Alt-Prager Almanach
- Journal
- Alt-Prager Almanach
- Volume
- 1926
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 157 (sequence 167)
- Language
- German
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des Burggrafen von Elbogen Jarosch von Fuchsberg, im Jahre 1298 geschenkt hatte. An der Stelle dieses Hauses steht heute der Hoftrakt des Clam-Gallas'schen Palastes. Das Haus des Markgrafen Johann von Mähren finden wir im Jahre 1402 im Besitze des reichen Prager Goldschmieds Otlin, in dessen Familie es über die Husitenzeit hinaus bis zum Ende des 15. Jahrhunderts verblieb. Im Jahre 1491 ging es an den Niklas Stfela von Rokitz über, von dessen Sohn Stephan es acht Jahre später Georg Samuel von Hradek, der kgl. Unterkämmerer, erwarb. Als dieser im Jahre 1534 ohne leibliche Erben starb, kaufte das Haus aus seinem Nachlasse der Neustädter Ratsschreiber Johann Karl. Von da an wechselte es seine Besitzer in rascher Folge. Im Jahre 1538 war es Eigentum des Peter Bohdanecky von Hodkow, drei Jahre später besaß es Niklas Rendl von Uschau, 1543 Sigmund Berka von Duba auf Stranow, der es 1549 an Lorenz Schlick Grafen zu Passaun und Weißkirchen veräußerte. Graf Schlick hielt das Haus bis 1583, von da an der Goldschmied Mathias Rohrmeister, dem 1592 sein Zunftgenosse Martin Scholl von Schollenpach im Besitze nachfolgte. Von diesem erkaufte das Haus im Jahre 1604 der königliche Landhofmeister Radslaw Kinsky von Wchinitz und Tettau. Als er im Jahre 1619 kinderlos starb, erbte das Haus sein Neffe Wilhelm von Kinsky. Es war dies der Mann, der als Parteigänger Wallensteins die Verhandlungen mit dem französischen Gesandten in Dresden Fequiere und mit den Kurfürsten von Sachsen und Brandenburg führte und der mit seinem Schwager dem Grafen Trcka, dem Frhr. Illow und dem Rittmeister Neumann in der Mordnacht vom 25. Feber 1634 auf der Burg zu Eger dem Herzog von Friedland im Tode voranging. 157