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Einladung zu der am ... statthabenden öffentlichen Prüfung in der Bürger- und Realschule der Israelitischen Gemeinde · 1849-01-01 · 1849 · p. Seite 15

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Journal
Einladung zu der am ... statthabenden öffentlichen Prüfung in der Bürger- und Realschule der Israelitischen Gemeinde
Volume
1849
Date
1849-01-01
Page
Seite 15 (sequence 15)
Language
German
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IRI
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— 15 als eine zufällig paffend Anwendung eines Ausdrucks sind, den es gehört hat; daß dasselbe Kind für einen guten Gedanken wieder hundert Albernheiten spricht, die aber, als seinem Alter angemessen, unbeachtet bleiben. Eine Beobachtung desselben bei Arbeiten, wo eS denken muß, wird die überspannte Schätzung seiner Anlagen auf das rechte Maaß zurückführen und Aeußernngen des Lobes, wobei die älterliche Eitelkeit nicht immer die gehörige Behutsamkeit beobachtet, zum Besten der Kinder mäßigen. Durch die bisherigen Betrachtungen glauben wir zu dem Resultat gelangt zu seyn, daß eigene Veranstaltungen zur Leitung und Nachhülfe der Schüler bei ihren Arbeiten, um den Erfolg der Schule zu sichern, im Allgemeinen kein notwendiges Bedürfniß sind. Freilich gibt eS häusliche Verhältnisse, welche die von den Aeltern zu leistende Aufsicht erschweren. Wenn der Vater öfter abwesend oder bis in den Abend hinein beschäftigt ist, die Mutter bei einer zahlreichen Familie von den jüngern Kindern oder durch Besuche, die sie macht oder erhält, in Anspruch genommen ist, so wird die Beaufsichtigung der Arbeiten nicht regelmäßig geführt werden können. Aber selbst in diesen Fällen, wofern nur die Verhinderungen nicht zu häufig eintreten, wird man nicht gezwungen seyn, die Kinder einer Halbpension zu übergeben. Es wird genügen, wenn man die Knaben nur an ihre Arbeiten zu rechter Zeit erinnert, über die Absolvirung derselben befragt und ihre schriftlichen Arbeiten die Musterung passiren läßt. Sind sie einmal an ein regelmäßiges Arbeiten gewöhnt, so werden sie, ohne angetrieben zu werden, ihre Pflicht erfüllen. Es läßt sich indessen nicht in Abrede stellen, daß es häusliche Verhältnisse und Einrichtungen gibt, die der: Aeltern eine sogenannte Halbpension nicht nur wünschenswertst, sondern selbst zum Bedürfnisse machen. Häuslichkeiten, wo die Kinder ganz sich selbst überlassen oder, was noch schlimmer, dem moralisch schädlichen Einflüsse der, mit Hintansetzung aller Rücksicht geführten Gespräche der Hausgenossen und Besuchenden ausgesetzt sind; da wo die Mütter zu jenen, leider so häufigen nervenschwachen und reizbaren Frauen gehören, die jede Veranlassung zu Aufregungen sorgfältig vermeiden müssen; wo die Knaben ihren Worten nicht gehorchen, die Zeit der Arbeit vertändeln, oder die Geschwister nicht verträglich sind, einander stören und zerstreuen, der Vater aber, wenn er nach Hause kommt, nicht mit Klagen behelligt werden soll; oder wo Aeltern des Abends sich des vertraulichen Gespräches erfreuen und sich Manches wittheilen

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