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Alt-Prager Almanach · 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 142

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Alt-Prager Almanach
Volume
1926
Date
1926-01-01
Page
Seite 142 (sequence 150)
Language
German
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den, wenn sie eine allzugroße Ausdehnung gewonnen haben, in die Höhe. (Hochhäuser, deren Aufkommen wiederum durch die Erfindung des elektrischen Aufzuges begünstigt wurde.) Eine Höhenentwicklung der Stadt wird jedoch durch die ständige Verschnellerung und Popularisierung moderner Betriebs- und Verständigungsmittel stets wieder zu Gunsten der extensiven Entwicklung überwunden werden. In die europäischen Städte hat das Hochhaus, das übrigens auch eine bedenkliche Verdichtung des Verkehrs an einzelnen Knotenpunkten zur Folge hat, nur sporadisch Eingang gefunden. In Prag finden wir es überhaupt nicht. Die unmittelbaren Veränderungen des Stadtbildes infolge von Bevölkerungszuwachs bestehen daher in Prag zunächst in einem fortschreitenden Zellenansatz an der Peripherie. Der Zellkern erleidet keinerlei wesentliche Abwandlung. Die Entwicklung Prags in den letzten Jahren, besonders nach dem Kriege, bietet ein augenfälliges Beispiel dafür, wenn wir von den bereits wieder abnehmenden Aufstockungen einzelner Häuser in der inneren Stadt absehen, die freilich manches Schlimme gezeitigt haben. Indirekt gehören zu den städtebaulichen Veränderungen durch Bevölkerungszuwachs auch die Veränderungen durch den Wandel der Verkehrsmittel, denn diese Wandlung ist durch die Intensität des Verkehrs bedingt. Schnelligkeit und Art der Verkehrsmittel beeinflußen einander wechselseitig und rufen organische Veränderungen des städtebaulichen Charakters hervor. Bauwerke erweisen sich plötzlich als Verkehrshindernisse und müssen beseitigt werden, andere dem Verkehr und dem Fremdenstrom dienende Gebäude entstehen.1) Am l) So spielte man in letzter Zeit öfters mit dem Gedanken der Beseitigung des alten ehemaligen deutschen Landestheaters. Seit es allerdings vom 142

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