Jüdisches Gemeindeblatt für die britische Zone
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt für die britische Zone
- Volume
- 1 (1946-1947)
- Issue
- 23 (5.3.1947)
- Date
- 1947-03-05
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
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Jerusalem. (Our Way). Eine neue arabische Partei, und?war „Semitische Partei”, die die Anknüpfung besserer Beziehungen zu den Juden bestrebt, 'wurde hier gegründet. Die Führer dieser Partei sind Anhänger des Scheichs’ Ajedin al Kassan, der während des arabischen Aufstandes 1936 -ermordet wurde. * Jerusalem. (Our Way). Im arabischen Dorf Kalkiliah fand zum ersten Mal eine, offizielle Parade der arabischen Militärorganisation „Futava” statt. Gleichzeitig wird mitgeteilt, daß die zweite! Organisation '„Noyada” eine öffentliche Werbeaktion in Asa veranstaltete. Es ist interessante daß die Mandaturmacht bei diesen illegalen Aktionen nicht eingreift . . . ’ . , Jerusalem. (Reuter). Britische Zerstörer hielten kurz vor dem Hafen in Haifa ein Schiff mit 1000 „Illegalen” an. Es wird vermutet, daß es sich hier um das Schiff „Ulva” handelt, das vor kurzem unter einer Flagge von Honduras den Hafen Algiers in unbekannter Richtung verließ. Jerusalem.. (United Press). In Begleitung von S britischen Schlachtschiffen wurde in den Hafen von Haifa ein Schiff mit 620 „Illegalen”' eingeschieppt. Das Schiff verließ einen französischen Hafen unter der Flagge von Cuba und trägt den Namen „Negev”. * Nachdem die Truppen .sämtliche Hafenstraßen absperrten, bestieg eine britische Kommission das Schiff. Es entstand dabei ein Handgemenge, bei dem 3 Einwanderer Verletzt wurden. Als Protest erklärte die jüdische Bevölkerung vön Haifa1 einen- 2-stündigen Generalstreik. Der Geheimsender . „Die Stimme Israels” erklärte, daß kein Kriegszustand und keine anderen Mittel die/ Flüchtlinge hindern werden» in ihr Land einzuwandem. Inzwischen wurden die 620 Einwanderer nach Cypem verschickt. Jerusalem. (Our Way), 3 .Mitglieder des „Irgun”,. die kurz nach der verübten. Prügelstrafe gegen einen britischen Offizier verhaftet Und bei denen Waffen .usw., gefunden wurden, sind vom Militärgericht in Jerusalem zum Tode verurteilt worden. Ein vierter Angeklagter wurde zu lebenslänglicher Gefängnisstrafe verurteilt, da er nur 17 Jahre alt ist. Das Urteil bedarf noch-der Bestätigung seitens des Oberbefehlshabers in Palästina. Alle -Angeklagten erklärten vor dem Gericht, daß sie sich als Kriegsgefangene betrachten und das Gericht nicht anerkennen. - . , . . , - « . London. (Reuter). Die Erklärung Gen. Mc Narhey’s, daß alle in der ärflerikanischen Zone lebenden verschleppten Juden nach Palästina überführt Werden sollen, wurde mit großer Zufriedenheit, seitens der Juden Palästinas auf genommen. . Auch die Jewish Agency begrüßte diese realistische Darstellung $ der Sachlage. Der Vorsitzende der arabischen Delegation zur Palästina- Konferenz protestierte scharf gegen die Erklärung Gen. Mc. Narneys. ' " (Ing.) "Aufgrund einer'Information von „Scotland Yard”, wonach sich eine Gruppe des „Irgun”, die’ vom Intemiertenlagbr in Eritrea flüchteten, auf dem Wege nach Südafrika befindet, wurde seitens der südafrikanischen Regierung eine verstärkte Beyachung aller Häfen, Flugplätze und wichtigen Bahnpunkte angeordnet. - Jerusalem. (Our Way). Das amerikanische Konsulat wandte sich an die jüdischen Geschäftskreise in Haifa mit der Anregung, Handelsbeziehungen mit deutschen Firmen 'in' der US-Zone Deutschlands anzuknüpfen. Die jüdische Handelskammer erwiderte darauf, daß sie angesichts der nazistischen Greueltten am jüdischen Volk auf die Geschäftsbeziehungen verzichtet. ' . ' . Jerusalem. (Our Way). Ein britischer Offizier, der eine* Gruppe englischer Touristen führte, erklärte vor der „IClagemauer” den ginn der' Heiligkeit dieser Mauer' für das jüdische Volk und gab dabei zu, daß es eine geschichtliche Tatsache sei, daß alle, die die Juden verfolgten, schwer bestraft' wurden; als letztes Beispiel führte er Deutschland an. Haifa. (Our Way). Offiziell wird mitgeteilt, daß als Protest gegen die Ueberführung der! letzten Einwanderer nach Cypem im Hafen Von Haifa ein größer Anschlag erfolgte. Kurz vor der Sprengung räumte die Polizei das ganze Hafenviertel, nachdem telefonisch eine Warnung durehgegeben wurde. New York. (Our Way). Auf einer Sitzung des Vollzugsrates der American Jewish Conference in Atlantic-City wurde ein Begrüßungs-Schreiben des Außenministers Marshall verlesen, in welchem mitgeteilt wurde, daß Amerika jetzt zusammen mit einer Reihe anderer .Regierungen eine Losung des allgemeinen- Flüchtlingsproblems bearbeitet. Um die jüdische Auswanderung (DENA). „Der einzige Weg zur Lösung des Problems der verschleppten Juden ist ihre Ansiedlung in Palästina”, erklärte General McNarney auf einer Pressekonferenz in Frankfurt. Fünfundneunzig Prozent der jüdischen Verschleppten seien gewillt, dorthin auszuwandem. Wie der General weiter mitteilte, geht ihre Zahl in . der amerikanischen Zone, zurück. Nach einer Ueberprüfung sei festgestellt worden, daß 28 003 Personen, nicht Weiter als Verschleppte versorgt werden können. (DPD/Reuter). Der Vorstand des Joint Distribution Committee nahm in Paris Pläne für eine erhöhte Unterstützung der jüdischen Auswanderung im Jahre 1947 an. Aus einem Rechenschaftsbericht dieser Organisation für das vergan- ' gene Jahr geht hervor, daß fünfundzwanzigtausend Jüden bei der Auswanderung aus Eürqpa geholfen worden ist. Von diesen gingen viertausend nach Palästina und dreitausendfünfhundert nach den Vereinigten Staaten, zwei-- tausendfünfhundert nach Südamerika und eintausendfünfhundert nach Großbritannien.' iiimmiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiimitiiiiiiiniiiiiiiiiiHHiiiiiiiiiiiiiiiihiiifimtlmiiiiiiiiiitiiiimniiinniiiHiiiiiiiHimimmiiHiiiiiiitiiiin Anmeldung von Rückerstattungsansprüchen Mitglieder einer jüdischen Kultusgemeinde in der britischen Zone (das sind nur 'Personen, die jetzt ihren Wohnsitz in der Britischen Zone haben), „welche als frühere Eigentümer oder als Erben früherer Eigentümer Ansprüche ' auf Rückerstattung unbeweglichen Eigentums - haben, das. in der Britischen Zone gelegen ist,, werden gebeten, ihre Namen und Adressen uns bekannt zu geben. Legal Department, Jewish Relief Unit, 81H. Q. Eilshausen b. Herford (21 a). JAKOB BIRNBAUM DaMEN-KLEIDER-FABRIK KDLN-BRAUNSFELD FDRST-POCKLERSTR. 82 Ruf 52188 (Ede Aachener Str.) ’umenftaus DÜSSELDORF, Graf-Adolf-Straße 9 Telefon 22354 und 22364 DER UHRMACHER dev wovt ■ Nordstr. 56 / Telefon-12260 und Sohne: (Öebv. CT er wort Luegallee 19 / Telefon 61675 PELZ-ETAGE Q/larggraf Düsseldorf Friedricbstr. 57. Ruf 16477