Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 17 (1930)
- Issue
- 51/52 (19.12.1930)
- Date
- 1930-12-19
- Page
- Seite 736 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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736 Das Jüdische Echo Nr. 51/52 sonals zu einer Reduktion der Gagen zu erlangen. Während die Schauspieler sieh zu Zugeständnissen bereit zeigten, sind die Verhandlungen an dem Widerstand der Musikergewerkschaft gescheitert. Infolgedessen haben sich die Direktoren aller neun jiddischen Bühnen New Yorks genötigt gesehen, ihre Betriebe bis auf weiteres zu schließen. Ussischkin in Neuyork Massenmeeting des Keren Kajemeth Neuyork, 10. Dezember. (JTA.) In Neuyork wurde anläßlich des Eintreffens M. M. Ussischkins in den Vereinigten Staaten eine vom jüdischen Nationalfonds einberufene Massenversammlung abgehalten, die sich zu der größten Kundgebung für den Keren Kajemeth gestaltete, die jemals stattgefunden hat. Nach den Begrüßungsansprachen der Führer der Jewish Agency und der Zionistischen Organisation Cyrus Adler, Robert Szold, Louis Lipsky, Rabbi Hillel Silver, Emanuel Newman und Ab. Goldberg und nach Verlesung der Begrüßungsschreiben Felix M. Warburgs und Stephen S. Wises hielt Ussischkin eine begeisterte Rede, in der er die amerikanische Judenheit aufforderte, ihr Äußerstes zu tun, um den Boden Erez Israel zu erlösen. Ein 5000 köpfiges Auditorium brachte Ussischkin stürmische Ovationen dar. Der Landweg nach Palästina Ausbau des syrischen Eisenbahnnetzes London, 10. Dezember. (JTA.) Wie „Daily Mail“ berichtet, hat die französische Regierung den Betrag von vier Millionen Pfund für die Erschließung Syriens, das unter französischer Mandatsverwaltung steht, bewilligt. Ein großer Teil dieses Betrages ist für den Ausbau des syrischen Eisenbahnnetzes bestimmt. Nach der Fertigstellung der neuen syrischen Eisenbahnlinien wird eine direkte Bahnverbindung von Calais nach Jerusalem möglich sein, da auch die Verbindung von Haifa mit Beirut und Tripoli im Rahmen des großen Bagdad-Haifa-Eisenbahnprojektes vorgesehen ist. Im Zusammenhang mit den neuen Eisenbahnbauplänen werden Pläne, zu einer großzügigen Ansiedlung von Juden in Syrien in Erwägung gezogen. Obligatorische Sonntagsruhe in den Steinbrüchen von Athlit Jerusalem, 10. Dezember. (JTA.) Der High Commissioner hat in den von der Regierung zur Gewinnung des Materials für den Hafenbau von Haifa gepachteten Steinbrüchen der PJCA und der Athlit Company obligatorische Sonntagsruhe angeordnet. In diesen Steinbrüchen sind 150 jüdische Arbeiter beschäftigt, die bisher Sonntags arbeiten durften, um die Sabbatruhe beobachten zu können. Die neue Anordnung des High Commissioners hat heftige Erregung unter der Judenheit Palästinas hervorgerufen, die in der neuen Bestimmung eine Verletzung der Gleichberechtigung der drei Konfessionen Palästinas erblickt. Das Arbeiterorgan „Dawar“ stellt fest, daß die neue Verordnung eine Benachteiligung der jüdischen Arbeiter bedeutet, die nunmehr gezwungen sind, an zwei Tagen der Woche zu feiern. „Doar Hayom“ erklärt, die Palästinaregierung beabsichtige augenscheinlich, in Palästina das Prinzip der Zwangssonntagsruhe, wie es in einigen Ländern der Diaspora durchgeführt ist, zur Anwendung zu bringen. Nach der Veröffentlichung des Weißbuches scheine alles in Palästina möglich zu sein. Im Hinblick auf die gesetzlichen Vorschriften wolle sich das Blatt jeder weiteren Kommentierung der Regierungsverordnung enthalten. Protest gegen die Sonntagsruheverordnung des High Commissioners von Palästina Haifa, 12. Dezember. (JTA.) Der Vorstand der jüdischen Gemeinde, das Rabbinat, der Arbeiterrat und die jüdische Handelskammer, haben in einer gemeinsamen Sitzung eine Resolution gefaßt, in der gegen die Anordnung obligatorischer Sonntagsruhe in den Steinbrüchen von Athlit durch den High Commissioner energisch protestiert wird. In der Resolution wird der Meinung Ausdruck gegeben, daß diese Verordnung den Bestimmungen des Mandats zuwiderlaufe. Baubewegung in Jerusalem Jerusalem, 1. Dezember. (JTA.) Nach Zahlen, die jetzt von der Palästinaregierung veröffentlicht werden, sind in Bauten in Jerusalem selbst im Laufe des letzten Jahres annähernd 1 300 000 Pfund investiert worden. Ein sehr großer Teil dieses Betrages wurde in Häusern und Läden auf Grundstücken angelegt, die durch die Palestine Land Development Co. Ltd. in der Ben- Jehuda-Straße und Umgebung, im Handelszentrum, das an der Straße nach dem Bahnhof gelegen ist, und in der Vorstadt Rechawiah erworben wurden. Die Baubewegung dehnte sich im besonderen nach den Ereignissen des August 1929 aus, und auch die Veröffentlichung des Weißbuches vom Oktober 1930 hat diese Bewegung nicht im Geringsten eindämmen können. In den letzten Tagen hat ein bekannter sephardischer Kaufmann von der Palestine Land Development Co. Ltd. wiederum einen Bauplatz auf dem Wege nach dem Bahnhof an einem Ende des neuen Handelszentrums für annähernd 3000 Pfund erworben und wird in Kürze auf diesem Grundstück und dem vor kurzem erworbenen Nachbargrundstück mit dem Bau beginnen. In der Ben-Jehuda-Straße (Antimosgarten) werden jetzt eine Anzahl großer drei- bis vierstöckiger Bauten beendet. In der Vorstadt Rechawiah dehnt sich die Baubewegung auch auf dem von der Palestine Land Development Co. Ltd. vor kurzem neu erworbenen Gelände aus. Starkes Ansteigen der Nationalfondseingänge in Palästina Jerusalem, 12. Dezember. (JTA.) In den ersten sechs Wochen nach der Veröffentlichung des Weißbuches haben die Nationalfondseingänge in Palästina die dreifache Höhe der Eingänge in demselben Zeitabschnitt des Vorjahres erreicht. Es wurden in diesen sechs Wochen 6700 Pfund aufgebracht. Dieses hervorragende Ergebnis ist in erster Reihe der Opferwilligkeit der palästinensischen Arbeiterschaft zu verdanken. Deutsche NewWäscher ei O.m.h.H. FELIX BRANDNKR * MtFCHEH Thierschstraße 14 / Telefon Nr. 23708 Spezial-Dampfwaschanstalt nur Herren-Stärkwäsche Annahmestelle auch Jägerstr. 16 / Augsburg A. 432 vord. Lech CAFE WINTERGARTEN Inhaber: Franz Schnabel Nachmittags Konzert Abends ununterbrochen Tanz 2 Kapellen Mäßige Preise Kein Weinzwang Kein Eintritt