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Das jüdische Echo · 1930-11-21 · 47 (21.11.1930) · p. Seite 669

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
17 (1930)
Issue
47 (21.11.1930)
Date
1930-11-21
Page
Seite 669 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 47 Das Jüdische Echo 669 Jakob Wigotzky, in Lemberg Dr. Sommerstein, in Stanislau Dr. Rosmarin. Alle Genannten sind Zionisten. Von der Agudas Jisroel ist nur Rabbiner Aron Lewin aus Rzeszow gewählt worden. Die endgültigen Resultate werden erst am Dienstag, dem 18. d. M., vorliegen. Aus der jüdischen Welt Tagung des Zionistischen Landes Vorstandes in Berlin Berlin, 17. November. (JTA.) Am 16. November fand eine Sitzung des Landesvorstandes der Zionistischen Vereinigung für Deutschland statt. Unter den Gästen, die an der Sitzung teilnahmen, befand sich u. a. das polnische Aktionskomitee-Mitglied Dr. Hindes. Den größten Raum in den Verhandlungen des Landesvorstandes nahmen die Berichte über die Sitzung des Aktionskomitees in London und die daran anschließende Diskussion ein. Sämtliche in Deutschland wohnhaften Aktionskomitee-Mitglieder berichteten über die Aktionskomitee-Tagung; in der Diskussion sprachen die Vertreter aller Parteien. Es war die einmütige Meinung aller Redner, daß es unter den gegenwärtigen Bedingungen in erster Linie darauf ankomme, mit aller Kraft die praktische Aufbauarbeit fortzusetzen. Politische Beschlüsse wurden nicht gefaßt. Der Landesvorstand beschloß, eine Zentralstelle für die Organisierung des Vertriebs palästinensischer Anlagewerte in Deutschland einzurichten. Weitere Beschlüsse des Landesvorstandes beziehen sich auf die diesjährige Scheckeiaktion. Der Landesvorstand nahm außerdem1 einen Bericht des Hechaluz über den gegenwärtigen Stand der Hachscharah-Arbeit in Deutschland entgegen. Der Verband Jüdischer Jugendv.ereine an die Jewish Agency Berlin, 12. November. (JTA.) In einem Schreiben des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands an das Initiativkomitee der Jewish Agency in Deutschlan wird u. a. ausgeführt: „Wir bitten Sie, dem Vorsitzenden des Initiativkomitees, Herrn Direktor Oscar Wassermann, und gegebenenfalls dem Präsidium der Jewish Agency davon Mitteilung zu machen1, daß die im Verband der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands geeinte jüdische Jugend sich durch die infolge der neuesten politischen Ereignisse geschaffene schwierige Situation in ihrer Anteilnahme am überparteilichen Palästina-Aufbau nicht beirren lassen wird. Auf den in den letzten Tagen stattgefundenen Landesverbandstagungen und Führerzusammenkünften des Jugendverbandes sind allenthalben einstimmige Beschlüsse gefaßt worden, daß die gesamten Bünde geschlossen hinter der Verbandsleitung stehend, einen großen Teil ihrer Erziehungsarbeit der Anteilnahme an der Palästinaarbeit weiterhin widmen werden. Wenn auch unsere Mitglieder z. Zt. aus unterschiedlichen Gründen nicht in der Lage sind, das Aufbauwerk in erheblichem Maße materiell zu stützen, so sehen wir unsere Aufgabe jetzt gerade darin, durch intensive Beschäftigung mit allen Problemen der Jewish Agency und des Palästina- Aufbaues, denjenigen geistigen und seelischen Kontakt mit dieser jüdischen Lebensfrage zu finden, der allein Palästina zu einem Lebenswerk und Mittelpunkt der gesamten jüdischen Welt machen kann.“ Vom Hilfsverein der Deutschen Juden Millionen-Stiftung des Professors W. M. Haffkine Berlin, 16. November. (JTA.) Am 12. November fand, eine Sitzung des geschäftsführenden Ausschusses des Hilfsvereins der Deutschen Juden statt, der als Hauptpunkt der Tagesordnung die Beschlußfassung über die Verwaltung der Haffkine-Stiftung vorlag. Der im Jahre 1860 in Odessa geborene und vor kurzem in Lausanne verstorbene hervorragende Bakteriologe Prof. W. M. Haffkine, hinterließ ein Kapital von etwa anderthalb Millionen Schweizer Franken zwecks Bildung einer Stiftung in der Schweiz, die von einem dortigen Bankinstitut verwaltet wird und aus dessen Erträgnissen Talmudhochschulen (Jeschiboth) in osteuropäisch. Ländern (unter evtl. Berücksichtigung auch der handwerklichen Ausbildung der Schüler) gefördert werden sollen. Die Stiftung hat die Einnahmen für die angegebenen Zwecke gemäß den Entscheidungen des Hilfsvereins zu verwenden, dessen Werk der Verewigte wärmstes Interesse entgegenbrachte. Ferner wurden Bewilligungen vorgenommen, u. a. für jüdische Studenten aus Osteuropa. Neue „Ort“-Aktionen in Bayern München, 13. November. (JTA.) Am 1. November d. J. fand in Schweinfurt ein Vortragsabend der „Ort“-Gesellschaft, Abt. Deutschland statt, in dem Herr Dr. Michael Traub, Berlin, vor einer zahlreichen, lebhaft interessierten Zuhörerschaft sprach. Dem Vortrage folgte eine rege Aussprache. Es, wurde ein Aktions-Ausschuß für Schweinfurt gebildet, dem unter Vorsitz von Herrn Justizrat Hommel Vertreter verschiedenster Richtungen angehören. Am 3. November hielt Herr Dr. Traub in einer von der „Ort“-Gesellschaft, Abteilung Deutschland, in Bamberg einberufenen Versammlung einen Vortrag über „Wege und Ziele jüdischer Wirtschaftspolitik“. Den Vorsitz in der Versammlung führte Herr Geheimrat Dr. Werner, der auch in dem im Anschluß an den Vortrag gebildeten Aktions-Ausschuß für Bamberg den Vorsitz übernahm. Das Ergebnis der Parlamentswahlen in Österreich Kein jüdisches Mandat Wien, 10. November. (JTA.) Die am Sonntag, dem 9. Februar, in Österreich durchgeführten Parlamentswahlen brachten den radauantisemitischen Parteien eine schwere Niederlage, die von Hitlers Freund, Dr. Riehl, geführten Nationalsozialisten konnten in keinem Wahlkreis die notwendige Stimmenzahl für ein Mandat auf sich vereinigen. Die Heimwehr, die im gegenwärtigen Kabinett Vaugein durch zwei antisemitische Minister, Innenminister Fürst Stahremberg und Justizminister Hueber, vertreten sind, konnten 8 Mandate, 7 von ihnen nur durch Restimmen, erringen. Die Sozialdemokraten erhielten 72 (bisher 71), die Christlichsozialen 66, der Schober-Block 19 Mandate. Die von der Union österreichischer Juden unterstützte demokratische Liste vereinigte 6719 Stimmen auf sich, die von Oberbaurat Robert Stricker geführte radikal-zionistische Liste erhielt 2134 Stimmen. Da für ein Mandat eine Mindestzahl von 20 000 Stimmen Voraussetzung ist, gingen diese beiden Listen leer aus. 24. Jahresversammlung des amerikanisch-jüdischen Komitees N e u y o r k, 11. November. (JTA.) In Neuyork fand unter dem Vorsitz von Cyrus Adler die 24.

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