Noch heute soll man in der Nähe von Tyrus (heute Zor) solche alten Stätten in Verbindung mit alten Glashütten antreffen. Die Fabrikation scheint nicht leicht gewesen zu sein, da das Glas als etwas sehr Kostbares im alten Israel galt. Aus Hiob, Kapitel 28 Vers 17 über die Unschützbarkeit der Weisheit lässt sich entnehmen, dass Glas sogar dem Golde gleichgesetzt wurde. Dort heisst es: „Nicht schätzt man sie (die Weisheit) nach Gold und Glas.“ Aus altägyptischen Grabfunden geht hervor, dass das Glas schon sehr früh erzeugt wurde, und zwar in Aegypten aus Kalk, Soda und höchstwahrscheinlich Bergkristall, statt der kieselsäurehaltigen Beimischung. Sollten also nach den Worten von Mosche Rabbenu israelitische Stämme zuerst den Sand als Beimengung verwendet haben, so hätten wir hier in der noch heute gültigen, wichtigsten Herstellungsmethode des Glases aus Sand, Kalk und Salz eine jüdische Erfindung zu sehen und können in diesen Tagen zu unserer Freude das Wiederaufblühen einer Industrie erleben, der unser grosser Lehrer Mose Ort und Ziel gewiesen hat. Dr. Emanuel Grünthal. Eigen Schwarz," Dsnfrelhilt, nächst der Kaufingerstrasse empfiehlt znm 50 jfibrlgen Bestehen der Firma, in eigener modern eingerichteter Uross-Rösterei täglich frisch gebrannten KAFFEE .labllftnms-MLischang zu BM. 3.40 p. 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