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Central-Verein-Zeitung · 1936-02-27 · 9 (27.2.1936) · p. [Seite]

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936) - farbig
Issue
9 (27.2.1936)
Date
1936-02-27
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Wann und wo finden Sie Rat? Iänksrhein Köln Agrippinahaus Breitest?. 92-96, III, Zimmer 76—78. Montag bis Freitag 10—13 Uhr. Aachen Gemeindehaus, 16—18^ Uhr am 10. und 24. März. Bonn Gemeindehaus, Tempelstrasse, 17)4—19)4 Uhr am 2. und 16. März. Koblenz Hotel Continental. 15(4—18m Uhr am 3. und 17. März. Kreuznach Gemeindehaus, Adolf - Hitler - Platz 11, 10—12ya Uhr am 4. und 18. März. Trier Im Büro von Rechtsanwalt Dr. Voremberg, Adolf-Hitler-Str. 9, 11 Ya—1314 Uhr am 11. und 25. März. Hess.-STassau und Hessen Kassel Gemeindehaus, Rosenstrasse, 16—19 Uhr am 5. März. Baden Mannheim Gemeindehaus, M. 6. 12., 10 bis 12 Uhr am 4. März. ihn kennen, wünschen ihm noch viele Jahre eines gesunden und sittliche Werte schassenden Wirkens. vr. 8. Aus den Familien Frau Lisette Schloß (Jesberg Bez. Kassel) beging am 15. Februar ihren 80. Geburtstag. — Frau Therese Kahn (Eschwege) feierte am 26. Februar ihren 80. Geburtstag. — Moses Sternberg (Köln) wurde am 26. Februar 80 Jahre alt. — Albin Hirsch (Augsburg) begeht am 2. März seinen 70. Geburtstag. — Ludwig Abramczyk (Berlin) wird am 4. März 70 Jahre alt. — Heinrich Mosbacher (Frankfurt am Main), der 25 Jahre im Vorstand der Hauptsynagogengemeinde war, ist im 76. Lebensjahr gestorben. In Erfurt verschied Frau Gertrud Grünwald, die jahrelang mit großem Geschick und hohem Idealismus die Erfurter Frauengruppe des Central-Vereins geleitet hatte. Ihr Hinscheiden wird nicht nur in den Kreisen der C.-V.- Frauen. sondern darüber hinaus bei allen bedauert werden, die ihren Rat und ihre Hilfe in den vielen wichtigsten Fragen erbeten und gern gehört haben. Der neue Rabbiner in Bochum Nach der vor einiger Zeit erfolgten Pensionierung des Rabbiners Dr. David in Bochum ist das dortige Rabbinat unter entscheidender Mitwirkung des preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden neu besetzt und zum Bezirksrabbinat für die umliegenden Gemeinden des Industriegebietes ausgestaltet worden. Zum Rabbiner wurde Dr. Josef Kliersseld gewählt. Die Einführungsseier fand unter reger Beteiligung der jüdischen Einwohner aus Bochum und den anderen Gemeinden sowie in Anwesenheit zahlreicher Rabbiner aus Rheinland und? Westfalen durch den Vorsitzenden der Gemeinde Bochum, Rechtsanwalt Schönewald, und als Vertreter des Landesverbandes der Amtsvorgänger, Dr. David, statt. Dr. Kliersseld hielt eine wirkungsvolle Predigt über die Ausgaben des Rabbiners in der Gegenwart. Kantor Josef Grabowskr aus Berlin-Friedenau, der seine berufliche Ausbildung durch Oberkantor Juwelier Nürnberger Str. 56 (neben Woolworth) „Ueber alles Lob erhaben ist die Szene der Wasfenweihe, sie gehört zu jenen seltenen Kunstwerken, bei denen das Urteil, das der mächtige Eindruck des Augenblicks dem Gefühl aller abnötigt, von der bedächtigen Kritik des anderen Tages bestätigt wird. Von gleich unwiderstehlicher Wirkung ist das berühmte Duo des vierten Aktes. . ." Nach langen Jahrzehnten eines beispiellosen Erfolges, der immer besonders den „Hugenotten" galt, wurde das Werk Meherbeers später um so heftiger angegriffen und gering geachtet. Wir stehen ihm heute objektiv gegenüber, denn wir sehen Meyerbeer schon historisch. Es ist hier nicht der Platz, über die Berechtigung der „Großen Oper" zu streiten. Jedenfalls war Meherbeer ihr stärkster, erfolgreichster und vor allem begabtester Exponent. Er und sein Werk gehörten der ganzen Welt, weil er die Forderung der Zeit aus seinem Gebiete zu erfüllen bereit war. Er gab der Zeit ihr Operntheater, den prunkvollen, dekorativen Hintergrund in Handlung und Ausstattung, Massenszenen, Staatsaktionen, Exotik, er gab den virtuosesten Kehlen Bombenrollen, er brachte dem Orchester eine individuelle Ausdruckskraft, neue Instrumente, einen glanzvollen Klang. Mit vielem wirkte er in die Zukunft. Daß von seinem Werk auch heute noch lebendige Eindrücke ausgehen können, spürten wir bei der Neuinszenierung der „Hugenotten" in der Berliner Staatsoper vor wenigen Jahren. Damals fühlten wir bei allem Aeußerlichen, Fassadenhaften, Theatralischen, daß es das gibt: Meyerbeers „unsterbliche Melodie". Ludwig Altmann Tee-Nachmittag der Jüdischen Winterhilfe Am letzten Sonntag fand im Brüdervereinshaus ein Tee zugunsten der Jüdischen Winterhilfe statt, bei dem die Damen der Vorstandsmitglieder D a v i d s o h n (Berlin) erhielt, wurde einstimmig zum ersten Kantor der Synagogengemeinde G l e i w i tz gewählt. Der junge Kantor, dessen 'Bruder in gleicher beruflicher Eigenschaft an der Hauptgemeinde in Kopenhagen tätig ist, entstammt einer bekannten Pofener Familie. Julius Blumenthal Geheimrat Dr. Julius Blumenthal, als Arzt eine populäre Erscheinung im Berlin der Vorkriegszeit, wurde vor hundert Jahren, am 2. März 1836 in Kroppenstädt bei Magdeburgs geboren. Er wollte ursprünglich Rabbiner werden, studierte dann aber Medizin. Nach Abschluß des Studiums volontierte er zunächst bei dem berühmten Augenarzt Graefe, später war er Assistent von Geheimrat Dr. Herzberg, dessen große Praxis er nach dessen Tode übernahm. Blumenthal war einer der gesuchtesten" und angesehensten Aerzte in Berlin, ganz der Typus des alten, bewährten Familienarztes, der zugleich ein treuer Helfer seiner Patienten in allen medizinischen Fragen und ihr. Freund und Berater in den Sorgen und Nöten des täglichen Lebens war. Jahrzehntelang sah man sein elegantes Coups mit dem rotbärtigen Kutscher Höfe durch die Straßen der vornehmen Viertel Berlins fahren. Blumenthal war in allen Kreisen gleich beliebt, bei der Aristokratie, der Diplomatie, der Finanz und dem Patriziertum. Er war der Arzt des Herzogs von Sagan, der Fürsten Anton und Ferdinand Radziwill, des Grasen Talleyrand, des Generals von Luccadou, des Grafen v. Hülsen- Haeseler und vieler anderer bedeutender Persönlichkeiten seiner Zeit. Die Botschafter Frankreichs, Rußlands und Spaniens, die Gesandten Belgiens, Portugals, Dänemarks und Kubas ließen sich von ihm behandeln. Auch als Vertrauensarzt der Fot, Arno Kikohr , Victoria-Versicherung übte Blumenthal eine Um* sangreiche Tätigkeit aus. Die vielen deutschen und ausländischen Ordensauszeichnungen, die er erhalten hat, sind ein äußerer Beweis für die Anerkennung, die ihm überall zuteil wurde. Der Berliner Jüdischen Gemeinde gehörte er als Repräsentant an. Jahrelang war er ein eifriges Vorstandsmitglied des Central-Vereins. Immer war er zu Rat und materieller Hilfe bereit, ein unermüdlicher und erfolgreicher Fürsprecher der Bedürftigen. Keiner von seinen begüterten Patienten versagte sich dem Manne, wenn er ihn um Hilfe für Bedürftige bat, denn Wohltun galt der Gemeinde und der großen jüdischen Organisationen die Tische gedeckt hatten und die Gäste empfingen, unterstützt von jüdischen Künstlerinnen. Der große Saal war überfüllt. Der Vorsitzende der Berliner Jüdischen Gemeinde, Direktor Heinrich Stahl, erösfnete den Nachmittag mit einem Dank an die jüdischen Frauen, deren hingebungsvoller Mitarbeit das große soziale Werk gelungen sei. Im zweiten Teil des Nachmittags gab Dr. Alfred Klee in kurzen herzlichen Worten dem Dank der Gemeindemitglieder an Direktor Stahl für sein stetiges warmherziges Eintreten für die Winterhilfe Ausdruck. Teenachmittage pflegen im allgemeinen in ihrem künstlerischen Teil keine Ueberraschungen zu bringen. Man hält sich mit Absicht an Altbewährtes. Und auch dieser recht anregende, nur zu reichlich gedeckte künstlerische Gabentisch — dessen Niveau keineswegs gleichmäßig war — wies in der Mehrzahl bekannte Namen auf. Trotzdem hatte dieser Nachmittag sein „Ereignis", nämlich in dem Debüt des Orchesters der Jüdischen Kün st ler Hilfe unter seinem neuen Dirigenten Rudolf Schwarz. Man kann deshalb mit Recht von einem „Debüt" sprechen, weil das Orchester zu Beginn der neuen Tätigkeit seines jetzigen Leiters seine besten Kräfte verloren hatte, so daß es das Orchester quasi neu zu schassen galt. Und es ist dem Orchester und seinem Dirigenten nichts Besseres zu sagen, als daß es der erzieherischen Arbeit von Schwarz gelungen ist, hier in einem Zeitraum von etwa drei Monaten neben dem Kulturbundorchester einen zweiten Klangapparat aufzubauen, dem es zu wünschen ist, daß er sich in Zukunft ähnlich erfolgreich auswirkt wie unser Hauptorchester. In Rudolf Schwarz haben wir es jedenfalls mit einer ausgesprochen starken Dirigentenbegabung zu tun. Er verfügt über eine klare und ruhige Zeichengebung, die sich jeder Situation gegenüber sofort geschickt und überlegen anzupassen versteht, so daß er seinen Willen absolut durchzusetzen vermag. Man merkt es dem Orchester an, wie es willig mit ihm mitgeht, und spürt den Ernst der geleisteten Probenarbeit. Die Wirkung dem Publikum gegenüber stellte sich daher mit den ersten Takten ein. Ausgezeichnet durchgearbeitet ihm äls höchste jüdische Pflicht. Kurz vor Vollendung feines 80. Lebensjahres , starb Julius. Blumenthal, der Vater unseres Freundes Geheimrat Ferdinand Blumenthal, am 20. Februar 1916. Berliner jüdische,UJinterhilfe Der Monat März, als letzter Wintermonat, stellt an die, Jüdische Winterhilfe noch ganz besonders hohe Anforderungen. Die Hilfsbedürftigen müssen nach wie vor mit Kohlen und zusätzlichen Lebensmitteln versorgt werden. Ihre Zahl hat sich in den beiden letzten Monaten erheblich 'vermehrt. Es werden deshalb alle Mitglieder der Jüdischen Gemeinde gebeten, nach wie vor ihre Spenden an die Jüdische Winterhilfe abzuführen, insbesondere werden diejenigen Gemeindemitglieder, die zu einem regelmäßigen monatlichen Beitrag entsprechend ihrer Einkommensteuer ausgerufen sind, gebeten, so rasch wie möglich ihren Beitrag für März an die Jüdische Winterhilfe der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Berlin 6 2, Rosenstraße 2—4 (Postscheckkonti Berlin 93 446) oder auf die bekannten Bankkonten einzuzahlen. Seelische Winterhilfe 19. und 20. Veranstaltung in den Passage-Festsälen, Neukölln, Bergstr. 150—152, 2. März, Kindernachmittag 15.30 Uhr, Bunter Abend 20 Uhr. Mitwirkende am Kindernachmittag: Edith Jacob, Ernst (Ludwig) N u ß b a u m, Jonny Schwers e n z, Erwin S u't t n e r, Erika Sachs. Mitwirkende am Bunten Abend: Fritz T a ch a u e r sagt an. Erich Fuchs, Gerhard Gottschalk, Helga Hertz, Annemarie Hirsch (Hase), Lotte Hirschf e I d (Holms), Ernst (Ludwig) N u ß b a u m, Hanni Rosen, Jonny Schwersenz, Erwin Suttner. Am Klavier: Dr. Walli Aron, Greta G u n - dersheim (Friedmann). Karten für Hilfsbedürftige unentgeltlich im Winterhilssbezirk Süden, Kottbusser Ufer 48—50, Winterhilfsbezirk Westen, Steglitzer Straße 9. Einlaß nur mit Eintrittskarte. Einlaß zum Bunten Abend um 19.30 Uhr. 21. Veranstaltung im Casö Leon, Kurfürstendamm 155, 9. März, 16 Uhr, Bunter Nachmittag für Erwachsene. Mitwirkende: Erich E l k a n und Hellmut Wolfs sagen an: Jani B a l l a n, Bober-Lewinski, Martha Frost, Herbert G r ü n b a u m, Hedi H a a s e , Felicia Sachs, Karja Sch a Piro, Kinderorchester des 2. Waisenhauses der Jüdischen Gemeinde in Pankow. Am Klavier: Rudi Lehmann und Ruth Cohn (Schlesinger). Karten für Hilfsbedürftige unentgeltlich im Winterhilssbezirk Südwest, , Münchener Straße 37. Einlaß nur mit Eintrittskarte. Einlaß zum Bunten Abend nachmittag um 15 Uhr. Jugendliche unter 18 Jahren haben keinen Zutritt zum Bunten Nachmittag. Voranzeigen Berlin: 29. Februar, 2« Uhr 30 Min.: Synagogenverband Berlin, Gruppe Rykestraße N. Rabbiner Dr. van der Zyl: „Wendepunkt im Judentum". Musikalische Umrahmung: Kantor Harry Danziger und Betty Abrahamsohn. , Synagoge Rykestraße. 29, Februar, 20 Uhr: Eynagogenverband Berlin, Gruppe Neue Synagoge. Rabbiner Dr. Weyl: „Aus der Welt des Talmud". Musikalische Umrahmung: Oberkantor Eollanin. Trausaal, Oranienburger Straße 29. 1. März, 15. Uhr 30 Min.: Synagogenverband Berlin, Gruppe Lützowstraße. Bewirtung der Kinder der Mitglieder und derjenigen, die ständig an der Iugendfeier. teilnehmen und dein Synagügenchor angehören." Gesang- und Deklamationsvorträge. Platzkartenausgabe am 28. Februar von 17 bis 18 Uhr im Trausaäl. 8, März, 20 Uhr: Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums.. Dr. Arnold Metzger: „Die Frage nach dem Sinn der Geschichte". Aula der Lehranstalt, Artilleriestraße 14. -5. März, 20 Uhr 15 Min.: Jüdisches Lehrhaus. Wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft. Professor Dr. Erna Barschak: „Eindrücke aus der englisch-jüdischen Erziehungsarbeit". Lehrhaus, Marburger Straße 5. Reichsverband israelitischer Schwerhöriger (Risch) e. V., S ch l e s i s ch e Bezirksgruppe. Nächste Monatsversammlung: 3. März, 20 Uhr, Gemeindehaus II, Schweidnitzer Stadtgraben 28. Ohrenarzt Dr. Pasch: „Die Entstehung und Pflege der Sprache." Gäste willkommen. Auskunft bei Lotte Schwarz, Breslau 13, Moritzstraße 33 (Tel..: 30557). wapen die Begleitungen zu den Gesängen; die zur „Eanzonetta" aus „Figaro" war bester Mozart. Man braucht wohl jetzt nicht bange zu fragen, wer gelegentlich eine Lücke im Kulturbund auszufüllen vermag, wenn mal eine Vertretung gebraucht wird. Besondere Erwähnung verdient aber auch der anscheinend vorzügliche Konzertmeister des neuen Orchesters, Alexander Pril u tz k i, dessen tonliche und technische Qualitäten in dem Solo der von Kurt Singer besonders schmissig gebrachten Ouvertüre zu „Orpheus in der Unterwelt" aufhorchen ließen. Die übrigen Künstler müssen sich mit der Auszählung ihrer Namen begnügen, die zugleich der Dank für ihre Mitwirkung nicht nur an diesem Nachmittag, sondern auch bei anderen Veranstaltungen der Jüdischen Winterhilfe, in deren Dienst sie sich in diesem Winter so häufig gestellt haben, sei: Frida Weber-Fleßburg, Rita A t l a s z, Camilla S p i r a, Dora G e r s o n, Ruth Con - d e l l, Nelly Hirsch, Willy Prager, Max K u t t n e r, Lucie M a n k i e w i tz - M a n e n, Cläre Arnstein, Erna Klein, Erwin Iospe und Kurt Hirsch. Konzerte und Vorträge Wir sahen in den oberschlesischen Gemeinden Beuthen, Gleiwitz und Ratrbor die entzückende Lustspiel-Operette „Meine Schwester und ich", aufgeführt vom Theaterensemble des Hamburger Kulturbundes. Man darf den Hamburgern, die auch dieses Mal wieder ihr Können unter Beweis stellten, recht dankbar für die genußreichen, humorbeschwingten Abende sein. Da war auch jede Rolle vorzüglich besetzt: mit der schönen Liselotte Cohn-Rosen als Prinzessin, dem sympathischen Karl Heinz Jaffö als Bibliothekar, dem eleganten Schauspieler Fritz Melchior als Graf Lacy, dem ausgezeichneten Komiker Kurt Appel als Filosel, der temperamentsprühenden Edith H e r ß l i k als Verkäuferin Irma und dem wirklich ersten Charakterdarsteller Julius Kobler als Kunden. Die von Max Wächter (Kammerdiener) einstudierten Tänze im zweiten Akt mußten mehrfach wiederholt werden. Kurt Behrens am Flügel begleitete ge- Schachaufgabe Nr. 57 von Max Wiener (Wittenberg) Deutsches Wochenschach.1910 Matt in drei Zügen Weiss: Kb8„ T(J6, 855, Ba4, a5, 63. e4, e5 (8) ' . Schwarz; Kc5,<Sf3, Bb4, c6 (4) Lösung der Aufgabe Nr. 55: 1. Dgl—h2, g2—glDf, 2. Sd2—flf und 3. Sfl—e3 matt .... g4—g3, 2. Sd2—fl (Drohung) und 3. Sfl—e3 matt .... d6—d5. 2. Dh2—c7, g2—glDf; 3. Lc4—fl matt .... döXc4; 3. Dc7Xc4 matt. » Lösung der Aufgabe Nr. 56: 1. Sf7—g5, (drohend 2. Sg5—e6 matt) 865—1,4, 2. Sa3—b5 matt 865—c3. 2. Tg3—d3 matt Sd5-^-e3, 2. Sg5—f3 matt 865—k4, 2. Dc6—e4 matt Sd5—e7, 2. L66—c5 matt S'd5—c7, 2. Dc6-^-c5 matt f6Xg5, 2. Ld6Xe5 matt Db3Xg3, 2. Sa3—c2 matt » Richtige Lösungen der Aufgaben Nr. 55 und 56 gingen ein von: Hans Cohn, Rechtsanwalt Ludwig. Mayer, Sanitätsrat Dr. S. Domke (Berlin), Erich Rubensohn (Hildesheim), Siegmund Austerlitz (Gießen), Gottfried Gumbel (Stuttgart), Mar Pniower (Hindenburg), Dr. med. Meyerhosf (Rotenfels), Hans Steinberger (Bayreuth), Kantor D. Cohn (Koblenz), Tierarzt Max Koschminski (Landsberg), Jacob Baumann (Köln), Alfons Ehrlich (Gleiwitz), Gerhard Lewisohn (Quedlinburg), Leo Rothschild (Konstanz), Karl Nußbaum (Rheydt); von Nr. 55 von: Sanitätsrat Dr. Ritterband (Osterode), Heinrich Mehrländer (Dessau); von Nr. 56 von: Rabbiner Dr. Tänzer (Göppingen), Walter' Joelsohn (Berlin), S. de Löwe (Norden), Frau Tilde Adler (Landsberg), Gerda Loewkowitz (Konstadt), Günther Rosenstock (Berlin). ■ # Weitere richtige Lösungen von Nr. 53 und 54 sandte ein; Sanitätsrat Dr. Ritterband (Osterode). * Schachbriefkasten: S. K. (Düsseldorf). Vielen Dank für Uebersendung Ihres ersten Problem- Versuches, der aber leider wegen des unökonomischen Aufbaues, sowie des 1. Zuges, in welchem bereits eine Figur geschlagen wird, nicht verwendbar ist. hvsung der Damespiel-Aufgabe im Kinderblatt der C.-V.-Zeitung vom 6. Februar 1936. 1. Da3—e7, f8Xd6 2. Db8Xe5Xh8, Dal muss ziehen 3. DXD * Richtige Lösungen gingen ein von: Peter Aronheim (10 I.), Berlin: Hans Rosenbach (11 I.), Leipzig; K. Gerstle (11 I.), Frankfurt a. M.; Gisela Levi (10% I.), Eschwege; Jakob Landsberg, Leipzig; Addi Sondheim (12 I.) und Herbert Sondheim (8 I), Ober-Gleen (Oberhesfen); Anita Lamm (12 I.), Lichterfelde; Marwin Cohn, Koblenz; Peter Baar, Berlin; Ruth Rothschild, Oehringen. wandt und schmissig, Ausstattung und Kostüme (Käthe F r i e d h e im) paßten trefflich in den Nahmen. Hinter jedem Detail und dem restlosen Zusammenspiel spürte man die zielbewußte Regie Dr. Hans B u x b a u m s. 8. L. Die Reihe der Veranstaltungen des Jüdischen Kulturbunds Koblenz eröffnete Marion Ko ege l, trefflich begleitet von Werner Seelig - Baß. Die Pianistin Erna Mann, gemeinsam mit der Koloratursängerin Alice Schwarz, und einige Wochen später der Frankfurter Bariton Hans Assenheim, am Flügel von Erica S ch l a y e r begleitet, gaben wohlgelungene Konzertabende. Alfred Auerbach erfreute mit fein vorgetragenen jüdischen Geschichten. Vor aufmerksam lauschender Zuhörerschaft sprach Ilse Jntrator Dichtungen von Heine bis Werfel. Dr. Kurt Singer zeigte in gedankenreichen Ausführungen die mannigfachen Probleme aus, die sich für die jüdischen Kulturbünde bei der Erfüllung ihrer Aufgabe ergeben. Einleitend erklang Beethovens Andante favori (Trude Meyer). Die anmutige Kunst Dela Li pinskajas (arg Flügel: Dr. Lamm) zauberten aus manch sorgenvolles Gesicht ein beglücktes Lächeln. Fr. Ar. Schüler und Schülerinnen in Köln spielten Theater zum Besten der Jüdischen Winterhilfe und der jüdischen Kriegsopfer und Hinterbliebenen. Zwei reizende Niveau wahrende, dabei humorig gewürzte Spiele des Aacheners Davin Schönberger versetzten die Spielgemeinschast und das Publikum in Helle Begeisterung. In „Elias sendet einen Traum", auch in „Balak Baliam" spürte man die sachkundig« anfeuernde Hand des Initiators und Regisseurs Hermann Fleischmann und seines treuen Mitarbeiters Josef Fr ei mark. Aparte altchassidische Gesänge und Tänze (letztere von Anny S ch ö n e b e r g mit eigener Note einstudiert und von ihrer Tanzgruppe voll Anmut ausgesührt) gaben den beiden Stücken ein sehr ansprechendes Relief. Es wurde mit freudiger Hingabe gespielt. Dichter und Regisseure konnten sich dem zahlreichen Publikum mehrmals zeigen. A. W. Ilse Jntrator, Berlin, rezitierte mit großem Erfolg in den Jüdischen Kulturbünden Nordhanse n, Göttin gen, Ossenburg sowie rn Bochum. An den meisten Abenden hörteman „Ernstes und Heiteres von Heine bis Werfel". *

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