Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936) - farbig
- Issue
- 8 (20.2.1936)
- Date
- 1936-02-20
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Wann und wo finden Sie Rat? Hess.-Nfassau u)nd Messen Fulda Hotel Kaufherr. 20. Februar 1936, 11—13 Uhr. •iiiiiiiuiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiimiiiiimimiiiiiiiiiiiiniiiiiiiimuiiimmiiNiMimmiii "^.-Tätigkeit in Rheinland-Westfalen Im neuert Jahr fuhr der Landesverband Rheinland-Westfalen darin fort, durch die Ortsgruppen in den größeren Städten feines Gebietes Gemeindeverfammlungen einzuberufen. Der Syndikus des Landesverbandes, Dr. E r n st Plaut, Essen, sprach am 19. Januar in der Synagoge in Hagen, am 4. Februar im Gemeindeheim G e l s e n k i r ch e n, am 17. Februar im Gemeindeheim Dortmund über „Gegenwartsaufgaben des C.-V.". Der Vortragende schilderte die geistige Lage der Juden und zeigte die Aufgaben aus, die aus der geforderten Dissimilation erwachsen. Er zeichnete dann einen Querschnitt durch die rechtliche und tatsächliche Lage, in der sich die Juden innerhalb der verschiedenen Berusskategorien befinden. Endlich forderte der Redner, daß keine weltanschaulichen, vor allem keine jüdisch-parteimäßigen Auseinandersetzungen das Hilsswerk auch nur einem Juden gegenüber gefährden dürften. TagungdesVerbandes der jüdischen Gemeinden Schleswig-Holsteins und der Hansestädte Vor kurzem fand in Hamburg eine Tagung des Verbandes der jüdischen Gemeinden Schleswig-Holsteins und der Hansestädte statt, dem auch der benachbarte preußische Regierungsbezirk Stade und Oldenburg angeschlossen sind. Für die Reichsvertretung war Dr. Lilienthal, für den preußischen Landesverband Dr. Schildberger zugegen. Aus dem Geschäftsbericht, den Rechtsanwalt David, der Vorsitzende des Großen Ausschusses des Verbandes erstattete, ist zu erwähnen, daß der Verband 30 ganz kleine Gemeinden und 85 Orte umfaßt, in denen einzelne jüdische Familien wohnen, die vom jüdischen Gemeinschaftsleben so gut lote abgeschlossen sind. Hier wurden durch produktive Unterstützung, Wohlfahrtsarbeit und jüdischen Unterricht, sowie durch Kulturveranstaltungen jüdisches Bewußtsein und jüdische Existenzen erhalten. Außer der Vereiuigung von Kindern aus diesen Kleinstgemeinden an den Feiertagen in Hamburg, Altona und Lübeck wird beabsichtigt, Kurse sür die jüdischen Frauen aus diesen kleinen Orten abzuhalten, um sie in jüdischem Pslichttum zu unterrichten und ihnen Regeln sür die Lebenshaltung zu geben. Dr. L i l i e n t h a l ging in seinem Referat besvnders auf die Betreuung der Jugend ein. Ober- - rabbiner Dr. Josef C a r l e b a ch, Altona, erstattete einen Kulturbericht. Dr. Schrldberg e r sprach über die Aufgaben des preußischen Landesverbandes. Wie Rabbiner Dr. Winter, Lübeck, in seinem Schlußwort betonte, lag der Wert der Tagung vor allem in der Tatsache, daß Menschen aus den kleinen Gemeinden wieder einmal die Möglichkeit hatten, in jüdischem Kreise 'sich auszusprechen und sich als Glieder eines großen Ganzen zu fühlen. Gemeindewahl in Bamberg. Die Neuwahl der Gemeindekörperschaften der israelitischen Kultusgemeinde Bamberg konnte unter Vermeidung eines Wahlkampfes durchgeführt werden, da ein Einheitsvorschlag eingereicht wurde. Gemeindeverwaltung und Gemeindekammer haben sich nunmehr konstituiert. In den Rat des Verbandes bayerischer israelitischer Gemeinden wurde an Stelle des ausgeschiedenen Geheimrats Dr. Joses Werner (Bamberg) Rechtsanwalt Dr. Martin M v r g e n r o t h, der Vorsteher der Gemeindeverwaltung Bamberg, gewählt und an dessen Stelle in die Tagung des Verbandes Justizrat M. H o e f l e i n (Bamberg). Bei den Haushaltungsschülerinnen in Lehnitz Eine Eigenart im Erholungsheim des jüdischen Frauenbundes in Lehnitz, die von den Gästen als besonders angenehm empfunden wird, ist die Verbindung mit dem hauswirtschastlichen Schulungskursus. Frische junge Mädchen, mit guten Manieren, taktvoll und zurückhaltend, machen die Haus¬ und Küchenarbeit, servieren und decken die Tische so hübsch und geschmackvoll, daß man schon vom Ansehen Appetit bekommt. Mit ' praktischer Gummischürze angetan, stehen Schülerinnen am Waschtrog, im Nebenraum bügeln einige, buntbeschürzt räumen andere die Zimmer aus. Daß junge Mädchen im Kinderheim des Hauses als Pflegerinnen tätig sind, gehört zum Unterrichtsgang. Nirgends ein Leerlauf, jede Arbeit dient praktischem Zweck. In der Organisation ist das moderne pädagogische Prinzip verwirklicht, jungen Fachkräften die Leitung des Unterrichts anzuvertrauen. Nur wenige Jahre älter als ihre Schülerinnen — von denen übrigens manche das Abitur hat — mag die junge Herrscherin im Küchenreich sein, die da mit solcher Sicherheit und ruhigen Freundlichkeit zeigt und erklärt, und selbst inmitten einer Flut von Arbeit nie den Kopf, nie die Geduld verliert. Bei dieser jugendlichen Haushaltungslehrerin, an der sich manche ältere Hausfrau ein Beispiel nehmen kann, lernen die Mädchen etwas. Und genau so ist's hinsichtlich der anderen Lehrgänge. Tagesplan und Arbeitseinteilung erweisen hier, wie Ordnung Zeit gewinnen lehrt. Trotz Haus-, Garten- und Werkarbeit, Gymnastik, Nahrungsmittel-, Material-, Haushaltungskunde, Erziehungs- und Gesundheitslehre, Hotelbuchführung, trotz ernsthafter hebräischer, englischer, deutscher Musik- und jüdischer Geschichtsstudien siudet sich noch immer Zeit zu einem regen Gemeinschaftsleben in jüdischem Geiste. Da werden Singstunden und Vorträge abgehalten; an den in Lehnitz häufig stattfindenden Tagungen jüdischer Organisationen nehmen die Schülerinnen gleichfalls teil. Cs ist auch immer noch Zeit da zur sportlichen Betätigung im Freien, zur Erholung im Walde und am See. Im Zusammenleben mit den Gefährtinnen und Lehrkräften lernen diese jungen Menschen die für ihre Zukunft so notwendige Einordnung in jüdische Gemeinschaft. Und wenn sie nach einem Jahre als gründlich ausgebildete Heimgehilfinnen in die Praxis gehen, werden sie ebenso erfolgreich im Privathaushalt, wie in einem großen Hauswesen im Ausland zu wirken vermögen. Lehrhaus Berlin Montag-Einführungsvorlesungen in die Jüdische Geschichte: 24. Februar, 20 Uhr 30 Min., Jsmar Elbvgen: „Neuzeit", Logenhaus/Kleiststraße 10. Offene Arbeitsgemeinschaft über den Donnerstag- Vortrag: 27. Februar, 20 Uhr 30 Min., Aula, Jvseph- Lehmann-Schule, Jvachimsthaler Straße 13, Berlin: 22. Februar, 20 Uhr 30 Min.: Synagogenverband Berlin, Gruppe Rykestraße R. Rabbiner Dr. Manfred Swarsensky „Der Talmud". Musikalische Umrahmung Oberkantor Harn, Dauziger und Hermann Schwarz 24. Februar, 20 Ahr: Lehranstalt für die Wissenschaft beS Judentums. Dr. Moses Siftcr: „Probleme um die Aussprache des Hebräischen". Aula der Lehranstalt, Artilleriestraße 14. 25. Februar, 17 Ähr 30 Min.: Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums. Außerordentliche Generalversammlung. Lehranstalt,, Artilleriestratze 14. 25. Februar, 20 Ahr 15 Min.: Verein gesetzestreuer Lehrer. Dr. Goldschmidt: „Interessantes zur Peffach-Hagada". Konditorei Hansa, Flensburger Straße 19. Bre8lau: 25. Februar, 20 Ahr 30 Min.: Gesellschaft für jüdische Familienforschung. Kurt Schwerin: „Jüdische Führer in der schlesischen Industrie". Lessingloge. c/A>/ , Ein Königlicher Briefmarkensammler Am 20. Januar starb Georg V. In den Kreisen der Philatelisten ist die Trauer ganz besondere gross, denn gerade dem verstorbenen Herrscher war es zu danken, dass das Briefmarkensammeln in grossen Teilen des Erdballs nicht eine Liebhaberei von einzelnen Menschen blieb, sondern hoffähig wurde. Als Prinz, als Thronfolger und als König ist der Dahingeschiedene der Philatelie nicht nur treu geblieben, sondern hat durch Er- KTsioe mm Werbungen, V ervollständigungen, Unterstützung der Forschung und eigene Vorträge der Briefmarkenkunde einen starken Auftrieb gegeben. Schon der junge Seekadett, der sich, als zweiter Sohn König Eduards VII., ganz dem Seewesen hingeben wollte, hatte der damalige Prinz Georg auf den 1880 mit der „Bacchante“ unternommenen Weltreisen Gelegenheit, die in den einzelnen englischen Kolonien benutzten Postwertzeichen zu erwerben.. Er wurde in dieser Hinsicht auch von seinem Onkel, dem Duke of Edinbourgh, unterstütz. Der damals angelegte Grundstock erfuhr einen weiteren Ausbau. Später, als der Prinz, der durch den 1892 erfolgten Tod seines älteren Bruders Thronfolger geworden war, boten auch die vielen repräsentativen Reisen Gelegenheit zum Erwerb interessanter Stücke. Bald trat der Prinz in die London Philatelie Society ein, den führenden englischen Sammlerverein, in dem es ihm bis in die letzten Jahre Vorbehalten blieb, von 1919 bis zuletzt in der ersten Augustsitzung Vorlagen aus seinem Material zu machen und diese zu erläutern. Der Verein, der bald in Royal Philatelie Society umbenannt wurde, machte den Thronfolger schon im März 1904 gelegentlich eines Vortrags über die englischen Eduard-Köpfe zu seinem Präsidenten, später zum Ehrenpräsidenten. Die gleiche Ehrung wurde ihm seitens des Sydney Philatelie Club und des schwedischen Philatelistenverbandes zuteil. Die Sammlung König Georgs V., die nur die Marken des British Empire enthält, umfasst in ihren 150 Bänden die grössten auf diesem Gebiet vorhandenen Seltenheiten, z. B. beide Mauritius „Post Office“, Westaustralien, Ausgabe 1854, 4 d. blau, mit kopfstehendem Rahmen, die englische 10 Schilling „I. R. Official“ von 1902 ungebraucht im Paar und Einzelstück, gebraucht im Einzelstück, den einzigen bekannten Fünferstreifen der Mauritius „Post Paid“ 2 d. mit dem Fehldruck „Penoe“ und viele andere Unikate. Ueber das weitere Schicksal der Sammlung, die in besonderen Räumen des Buckingham-Palastes aufbewahrt wird, sind bereits Entscheidungen getroffen worden. König Eduard VIII., der zwar auch Sammler, aber noch nicht so ausserordentlich stark philatelistisch interessiert ist wie sein Vater, wird dessen Sammlung weiter pflegen und für deren Ausgestaltung Sorge tragen. Tauschecke der C.-V.-Zeitung Wir beabsichtigen, alle vierzehn Tage in der C.-V.- Zeitung eine Briefmarke 11-Tauschecke zu veröffentlichen und ' bitten alle unsere philatelistisch interessierten Freunde, uns, soweit sie Interesse für Briefmarkentausch haben,, ihre genaue Anschrift anzugeben, unter Hinzufügung ihrer Spezialgebiete und Tauschwünsche. In dieser Briefmarken- Tanschecke werden wir auch besondere Hinweise darauf geben, welche im Verkehr befindlichen Marken Abarten aufweisen. Vermischtes Der Tag der Briefmarke ist in fast allen deutschen Städten, in denen es Briefmarken-Sammlervereiae gibt, durch Ausstellungen und Sitzungen ■ gefeiert worden, in denen auf die Bedeutung des Tages, die Wichtigkeit der grosszügigen Werbung für die Philatelie und die Persönlichkeit des Generalpostmeisters Heinrich v. Stephan hingewiesen wurde. Aber auch in zahlreichen europäischen und aussereuropäischen Orten fand die Idee einer solchen Veranstaltung grosse Verbreitung. Universitäts-Vorlesungen über Philatelie. An der Harvard-Universität in Cambridge (Mass., USA) finden, wie „Sammlerpost“ meldet, auf Veranlassung des Erziehungs- Departments des Staates Massachusetts im Wintersemester 1935/36 acht Vorlesungen über philate- , listische Fragen statt, z. B. über Verständiges Sammeln und philatelistische Hilfsmittel, Papier-, Druck- und Trennungsarten, Fälschungen und ihre Bekämpfung u. a. Auch an der Universität Washington wurden Themen erörtert, wie Psychologie des Markensammelns, Briefmarken und Zeitereignisse, Organisation von Sammlervereinen usw Neuentdeekte deutsche Abarten. Der Ostropa-Block ist nach „Sammle rpost“ jetzt in einigen Stücken ungezähnt auf getaucht, ist also jetzt auch in diesem Zustand zu katalogisieren. Die Trachtenserie kommt, besonders der 40 - Reichspfennig - . Wert, mit fehlender innerer Rand- . linie vor. Oft ist sie mehrfach unterbrochen. Die Händel-Marke wurde dem gleichen Blatt auch mit fehlender Randlinie vorgelegt, so dass das Perückenhaar anscheinend aus dem Markenbild heraustritt. Bei den bayerischen Eisenbahnmarken sind bisher die 3 und 5 Pfennig mit doppelt gelochtem „E“ bekannt. Nunmehr taucht auch die 20 Pfennig mit dieser Abart auf. Philatelie im Vatikanischen Museum. Nach „Madrid Filatelico“ wurde Anfang dieses Jahres im Vatikanischen Museum in Rom eine besondere Briefmarkenabteilung eingerichtet, die u. a. nicht nur eine grosse alte Sammlung d§r früheren Kirchenstaatmarken enthält, sondern auch die Sammlung des Papstes Pius XI. Ausserdem werden dauernd die aus der laufenden, ausserordentlich umfangreichen Korrespondenz des Vatikans einlaufenden Marken. Karten und Briefumschläge für diesen Zweck zur Verfügung gestellt. ’ ' ' Massaua philatelistisch gesehen ist einer der interessantesten Orte der Erde. Zunächst zum angloägyptisehen Sudan gehörend, besass es ein ägyptisches Postamt, das wohl um 1870 errichtet wurde und erst einen grossen Entwertungsstempel mit Inschrift „POSTE KHEDEVIE EGIZIANE - MAS- SAWA‘‘ nebst dreizeiligem Dalum benutzte, dann etwa von 1879 ab einen in Französisch und Arabisch gehaltenen Stempel mit einzeiliger Datumbrücke, der bis Oktober 1885 bekannt ist. Mitte 1885 besetzten die Italiener den Hafen nebst Hinterland und schufen die Kolonie Erythräa, in der zahlreiche Ortsstempel benutzt wurden. Augenblicklich sind dort auch sehr viele Feldpoststempel in Verwendung. Die deutsche 5 - Reiclispfennig - Freimarke kommt zurzeit auch in Platten d r u c k an den Schalter, mit den üblichen Reihenzählern am oberen, rechten und unteren Bogenrand, Hausauftragsnummer unten zwischen 5. und 6. Marke, ebenso Formnummer. Es lohnt sich, diese Marken mit den entsprechenden Rändern zu sammeln und Marken vom gewöhnlichen Walzendruck daneben zu kleben. Ein Postmuseum in Paris. Nach mehrfachen Meldungen beabsichtigt die französische Postverwaltung, in Paris nach dem Muster der bereits in vielen anderen Ländern vorhandenen ähnlichen Institute auch in ihrer Hauptstadt ein Postmuseum einzurichten, für das eine bereits dem Staat gehörende ausserordentlich umfangreiche Frankreich - Spezialsammlung die Grundlage bilden soll. Künstlerzeichen auf deutschen Briefmarken waren bisher streng verpönt, nur einige Erinnerungs- Postkarten zeigen initialen der betreffenden Künstler. Den Anfang bei den Briefmarken macht M. E s c h 1 e, dessen Name am unteren Rand der neuen Olympiade-Marken zu sehen ist. Nur ungebraucht oder nur gebraucht? In dieser Beziehung soll und darf der Sammler niemals nach dem berühmten Schema F gehen. Man kann gewiss auf dem Standpunkt stehen, dass eine Seite ungebrauchter Marken einen ästhetisch schönen Anblick gewähren, dass umgekehrt gebrauchte Marken auch den Beweis ihrer bedarfsmässigen Verwendung erbringen — können (falls sie nämlich nicht Gefälligkeitsstempel tragen), aber einen allgemein und stets gültigen Grundsatz gibt es nicht. Insbesondere muss man von einem derartigen Prinzip abweichen, wenn man den Schritt zum Spezialsammler oder gar zum Forscher tut. Ueberhaupt wird man Abarten, Ränder, Blocks usw. nie oder selten in der Form bekommen, in der sie in einen bestimmten Rahmen hineinpassen. Eine unbekannte Erinnerungsausgabe. In England wurde vor einiger Zeit eine Erinnerungsausgabe angeboten, die bisher in den Katalogen nicht vermerkt ist. Es handelt sich um die Freimarken der Vereinigten Staaten von Amerika, Ausgabe 1895, 1 Cent bis 5 Dollar, die dazugehörige Eilmarke. ferner um die gleichzeitigen Zeitungsmarken von 1 Cent bis 100 Dollar und um die damaligen Postkarten und Umschläge. Sie alle erhielten aus Anlass des Weltpostkongresses von 1897, der in Washington abgehalten wurde, einen schwarzen Aufdruck „Union Postal Congress“ in einer Auflage von 125 Sätzen, die in besonderen Alben abgegeben wurden. Der Preis eines solchen, jetzt zur Veräusserung gelangenden Albums wird mit 35 Pfund Sterling oder 175 Dollar angegeben. Bücherschau Die 39. Lieferung des Kohl- Briefmarken-Handbuchs, des massgebendsten in deutscher Sprache erscheinenden Werkes, enthält Italien (Teil II), Ausgaben 1861/62 bis 1867. Von den Freimarken von 1861/62 werden noch die auf ihnen vorkommenden Entwertungen grundlegend behandelt und abgebildet. Es folgt die nicht verausgabte Markenserie für die Neapolitanischen Provinzen, deren merkwürdige Entstehungsgeschichte hier erörtert wird, sodann die Freimarken von 1862 in Prägedruck, wobei besonders die Beschreibung der Zähnung Beachtung verdient. Ein umfangreiches Kapitel ist den 15 - C. - Marken gewidmet, sowohl hinsichtlich der entsprechenden Tarife, als auch der Herstellung der notwendigen Wertzeichen, Proben, Unterarten, Drucksteine und Fälschungen zum Schaden der Post. Die Regierungszeit König Viktor Emanuels II (1863 bis 1878) wird durch eine Darstellung der Tarife und Entwertungsstempel eingeleitet, ebenfalls wieder durch zahlreiche Abbildungen unterstützt. Hinsichtlich der Marken, die zunächst bei De La Rue & G'o., Ltd., London, später in der Staatsdruckerei in Turin hergestellt wurden,. wirkt die ausführliche Behandlung der einzelnen Druckvorgänge, Vorbereitungen, Druckplatten, Randinschriften, Plattennunimerung usw. verblüffend hinsichtlich des Vergleichs mit den damaligen — und späteren — englischen Freimarken. Selbst wer diese Marken nicht so eingehend spezialisiert, sollte sich die Einleitung zur Ausgabe 1863, die Bearbeitung der Freimarken selbst sehr eingehend durchlesen, weil hier wie kaum sonst in der deutschsprachigen Fachliteratur eine zusammenhängende Darstellung der Fabrikationsmethoden gegeben wird, die für sehr viele Wertzeichen verschiedenster Länder massgebend ist. Interessante Angaben über das 15 - C. - Provisorium und die 2-6.- Marke von 1863 und die 20 - 6. - Marke von 1867 beschliessen diese wertvolle Lieferung. MONDIAL, Billigs Internationales Philatelistisches Nachschlagewerk. Der sehr eifrige Wiener Verlag Fritz Billig tritt jetzt mit einem grosszügigen Werk vor die Oeffentlichkeit, das in Form von Lieferungen die gesamte philatelistische Literatur in sachlicher Anordnung enthalten wird. Die mit englischen, französischen und deutschen Ueberschriften und Anordnungen versehenen Blätter sollen länderweise die ganze Welt umfassen, innerhalb der einzelnen Länder alle Veröffentlichungen, die sich auf Post, Briefmarken, Handel, Vereine usw. beziehen. Die einzelnen Blätter können nach, einer der drei genannten Sprachen, dann länderweise, dann weiter nach Materien, geordnet werden, so dass der Leser in Karteiform eine dauernde Uebersicht über die einschlägigen Bücher und Artikel erhält. Die nächste Briefmarken«!! cke erscheint in ca. 4 Wochen. Brief markest Ankauf ,i lu .Verkauf geg.Kasse v. ganzen Sammlung, u. Einzel- Marken in jeder Menge größt. Lager in Rarität.,Sammlung. Gelegenh. Posten usw. Reichillustr. Preisliste gratis und franko J« ii* HL Stolow, Briefmarken-Handlung Berlin W 50, Augsburger Str. 37 (Ecke Joachimsthaler Sfr.) Tel. Bismarck 468. * Wenn Sie gut bedient seinwollen, so machen Sie Ihre Einkäufe bei unseren Inserenten. lillllliililiillilliililillliililliiiiiilliiililliiiiliililill riefmarken und Sammlungen Ankauf — Verkauf. Preisliste für Sammler gratis Philipp kosack & Co., Berlin C. 2 / Rurgrstr. 13. illilllilllllllllllllllllllllllllllllllllllllllliillllllllilll Ankauf — Verkauf 10 —14 Uhr und ab 6 Uhr LUDWIG MEHR Berlin W50, Eislebener Str. 6 / B4 5250 Ankauf — Verkauf Erledigung von Fehllisten. Fritz Lewln, Bcrllu W 35, Ltttrowstr. 91A. Ankauf oshar weis» Völkanf Berlin W9, Potsdamer Str. 12 / B I 2901