Mannheim
Compact Memory

Central-Verein-Zeitung · 1936-01-30 · 5 (30.1.1936) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936) - farbig
Issue
5 (30.1.1936)
Date
1936-01-30
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2277379-9449481-9449241--09986-9448646
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Die „Majestic“ gelandet 15 Millionen Dollars fiir die Auswanderung An Bord der „Majestic" sind Sir Herbert Samuel, Lord Bear sied und S i m o n M a r k s in New-Pork eingetrossen. Sie wurden von einer außerordentlich großen Zahl von Pressevertretern empfangen, die sie über den Zweck ihrer Reise und ihre Vorschläge, insbesondere im Hinblick aus finanzielle Transaktionen, befragten. Sir Herbert Samuel erklärte, die Abordnung habe keine „speziellen Vorschläge" mitgebracht, sondern wolle verschiedene Pläne erörtern, durch die denjenigen Juden geholfen werden könnte, die genötigt sind, aus Existenzgründen Deutschland zu verlassen. Die drei Herren, die zum Zeichen der Trauer um den verstorbenen englischen König schwarze Halsbinden trugen, wurden im Hasen von dem Ehrenpräsidenten des lloiut Distribution Eornmittoo, Felix M. Marburg, und von dem Präsidenten der Zionistischen Organisation Amerikas, Morris Rothenberg, begrüßt. Am 26. Januar fand in St. Louis, Missouri, eine Tagung des Rates der jüdischen Verbände und Wohlfahrtsfonds statt. Hierbei wurde bekanntgegeben, daß über die Pläne für die Auswanderung von Juden aus Deutschland volle Uebereinstimmung zwischen der aus Sir Herbert Samuel, Lord Bearsted und Simon Marks bestehenden Abordnung und. den Führern der amerikanischen Judenheit erzielt worden sei. Diese Mitteilung wurde von Felix M. Marburg und dem Führer der englisch-jüdischen Delegation, Sir HerbertSamuel, gemeinsam nach dem Abschluß der ersten Beratungen zwischen den jüdischen Führern gemacht. Die Abordnung wird ihre Verhandlungen mit den Führern der amerikanischen Judenheit in New-Pork fortsetzen. In seiner Ansprache an den Rat der jüdischen Verbände und Wohlfahrtsfonds erklärte Felix Marburg, es sei Aufgabe der englischen und amerikanischen Juden, den größten Teil der Verantwortung für die Verpflanzung von hunderttausend Juden aus Deutschland zu übernehmen. Von den Auswanderern soll eine möglichst große Zahl in Palästina untergebracht werden. Marburg betonte in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit, die Anstrengungen für das American Jewish Joint Distribution Committee und für den United Palestine Appeal zu verstärken. Andererseits forderte Felix M Marburg die Zionisten aus, mit den Arabern und Christen in Palästina eine Zusammenarbeit anzustreben. . Sir Herbert Samuel hielt eine Ansprache, rn der er die Rolle hervorhob, die Palästina bei der Erlösung der durch die Lage im Deutschland bedingten Probleme spielt. Endgültige Pläne für die Auswanderung von hunderttausend Juden aus Deutschland, so erklärte er, würden demnächst bekanntgegeben werden. Zu ihrer Durchführung sei ein Fonds von 15 Millionen Dollars erforderlich. Von diesem Fonds sollen 10 Millionen in Amerika und 5 Millionen in England ausgebracht werden. Voraussichtlich würden diese Pläne auf der am 2. Februar in. Washington stattfindenden Palästina- Reichs-Konferenzvorgelegt werden. Die Mittel würden den Auswanderern als Dar-, llehen zur Verfügung gestellt werden und eventuell in einen allgemeinen Austvanderungssonds zurückfließen. Der Rat faßte eine Entschließung, in der die amerikanischen Juden verpflichtet werden, möglichst große Mittel für die Finanzierung der Auswanderung von Juden aus Deutschland auszubringen. Die Bedeutung der Genfer Beschlüsse Wenn auch die vom Völkerbund beschlossenen Maßnahmen, von denen .wir umseitig berichteten, nur provisorischen Charakter tragen und in ihrer Wirkung aus die Zeit bis zum Zusammentritt der nächsten Völkerbundsversammlung beschränkt sind, kommt ihnen doch eine grundsätzliche Bedeutung insbesondere dadurch zu, daß das Hilfswerk für die Auswanderer aus Deutsch-, land, das bisher nur in einem einigermaßen losen Zusammenhang mit dem Völkerbundsapparat stand, nunmehr unmittelbar der Völkerbundsaussicht unterstellt und in den technischen Apparat des Völkerbundes eingeschaltet ist. Diese Umstellung kommt darin zum Ausdruck, daß dem neuen Oberkommissar, mit dessen Ernennung nach vorheriger Rückfrage bei den Mitgliedern des Völkerbundsrates der Rats- Präsident betraut wurde, die technischen Abteilungen des Völkerbundes stehen werden, und daß die Kosten des Oberkommisfarjats bis zur endgültigen Neuregelung durch die Völkerbundsversammlung aus Mitteln des Völkerbundes bis zu einem Höchstbetrag von 50 000 Schweizer Franken bestritten werden; sollen. Die Einberufung einer zwischenstaatlichen Konferenz zur Regelung des Rechtsstatuts der Ausgewanderten bringt bie Lösung des gesamten Auswandererproblems/ gleichfalls um einen bedeutenden Schritt weiter. Was die Privütorganisation für Auswandererhilfe betrifft, so werden sie zwar dadurch entlastet, daß die bisher von ihnen getragenen Kosten des Oberkommissariates aus den Völkerbund abgewälzt wurden, sie? werden aber ihre entscheidende Rolle in der vom Völkerbund mit Anerkennung zur Kenntnis genommenen praktischen Hilssarbeit beibehalten. Die Entwicklung des Problems läßt zwar daran denken, einen alten Satz so zu variieren: „Geneva locula-causa infiriita!“ Aber es liegt wohl ebenso sehr im Wesen des Problems wie in der Natur der Genfer Einrichtungen, daß sie Jnstanzenverfahren gegenüber unabänderlich letztem Entscheidung bevorzugen. In jüdischen Kreisen wird man befriedigt sein, wenn die nunmehr geschaffenen Möglichkeiten., ausgeschöpft und-für die Herbstversammlung des. Völkerbundsplenums alle Voraussetzungen geschaffen werden,, die die Situation der jüdischen , Menschen in Wittel¬ und Osteuropa erfordert.. Sacbgetnässe und schleunige Durchführung Ihrer AUSWANDERUNG Geschäfts-Verkäufe — Vermögensliquidation . Tauschobjekte Amtsger.-Raf a. II. Dr. Ä&cfiner Oberreg.-Rat a. D. R. Kempner Berlin W 15, Meinekestr. 9 / Telefon: J 1 Bismarck.2856 neben d. Palästina-Amt, / 9Va bis 13 Uhr u. I6V2 bis 19 Uhr Et ge ne Reprösentä nzen in Pälä sti n a digt, mit einer g es und e n V e r ft ä n d n i s lo si gk eit gegenüber. Sie wollen in ’ den Organisationen warmherzige, helfende Menschen am Werke sehen, eine fachkundige, wertblickende Leitung, Persönlichkeiten ohne Scheuklappen und Parteibrillen; sie-wollen, daß gute Arbeit geleistet wird -r sonst nichts. Dieser Schicht also, für die wimalle ohne U.n t e r f ch i e d da sin d,. mit ihrer lockersitzenden, aber verständlichen Kritik an gewissen unliebsamen Erscheinungen jüdischer Bürokratie und mit ihrer grenzenlosen Dankbarkeit für den „menschlichen Menschen" muß das Programm der ZVfD bestenfalls als P 0 l itiks pielerei erscheinen. Und auch der mit der Eigengesetzlichkeit des „Grünen Tisches" genauer Vertraute, der in dem engen Raum unserer jüdischen Hilfstätigkeit das Vorhandensein gewisser politisch-taktischer Notwendigkeiten selbst -seufzend zugesteht/bleibt mit feinem Urteil nicht weit entfernt von dem „Mann auf der Straße". (Solange die Praktische Bewegungsfreiheit bei der' Auswahl der Hilfsmaßnahmen für Juden in Deutschland noch groß genug war, um die ideelle Richtung unmittelbar in die ihr gemäße Tat umzusetzen, d. h. solange der Zionist und. nur der Zionist nach Palästina ging, der Deutsch-Jude, und nur er das Hierbleiben zu ermöglichen versuchte, solange die Wanderung nach Ländern außerhalb Palästinas im wesentlichen entwurzelten oder unternehmungs- und abenteuerlustigen Elementen überlassen ' blieb — solange waren die Bemühungen um .. Durchdringung der Instanzen mit Vertretern einer bestimmten weltanschaulichen Richtung anzuerkennen. Aber , heute vermögen hie Programmpunkte der ZVfD über die von allen Parteien vereinbarten Richtlinien der Reichs- Vertretung hinaus, die-doch gewiß Verständnis, auch für die ideelle Seite der 1 Palästina- Wänderung zeigen, kaum etwas fachlich Neues zubieten. Und zwar liegt der' Grund hierfür weniger in dem von Zionisten gern behaupteten. Umstand,- daß die Zionisten mit allen ihren-Forderungen, „recht behalten" haben; als darin, daß die.Wucht der zu bewältigenden Aufgaben-einerseits und ditz'Begrenztheit der zür Verfügung stehenden Hilfsnüttel andererseits den eiüzuschlagenden Weg fd gut wie eindeutig festlegt. Zwischen diesen beiden ehernen Mauern bleibt kein Raum für den Luxus weltanschaulicher Experimente; es bleibt, nureine stetig sich -verengernde Bahn,-aus der schließlich alle Parteiprogramme praktisch zur Deckung kommen. " Ganz besonders im Leben der Menschen in Palästina selbst spielen ideologische Betrachtungen im bisherigen Sinne keine Rolle. Die' Arbeit allein steht im Vordergrund. Ihnen allen, mögen sie als Zionisten oder Nichtzionisten ins Land gekommen sein, ist Erez,Israel, das heilige Land, .dem sie mit., allen Kräften , dienen. Noch vermag keiner. Zu sagen, welche, geistig-kulturellen Kräfte das. begeisterte Leben in Palästina schließlich emportrügen wird, und ob mit ihnen dieser oder jener „Ideologie" recht geschehen wird. Das darf gewiß nicht zu einer Unterschätzung der grundsätzlichen und zu einer Ueberschätzung reiner. .Siedlungs-Gesichtspunkte bei der Palästina-Wanderung führen. Aber es soll dazu führen, daß man sich im Angesicht einer brodelnden, mit allen Möglichkeiten geladenen, starken Wirklichkeit über kleinliche Gesichtspunkte erhebt und den nicht geringer schätzt, , der nicht aus die zionistische Par.teiparole schwört. .... . h ... - Der. zionistische Führungsanspruch voll-' zieht diesen Aufschwung nicht. Er mindert sich dadurch selbst herab zu einer Personenfrage. Hier geht es allem Anschein nach nicht mehr darum, Leistungen zu erzielen, sondern Posten zu besetzen. Daß ein solches Begehren an den Zentralen nutzlos und.' unwürdig, in den kleinen Gemeinden aber geradezu-zerstörerisch wirkt, dürste hinlänglich bekannt sein. Dort, wo es von Monat zu Monat schwerer wird, für die unentbehrlichen Arbeiten geeignete Kräfte zu finden, richtet der Parteigesichtspünkt, noch dazu wo er mit „Totalitätsanfpruch" auftritt, oft eine ans Tragikomische grenzende Verwirrung an. Persönlichkeiten, die zur Zufriedenheit aller bisher ihre Aufgaben erfüllt; haben, müssen plötzlich weichen, , weil. das. „Mty-M^"-Prinzip ’ es angeblich so will,. Oder es tritt das unabdingbare Bedürfnis auf, Dezernate doppelt, nämlich mit Vertretern beider Richtungenzu besetzen. Dieses Nebeneinander sorgt dann offenbar durch Schaffung der nötigen Neibungsflächen dafür, daß auch die Arbeit, -die bisher e i n Sachbearbeiter sehr gut bewältigen konnte, .sich entsprechend, streckt — und das alles aus Kosten einer Gemeinschaft, die bis an den Rand ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit angespannt ist! Es ist schwer zu verstehen, bis auf welche Abwege der alte zionistische Klal-Jisrael-Gedanke sich verirren kann, wo er doch nach seinen eigenen Worten die „gesamtjüdischen Notwendigkeiten unserer Tage am klarsten erkennt" . . . Der Zionismus ist seit je eine große Idee, und er ist, seit Palästina auch mitten in unser Leben getreten ist, eine materielle Chance. Die Betrachtung darüber welches der beiden Momente ihm in Deutschland während der letzten drei Jahre feinen unzweifelhaften Austrieb gegeben hat, muß späteren Zeiten Vorbehalten bleiben. Wir selbst sind noch zu unmittelbar gepackt von dem aufwühlenden Geschehen, das auch nach dieser Richtungeinmal Rechenschaft,von uns. fordern wird. .Die Träger des Zionismus selbst, möchten gern die Wahrheit, erhärten, daß nichtnur die materiellen Möglichkeitender ^Palästina- Wanderung seinen. „Erfolg" begründeten, daß es vielmehr der Geist des Zionismus gewesen sei, der den Vormarsch geführt habe. Diese Beurteilung der Sachlage ist dem Zionismus so wesensnotwendig, daß jede andere, ja auch nur eine Verschiebung der Erfolgszurechnung zugunsten der materiellen Faktoren — Transfer und Zertifikate — einer ideellen Konkurserklärung gleichkäme. Der Zionismus, der sich nicht selbst ausgibt, muß an die Macht seiner Idee glauben und die Einwanderungsmöglichkeiten nach Palästina als eine glückhaste, den Durchstoß der Idee fördernde Begleiterscheinung auffassen. Eine solche Betrachtung liegt natürlich auch dem Führungsanspruch zugrunde. Denn in. einem Zeitpunkt, in dem die Ausnahmebereitschast Palästinas durch eine Reihe politischer und wirtschaftlicher Tatsachen zum erstenmal seit 1933 in eine Krise tritt, die von a l l e n Juden Deutschlands mit höchster Besorgnis betrachtet wird, würden die materiellen Chancen des Zionismus für einen Totalitätsanspruch einen allzu gebrechlichen Unterbau abgeben. Ja, in solcher Zeit gewinnt sogar, die einseitig palästinozentrische Erfassung und Erziehung der Menschen, wie sie vom Zionismus gefordert wird, eine weit über das Geistige hinausgehende sehr konkrete Bedeutung. Jndew sie die Menschen innerlich aus eine neue Heimat ausrichtet, die ihnen vielleicht wie die alte verloren gehen muß, bevor sie sich noch erschlossen hat, macht sie sie doppelt heimatlos.. So vereinen sich Theorie und, Praxis in stetem Uebergange; so gehen aber auch die Forderungen der Z. V. s. D. da, wo sie das allen Richtungen gemeinsame „jüdische" Bekenntnis zu einem „zionistischen" verengen, und so nicht über die Richtlinien der Reichsvertretung hinaus-: führen, sondern hinter ihnen zurückbleiben, beim Zusammenprall mit der Wirklichkeit in gefahrvollem Nebel auf. Der Vorwurf, die Schwierigkeiten in Palästina mit „leiser. Schadenfreude" zu betrachten, den die „Jüdische Rundschau" gegen uns erhebt, bleibt tief unter uns. Wir haben nicht einmal nötig, auf ihn mit dem Hinweis zu reagieren, daß uns die Weite unserer Sicht und unserer jüdischen Pflichtaussassung einer Antwort. enthebt. Es genügt die Ueberlegung) daß jeder Jude in Deutschland, gleichgültig in welchem Lager er steht, Verwandte und Freunde in Palästina hat, um deren Leben und Vorwärtskommen er bangt. So unerbittlich gefühlstötend aber arbeitet keine Organisationsmaschinerie, daß der Gedanke einer Palästina-Krise heute in einem jüdischen Menschen anderes auslösen könnte als Furcht und Sorge und . den Wunsch nach baldiger Behebung. Andererseits werden wir uns auch durch noch so wohlgezielte Anwürfe nicht das Recht nehmen lassen, in jedem Augenblick die jüdische -Gesamtsituation bei unseren Entscheidungen inRechnung zu stellen. Es geht nicht an, notwendige Hilfsmaßnahmen an Wunschbildern zu orientieren. Muß unsere Jugend auswandern und reicht Palästina zur Aufnahme innerhalb einer tragbaren Frist nicht jaus, so müssen andere Möglichkeiten vorurteilslos ins Auge gefaßt werden. Nie sollte der Zionismus, dev in den besten Köpfen derer, die ihn dachten, ein weites, grenzenloses Judentum in sich schloß, sich in Gefahr begeben, durch angebliche „Totalität" zum Klein-Judentum her- , äbzusinken. .Denn wir sahen: die gegenwärtigen materiellen Chancen Palästinas tragen einem Totalitätsanspruch des -Zionismus innerhalb^ der deutschen Judenheit nicht.' Trägt ihn also' die Idee? Das, was. der zionistischen Idee von jeher ihre Kraft gab, was sie in den Stand setzte, sich auch gegen die Trägheit der Materie schrittweise durchzusetzen, war eine strenge Klarheit, die ohne Befangenheit in, etwaiger apologetischer oder sonstiger raumgebundener Rücksichtnahme die eigentlichen Fragen des Judentums zu umfassen strebte.- Die Weite solchen geistigen Absprungs lassen die Erklärungen der Z.V.f.D. völlig vermissen. Sie verwechseln geistige Größe mit Vergrößerung der Organisation und bewähren damit schlecht den Anspruch, mit dem der deutsche^ Zionismus seit je vor der Welt stand. Die< historische Stunde, in der der zionistische' Dekegiertentag Zusammentritt, hätte ein anderes''Bekenntnis von ihm gefordert: E i n B e. k e n nt n.i s zu e i ne r n e u e.n P h a s e j üd i s ch e r S o l idarit ä t. Das bedeutet, nicht künstliche Niederlegung echter Welt-, anschaulicher Grenzen. Immer werden sich im Judentum zwei Auffassungen gegenüber--: stehen: -der Wille zur nationalen Wiedergeburt in selbstgewählter räumlicher "Beschränkung und der Wille zur ewigen Wiederkehr schöpferischer Begegnungen mit den Kulturen der Welt. Aber diese Auffassungen schließen sich nicht aus, sie. dienen einander,. ja sie sind vielleicht in der gegenwärtigen. Epoche der Entwicklung. zur gegenseiligen Ergänzung und Befruchtung besonders eng' auseinander angewiesen. Diesem Tatbestand werden freilich Tvtalitätssorderungen nicht gerecht. Wir hätten gewünscht, daß die harte Prüfung, die dem Judentum in Deutschland auferlegt ist, die Erkenntnis in den Köpfen der zionistischen, Führer schon weiter Vorwärtsgetrieben hätte/ Immerhin besteht noch die Hoffnung, daß die bevorstehende Tagung Ansichten klären und aus zionistischer Begrenztheit zu jüdischer Gesamtverantwortung . emporführen Wird. Dr. Eva Reichmann-Jungmann Sichern Sie die Zukunft Ihrer Kinder durch Ausbildung im: H 5 he re S chule und Inter n a t 1. Schulbildung bis zum Abiturium 2. Für Knaben und Mädchen von 6—18 Jahren 3. Unter Leitung bewährter Pädagogen 4. Studienberechtigung in fast allen Staaten 5. Werkunterricht, Landarbeit, Haushaltkunde 6. Vorbereitung für Palästina 7. Aerztliche Ueberwachung, individuelle Förderung , > i 8. Schönste Umgebung, gutes Klima; Sport 9. Erstklassige Verpflegung 10. Zeitgemässe Preise — keine Transferschwierigkeiten Neuaufnahmen zum 1. 3. und 1. 4. 36. Auskünfte und Prospekte durch die Leitung: Oberres.-Rat a. d. Dr. Werner Peiser Dr. M. Goldstein Florenz, Villa Pazzi, Pian dei Guillarf

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.