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Central-Verein-Zeitung · 1936-02-13 · 7 (13.2.1936) · p. [Seite]

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936) - farbig
Issue
7 (13.2.1936)
Date
1936-02-13
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Hr. 7 * 3. Beiblatt JT CXleituBj 13. Februar 1936 Was tun in Amerika? Das Berufsproblem des Einwanderers in den Vereinigten Staaten Von unserem Son F. H. Rerv-York, Ende Januar 1936. Ein Vierteljahr ist seit meinem einleitenden Bericht („Immigrant, nicht Emigrant!", „C.-V.-Zeitung" vom 31. Oktober 1935) ins Land gegangen. Die ersten Eindrücke, die der Einwanderer damals gab, konnten inzwischen in der Praxis des Alltags nachgeprüft werden: sie wurden durch die späteren Erfahrüngen fast überall bestätigt. Was wir über die Wiederkehr des amerikanischen Optimismus, über das Mißverhältnis zwischen wirtschastlichem Aufschwung und ungesunder Verfassung. Arbeitsmarkts, last not least über die Hilfsbereitschaft vieler Amerikaner sagten, bleibt bestehen. Immerhin sei nicht verschwiegen, daß sich in einem Sektor des öffentlichen Lebens eine gewisse feindlichkeit zu regen beginnt. Sie richtet sich, wohlgemerkt, nicht gegen die Neuankömmlinge aus Deutschland diese 7000 oder 8000 Menschen spielen für die Vereinigten Staaten keine große Rolle —sondern gegen die noch nicht naturalisierten Einwanderer überhaupt. Diese sollen an der amerikanischen Arbeitslosigkeit die Hauptschuld tragen; so glaubt man wenigstens ein paar eilig zusammengerasfte Statistiken auslegen zu . dürfen. Zum Sprachrohr dieser Agitation hat sich leider neuesteris die „Saturday Evening Post“ gemacht, die meistgelesene Zeitschrift des Landes, die mit solchen neuen Zahlen Verwirrung in Millionen Hirnen anrichten kann, und nur wegen dieses. Forums verdient die ganze Angelegenheit Beachtung, Im Laufe der Zeit hat der Einwanderer natürlich schon ein gewisses Bild von den beruflichen Möglichkeiten gewonnen, die sich ihm und seinen Schicksalsgefährten in der Neuen Welt bieten können. In unzähligen Verhandlungen und Unterhaltungen hat er vielerlei Eindrücke, erfreuliche und niederschmetternde, gesammelt und. fügt nun seine eigenen Erfahrungen mit den Erlebnissen seiner Freunde und Bekannten zusammen; Mitteilungen wohlunterrichteter Amerikaner, die einen Ueberblick über die Gesamtlage der hiesigen Refugies besitzen, geben dem Bericht vielleicht eine gewisse Allgemeingültigkeit. Eine Garantie kann freilich niemand übernehmen, und zwar schon deshalb nicht, weil die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse aus diesem ungeheuren Kontinent alles andere als einförmig sind; es ist z. B. sehr wohl denkbar, daß ein Arzt, der in New - Jork nur Enttäuschungen erlebt, in einer Mittelstadt irgendwo in Texas oder Wisconsin eine Praxis aurea ausmacht. Beginnen wir mit. einem vergleichsweise erfreulichen Kapitel: der Lage der eingewanderten Hochschullehrer, unter denen sich ja einige Männer von Weltruf befinden. Für sie hat man aus zwei Wegen zu sorgen erberichterstatter gesucht. Erstens hat die New-Horker New School kor Social Research sich eine Graduate Facully angegliedert, die etwa achtzehn früheren Professoren und Dozenten aus Deutschland vornehmlich der Nationalökonomie, eine befriedigende Wirkungsmöglichkeit gewährt; hier lehren u. a. Gerhard C o l m, Arthur Feiler, Eduard H e i m a n n, Emil Lederer, Albert Salomo n, Max W e r t h e i m e r, Frieda Wunderlich. Diese Fakultät hat sich beträchtliches Ansehen erworben; so sandte unlängst Präsident Roosevelt zu einem Festbankett, das zu ihren Ehren gegeben wurde, ein langes, herzliches Begrüßungsschreiben, und ein paar hervorragende amerikanische Gelehrte feierten ihre neuen Kollegen bei diesem Anlaß in ungewöhnlich freundschaftlicher Weise. Darüber hinaus ist es gelungen, mehrere Dutzend Professoren aus Deutschland an den Colleges und Universitäten des Landes zu placieren, vor allem in Columbia (New tyoxi), Pale und am Princeton Institute for Advanced Study; aber auch New Pork Universith, Chicago, Berseley, Smith College usw. haben sich hilfreich erwiesen. Leider konnten diese Hochschulen, deren einst glänzende Finanzlage sich in den Jahren der Depression erheblich ungünstiger gestaltet hat, vielfach nur Gastprofessuren schaffen; die Zahl der Gelehrten, die eine dauernde Anstellung erlangt haben, ist noch ziemlich klein. Aber selbst dieses Ergebnis wäre ohne die tätige Hilfe des Comittee in aid of displaced German scholars und der Rockefeller-Stistung nicht erzielt worden. Es bleibe dahingestellt, ob das Land mit seinen so vielfältigen wissenschaftlichen Institutionen nicht bei wiederkehrender Prosperity noch mehr Professoren aus dem Reiche ausnehmen könnte. Manche Imponderabilien sprechen dagegen; andererseits beginnen die Stiftungen schon wieder reichlicher zu fließen, neue Forschungsstätten werden ins Leben gerufen, — warum sollte da nicht ab und zu auch ein hervorragend befähigter Dozent aus Deutschland unterzubringen sein? Bedeutend schwieriger ist das Problem, dem die eingewanderten Aerzte gegenüberstehen. Gewiß, die gesetzlichen Hindernisse, die der Niederlassung ausländischer Mediziner bereitet werden, sind leicht überwindbar, zumindest im Staate New-Pork. Das Sprachexamen, das sie ablegen müssen, werden sie meist bestehen, sofern sie sich einige Zeit zu sorgsamer Vorbereitung nehmen. Auch die medizinische Staatsprüfung — sie wird nur von denjenigen Aerzten verlangt, die nicht schon in ihrem Heimatland fünf Jahre Praktiziert haben — ist bei hinreichendem Fleiß und einiger Geistesgegenwart keine unüberwindliche Schranke. Aber was wird aus dem Einwanderer, der beide Examina bestanden hat? In New-Pork können doch nicht all die Hunderte fremde Aerzte, die in den letzten Jahren herüberkamen, eine Praxis etablieren; da ist ja kaum genügend Lebensraum für ihre amerikanischen Kollegen! Bezahlte Assistentenstellungen, an die man sonst denken könnte, find erstens ziemlich dünn gesät und zweitens nicht jedermanns Sache. Ins Land hineinwandern? Das ist vielleicht der beste Weg zum Erfolg. Aus diesem riesigen Erdteil wird es immer noch irgendeinen Platz geben, wo ein tüchtiger Medikus sein Brot verdienen kann. Man muß nur den rechten Eifer an die Auswahl wenden. Jener junge Arzt, der jetzt im Auto das Land durchstreift und erst an der mexikanischen Grenze seinen Wissensdurst für gestillt erklären will, scheint mir die rechte Methode anzuwenden. Aber auch hier besteht eine Schwierigkeit: die New-Porker Lizenz wird anderwärts erst nach einjähriger Uebergangszeit, und auch dann nicht in allen Staaten der Union, anerkannt. Wer nicht über die Mittel verfügt, um solange durchzuhalten, kann in ärgerliche Situationen geraten. Wie denn überhaupt und für alle Berufe abermals betont sei: ohne ein kleines Anlaufskapital ist keine Existenz aufzubauen. Wer etwas anderes sagt, ist ein kompletter Narr. Für die Naturwissenschaftler kann man noch schwerer als für die Aerzte eine allgemeine Prognose stellen. Da hängt so viel von Glück, Beziehungen und anderen unübersehbaren Faktoren ab, daß man nicht recht den Mut zu prinzipiellen Feststellungen hat. Leute, die es wissen müßten, behaupten z. B., daß für hochqualifizierte Chemiker auf manchen Spezialgebieten hierzulande ganz gute Aussichten bestünden, daß dagegen an Ingenieuren kein Bedarf mehr sei. Das mag richtig sein, schließt aber entgegengesetzte Erfahrungen des einzelnen nicht aus. Dagegen muß man leider die Möglichkeiten für Jur i st e n durchweg als sehr gering bezeichnen. Der Unterschied zwischen amerikanischem und deutschem Recht ist so groß, daß der Neuankömmling buchstäblich von vorn anfangen muß. Nicht jener hat aber Energie und Geld genug, um sich drei Jahre oder länger zu erneutem Studium hinzusetzen und schwierige Prüfungen zu absolvieren. So viel Elastizität besitzen selbst aus der jüngeren Generation nur wenige. Wer daher nicht einige Spezialkenntnisse besitzt, für die er eine große Firma oder eine wissenschaftliche Institution zu interessieren vermag, muß in einen benachbarten Berus umsätteln. Die Ausbildung zum Accountant oder Bookkeeper, d. h. zum Bücherrevisor oder Buchhalter, ist nicht gar zu langwierig und bietet immerhin gewisse praktische Aussichten. Auch die PHilologen sind nicht auf Rosen gebettet. An und für sich hat man hier kein Vorurteil gegen ausländische Lehrer der Fremdsprachen; im Gegenteil, man anerkennt ohne weiteres, daß ein gebürtiger Von Walther Victor Die fünfte Nacht Die fünfte Nacht kam nach einem schlimmen Tage. Die Schwache war größer als je, Heine hatte, nach den Anfällen der vergangenen Woche, kaum noch etwas Kräftigendes zu sich genommen. „Ich werde meiner lieben Mutter nicht mehr schreiben können!", war das einzige Wort am Donnerstag. Am Freitag war schon der Morgen so bedrohlich, daß Catherine bereits früh am Tage nach Dr. Gruby schickte: sie hielt die letzte Stunde für gekommen. Aber Heines Arzt war unterwegs, ein in der Nähe wohnender älterer Kollege, der an seiner Stelle geholt wurde, verordnete einen Tee aus Orangenblüten. Heine nahm etwas davon und bedeutete Catherine mit wenigen Worten, sie möge Dr. Gruby nichts davon sagen, daß ein anderer Arzt dagewesen sei. Er könnte sich beleidigt fühlen. Abends kam dann Dr. Gruby, verbot den Tee und verschrieb etwas, ließ auch Eisumschläge auf Brust und Magen machen. Catherine will an seiner Miene sehen, daß nun alles aussichtslos sei und fällt selbst in Trauer und Resignation. So kommt die Nacht. , Doch noch etwas ist an diesem Tage geschehen. Heine, der nur mit leisem Kopfnicken dankbar davon Kenntnis nimmt, wenn Mathilde an der Tür war und flüsternd die Wärterin nach dem Befinden gefragt hat, verfiel noch einmal der Verführung, einen Besucher vorzulassen. Es ist nicht mehr feststellbar, um wer: es sich gehandelt hat. Nach Meißners Bericht jedoch wußte dieser Besucher dem Sterbenden mit nichts anderem zu nahen als der Frage, wie er zu Gott stehe... „Seien Sie ruhig!", habe Heine mit schmerzlichem Lächeln geantwortet, „Er wird mir verzeihen, wie es seine Gewohnheit ist!" Es ist kein Wunder, daß die Nacht zum Sonnabend seiner Rechenschaft galt vor dem höchsten Tribunale. „Das eben ist der geheime Fluch des Exils", dachte er, „daß uns nie ganz wohnlich zumute wird in der Atmosphäre der Fremde, daß wir mit unserer mitgebrachten heimischen Denk- und Gefühlsweise immer isoliert stehen unter einem Volke, das ganz anders fühlt und denkt als wir, daß wir beständig verletzt werden . . ." Und er verzieh dem seltsamen Bedränger, wie Gott ihm verzeihen würde. Aber zur Ruhe kam er nicht. Wieder sielen seine Gedanken in die früheste Jugend zurück. „Wenn ich jetzt frage: Was ist Gott? Welches ist seine Natur? So fragte ich schon als Kind . . und er erinnert sich jener frühen Religiosität, der er sich „auss freudigste bewußt ist" wie er nie von ihr gewichen. „Ich konnte damals ganze Tage in den Himmel schauen und war am Abend ganz betrübt, daß ich nie das allerheiligste Gesicht Gottes, sondern nur immer graue und blöde Wolken erblickt hatte. Ganz konfus machten mich die Mitteilungen aus der Astronomie, womit man damals in der Periode der Aufklärung auch die kleinsten Kinder nicht verschonte, und ich könne mich nicht genug wundern, daß alle diese Millionen Sterne ebenso große und schöne Erdkugeln seien wie die unsrige, und daß über all diesem Gewimmel von leuchtenden Welten ein einziger Gott waltete." Aber dieses Zurückdenken an die Kinderzeit hielt nicht lange an. Zu schwach war der Körper, Traumgestalten mischten sich in die heraüfbeschworenen Bilder, tun sein Bett herum scheinen sich die Sagenfiguren ein Stelldichein zu geben, mit denen er sich befchäftigt hat. Da kommen die. alten Patriarchen der jüdischen Dichtung an sein Lager: Jehuda ben Hcckdvh, Esra und Jbn Gabirol, feierlichen Schrittes naht Prinzessin Sabbat persönlich und himmlische Stimmen singen dazu das Likras Kalo .. . Aber auch andere Stimmen mischen sich in den Chor, düstere, mahnende, ein unirdisches Gesicht taucht auf in schwarzer Robe und liest aus einem Kirchenregister mit pathetischer Stimme seltsame Dinge vor, „Heiligenstadt, den 25. Juni 1825" heißt es da ... und Heine wendet sich ab, hebt seine Gedanken gewaltsam aus zum Himmel, der alles weiß, auch seine Qual . . . „Und er träumt, er stehe wieder, Tief das Haupt gebeugt und triefend. In dem Dome zu Corduva, Und er hört viel dunkle Stimmen. All die hohen Riesensäulen Hört er murmeln unmutgrimmig. Länger wollen sies nicht tragen. Und sie wanken und sie zittern. Und sie brechen wild zusammen. Es erbleichen Volk und Priester, Krachend stürzt herab die Kuppel. .." Im „Almansor" schon, bald damals nach der Taufe hat er's bekannt und tausendmal ist der Traum wieder lebendig geworden. Gott wird mir verzeihen, wie es seine Gewohnheit ist . . . Sind da nicht Bekannte? Schon wieder Besuch? Horch, sie sprechen . Da ist Meißner, wie kommt er in diese Gesellschaft? Wie Varnhagen? Ludwig Kalifch und Moses Moser und Heinrich Laube unter ihnen? Ich muß wohl träumen ... Aber sie sind es, sie sprechen laut, still, ich will hören .. . Und Heine belauscht ein Kolloqium eigener Art. Sie sprechen über Heines Stellung zum Judentum. Heine hörte zunächst der Unterhaltung still zu und nickte nur vor sich hin. Doch schließlich fühlte er den Wunsch, sich bemerkbar zu machen. Er räusperte sich laut, trat in ihren Kreis und sprach: „Es sind ... sehr viele Anfragen an mich ergangen, aus welchem Wege die bessere Erleuchtung über mich gekonunen sei. Fromme Seelen scheinen danach zu lechzen, daß ich ihnen irgendein Wunder aufbinde, und sie möchten gerne wissen,.oll ichmW wie Saulus Oppenheim Das bekannte Spezialhaus für Kleiderstoffe Chofipttenburg, Wilmersdorf er St r. 115-116 Wollstoffe — Samt — Seidenstoffe Franzose besseren französischen Unterricht geben dürste als ein Durchschnittsamerikaner (das Sprachentatent der Angelsachsen ist ja nicht groß). Unglückseligerweise ist aber die Jugend des Landes fast durchweg dem Studium des Deutschen nicht geneigt. Der Weltkrieg, hat gerade aus diesem Gebiet, unheilbare Wunden geschlagen; immer wieder begegnet man Deutsch-Amerikanern zweiter Generation, die kein Wort Deutsch verstehen und das ganz in der Ordnung finden. In einzelnen Landesteilen beobachtet man gegenwärtig auch, wie aktuelle politische und konfessionelle Ressentiments der Schüler ungünstig einwirken: so geht z. B. an den New-Porker Highschools die Teilnahme am Deutschunterricht rapide zurück, was die zuständige Lehrerorganisation ausschließlich aus derartige Motive zurückführt. Mit deutschen Stunden ist also zurzeit feilt Geschäft zu machen; es wird schwer halten, auch nur den einen oder anderen Privatschüler dafür zu finden. Und deutsche Uebersetzungen? Ich habe noch keinen Interessenten dafür inNew- Pork getroffen. Mit alledem hängt eng zusammen, daß auch der reichsdeutsche S ch r i f t st e l l e r hier nur schwer Fuß fassen kann. Die deutsche Presse in Amerika, einst einflußreicher Faktor der Landespolitik, ist heute ein Trümmerhaufen. Selbst die „New-Porker Staatszeitung" hat nur noch eine sehr begrenzte Resonanz. Und deutsche Zeitschriften oder Buchverlage von Format gibt es überhaupt nicht. In die englisch geschriebene Presse wird der „Newcomer" schwerlich eindringen; sie unterliegt ihren eigenen journalistischen Gesetzen, die wohl nur der Einheimische gerecht zu würdigen vermag. Dagegen ist es nicht ausgeschlossen, daß deutsche Publizisten sich ganz allmählich einen bescheidenen Markt in dem sehr bunten amerikanischen Zeitschristenwesen erobern. Vor übertriebenen Hoffnungen sei aber gewarnt. Wahrscheinlich ist es besser für den Schriftsteller, zunächst seine Feder beiseitezulegen und seine Kenntnisse aus benachbarten Gebieten zu verwerten — je nach seiner individuellen Begabung: in einem Wirtschaftsbüro, einem Archiv, einer Bibliothek oder dergleichen. Aus die Frage, ob hier Arbeitsmöglichkeiten für neueinwandernde K ü n st l e r bestehen, vermag einem niemand eine klare Antwort zu geben. Einzelne Glücksfälle, in denen Maler und Musiker sich eine neue Existenz zu. gründen vermochten, beweisen sehr wenig, weil es sich da um „Prominente" handelt, für die ja die allgemeinen Regeln nicht gelten könneü. Vielleicht sind irgendwo im Lande noch Chancen vorhanden; New- Hork ist jedenfalls übersättigt. Ein etwas erfreulicheres Bild bietet sich Betty Heine, die Mutter von Heinrich Heine auf dem Wege nach Damaskus ein Licht erblickte oder ob ich nicht wie Balaam, der Sohn Boers, einen Esel geritten habe, welcher plötzlich den Mund austat und zu sprechen begann wie ein Mensch. Nein, ihr gläubigen Gemüter, ich reiste niemals nach Damaskus; auch sah ich nie einen Esel, der wie ein Mensch gesprochen hätte, während ich Menschen genug traf, die jedesmal, wenn sie den Mund öffneten, wie ein Esel sprachen. In der Tat: weder eine Vision, noch eine seraphische Verzückung, noch eine Stimme vom Himmel oder sonst ein Wunder brachte mich auf den Weg des Heils, sondern ich verdanke meine Erleuchtung ganz einfach der Lektüre eines Buches. Ja, es ist ein altes, schlichtes Buch, bescheiden wie die Natur, ein Buch, das uns so traulich und gütig anblickt wie eine alte liebe Großmutter und dieses

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