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Central-Verein-Zeitung · 1936-01-16 · 3 (16.1.1936) · p. [Seite]

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936) - farbig
Issue
3 (16.1.1936)
Date
1936-01-16
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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I i ti'f.ifMwt» ■] Der Königssalut für den Vizekönig Sir Clement Hindleh schreibt in einem Nachruf auf Lord Reading in der „Times": „Das Hinscheiden Lord Readings erinnert an ein Ereignis anläßlich seines ersten Besuchs als Vizekönig in Kalkutta. Es zeigt dengroßen Gegensatz zwischen den Schwierigkeiten seiner jüngeren Tage und der hohen Stellung, die er durch seine Anstrengungen erlangt hat. Lord Reading war überredet worden, sich von den Mühen seiner öffentlichen Pflichten zu erholen und für einen Tag an Bord der Schaluppe Pansh, welche dem Hafenkommandanten gehörte, aus den Hooghly- Fluß zu kommen. Wir waren eine sehr kleine Gesellschaft, meine anderen Gäste waren ein halbes Dutzend führender Leute aus der Handelswelt von Kalkutta. Am 'Frühstückstisch, erzählte uns Lord Reading von seinen Erfahrungen bei einem früheren Besuch aus dem Hooghly vor 45 Jahren, als er auf einem Segelschiff Dienst als Schiffsjunge tat. Unter anderem beschrieb er, wie der Lotse an Bord kam, sehr schneidig angezogen und weiß behandschuht. Es war der stolzeste Tag in seinem Leben, als er Befehl bekam, die Handtasche des Lotsen an Deck zu tragen. Einige Stunden später dampften wir flußabwärts und kamen in drahtlose Verbindung mit SM Schiff „Southampton", dem Flaggschiff der Ost-Jndien-Schwadron, welches den Fluß zu einem dienstlichen Besuch in Kalkutta heräuffuhr. Die Anwesenheit des Vizekönigs aus der „Pansy" wurde SM Schiss „Southampton" gemeldet, und wir konnten es so einrichten, daß wir das Schiss aus der langen offenen Wasserfläche passieren mußten, welche eine wunderbare Umrahmung für die dramatische Szene abgab, die sich dann abspielte.' SMS „Southampton", erleuchtet von blendendem Sonnenschein, durchfuhr die große weite Kurve schnell fließenden Wassers und gab' einen Salut von 31 Schüssen ab. Die gesamte Besatzung des Schiffes befand sich in Paradestellung auf Deck, während der Vizekönig von Indien ganz allein auf dem oberen Deck der „Pansy" stand, um den Salut in Empfang zu nehmen; seine eigene Flagge wehte vom Hauptmast der „Pansy"^ Als die beiden Schiffe aneinander vorbeisuhren, ertönte die Nationalhymne, von der Kapelle des Kriegsschiffes gespielt, die Marinesoldaten waren auf Deck aufmarschiert, präsentierten das Gewehr und die weiße Flagge am Heck senkte sich. Nicht einer, der sich damals auf der „Pansy "i befand, kann jemals den Eindruck vergessen, wie die einsame Figur des Vizekönigs barhäuptig im Sonnenlicht stand, um die königlichen Ehrenbezeigungen in Empfang zu nehmen. Wir erinnerten uns an die einfachen Worte, mit denen er. uns gerade vorher von seinem früheren bescheidenen Besuche und von dem Ereignis mit dem Lotsen erzählt hatte, das sich gerade an derselben Stelle viele Jahre zuvor zugetragen hatte. Es kann nur wenige Vizekönige gegeben haben, die einen königlichen Salut von einem Kriegsschiff Seiner Majestäts Flotte auf einem Schiff empfangen haben und sicher keinen anderen Vizekönig unter solchen Verhältnissen." . # Die „Times" veröffentlicht eine Rede von Lord Melchett, der wir folgendes entnehmen: „Nur drei Männer in der englischen Geschichte haben ihre Laufbahn ohne Titel begonnen und sind Marquis geworden: der Herzog von Marlborough, der Herzog von Wellington und Lord Reading. Es gereicht Israel zu großem Ruhm, daß ein Jude, und zwar ein bekenntnistreuer Jude derartiges durchgesetzt hat." Sachgemässe und schleunige Durchführung Ihrer AUSWANDERUNG ABS Geschäftsverkäufe — Vermögensliquidation Tauschobjekte Amtsger.-Rat a. D. Dr. Ascbner Oberreg.-Rat a. D. R. Kempner Berlin W 15, Meinekestr. 9 / Telefon: J 1 Bismarck 2856 neben d. Palästina-Amt / 972 bis 13 Uhr u. I6V2 bis 19 Uhr Eigene Repräsentanzen in Palästina werde jeder derartige Plan die Aufbringung großer Geldmittel erfordern. Auch in der deutschen Presse hat die „Majestic"-Reise ein Echo gesunden. In der „Rheinischen Landeszeitung" beispielsweise finden wir eine Meldung aus London, die der Vermutung Ausdruck verleiht, die Richtung der Arbeit der Delegation werde wohl darin liegen, daß ,anan Deutschland Gelegenheit gibt, seinen Export wesentlich zu erhöhen, um durch einen dadurch ent-, stehenden zusätzlichen Devisenanfall nach Deutschland gewisse Schwierigkeiten bei der Vermögenstransserierung derjenigen Juden, die die Absicht haben, auszuwandern, zu beseitigen. Bekanntlich besteht für die Juden, die nach Palästina auswandern, bereits eine Erleichterung durch ein Handelsabkommen mit Palästina. Sir Herbert Samuels Absicht ist es jedoch, diese Auswanderungserleichterungen auf alle Teile der Welt auszudehnen." Das genannte Blatt fährt dann fort: „Wir müssen der englischen Presse die Verantwortung für die Nichtigkeit dieser Meldung überlassen. Ganz so einfach, wie der Plan nach dieser Meldung erscheint, dürfte jedoch seine Verwirklichung nicht fein, denn es wäre ein nicht unbedeutender Nachteil für den deutschen Kapitalmarkt, wenn die zweifellos bedeutenden Kapitalabwanderungen nur durch einen gleich hohen Devisenanfall aus einer durch die geplanten Maßnahmen hervorgerufenen Exporterhöhung ausgeglichen würden. Ueberdies läßt es sich in der Praxis gar nicht feststellen, ob ein etwa erhöhter Export nun tatsächlich auf diese Maßnahmen Zurückzuführen ist. Es müßte dann schon von Sir Herbert Samuel der Einfluß des jüdischen Großkapitals ganz allgemein dahin geltend gemacht werden, daß die jüdischen Boykottmaßnahmen in allen Teilen der Welt gegen Deutschland abgestoppt werden! Ebenso wie nach Erlaß der Nürnberger Gesetze in Deutschland die Judenfrage liquidiert worden und jede in der Revolutionszeit hin und wieder vorgekommene Einzelaktion ausgeschaltet worden ist, sollte auch hier eine Klärung herbeigeführt werden." Die Apostrophierung gerade einer Persönlichkeit wie Sir Herbert Samuel, des ersten englischen Oberkommissars für Palästina, mehrfachen englischen Ministers und Führers der Liberalen, ist in diesem Zusammenhang insofern nicht ganz unwichtig, als, wie man sich erinnert, er derjenige war, der sich seinerzeit als Führer der Liberalen im englischen Unterhaus für das Zustandekommen des deutsch-englischen Flottenabkommens eingesetzt hat. # * Wir verfolgen die Fahrt der „M a - jestic" mit Aufmerksamkeit, ebenso wie wir, den Genfer Verhandlungen mit Spannung entgegensehen. Die nüchterne Beurteilung der Entwicklung smöglichkeiten der Juden innerhalb der deutschen Grenzen und insbesondere der Lebensaufstiegsmöglichkeiten unserer jungen Generation läßt die möglichst umfassende und positive Erörterung einer Entlastung der deutschen Judensrage durch konstruktive Pläne außerhalb der deutschen Grenzen als erwünscht erscheinen. Wir haben schon vor längerer Zeit an dieser Stelle zum Ausdruck gebracht, daß wir die Freundschaft und die Hilfe von Juden jenseits, der Grenzen mit Dankbarkeit, aber nicht mit der Gesinnung und Geste von Almosenempsängern anneh- . men, und wir sind davon überzeugt, daß die Einsicht in die Bedingtheit jüdischen Schicksals überall in der Welt in keinem der Geber andere Empfindungen aufkommen läßt als bei uns, den Nehmenden. Aus den Kreisen unserer jüdischen Gemeinschaft hier ist der jüdischen Welt die Fülle der Wissenschaft und des Geistes vermittelt worden. Die drei großen Regenerationserscheinungen, die vielleicht überhaupt Judentum als einen wesentlichen Faktor der geistigen Welt von heute erhalten haben, sind bon Menschen unseres Kulturbereiches geschaffen worden: Die Wissenschaft des Judentums und die jüdische Reform, die Erneuerung der Tradition durch Samson Raphael Hirsch und der Zionismus. Zwischen den Juden aller Länder ist aus Grund unseres jüdischen Schicksals ein unablässiges Geben und Empfangen. Niemand weiß, wenn er gibt, wann er selbst wird nehmen müssen. Und es darf wohl gerade im Zusammenhang 'mit der Erscheinung Lord Readings, der in zweiter Generation einer aus Deutschland kommenden jüdischen Familie entstammt, gesagt werden, daß aus Deutschland eingewanderte Menschen vielleicht ähnliche ungeahnte Bereicherungen für das geistige und politische Leben der Länder in sich tragen können, die ihnen neue Heimat werden sollen, wie der Vater jenes Rusus Jsaacs. Die neue Bewegung, die in die Erörterung der Auswanderungssrage gekommen ist, und an der sich sowohl die Völkerbundskreise wie die jüdischen Kreise für sich beteiligen, wird ohne Zweifel — und das ist auch unser Wunsch —, die Gegebenheiten und die Möglichkeiten Palästinas ebensosehr in ihr Kalkül einbeziehen, wie die Chancen, die sonstwo in der Welt vorhanden sind. Nur so will wohl die Meldung verstanden werden, wonach der Präsident der Jewish Agency und der Zionistischen Weltorganisation, Dr. Chaim Weizmann, bereit sei, sich an der Aktion von Sir Herbert Samuel zu beteiligen, falls die Ziele dieser Aktion in der Richtung der Pläne liegen, die die Jewish Agency für die Ansiedlung der Juden aus Deutschland in Palästina ausgestellt hat. Selbstverständlich muß Palästina vorzugsweise in jedes konstruktive Projekt einbezogen werden. Aber wir meinen, daß es nicht jüdisch verantwortbar ist, wenn in einem Augenblick, in dem sich eine Institution von der Bedeutung des Völkerbundes bemüht, auch außerhalb Palästinas Möglichkeiten für Juden zu schassen, von autoritativer jüdischer Stelle eine Abbiegung und Verengerung lediglich auf Palästina versucht würde. Wir können nicht annehmen, daß von jüdischer Seite gegen Gedankengänge Einspruch erhoben werden könnte, wie wir sie etwa in den „Time s" vom 12. Januar 1936 finden: „Oeffentliche Wohltätigkeit, auch wenn sie von Beamten des Völkerbundes geleistet und' koordiniert wird, kann nicht länger allein mit der wachsenden Not fertig werden. Land muß gesunden werden, soll nicht eine große Zahl der Betroffenen völlig heimatlos bleiben. Die Genfer Vertreter mögen dessen sicher sein, daß sie von der öffentlichen Meinung fast aller Länder bei jeglicher Bemühung, eine konstruktive Lösung zu finden, unterstützt werden. Vermutlich können für die allernächsten Monate nur zeitweilige Maßnahmen getroffen werden. Sie werden darum nicht weniger verdienstvoll sein; und es ist zu hoffen, daß schließlich Landstriche zur Verfügung gestellt werden — in Südamerika wurden bereits Erhebungen gepflogen — wo für das Land geeignete Auswanderer angesiedelt werden können. Verhandlungen über solche Territorien könnten nicht ohne die volle Autorität der in Genf versammelten Nationen geführt werden; und sie müßten schließlich scheitern, wenn sie nicht durch die öffentliche Meinung und durch öffentliche Mittel gestützt werden." Wir glauben zu einer solchen Pointierung unserer Stellungnahme um so berechtigter zu sein, als gerade gegenwärtig einige Mitteilungen über Einwanderungserschwerungen nach Palästina erfolgen, die in den Kreisen der Juden Deutschlands beunruhigend wirken müssen. Denn wenn, wie wir in unserer Palästina-Umschau noch genauer melden, für die Winterquote 1935/36 insgesamt nur noch 350 Arbeiter-Zertifikate für Deutschland zur freien Verfügung stehen, so stellt das für Hunderte von auswanderungssähigen und -bereiten Chaluzim eine schwere Enttäuschung und für die jüdische Oeffentlichkeit Deutschlands eine ungewöhnliche materielle Belastung dar. Auf anderer Ebene, aber gleichfalls beunruhigend, liegt eine Jta-Meldung aus Jerusalem, wonach die sogenannten 1000-Pfund-Sterling-Einwanderer in 2000- Pfund-Sterling-Einwanderer umgewandelt werden sollen. Die unerfreuliche Wirkung dieser Daten muß um so größer sein, je ausschließlicher und totaler von zionistischer Seite die konstruktive Behebung der Situation der Juden in Deutschland nur als Palästina-Problem behandelt wird. Unsere Vergangenheit hält uns ebenso sehr von dem Verdacht einer Palästina- Gegnerschaft frei, wie sie uns ermöglicht, die Realitäten Palästinas für die Juden Deutschlands ohne Agitationsnotwendigkeit und Bedürfnis klar zu erkennen. Wir können deshalb, ohne in agitatorische Schwierigkeiten zu geraten, die sich auf zionistischer Seite Herausstellen müssen, die realen Einwanderungsmöglichkeiten außerhalb Palästinas mit der gleichen Sachlichkeit und Intensität behandeln wie den Palästina-Komplex. Wir sind deshalb — gelinde ausgedrückt — verwundert, in dem Organ der Zionistischen Vereinigung zu lesen, daß man dort Absichten kritisiert, durch die auswanderungswillige jüdische junge Menschen für eine Ansiedlung und eine Betätigung auch außerhalb Palästinas vorbereitet werden sollen. Abgesehen davon, daß wir es nach Lage der Dinge als ein keineswegs begrüßenswertes Verhalten änsehen, wenn Vorgänge, an denen ja schließlich das Schicksal von vielen wertvollen Menschen hängt, in einem so frühen Stadium der Oeffentlichkeit negativ dargestellt werden, erscheint es uns s a chl i ch nicht vertretbar, wenn in so ungewöhnlich parteimäßig gebundener Weife schon jetzt Befürchtungen über etwaige Finanzierungen der Pläne aus allgemeinen jüdischen Mitteln u. a. der Oeffentlichkeit vorgetragen werden. Es ist von nichtzionistischer Seite noch nie die Frage gestellt worden, wie hoch wohl der Anteil der für Palästina gespendeten Mittel ist, die aus nichtzionistischen Händen kommen, und wie sie im einzelnen verwendet werden. Wir weisen nur nebenbei daraus hin, wieviel führende Persönlichkeiten des Eentral-Vereins auch an führender Stelle fördernde Freunde der Palästinaarbeit sind. Wir haben niemals um Aufklärung ersucht und wir werden es auch nach dieser Erfahrung nicht tun, wieviel Mittel aus allgemein jüdischen Quellen deshalb nicht produktiv verwendet werden, weil die Umschichtung für die Palästinawanderung zahlenmäßig einen Umfang angenommen hat, der zu der Zertifikatsziffer in keinem annehmbaren Verhältnis mehr steht. Wir fügen hinzu: leider, wenn wir an die 350 Zertifikate denken und an die vielen Hunderte, die sehnsüchtig und vergeblich seit Monaten auf ihr Zertifikat warten./ Aber gerade weil es so ist, halten wir es von der jüdischen Verantwortung her für nicht erträglich, daß Bemühungen, Menschen für die Ansetzung außerhalb Palästinas vorzubereiten, von vornherein diskreditiert werden. — Wenn die „Rundschau" als Belastung ankreidet, daß die in dem kritisierten Projekt ausgebildeten Menschen nicht in ein gemachtes Bett in Argentinien oder anderswo kommen können, überrascht dies gerade von dieser Seite, die sonst die Ungewißheit und die Möglichkeit von Rückschlägen in Palästina als selbstverständlich einsetzt und als Pioniertum lobt. Es ist demnach ein hohes Maß von Selbsteinsicht des Verfassers in der Jüdischen Rundschau, wenn er seinen Aufsatz „Unbegreifliches —' —" überschreibt ... Alle jüdischen Kreise stehen in einer Schicksals- und Arbeitsgemeinschaft. Aber es wäre ein grundlegendes Mißverständnis aus zionistischer Seite, wenn dort die Auffassung herrschte, die Zustimmung zu den grundlegenden Beschlüssen der Reichsvertretung vom 22. September 1935, insbesondere was Jewish Agency und Keren Haje s s o d anlangen, bedeute eine Verzichtleistung der nichtzionistischen Kreise aus ihre Verpflichtung, sich auch in der Welt außerhalb Palästinas um der Zukunft ihrer Kinder willen umzufehen. Die zweite These des Reichsvertretungs-Programms spricht sogar ausdrücklich davon, daß auch alle anderen in Frage kommenden Länder in die Auswanderungsplanung ein-, geschlossen werden sollten. Aber auch so würden wir die Auffassung vertreten, daß die Legitimität einer Arbeit von Juden für Juden im jüdischen Geiste nicht von dem Grad ihrer örtlichen oder geistigen Nähe oder Entfernung zu Palästina bewertet werden darf. # * V Wir hoffen, der.jüdischen Oeffentlichkeit. in Kürze konkret die Pläne vorlegen zu können, gegen die die „Jüdische Rundschau", die von den vorsichtigen Anfängen. nur auf Grund von Indiskretionen Kenntnis erhalten hat, sich vorzeitig wendet. Wir sind nämlich der steberzeugung, daß die jüdische Oeffentlichkeit und sehr viele Zionisten trotz des Artikelverfassers den Gedanken der Jewish Agency mit uns in einer viel weiteren Begrifssdeutung sehen: nämlich in der Zusammenarbeit aller Kräfte um das Schicksal jüdischer Menschen und um das Schicksal jüdischer Kinder willen aus allen Arbeitsgebieten und für alle Lebensgebiete. Wir wollen keinerlei Kürzung, sondern eine Verbreiterung und Erweiterung der Hilfe für jüdische Menschen. Wir möchten, daß harte, enge Kleinlichkeit gegenüber der Größe, der überparteilichen Arbeit in den Winkel gestellt wird, in den sie gehört. Wir werden uns auch durch solche Artikel nicht beirren lassen, unserer Linie treu zu bleiben, der uns jede konstruktive Arbeit, wo auch immer sie geschieht, zu fördern heißt. Wir möchten aber auch vermeiden, daß die Männer, die mit der „Majestic" der amerikanischen Küste entgegensahren, oder die in Gens sich um unser Schicksal sorgen, einen beschämenden Eindruck von dem Mangel an Aufgeschlossenheit und Arbeitsbereitschast der Juden in Deutschland, einmal auch über den Parteirahmen hinaus denken zu können, empfangen. Sichern Sie die durch Ausbildung im: ZHkiMft Ihrer Kinder Landschulheim Florenz Höhere Schule und Internat 1. Schulbildung bis zum Abiturium 2. Für Knaben und Mädchen von 6—18 Jahren 3. Unter Leitung bewährterPädagogen 4. Studienberechtigung in fast allen Staaten 5. Werkunterricht, Landarbeit, Haushaltkunde 6. Vorbereitung für Palästina 7. Aerztliche Ueberwachung, individuelle Förderung 8. Schönste Umgebung, gutes Klima, Sport 9. Erstklassige Verpflegung 10. Zeitgemässe Preise — keine Transferschwierigkeiten Neuaufnahmen zum 1.3. und 1.4.36. Auskünfte und Prospekte durch die Leitung: Oberreg.-ßat Dr. Werner Peiser Dr. M, Goldstein Florenz, Villa Pazzl, Pian dei Guillari

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