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Central-Verein-Zeitung · 1936-01-30 · 5 (30.1.1936) · p. [Seite]

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4. Bildende Künstler 89. Ernst Cohn-Wiener: Die jüdische Kunst. Ihre Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart. Berlin, Wasservogel, 1929. 90. Karl Schwarz: Die Juden in der Kunst. Berlin, Welt-Verlag, 1928. 91. Rahel Wischnitzer: Gestalten und Symbole der jüdischen Kunst. Berlin, Schalem, 1935. 92. Franz Landsberger: Einführung in die jüdische Kunst. Berlin, Philo-Verlag, 1935. 93. Rudolf Hallo: Jüdische Volkskunst in Hessen. Kassel, Sinai- Loge, 1928. 94. Adolf Kober und Elisabeth Moses: Jüdische Kult- und Kunstdenkmäler. S. unter 111,41. 95. Tassilo Ho ff mann: 55 Jahre Berliner Medaillenkunst (1755 bis 1810). Jacob Abraham und Abraham Abramsohn. Frankfurt a. M., Kauffmann. Das Werk ist kostbar ausgestattet und in der Reichsdruckerei, Berlin, gedruckt. 95a. Moritz Oppenheim: Erinnerungen aus dem Leben eines Glücklichen. Mit 26 Bildtafeln nach den Wer-, ken des Malers. Frankfurt a. M., Frankfurter Verlagsanstalt, 1925. Dieser Spross aus dem Hanauer Ghetto ist der erste neuzeitliche Jude unter den deutschen Malern. 96. Jüdische Künstler. Herausgegeben von MartinBuber. B erlin, J üdischer Verlag. Eine Sammelschrift mit Aufsätzen über Josef Israels, Besser Ury, E. M. Lilien, Max Liebermann, Salomon J. Salomon und Jehudo Epstein. 97. Max Liebermann: Josef Israels. 8. Auflage. Berlin, Cassirer, 1922. 98. Erich Haneke: Max Liebermann. Sein Leben und seine Werke. Berlin, Cassirer, 1923. 99. Hans Ostwald: Das Liebermann- Buch. Mit 270 Abbildungen. Berlin, Franke, 1930. 100. Lothar Brieger: E. M. Lilien. Berlin, Harz, 1922. 101. Jehudo Epstein: Mein Weg von Ost nach West. Erinnerungen. Stuttgart, Engelhorn, 1929. Die Autobiographie eines jüdischen Künstlers. 102. Karl With: Marc Chagall („Junge Kunst“ Nr. 35). Leipzig, Klinkhardt & Biermann, 1923. 103. Lothar Brieger: Ludwig Meidner („Junge Kunst“ Nr. 4). Leipzig, Klinkhardt & Biermann. 104. Adolph Donath: Lesser Ury. Seine Stellung in der modernen deutschen Malerei. Berlin, Perl, 1921. 105. Karl Schwarz: Lesser Ury („Jüdische Bücherei“ Nr. 17). Berlin, Verlag für jüdische Kunst und Kultur Fritz Gurlitt. 106. Adolph Dohafk: Yiefmänn Struck („Jüdische Bücherei“ Nr. 18). Berlin, Verlag für jüdische Kunst und Kultur Fritz Gurlitt. 107. Hans Friedeberger: Joseph Budko („Jüdische Bücherei“ Nr. 19). Berlin, Verlag für jüdische Kunst und Kultur Fritz Gurlitt. 108. Theodor Däubler: Lasar Segall („Jüdische Bücherei“ Nr. 20). Berlin, Verlag für jüdische Kunst und Kultur Fritz Gurlitt. F. Jüdisches Singen Es gibt eine ganze Reihe jüdischer Liederbücher, die deutsches, jiddisches und hebräisches Liedgut bringen. Wir nennen nur folgende, die in letzter Zeit neu erschienen sind: 109. Jos. Jacobsen und Erwin Jospe: Hawa Naschira (Auf, lasst uns singen!). Leipzig, Anton J. Benjamin, 1935. Das Buch bietet eine Fülle ernster und heiterer Lieder, die in Schule, Bund und Haus gesungen werden. 110. Jacob Schönberg: Schire Erez Jisrael (Lieder des jüdischen Palästina). Berlin, Jüdischer Verlag, 1935. Enthält nur hebräische Lieder. 111. Fritz Mordechai Kaufmann: Die schönsten Lieder der Ostjuden. 2. Auflage. Berlin, Jüdischer Verlag, 1935. Ein wunderschönes Buch. G. Familienforschung Das in jüdischen Kreisen schon immer rege Interesse für Familienforschung hat sich in den letzten Jahren sehr verstärkt. Es gibt eine ganze Anzahl von gedruckten Familienstammbäumen und Familiengeschichten, die hier nicht auf geführt werden können, über die aber das „Gesamtarchiv der deutschen Juden“ oder die Redaktion der untengenannten Zeitschrift Auskunft erteilt. Die „Jüdische Familienfoischung, Mitteilungen der Gesellschaft für jüdische Familienforschung*, die jetzt im 11. Jahrgang steht und von der 39 Hefte erschienen sind, bringt ständig familienkundliches Material. Neben dieser Zeitschrift nennen wir nur eine Schrift, der das Interesse weiter Kreise gilt: 112. Dr. A. Czellitzer: Mein Stammbaum. Eine genealogische Anleitung für deutsche Juden. Berlin, Ph ilo- V erlag, 1935. (Fortsetzung folgt) Der junge jüdische Rechtsgelehrte Professor Giorgio Tesoro hat eine Berufung an die Universität Bari erhalten, wo er den Lehrstuhl für Finanzrecht übernehmen soll. Professor Tesoro hat einige grundlegende Werke aus dem Gebiet des Finanzrechts geschrieben. * Zu dem aus Anlaß des Geburtstages der Eroßherzogin von Luxemburg am 26. Januar in der Synagoge veranstalteten Festgottesdienst hatte die Großherzogin ihren Kammerherrn entsendet. Außerdem waren anwesend der Finanzministerder Kammerpräsident, der Bürgermeister von Luxemburg sowie andere Regierungsmitglieder. Rabbiner Dr. Serebrnik hielt die Festpredigt. Jüdisches Leben Dr. Max Nussbaum: Sprache als kulturhegendes Element. Im Rahmen der Donnerstags-Vortragsreihe des Berliner jüdischen Lehrhauses sprach Rabbiner Dr. Max Nuß bäum. Er schloß seine Ausführungen unmittelbar an die des' vorangegangenen Vortrages an, in dem Rabbiner Dr. Max Wiener die These vertreten hatte, daß die Kultur die Existenz eines Volkes voraussetze. Ebenso wie das Volk die nicht wegdenkbare Voraussetzung einer Kultur sei, sei die Sprache die nicht wegdenkbare Voraussetzung eines Volkes. Mit der Frage, was Nation sei, habe sich die Wissenschaft von jeher in gründlicher und weit voneinander abweichender Forschung beschäftigt. Aber sämtliche zur Definition herangezogenen Merkmale, wie gemeinsame Abstammung, Rasse, Blut, Sitten, Sprache, Religion, Zusammengehörigkeitsbekenntnis, Zukunftswille usw. begründen nach Ansicht des Referenten noch nicht das Wesen der Nation. Als einzigen Begriff, der so verschiedenartige Vertreter einer nationalen Gemeinschaft wie den verträumten Juden der Antike und etwa den modernen Rationalisten Hermann Cohen als Angehörige eines Volkes umfasse, bezeichnete er an ihrer Stelle den der stammesmäßigen, rassisch begründeten Verbrüdertheit. Die Sprache sei — nach Nußbaum — Ausdruck und Symbol dieser Verbrüdertheit. Sie sei die Voraussetzung der Bildung eines Volkes sowohl, wie der Erhaltung eines Volkes. Wenn die Gemeinschaft, die so einerseits aus ihrer rassischen Voraussetzung herausgewachsen sei und anderseits in der Sprache ihren symbolischen Ausdruck gesunden habe, von einer Kultur überwölbt werde, dann sei von einer echten Volkskultur zu sprechen. Kultur bilde den Ueberbau über die rassische und die sprachliche Bedingtheit. Die Frage, ob Kultur nur in einer geschlossenen nationalen Einheit wachsen könne, oder ob es auch übernationale Kulturen gäbe, sei von der Wißenschast bisher nicht entschieden. Seit der Antike lassen sich zwei geistesgeschichtliche Richtungen feststellen, die diesen Meinungsstreit miteinander austrügen. Nußbaum reklamierte in diesem Zusammenhang die jüdischen Propheten als Vertreter eines nationalen Kulturideals, das auf die Erlösung durch den „nationalen. Messias" gerichtet gewesen sei. In einer Einzelbetrachtung stellte er Spengler, der bekanntlich große übernationale Kulturkreise wie das Abendland als einheitliche, kulturtragende Organismen dargestellt hat, den Romanisten Voßler entgegen, der die Zusammengehörigkeit der Kultur mit der Sprache an der Geschichte Frankreichs einleuchtend dargetan hat. Von dieser allgemeinen Problematik her werde deutlich, daß das jüdische Problem ganz besonders gelagert sei. Das jüdische Volk, für dessen Erhaltung trotz sprachlicher Assimilation es keine Parallele in der Geschichte gäbe, habe sich in der hebräischen Sprache symbolischen Ausdruck seines ethnischen Seins geschaffen. Die jiddische Sprache, die häufig mit dem Anspruch austrete, gleichfalls ein kulturschöpferisches Element zu sein, sei in Wirklichkeit nur Trägerin einer pseudo-ethnischen Kultur; sie sei ein künstlicher und nicht natürlich gewachsener Ghetto-Dialekt. In jedem Ghetto habe man eine andere Abwandlung der jiddischen Sprache gesprochen. In der Jetztzeit sei das Jiddische, entgegen den Behauptungen der Jiddischisten, die es als die allein legitime jüdische Sprache erweisen wollen, auf der ganzen Linie in Verfall begriffen. Das sei sowohl für den Osten wie auch für Amerika mit Leichtigkeit nachweisbar. Rußland aber,. das vorgebe, eine neue jiddische Kultur zu entwickeln, habe keinen wie immer gearteten Zusammenhang mehr mit dem Judentum. Wir ständen also vor dem Tatbestand, daß im Prozeß der jüdisch-nationalen Renaissance die — jüdischer Geist jiddische Sprache untergehe. Deswegen habe der Zionismus nicht an das Jiddische anknüpsen können, sondern er sei unlöslich verbunden mit der hebräischen Sprache, die während der ganzen jüdischen Geschichte Ausdruck der Sehnsucht des Judentums gewesen sei. Die hebräische Sprache sei niemals im gewöhnlichen Wortsinn eine tote Sprache gewesen; sie sei zwar nicht gesprochen worden, aber gelernt. Dieses Lernen habe dem Schüler einen umfassenden Wortschatz vermittelt, durch das sich das Hebräische nicht nur als Sprache der Thora erhalten habe, sondern auch als Sprache des Liedes, des Briefes und des Buches. Das Aramäische habe nur deshalb das Hebräische teilweise für gewisse Zeitepochen vertreten können, weil es dem Hebräischen sehr ähnlich sei. Auf die Abbauabsichten der Assimilation des 19. Jahrhunderts gegenüber dem Hebräischen habe der Zionismus nicht anders antworten können als mit der Proklamation des Hebräischen als Sprache der zurückkehrenden jüdischen Nation. Aus Grund dieser von Nußbaum in den Mittelpunkt seiner Beweisführung gestellten Erkenntnis stellte er die Forderung auf, daß alles jüdisch-kulturelle Gut, das in allen Zeiten und Ländern geschaffen worden sei, in die hebräische Sprache übertragen werde. Jüdischkulturelles Gut sei in erster Linie das in hebräischer Sprache Geschaffene, aber auch das in jiddischer Sprache Geschaffene, das den hebräischen Mutterboden noch erkennen lasse, sowie das in anderen Sprachen Geschriebene, das vom „heiligen Geist der Nation" durchweht sei. Mit engmaschigen Netzen müsse alles jüdische Kulturgut, das unter fremder Form eigenen Inhalt erhalte, aufgefangen und ins Hebräische gerettet werden. Der Vortrag Nußbaums, der eine außerordentlich gediegene Durcharbeitung und eine imposante Stoffbeherrschung erkennen lreß, war von radikalzionistischem Willen getragen. Er ging zum Teil von Voraussetzungen aus, die durchaus bestritten sind, so daß seinen Schlüssen keine Zwingende Kraft innewohnte. Gerade die Grundlagen seiner Ausführungen, die Begriffe Nation, Sprache, Kultur stehen freilich so stark im Mittelpunkt politischer Spannungen und Willensbildungen,, daß sie einer wortfreien wissenschaftlichen Betrachtung kaum noch zugänglich sind. Gerade deshalb aber hätte der Vortrag Nußbaums innerhalb des Tahohauses nicht ohne die Gegenposition eines Korreferenten bleiben dürfen. E. R.-J. Dr. Ismar Freund: Auswirkungen der Emanzipation von 1812 in der Publizistik. Im Anschluß an seine Ausführungen über die ersten Kämpfe um die Emanzipation nach 1812, über die wir in Nr. 49/1935 der „C.-V.-Zeitung" berichteten, befaßte sich Dr. Ismar Freund an der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums mit den wichtigsten judenfeindlichen und projüdischen Schriften, die in der Folgezeit erschienen. Die Hochschulen bilden den Ausgangspunkt der antijüdischen Bewegung. Der Professor für Geschichte an der Berliner Universität, Friedrich R ü h s, eröffnet mit seiner Schrift „Ueber die Ansprüche der Juden aus' das deutsche Bürgerrecht" den literarischen Feldzug gegen die Juden. In dieser Schrist, die eine vernichtende Kritik an den Juden darstellt, gibt Rühs zunächst zu, daß er weder die Juden persönlich kennt, noch — aus Unkenntnis der hebräischen Sprache — die Quellen des Judentums. Er wendet sich dann grundsätzlich gegen die Thesen des Vorkäinpfers der Emanzipation, Christian Wilhelm Dohm. Im Gegensatz zu Dohm vertritt er die Auffassung, daß . die Kraft eines Volkes nicht von der Größe der Bevölkerung, sondern lediglich von dem Geist abhängig sei, der ein Volk belebe, und von der druck auf mich gemacht. Er war der einzige Mann, mit dem ich mich verwandt fühlte und wir haben uns gewiß in sehr vielen Punkten geglichen. Ich habe mich stets in der Gesellschaft Byrons heimisch gefühlt wie bei einem Regimentskameraden, dem man völlig gleichsteht. Bei Shakespeare war das keineswegs der Fall. Ich empfinde zu sehr, daß ich nicht in gleicher Reihe mit ihm stehe; er ist der allmächtige Minister und ich bin nur ein Hofrat und es dünkt mir, als könne er mich jeden Augenblick in den Ruhestand versetzen!" Mehr Namen, mehr Namen, rief es durcheinander, nur nicht genieren, wir nehmen nichts übel! Nun, ich habe ja mehr geliebt als ich geliebt worden bin, resigniert sagt es Heine vor sich hin. „Die gewaltigsten Erscheinungen gegen die egoistische, engherzige Gesinnung meiner Zeitgenossen jedenfalls sind Luther, Lessing, Herder und Goethe", obschon der Herr Geheimrat auch nichts von mir hat wissen wollen. „Daß ein Mann wie Lessing niemals glücklich sein konnte, ist zu begreifen. Auch wenn er nicht die Wahrheit geliebt und überall verfochten hätte, so mußte er doch unglücklich sein, denn er war ein Genie!" Mehr über Goethe! rief einer. Mehr über Goethe!? „Ich leugne keineswegs den Wert der Goetheschen Meisterwerke. Sie zieren unser Vaterland wie schöne Statuen. Man kann sich darin verlieben, aber sie sind unfruchtbar. Die Dichtungen Goethes zeitigen keine Tat wie diejenigen Schillers. Das ist der Fluch dessen, was bloß durch die Kunst entstanden ist." Sie wissen ja — Goethe, da habe ich immer noch die Pflaumen im Kopf, die mir zwischen Jena und Weimar so gut geschmeckt haben. Ausgerechnet das mußte ich ihm zuerst erzählen, als er mich empfing, ausgelacht hat er mich! Aber im Ernst: Schiller „erfaßte lebendig den Geist seiner Zeit, er rang mit ihm, er ward von ihm bezwungen, er trug sein Banner, worunter man auch jenseits des Rheins so enthusiastisch stritt und wofür wir noch immer bereit sind, unser bestes Blut zu vergießen ... Er selber ist jener Marquis Posa, der auch für das kämpft, was er prophezeit und unter dem spanischen Mantel das schönste Herz trägt, das jemals in Deutschland geliebt und gelitten hat." Heine glaubt Hegel zu sehen, den Philosophen, und will aus ihn zugehen, Liszt und Chopin stehen davor und grüßen ihn, die ganze Musikantengilde scheint da zu sein; Meyerbeer, ach, und Bellini, der ihm zur Versöhnung die Hand bietet. Es war ein Scherz damals, wie konnte ich es wissen, daß Sie so früh . . . und da steht jener Lassalle, dem er auch den Tod vorausgesagt, da Balzac, da Müsset und Victor Hugo, und I. B. Rousseau aus Frankfurt umarmt ihn. Die schöne Fürstin Belgiojoso kommt herbei und trägt einen goldenen Lorbeerkranz. Sie lächelt und ist jung und schön wie dazumal . . Nein, schreit Heine, nein, nicht das! Nein! Nein! Und Catherine hält ihn und ist bleich vor Furcht, die viele Arbeit gestern, das sind jetzt die Folgen. Nein! Nein! schreit er noch immer, bis er erwacht. „Gott Lob, durch meine Scheiben bricht französisch heiteres Tageslicht, es kommt mein Weib, schön wie der Morgen. . ." (Fortsetzung folgt) Theater, Musik, Film Das Jüdische Kulturtheater in Wien brachte eine satirische Komödie des polnischen Dichters Slonimski „Lopes Erbschaft", deutsch von Jarosy und Maurice Hirschmann, erstmalig heraus. Das Stück fand ungeteilten Beifall. # Im Akademie-Theater in Wien, der Filiale des Burgtheaters, wird demnächst Viktor Leons bekanntes Volksstück „Gebildete Menschen" auf dem Spielplan erscheinen. * Curt Bois ist unlängst zum erstenmal auf einer Bühne Amerikas öffentlich ausgetreten. Er spielte im John Golden Theater in New-Iork die Hauptrolle in dem neuen Lustspiel „Tomorrow's a Holiday" von Romney Brent, das einer deutschen Vorlage von Leo Perutz und Hans Adler nachgebildet ist, und erzielte einen vollen Erfolg. Eine andere Hauptrolle in dem Stück wurde von Joseph Schildkraut gespielt. Eine Künstlerin aus Palästina, Sarah Osnath-Halevy, debütierte in TownHall (New Jork). Sie brachte nur Volksmusik: Lieder und Tänze hebräischen, persischen und arabischen Ursprungs. Die Bearbeitungen stammen von dem bekannten Alexander T a n s m a n n. v Der langjährige frühere Chefdramaturg des Deutschen Volkstheaters in Wien, Professor Heinrich Glücksmann, hat gemeinsam mit seinem Sohn Josef, der zuletzt am Raimund-Theater in Wien als Regisseur tätig war, eine dramaturgrsche Beratungsstelle ins Leben gerufen. Das neue Unternehmen ist von der Wiener Behörde bereits genehmigt worden. Schalom A s ch hielt auf Einladung des Bialik-Klubs im Großen Konzerthanssaal in Wien einen Vortrag über die geistigen Bewegungen der Juden und des Judentums. Fritzi Massary, die seit dem Tode ihres Gatten Max Pallenberg nicht mehr aufgetreten ist, wird im März am Theater in der Josefstadt in Wien ein Gastspiel in dem englischen Stück „Kurzgeschichten", das Bruno Frank bearbeitet hat, absolvieren. * Otto Zarek liest am 2. Februar, 18 Uhr, im Radio Wien aus eigenen Werken. Emerich Kalmans vielgespielte Operette „Die Bajadere" wurde an der Nationaloper in Riga mit großem Erfolge aufgeführt. * Dr. Siegfried Rubin (Stockholm), dirigierte zugunsten hilfsbedürftiger Juden in Deutschland einige Konzerte in Stockholm mit großem Erfolg. * Fritzi I o k l wurde zu Konzerten nach Wien (Radio) und B u d a p e st (Redoutesaal) verpflichtet. * Die Metropolitain-Oper in N e w - A o r k veranstaltet im Februar und Mitte März einen Richard-Wagner-Zyklus unter Leitung von Arthur Bodanzky. * In Bern gaben Simon G o l d b e r g und Lilly Kraus einen Sonatenabend, der mrt großem Erfolg ausgenommen wurde. Der Verein zur Förderung jüdischer Musik gab am 26. Januar in Wien seinen ersten Kammermusikabend mit Werken von Achron, Altmann, Gnessin, Dawidowitsch, Engel, Saminski und Weinberg. Gustav Mahlers „Lied von der Erde" wird am 17. Februar unter der Leitung Willem Menge l b e r g s im Großen Konzerthaussaal Wiens zur Aufführung gelangen. * Das Kolisch- Quartett (Rudolf Kolisch, Felix Khuner, Eugen Lehner, Benar Heisetz) brachte unlängst an einem Kammermusikabend in N e w - P o r k das v-moll-Quartett von Arnold S ch ö n b e r g heraus, dessen Wiedergabe von der Presse als „grandios" bezeichnet wurde. * „Modern Times", der neueste Film von Charles Chaplin, wird Ende d. M. in N e w - U o r k, Mitte Februar in London herauskommen. Alfred K e r b a ch hatte mit seiner Funkbear-, beitung und Dichtung Peer Gynt (zur Grieg- Musik), Verlag C. F. Peters, Leipzig, imPreßb u r g e r Sender großen Erfolg. * Der bekannte amerikanische Impresario Samuel Livnel R o t h a f e l, genannt R o x h , ist in New-Aork einem Herzschlag erlegen. Roxy, geboren am 9. Juli 1882 in Stilwater im Staate Minnesota, hat sieben Jahre im Marinekorps der Vereinigten Staaten gedient, bevor er sich dem Theatergeschäst zuwandte. Ihm sind die ersten großen Lichtspielbühnen New-Porks zu verdanken. Roxys Weltruhm gründet sich auf die Errichtung des größten Kinotheaters der Erde, des über 6000 Sitzplätze umfassenden Roxy-Theaters. Joseph-Schmidt-Platten BßJosep BBlHugo 6 M Charlottenb Hugo Zickel, H. d9). g. Charlottenbg., Wilmersdorfer Str, 43, C I, 0880 RADIOGERATE

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