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Jüdisches Gemeindeblatt für die britische Zone · 1946-05-24 · 4 (24.5.1946) · p. Seite 16

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für die britische Zone
Volume
1 (1946-1947)
Issue
4 (24.5.1946)
Date
1946-05-24
Page
Seite 16 (sequence 4)
Language
German
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I fl A '.I;/ 4 1 ■v I 1des Landesverbandes gilt aber in erster Linie den Juden, die hierzubleiben beabsichtigen. Daneben sollen in großem Umfange diejenigen betreut werden, die auswandern. Die vornehmlichste Aufgabe ist die der Wiedergutmachung. In der ganzen britischen Zone leben 5200 Juden, davon allein in der Nord-Rheinprovinz und Westfalen 3200. Wir sind als Juden keine Wohlfahrtsemnfänger, sondern Fordernde, die ihr Recht verlangen. Die Militärregierung hat weitgehendstes Verständnis für unsere Lage gezeigt und wir haben allen Grund, zu hoffen, daß unseren berechtigten Ansprüchen stattgegeben wird. Nach Dr. Auerbach sprach Chawer Chanan kurz über die Verluste, die das 'Mische Volk in allen europäischen Ländern zu erleiden hatte. Die zugesagten 100 000 Palästinazertifikate stellen hoffentlich nur eine vorläufige Lösung dar. Er befaßte sich sodann mit dem Bericht der Palästinakommission, der kein einziger Jude angehörte, die aber dennoch zugunsten der Juden entschieden habe. Die im Anschluß daran vorgenommene Vorstandswahl ergab folgendes Resultat: 1. Vorsitzender, Rozyne; 2. Vorsitzender I n g s t e r; Sekretäre: Levison, Lublinski, Prysand, Magenheim, Kluge. Zum Ehrenpräsidenten wurde alsdann auf Vorschlag des 1. Vorsitzenden Herr Dr. Auerbach gewählt, der ebenso wie alle Gewählten, die Wahl annahm. F. Das Kulturdezernat des Landesverbandes der Nord-Rheinprovinz und Westfalen teilt folgendes mit: Die Büroräume des Kulturdezernats befinden sich in der Schule Stoffeier Straße, I. Etage, Zimmer 22, 23 und 24. Sprechstunden von 10 bis 12 Uhr. In dieser Abteilung werden alle kulturellen, religiösen, Schulungs- und Auswanderungsfragen erledigt. Jeden Montag und Donnerstag, um 17 Uhr, findet in diesen Räumen hebräischer Unterricht statt. Es sollen demnächst englische Stunden gegeben werden. Alle Mitglieder, die hierfür Interesse haben, werden gebeten, sich in den Amtsstunden im Büro des Kulturdezernats zu melden. LESESAAL Im Zimmer 23 der Schule Stoffeier Straße ist ein Lesesaal eröffnet worden, der täglich von 15 bis 17 Uhr geöffnet ist. Es stehen Zeitungen aus Deutschland und aus dem Ausland zur Einsicht zur Verfügung. Zeitschriften und Bücher werden in Kürze ebenfalls zur Verfügung stehen. AUSWANDERUNG Alle interessierten Mitglieder der Nord-Rheinprovinz und Westfalen, die auszuwandern beabsichtigen, werden gebeten, schnellstens die Auswanderungsfragebogen zu beantworten. Wir bitten den genauen Absender anzugeben, sowie Nummer vom Affidavit, wenn solches schon beantragt oder im Besitz ist. SCHKALIM Alle Gemeindevorstände werden gebeten, die Schkalim, deutlich ausgefüllt, mit dem Geld schnellstens an das Kulturdezernat des Landesverbandes zu senden. Dem Landesverband der jüdischen Gemeinden der Nord-Rheinprovinz, Düsseldorf, Königsallee 27, sind folgende Gemeinden angeschlossen: Jüdische Gemeinde Aachen: A. Loewendahl, Aachen, Wilhelmstraße 10. Synagogen-Gemeinde Bonn: S. Leopold, Bonn, Rochusweg 70. Synagogen-Gemeinde Düsseldorf: Jul. Dreifuß, Düsseldorf, Königsallee 27. Jüdische Gemeinde Duisburg: Horst Lucas, Duisburg, Manistraße 22. Jüdische Gemeinde Essen: H. Levy, Essen, Waldsaum 147. Jüdische Gemeinde Hamborn: Max Mannheim, Hamborn, Wasserstraße 1. Synagogen-Gemeinde Köln: Dr. Levin, Köln-Ehrenfeld, Ottostraße 85. Synagogen-Gemeinde Krefeld: Fritz Leven, Krefeld, Bismarckstraße 118. Jüdische Gemeinde Müllieim-Ruhr: S. Lifsches, Mülheim-Ruhr, Kampstraße 7. Jüdische Gemeinde M.-Gladbach: Paul Raphaelsohn, M.-Gladbach, Ferdinandstraße 4. Jüdische Gemeinde Oberhausen: E. Schleimer, Oberhausen, Gutenbergstraße 13. Jüdische Gemeinde Rheydt: Emil Heymann, Rheydt, Königstraße 62. Jüdische Gemeinde Wuppertal: Rechtsanwalt Brück, Friedrich-Ebert-Straße 73. Landesverband der jüdischen Gemeinden Westfalens, Sitz Dortmund, Thomasstraße 18, Telefon 52883 Angeschlossene Gemeinden: Jüdische Gemeinde Groß-Dortmund: Thomasstraße 18. Jüdische Gemeinde Hagen: Richard Hirschfeld, Uhlandstraße 5. Jüdische Gemeinde Witten: Fritz Grünebaum, Bahnhofstraße 34. Jüdische Gemeinde Bochum: Siegbert Vollmann, Rombergstraße 10. Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen (Recklinghausen): Robert Jessel, Schwindstraße 18. Jüdische Gemeinde Herne: Edgar Wahl, Schäferstraße 14. Jüdische Gemeinde Hamm: Max Heimann, Schützenstraße 13. Jüdische Gemeinde Münster: Frau Lucie Kaufmann, Mauritz-Linden-Weg 29, Jüdische Gemeinde Bielefeld: Max Hirschfeld, Laerstraße 9. Jüdische Gemeinde Herford: Hans Grabowski, Borriesstraße 12. Jüdische Gemeinde Minden: Emil Samuel, Königsstraße 111. Jüdische Gemeinde Warburg: Mgr. jur. Maurycy Berger, Rabbinat, Kasseler Straße 7/14. Gemeinden der französischen Zone: Die jüdische Gemeinde Koblenz für sämtliche Gemeinden des Regierungsbezirkes Koblenz. Anschrift wie folgt: Jüdische Kultusgemeinde, Koblenz, Liebfrauenkirche 11. Vorsitzender: Herr Berndt. Die jüdische Gemeinde Mainz für sämtliche Gemeinden von Rheinhessen. Anschrift wie folgt: Jüdische Gemeinde, Mainz, Augustastraße 4. Vorsitzender: Herr Waldmann.

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