Mannheim
Compact Memory

Central-Verein-Zeitung · 1936-01-16 · 3 (16.1.1936) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936) - farbig
Issue
3 (16.1.1936)
Date
1936-01-16
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2277379-9449481-9449239--09942-9448604
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Abteilung Pfundspende sucht Sammlerinnen y Es fehlen noch. immer Sammlerinnen für die Pfundspende, vor allem in den östlichen und .südlichen . Bezirken. Helferinnen aus den westlichen Bezirken, die sich für diese besonders wichtige soziale Arbeit in den Bezirken, die unter dem Maügel att Helferinnen, leiden,„ ehrenamtlich zur 1 Verfügung zu stellen bereit sind/werden ersucht, sich beim Büro der Psundspenden-Abteilung der Jüdischen Winterhilfe, Grunowald, Jagowstr. 30, zu melden. Es wird nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß die Pfundspenden-Sammlung nur Lebensmittel bzw. eine entsprechende Geldablösung entgegennimmt, jedoch keine Kleidungsstücke oder andere Bedarfsgegenstände. Die Sammlerinnen der Pfundspende weisen sich durch eine grüne Ausweiskarte aus und haben grüne Sammellisten. Kartoffeln für die Hilfsbedürftigen Im Lause des Januar gibt die Jüdische Winterhilfe der Jüdischen Gemeinde zu Berlin den von ihr betreuten Hilfsbedürftigen eine zusätzliche Lebensmittelration und zwar , 50 Pfund Kartoffeln pro Kopf. Diese Kartosselversorgung erfolgt neben der sonstigen Winterhilfszuteilung, da mit dem fortschreitenden Winter die Not der Hilfsbedürftigen immer größer wird. Große Aufwendungen erfordern große Mittel. Es ist deshalb notwendig, daß die Gebefreudigkeit der Gemeindemitglieder unvermindert erhalten bleibt. Jeder muß das große soziale Hilfswerk der Jüdischen Winterhilfe der Jüdischen Gemeinde in Berlin mit allen Kräften unterstützen. Die Versorgung aller Hilfsbedürftigen ist nur möglich, wenn über das übliche Maß hinaus Opfer von jedermann gebracht werden. ' : / Jeder sende so rasch als möglich eine Spende der Jüdischen Winterhilfe. - Die Postschecknummer ist 9344tz/ die Geschäftsstelle befindet sich 0 2, Rosenstraße: 2^-4.; :Seelische Winterhilfe . „Freude im Winter“ 9. Veranstaltung: Synagoge Levetzowstraße 7—8 am 25. Januar, 20 Uhr. Mitwirkende: Wolfgang Bretschneider (Cello), Lil Dhmont (Klavier), Paula Guttmann (Gesang), Oskar Guttmann (Klavier), Hilde Marx (Rezitation), Kurt' Oppenheimer (Violine). Hans Samuel (Orgel). Es spricht Rechtsanwalt Philipp K o z o w e r, stellvertretender Vorsitzender der Repräsentantenversammlung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Karten an Hilfsbedürftige unentgeltlich im JWH-Bezirk Turmstraße 9, JWH-Bezirk Pestalozzistraße 14—15; WA- Bezirk Lützowstraße 16, WA-Bezirk Charlottenburg, Bleibtreustraße 2. 1.0. u n d 11. Veranstaltung: Logenhaus, Kleiststraße 10, am 3. Februar, Kindernachmittag, 15.30 Uhr; Bunter Abend, 20 Uhr. Karten an Hilfsbedürftige unentgeltlich im JWH-Bezirk V, Steglitzer Straße 9, im JWH-Bezirk IV, Münchener Straße 37, ab 22. Januar. 12. und 13. Veranstaltung: Resi'denz- Festsäle, Landsberger Straße 31, am 5. Februar, Kindernachmittag, 15.30 Uhr; Bunter Abend, 20 Uhr. Karten an Hilfsbedürftige unentgeltlich im JWH-Bezirk VII, Alexanderstraße 53, 4. Hof, 2. Aufgang, im JWH-Bezirk II, Kottbusser Ufer 48—50, ab 22. Januar. 13. Veranstaltung: Friedenstempel, 8. Februar. Karten an Hilfsbedürftige unentgeltlich rm JWH-Bezirk IV, yMünchener-.Straße >37,.. JWH-BezirkVI, Charlottenburg, ..P'estülözzistraße 14; WA- Bezirk, Bleibtreustraße.2. Karten unentgeltlich ab 22. Januar. Einlaß findet nur mit Eintrittskarte statt. Einlaß zum Bunten Abend nicht vor 19.30 Uhr. . , Zu der Notiz „Menschen hittter Ziffern" in Nr. 2 der G.-V.-Zeitung bemerkt - die Jüdische Winterhilfe in Mannheim, daß die Zahl der von ihr betreuten Menschen im Dezember: -•.1935 760 Personen betrug. Diese Zahl ist in.ständigem An steigen begriffen,^ so daß' bis Ende des Winters mindestens 800. 'bis 900 . Personen, zu betreuen sein werden. Selbstfinanzierung beim Bau von Wohnheimen der Berliner Gemeinde. Der Vorstand der Jüdischen Gemeinde Berlin beabsichtigt, im Laufe dieses Jahres für ältere Eheleute und alleinstehende Personen ein Wohnheim zu errichten, sofern Bau und Betrieb von den Interessenten finanziert werden können. Je nach Wunsch unh Bereitstellung von Mitteln sollen ein bis zwei Zimmer zur Verfügung gestellt werden. Eigenes Wirtschaften in eigener Küche ist möglich; außerdem ist eine Zentralküche vorgesehen, die den Bewohnern den Bezug von Verpflegung ermöglicht, die selbst nicht wirtschaften wollen. Ebenso wird für Heizung, Reinigung und anderen Bedienungsbedarf allgemein gesorgt werden. Interessenten müssen über einen ihrem Zimmerbedarf entsprechenden Kapitalbedarf für die Herstellung des Wohnheims, für das geeigneter Grundbesitz der Gemeinde vorhanden ist, verfügen. Die anteiligen Kosten für Verwaltung und Instandhaltung können auch durch Kapitalszahlung abgegolten werden. BIIlinilllIlUiiIl!llllIlillüIllllUIIIlHU!lüUfHIIHIIllIlHllllininiHI[IIIIflil!hiIlllIHIItl!lllII!UlllIIlfIIUIlNIINIUnnflllfIIIIiHHIlllIUIlHIIItlIIUIlIliHtlIIIIinillIll!lillIIIIUl![UliflIlllU!liIUHIIIHHIIiUlIIUIilflUilIHI[IIIlIIIIIIIIIIIIiIIIB .‘r? > :n> tax cTnax rm na na* pinty by rrnn ru:1? “pn \n bim o'iim nen cycu rtam nan; nanbaa ns> -nurs mb1? rt:ij '7i' in# nxi . ma-r; anan^aa cs^a* naicj dtd 'a' p Tjcnn vnsrx n:a nnnt' xn .. niarna naxba cranbai Tü’ai bar» *na man? vnnx1? voyt a'L" sbi matai D':a'Da nm;i 7i:aa* o*nc 'by myap ri'rrna nsn cxi niamm meian nnnsa nam ona nui na bz br: n^coa L'wr> co -oy *73*7 raun. cnix. nrn ann npbna Ta'.asr nS 'by ftiato tun pnn 0x1 D'nn an D'ans* 0 nan u'-aim apan.a o’nam nby' na on’T :aa’2 am ctmi ceisi: snap nun,an cun a;p \t düs ns m ü77*.rs 7s ixr ravix ■ erruna oy aa: ca7a oa nn inon^oa wonl7or : nbnna.'Na’ a'bn»n,! C7!*:a’ ra mn anbnS ' 7!7aaTi nain r.zrbzb sma: onbnb abia :s Zum Ersten Jüdischen Schachkongress, der jetzt in Leipzig statt fand Die ersten 32 Zeilen eines hebräischen Schachgedichts, das als älteste Schachregel Europas gilt. AU Verfasser wird Abraham Esra (gest. 1167) genannt Fot, Herbert Sonnenfeli Kämpfe sing ich, die vor Zeiten Kluger Männer Geist entsprossen, ■ Gleicher Heere mut’ges Streiten — Blut ist nicht dabei geflossen. Acht mal achtfach teilt das Feld sich, Wechselnd immer hell und dunkel Und in Doppelreihen stellt sich — Rot hier wie Rubingefunkel, Dort schwarz, wie mitternächtig — Jedes Heer, teils schlicht, teils prächtig. Raum ist zwischen' beiden Schaffen, Die gesellt in gleicher Enge. Nicht mit schmetternden Fanfaren, Leise geht’s zum Handgemenge. In der Vorderreihe sperren Kopf an Kopf des Fussvolks Bauern; Hinten recken sich die Herren, Schaun hinaus Wie über Mauern. Bauer — geradeaus erklimmt er, Farbewechselnd, Feld um Feld; Nur im ersten Anlauf nimmt er Doppelsprung — wenn’s ihm gefällt. Doch im schrägen Stosse schlägt er Auf dem gleiehgefärbten Feld Seinen Feind, und endlich trägt er, Bleibt er immer unbezwungen, Ist er bis zum Rand gedrungen — Neues Kleid und neue Ehre, Wird zum Führer er im Heere. Schachaufgabe Nr. 51 von L. Nothstein 1. Preis „Good Compagnion" 1919. f Matt in zwei Zügen. Weiss: Kd2, Dg2, Ta5, Te4, Lb5, Sg5, Bb4, d7, e5 (9) Schwarz, Kd5, De6, Lf4, Sa8, Sh5, Bb7, d3 (7) Lösung der Aufgabe Nr. 50: 1. Sf3—e5, (drohend Dbö—c4 matt) .... Te7Xe5; 2. Db5—d7 matt .... Lf4Xe5; 2. Sg4—e3 matt wechselseitige Verstellung des schwarzen T und E} (Nowotny). .... Kdo—e6; 2. Sg4—f6 matt .... Kd5—d4; 2. Db5—c4 matt. Nichtige Lösungen der Aufgaben 48, 49 und 50 gingen ein von: Rechtsanwalt Ludwig Meyer, Sanitätsrat Dr. S. Domke (Berlin), Hans Steinberger (Bayreuth), Siegmund Austerlitz (Gießen)« Dr. Meherhosf (Rotenfels), Michael. Levy (Krefeld), Tierarzt Max Koschminski (Landsberg), Gerhard Lewisohn (Quedlinburg), Lothar Schönihal (Nürnberg). Von Nr. 48 und 49 von: Fritz Rieß, Willy Michaelis, Georg K. A. Israel (Berlin). Von Nr. 48 und 50 von: Hans Cohn, Arthur Eisenhardt (Berlin). Von Nr. 49 und 50 von: Gerda Loewkowitz (Konstadt). Von Nr. 50 von: Silve Kallmann (Düsseldorf), Jacob Baumann (Köln), Gottfried Gumbel (Stuttgart), Adolf Schuck (Breslau), Oskar Wolfs (Bad Godesberg). Frau Tilde Adler (Landsberg), Erich Rubensohn (Hildesheim). V Schachaufgabe Nr. 52 von Dr. M. Lewitt (Berlin) Weiß am Zuge gewinnt Weiss: Ke5, Lg5, Bfo, h6 (4) Schwarz: Kf7, Sh5 (2) » Schachbriefkasten. H. C. (Derlin-Heiligenfee)._ Der Bh5 im Problem Nr. 48 ist nicht überflüssig, der König könnte doch sonst sofort über g6 entlaufen! — Rechtsanwalt L. M. (Berlin). Besten Dank. Dock) zu einfach und naheliegend. — W. W. (Baden-Baden). Auf 1. 03—b4 in Nr. 48 antwortet Schwarz Dgl—dl matt! Weiß ist stets am Zuge, wenn anderes nidst ausdrücklich angegeben wird. thilde, die an meinem Krankenlager einen harten Stand hatte, mir mehr als je mit Liebe und Treue ergeben ist und vielleicht auch die einzige Ursache ist, warum ich dieses hundssöttische Leben noch mit Geduld ertragen habe. ..." Was aber dann? >,. . . Hab dich mit meinem Brot geätzt — du schliefst still und sorgenlos . . ." Was aber morgen? „Dieses seelengute Geschöpf, in desstn Herzen kein Tropfen Falsch ist, und das die Schlechtigkeit der Welt nicht einmal begreift, ist so verwöhnt und unerfahren, daß ich nicht genug für sie sorgen kann . . ." Und habe doch nur immer gesorgt! Sie soll weiter einkausen können für sich und lieber noch für andere, meine Mathilde, „die süßeste Verbringerin, die je auf der Welt ihren. Mann gequält und beglückt." „Sie klagt, sie sei nicht mehr so hübsch wie früher und müsse sich daher etwas mehr putzen." Wie oft habe ich ihr das Gegenteil beteuert, „hauptsächlich der Putzkosten wegen . . Es hat alles nichts genützt, und es war gut so. Sie hat nie etwas vom Geld verstanden und wird es nie lernen! Catherine will sich erheben. Es ist Zeit, wieder die Tropfen zu nehmen, die Stunde längst vergangen. Aber indem sie sich rührt und dabei sorgsam Heines Miene betrachtet, sieht sie, daß er lächelt. Und sie erspart ihm die Qual. Gestern hat ihm Jula das mit den Aktien erzählt, die Mathilde verwahren sollte. Natürlich sind die längst weg . . . „In kurzer Zeit ist sie von angeblichen Freunden tatsächlich aus geplündert, die kamen, ihr Leid klagten. Sie gab ihnen, dann besuchten sie sie nicht mehr und liefen ihr aus der Straße aus dem Wege." Und als Jula sie fragte, was sie tun wolle, -wenn ihr Mann die. Papiere zu sehen verlangte, hat sie achselzuckend gesagt, dann springe sie ins Wässer . . .! Sie wird nicht springen, denn ich werde nicht dran rühren. „Das. vortreffliche Herz , * Ach, sie hat mir viel verbracht! Aber mehr gegeben! Heine denkt an jene Zeit, da alles in ihm gegen die Krankheit wütete, die ihn gelähmt. Jeder ihrer Ausgänge war eine Folter. „Wie kann ich kranker Mann jetzt noch mit einer halben Million Männer konkurrieren!?" Und an jenem Tageda ihn der Arzt ohnmächtig aus der Schwelle findet, zu der er mit letzter Kraft gekrochen, weil Mathilde nebenan mit einem Manne zu sprechen schien. Und es war doch nur Cocotte, der Papagei! Das ist lange her. . . . „Das Hirtenspiel, es hat ein Ende. . . O Gott, in deine Hände . . . mein armes Lamm..." Und Heine träumt zurück. Der Schuhladen der Tante Maurel taucht auf vor seinem Blick, in dem das Dorskind Ereszenzia Eugenie Mirat aus Vinot geholfen. Die ersten Begegnungen, der erste Tanz! Fünsunddreißig Jahre war er damals, kein Jüngling mehr, als nach soviel Freud und Leid die tiefste Liebe kam. Wie hat er gegen sie angekümpft! Und wie selig ist er unterlegen! Die ersten sechs Jahre ziehen vorüber, Mathilde heißt sie jetzt, aber sie weiß nichts von ihm und wird niemals etwas wissen. „Meine Frau," — wie reizend sagt sie das ihm nachgeplapperte, einzige deutsche Wort! Und wie entzückend vergeblich sind alle Versuche zu höherer Bildung! Aber die Popligeren kommen, das Vergnügen au schönen Kleidern und am guten Essen und Trinken. Das „küße dicke Kind. ..." Und nach sechs, sieben Jahren, als er mit Strauß das Duell hat, die Heirat St. Sulpiee, ihit zuliebe kirchliche Trauung, denn sie soll ihren Frieden haben! Was weiß sie von ihm? Sie hat nicht einmal gewußt und weiß wohl jetzt nicht, was das heißt: Jude sein. Heine lächelt schmerzlich. Damals, als Weill bei ihm jüdische Melodien sang, Eocotte so schrie und Mathilde erregt wissen wollte, was das für Lieder seien, hat er sie beschwindelt und sie hat es — wie alles, geglaubt, Sie, die keines seiner Gedichte kennt . . . „sie ist jedoch von edelstem und reinstem Herzen, gut wie ein Engel . . ." „Den Strauß, den mir Mathilde band . . . Mit dem Kranz von Immortellen . . ." Die Wolken des Dämmers ziehen sich zusammen. Die Bilder wechseln. Jetzt sitzt Mathilde an seinem Bett und liest ihm aus Dumas vor. Jetzt kommen sie in Hamburg an, — ach hätte er Mathilde nicht mitgenommen! Jetzt schlägt er einem Studenten eine Ohrfeige, der Mathilde zu unverschämt fixiert. Jetzt . .. jetzt sieht er ein Haus, draußen, mitten im Grünen, da lebt seit Jahr und Tag Mathilde allein mit Pauline, mit drei Hunden und sechzig Papageien. „Vve Henri Heine" schreibt sie unter ihre Briese und denkt nur an ihn . . . Heine rührt sich, zuckt zusammen. Was war das? Was habe ich da geträumt? Und er zwingt das Bild noch einmal vor sein Auge, — glücklich! Denn er weiß: wahr wird, was er im Traume sah. Und heiter denkt er daran, was er dem jungen Fichte erzählt: „Mir träumte einst, der Papagei meiner Frau habe lustig im Käfig Zucker geknappt und sei plötzlich tot zu Boden gestürzt. Meine Frau verfiel über diesen Verlust in heftiges Weinen. Bald darauf trat sie jedoch mit lachender Miene zu mir, den wieder lebenden Papagei auf der Hand tragend. Nachmittags daraus saß ich mit derselben am Kamine, mit ihr den Anzug für einen Ball des nächsten Abends verabredend; der Papagei knappte im Käsig Zucker und fiel plötzlich tot hin; meine Frau brach in heftiges Weinen aus. Bald darauf schenkte man meiner Frau einen neuen Vogel, den sie mit Lachen zu mir herein brachte; das war das wiederbelebte Tier!" So wie dieser Traum wird auch der heutige Wahrheit werden. Sie soll es gut haben, sie wird es gut haben. . . . „Bei eurer eigenen Schönheit, Huld und Milde, Beschwör ich euch, ihr Engel, schützt Mathilde. ..." Fahl liegt der Lichtschein über der Medizinflasche. Der Schreibstift entfällt des Eingeschlafenen Hand. Ausschreckt Catherine, selbst eben eingenickt. . . . (Fortsetzung folgt) Erlesenes .. Erst wenn der Raum des Schiffes voll Wasser ist, wird das Toben der Wasser draußen eine Gefahr. Das Wasser drinnen droht nicht so sichtbar, es erschreckt nicht durch augenfälliges Toben, es vernichtet durch sein totes Gewicht. So sind wir sehr versucht, den Wogen draußen alle Schuld zuzuschreiben. Aber wenn nicht zur rechten Zeit dre Einsicht dämmert, daß alle Hände an die Pumpen müssen, so gibt es keine Rettung vor dem Versinken. Wie hoffnungslos die Aufgabe, uns von den inneren Wassern zu befreien, bisweilen auch scheinen mag, sic ist sicher aussichtsreicher als der Versuch, das Wasser des Meeres draußen wegzuschöpfcn. Hemmnisse und Widerstände von außen wird es immer geben, aber sie werden erst gefährlich, wenn auch innen Hemmnisse und Widerstände da sind." Aus „Flüstern der Seele" von Rabindranath Tagore (Flyperion-Uerlag, München), übersetzt von Helene Meyer-Frank, mifgeteilt von Anni Misch. Eine Synagoge an Bord der „Queen Mary“ „Queen Mary", der größte Ueberseedampfer der Welt, dessen Jungfernfahrt im Mai stattfinden wird, ist das erste Schiss, das eine Synagoge haben wird. Trotz einer Größe von nur acht Quadratmetern wird die Synagoge in jeder Einzelheit vollkommen sein und 50 Personen fassen. Der Tempel befindet sich mittschiffs aus dem 8-Deck. Oppenheim Das bekannte Spezia!haus für Kleiderstoffe Charlottenburg, Wilmersdorf er Str. 115-116 Wollstoffe — Samt — Seidenstoffe

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.