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Alt-Prager Almanach · 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 156

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Alt-Prager Almanach
Volume
1926
Date
1926-01-01
Page
Seite 156 (sequence 166)
Language
German
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Goldschmiede siedelten, war das Markgrafenhaus von zwei kleinen Häusern flankiert, die den Raum bis zum Eck dieser Gasse einnahmen. Gegen den damals noch viel kleineren und um ein gutes Stück weiter zurückliegenden Marienplatz, auf dem vor alters ein Tümpel sich befand, stieß die Markgrafenresidenz mit einem kleinen Nebengebäude an den Friedhof der Pfarrkirche Mariens „an der Lacke" (na louzi) oder auch ,,Mariae an der Wiege" genannt, die im Jahre 1784 auf Befehl Kaiser Josephs II. gesperrt, dann als Depositorium der von der Universitätsbibliothek aus den aufgehobenen Klöstern übernommenen Bücher verwendet und im Jahre 1791 zugleich mit der nicht weit hinter ihr gegen St. Niklas zu auf dem winzigen Hühnermarkt stehenden St. Leonardikirche demoliert wurde, um die Leonardigasse in der Richtung des Marienplatzes zu öffnen, mit dem sie bisher nur der Weg über den genannten Friedhof verband. An der Stelle des dem Marienplatz zugekehrten Seitenflügels des Clam-Gallas'schen Palastes erhoben sich seit alter Zeit vier kleine Häuser. Am Eck neben dem Friedhof, dessen größerer Teil in dem heute zum Palaste gehörigen Gärtchen erhalten geblieben ist, an dessen Umfassungsmauer auf dem Marienplatze der bekannte steinerne Brunnen Wenzel Prachners sich befindet, stand als erstes das alte Pfarrhaus der Marien-Kirche an der Lacke, daneben in die Leonardigasse hinein die drei Bürgerhäuser „Zum schwarzen Greif," „In der Löwengrube" und „Bei den drei Bären". Daran reihten sich vier weitere schmale Häuser und hinter dem letzten derselben bog nach rechts in einen versteckten kleinen Platz, St. Annawinkel genannt, ein Gäßchen um zu einem größeren, den Dominikanerinnen bei St. Anna gehörigen Hause, deren Kloster es Katharina, die Witwe 156

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